Zuckersüß 531: Korea, Marokko, China

„Palmen“ am Karlsplatz

…mit wenig Gebackenem, einigen Lokalen in Perugia und Bologna, einer Konferenz (International Journalism Festival), einem Konzert (Capabro), einer Buchpräsentation (Ohne Kalaschnikow schlaf ich schlecht), zwei Ausstellungen (Triennale im MAK, Donauinsel im Wien Museum), drei Büchern (A Stranger In a Strange Land, Reflections on Fieldwork in Morocco, Ohne Kalaschnikow schlaf ich schlecht), einem Strick- und einem Häkelprojekt (Kirby Top, MacBook-Hülle)und wie immer, den besten Links der vergangenen Wochen.

Seit dem letzten Zuckersüß habe ich zweimal vegane Marmorkekse (bald im Blog!), Zitronen-Sablés, schnelle Scones mit Kakaosplittern statt Schokolade (s. Rezept von 2017), Schwarze-Tahini-Cookies mit Zuckerstreuseln statt Schokolade (s. Rezept von 2022)

… Scones mit Mandeln, Erdbeeren und Sahne, Zimtschnecken (nach diesem Rezept von 2017) und einen simplen Vanille-Kastenkuchen gebacken.

Gegessen

Vegane Polpette in Zitronenblättern (mit Fleisch wärs vermutlich besser geworden), dazu Kartoffeln. Mittelmäßiges Pad Thai. Pommes mit Ketchup im Grünen (top!).

Bucatini mit Bärlauch, Spinat und Mandel-Zitronen-Bröseln. Bohnen-Salat mit viel Petersilie, Zitrone und Pinienkernen. Minestrone. Spaghetti mit Lauch, Brokkoli, Sellerie und Sauerrahm.

Pizza aus dem selbstgemauerten Garten-Ofen eines Freundes. Tajine mit Tfaya, dazu Weißbrot und Naan von meinem Nachbarn.

Bananensplit. Erdbeer-Cornetto. Smarties-Steckerleis. Himbeer- und Cassata-Eis vom Eisgschäft am Kalvarienberg (1170).

Ein Punschkrapferl (3€?) beim Café Prückel (1010). Einen sehr starken Drink (16€) im Salon Plafond (1010): Tropical Iris mit Wodka, Rum, Zitronengras-Sorbet und Sekt. Eine seltsame Breze mit dünnem Salzteig statt Salzkörnern (1,50€) von der Bäckerei Martini (1170).

Perugia

Pasta mit Favabohnen und Pancetta im sehr empfehlenswerten Bistro Maramao in der Via dei Priori. Viele Pizzastücke und ein paar Arancini bei der Pizzeria Marchigiana (alle unter 3€), ebenfalls in der Via dei Priori. Fladenbrot mit Mortadella im Birraio, wo die Aussicht zum Aperitivo großartig ist. Kicherbsensuppe mit Brot im Ristorante Il Giurista, dazu Nevio Rotwein aus der Gegend.

Ein Plundergebäck und ein Mini-Reistartelette bei Sandri. Eis von gefühlt jedem Eisladen in Perugia. Großartiges Plundergebäck mit Beeren in der Bar Pasticceria dell’Accademia in der Via dei Priori. IJF-Geburtstagstorte am Rande des Jubiläumsparty-Dancefloors.

Einen Mexican Trip mit Mezcal, Tequila, Triple Sec, Limette und Kaffeeschaum, der mich nicht recht überzeugte und einen Espresso Martini (jeweils 12€) in der Bar des Hotel Brufani.

Bologna

Erinnerungswürdiges Eis von der Gelateria Stefino unweit von Bologna Centrale. Ich habe mich für die Sorten Kurkuma und Schoko-Ingwer-Curry entschieden. EIn paar Häuser weiter als Stärkung vor der Abreise Tagliatelle al Ragù mit Brotkorb (inkl Focaccia mit Salsiccia?!) im Pan Bistro Romano. Pasta mit Sardellen und Chili-Rosinen-Bröseln bei einem Freund.

Gesehen

International Journalism Festival Perugia

Ich war zum zweiten Mal beim International Journalism Festival in Perugia. Das ist allein von der Location und Stimmung die beste Konferenz, auf der ich jemals war – drüben bei jasowieso.com habe ich einen ausführlichen Bericht inkl. vieler Sketchnotes veröffentlicht. Perugia selbst ist auch eine hübsche Stadt mit sehr lustigem Seilbahn-Nahverkehr, der sich ein bisschen nach Vergnügungspark anfühlt, und so vielen Rolltreppen überall, die teilweise durch jahrhundertealte Gewölbe führen.

Capabro

Capabro

Ein paar Studis der Hamburg Media School, die ich mit meinen Mitreisenden auf den Straßen Perugias getroffen hatte, erzählten uns von einem Konzert in einer kleinen Bar namens Marla. Wir schlossen uns ihnen spontan an und landeten bei Capabro, einer Pop-Punk-Band, die dieses Jahr für San Marino beim Song Contest antreten wollte (sie kamen bis ins Halbfinale). Der Großteil der Crowd verstand kein Wort, aber es war trotzdem super lustig.

Ohne Kalaschnikow schlaf ich schlecht / Vazista im Theater am Spittelberg

Die beiden Journalist_innen Olivia Wimmer und Lukas Matzinger waren 11 Monate lang mit einem VW T3 unterwegs – bis nach China und zurück. Darüber hat er einen Reiseroman geschrieben, der am Mittwoch im Theater am Spittelberg Premiere feierte. Dafür, dass die Reise sehr beschwerlich klang, und die Schicksale vieler Menschen nicht sehr rosig, war das ein sehr lustiger Abend. Der Überraschungsauftritt der aus dem Iran geflohenen Sängerin Vazista war sehr berührend, sie verschlug gefühlt dem ganzen Publikum den Atem. Auf Instagram kann man ihre Protestballade Badrud (Auf Wiedersehen) anhören.

MAK

Auf einen kurzen Abstecher ins MAK. Dort begegnete mir eine Videoarbeit, über die ich in Zuckersüß 261 im November 2017 schon mal geschrieben hatte erneut: Hyper-Reality – Keiichi Matsuda.

Außerdem ist im Keller der letztjährige österreichische Triennale-Beitrag ausgestellt, Soft Images, Brittle Grounds von Felix Lenz. Das ist einerseits ein 30-minütiges Video von außerirdisch aussehenden Landschaften, abgewechselt mit Wasserleitungen und brennenden Bildern, außerdem eine Videoinstallation vor einem Ein-Weg-Spiegel. Die Arbeit ist durchaus fesselnd (ganz geschaut habe ich sie nicht), aber auch enorm verkopft. In den Danksagungen steht unter anderem Karen Barad, deren Texte über Intraaktion und Difraktion mir im Studium schwer zu schaffen gemacht hatten.

An die vorherige Triennale, in der ich 2022 einen Tag verbracht hatte, erinnere ich mich immer noch gerne – ich hoffe ich schaffe es mal wieder im passenden Zeitraum nach Mailand.

Donauinsel im Wien Museum

Ich war mit einer Freundin – der ich einen Museumsbesuch zum Geburtstag geschenkt hatte – in der Sonderausstellung im Wien Museum über die Donauinsel (12€ Eintritt). Dort habe ich ziemlich viel über verheerende Hochwasser in der Stadt gelernt, z. B. 1501, laut Wikipedia in Zusammenhang mit der kleinen Eiszeit. Auch 1784 war Wien überschwemmt – ein zeitgenössischer Kupferstich von Hieronymus Löschenkohl lässt es aussehen wie ein Roland-Emmerich-Film. An die Hochwasser von 2002 und 2013 erinnere ich mich selbst (ein paar hundert Kilometer donauaufwärts) zum Hochwasser von 2024 war ich aber auch gerade nicht in Wien.

Die Donauinsel sollte zum „totalen“ oder „absoluten“ Hochwasserschutz werden (interessantes wording!), ihre Errichtung wurde hart diskutiert (die ÖVP war dagegen). Als SPÖ-Projekt wurde sie von der Partei dann kulturell geclaimt, noch heute am Donauinselfest sichtbar. Subkulturen nehmen sich ihren Platz auf den 21 Kilometern aber auch, etwa FKK-Badende oder Veranstaltungskollektive mit Underground-Raves, die beide in der Ausstellung Platz finden.

Gelesen

A Stranger In a Strange Land

das mir immer noch höchst fragwürdig vorkommt. Aber für die Recherche les ichs halt (bald in der fuzo!).

Reflections on Fieldwork in Morocco

In dieser 1977 erstmals erschienenen Studie erzählt der Anthropologe Paul Rabinow sehr persönlich von seinem Forschungsaufenthalt in Sefrou im Norden Marokkos: z. B. wie er Kontakt knüpft mit einem kolonialfranzösisch verhafteten Hotelier, einem Händler und einem Zuhälter, oder wie er versucht, marokkanisch zu lernen. Über seinen ersten Lehrer, der hauptberuflich Verkäufer war, schreibt er:

He was a packager and transmitter of commodities and services, a middleman, a government translator of official messages. He was packaging Arabic for me as if it were a tourist brochure. He was willing to orient me to the fringes of the Moroccan community, to the Ville Nouvelle of Moroccan culture, but there was a deep resistance on his part to any further penetration.
Jacques Berque has spoken of language, women, and religion as the three domains of freedom in which North Africans had most fiercely resisted European transgression. Once the economic domination and control of the land had been accomplished these domains were even more highly cathected and symbolically charged realms of integrity and identity.

Paul Rabinow: Reflections on Fieldwork in Morocco, Seite 27

Mich hat im Zuge meines Darija-Erwerbs 2014/15 erstaunt, mit welcher Vehemenz mir Schimpfwörter verweigert wurden. Die sind oftmals das erste, was von einer Sprache hängen bleibt, doch mir wollte sie einfach sehr lange niemand nennen („gehört sich nicht“).

Mit Atay b n3an3a, sirupsüßem Minztee, hatte ich allerdings ab Tag eins zu tun und schnell gelernt, ihn bla sukr, ohne Zucker, zu bestellen. Bis zu Rabinows Buch hatte ich mir allerdings keine Gedanken gemacht, wie er zum Nationalgetränk geworden war – immerhin ist weder Tee noch Zucker heimisch. Rabinow meint dazu:

Tea and sugar have a tyrannical and almost obsessive centrality in Morocco. Its preparation and consumption are daily rituals of generosity and exchange, but it is also economically a heavy load to bear. Who pays for how much of the tea and sugar, who owes whom from the other day or last week, and the quality of the ingredients are all constant themes of everyday life. As much as 40 percent of a poor peasant’s cash in-come can be spent on tea and sugar. One gets the impression that tea must be one of the oldest and most stable of Moroccan staples, but this is not the case. In the rural areas around Sefrou, it can be shown that tea and sugar have been systematically substituted for protein over the last seventy or eighty years. Actually, tea was introduced into Morocco by the English in the eighteenth century, and its use did not become widespread until the nineteenth. It was only during the crisis years of 1874-1884 that tea became the national drink in Morocco. Consumption tripled during that decade, and sugar was close behind: German, French, and English companies sys-tematically developed a market whose extent they must have been surprised to discover.

Paul Rabinow: Reflections on Fieldwork in Morocco, Seite 35f

Das Buch hatte ich aus dem Regal eines Freundes, der seine Dissertation über Marokko geschrieben hatte, gezogen. Dorthin musste ich es leider auch zurückstellen, weshalb ich die zweite Hälfte dann nicht mehr gelesen habe. Das ist schade, denn obwohl (oder gerade weil?) Rabinow 37 Jahre vor mir in Marokko gelebt hatte, hat er mir (als fellow interessierter westlicher teilnehmender Beobachter) teils völlig neue Perspektiven eröffnet. Und schon wieder hab ich Fernweh!

Ohne Kalaschnikow schlaf ich schlecht

habe ich auf der Premierenlesung gekauft und dann binnen 24 Stunden durchgelesen. 34.000 km sind unvorstellbar weit, 11 Monate in einem alten VW-Bus unglaublich lang, und das alles auf 300 Seiten einzudampfen muss unglaublich schwer gewesen sein. Das Reiseabenteuer von Lukas Matzinger und Olivia Wimmer hat mich sehr mitgerissen und mir die Reiselust auf einen Fern-Roadtrip nachhaltig ausgetrieben. Ich musste wie bei der Lesung selbst wieder viel Grinsen, tieftraurige Episoden gibt es aber genauso, etwa im erdbebenverwüsteten Antakya, im gottesstaatseingezwängten Iran oder am ausgetrockneten Aralsee.

Gestrickt und gehäkelt

Weiter am Kirby-Top, das sich sehr nach Tappen im Dunkeln anfühlt – ich wusste lange nicht, ob mir das Garn (das ich 2024 in Seattle gekauft hatte) reichen würde und weiß auch jetzt noch nicht, ob ich bei der Maschenprobe richtig gerechnet habe.

Weiter an meiner MacBook-Hülle, die ich gerne schon fertig hätte.

Veröffentlicht

Im Blog: nix.

Anderswo: Einen ausführlichen Rückblick auf das International Journalism Festival in Perugia drüben bei jasowieso.com. Drei Texte für die futurezone.at:

Rezepte

Kitchen Project #201 Texas Sheet Cake
Ich liebe, wie detailliert Bronwen Wyatt hier die Rezept-Geschichte nachzeichnet. Ich befürchte, dass das allerdings kein Kuchen für mich ist – VIEL zu süß.

Carrot Maqluba Recipe – NYT Cooking
Boah, ich hab Bock, mal wieder gestürzten Reis zu essen.

Texte

Tell umma I’m walking to baekdusan – The HTML Review 05
Ein hübsch aufbereitetes Essay (die Illustrationen! die Popup-Fußnoten!) über geteilte Mythologien zwischen Nord- und Südkorea und einen Gebirgszug, der die beiden verbindet.

I spoke to a scientist who coordinates a cross-national research project on Mount Baekdu, coordinating a team of North and South Korean, British, and American scientists to investigate the tectonic movements of the holy volcano. After it showed signs of erupting in the early 2010s, international calls for disaster prevention enabled research to be done on a scale previously thought impossible. Professor James Hammond told me that until recently, glaciology, oceanography, and volcanology were seen as universal sciences in the sense that they knew no borders. When he became a scientist, research was seen as a form of diplomacy. Now, he says, it is increasingly seen as a tool for real politik.

chinese creativity (a visit to china pt.3) – Spencer Chang
Interessanter Reisebericht / ethnographischer Einblick:

In Western society, ideas are everything. We idolize and promote Idea Guys who want to change the world and protect those inventions with copyright law.
In China, ideas are worthless; execution is the only thing that matters. The one who survives is the winner.

Was steckt hinter „Sogar die Islamisten waren besser“ – Clara Peterlik
Aktuelle Einblicke in die marokkanische Gesellschaft:

In Marokko wird im Herbst gewählt. Politisch ist das Land ein Hybrid. Parteien konkurrieren in Wahlen, doch die zentralen Leitplanken werden vom Königshaus gesetzt. Regierungen agieren damit eher als Manager einer vorgegebenen Reformagenda, denn als eigenständige politische Gestalter. Die derzeitige Regierung wird von einem der reichsten Männer des Landes angeführt – Aziz Akkanouch – und ist dementsprechend sehr wirtschaftsnahe. Im Herbst wird aber das Parlament neu gewählt.

Forgetting the apocalypse: why our nuclear fears faded – and why that’s dangerous – The Guardian
Ein Longread von 2022, dessen Argumentation mich irgendwie nicht ganz überzeugt. Den hier beschriebenen Text von John Hershey will ich noch lesen.

For many readers, this was the first time they registered that Hiroshima wasn’t a “Japanese army base”, as US president Harry Truman had described it when announcing the bombing, but a city of civilians – doctors, seamstresses, factory workers – who had watched loved ones die. Nor did they die cleanly, vaporised in the puff of a mushroom cloud. Hersey profiled a Methodist pastor, Kiyoshi Tanimoto, who raced to the aid of his ailing but very much still-living neighbours. As Tanimoto grasped one woman, “her skin slipped off in huge, glove-pieces”. Tanimoto “was so sickened by this that he had to sit down for a minute”, wrote Hersey. “He had to keep consciously repeating to himself, ‘These are human beings.’”

Wenn Propa­ganda krank macht. 40 Jahre nach Tschornobyl – Geschichte der Gegenwart
Ein Interview mit einem ukrainischen Journalisten, der damals in Kyiv arbeitete.

Jedes Exemplar der „Weissen TASS“ hatte eine eigene Nummer, damit mögliche Informationslecks zurückverfolgt werden konnten. Unter strengster Geheimhaltung wurde er in Moskau von der TASS, der grössten Nachrichtenagentur der Sowjetunion, herausgegeben. Danach wurden die Bulletins durch einen speziellen Kurierdienst entlang der gesamten vertikalen Hierarchie der Parteiführung verteilt. Was tatsächlich im Leben der UdSSR und im Ausland geschah, wussten nur die aus Sicht des sowjetischen Regimes zuverlässigsten Personen. Diese Praxis wurde in den 1940er Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg von Josef Stalin eingeführt, um maximale Kontrolle über den Parteiapparat zu gewährleisten.
Im Jahr 1986 entstand dadurch eine para­doxe Situa­tion. Ein regio­naler Partei­chef irgendwo an den Grenzen der UdSSR zu China, Iran, der Türkei, Norwegen oder Finn­land wusste über die Ereig­nisse während und nach der Kata­strophe deut­lich mehr als ein Mensch, der in unmit­tel­barer Nach­bar­schaft des Kern­kraft­werks lebte.

The Three Faces of Mojtaba’s Cult Personality – Tehran Bureau
In Iran sieht es mit der Pressefreiheit kaum besser aus als in der damaligen Sowjetunion. Das Tehran Bureau versucht dennoch, News für in- und ausländisches Publikum zu produzieren – die Schwierigkeiten dabei hat Co-Direktorin Marketa Hulpachova auf dem IJF in Perugia erläutert. Dieser Artikel gibt Insights zum neuen Staatsoberhaupt:

The earliest mention of Mojtaba replacing his father as Iran’s supreme leader came during the run-up to the contentious 2009 presidential election. Politician Mehdi Karroubi, then a reformist candidate, questioned the hardliners on this topic, claiming that father-son succession was explicitly forbidden by the edicts of the 1979 Islamic Revolution, which sought to distinguish the Khomeinists against the monarchy they overthrew. 

Grok Supercharges the Nonconsensual Pornography Epidemic – Techpolicy Press
Die Autorin, Forscherin Kaylee Williams, habe ich vergangene Woche für einen baldigen fuzo-Artikel interviewt, ihre Arbeit zu digitaler sexualisierter Gewalt ist sehr interessant – und schockierend.

As a researcher who studies societal harms caused by emergent technologies, these are the incidents that worry me the most. They symbolize a digital culture in which sexual exposure and violation can be wielded like a weapon, intended to undermine, demean, and dehumanize the victim. And while Grok is able to generate intimate images of men—unlike many dedicated undressing apps—research suggests that women will likely bear the vast majority of these attacks, just as they have with every other form of NCII.

Audio/Video

don’t read theory: Bekenntnisse zweier Bürgi-Kids
Valentins Zurichtung Ich musste was schreiben, wenn ich etwas gelesen habe kann ich sehr gut nachvollziehen, s. 531 Ausgaben dieser Blogpost-Reihe.

Auch Bürgi-Kinder leiden, denn wirklich bürgerlich ist ihre Herkunft nicht. Auch sie müssen arbeiten und sich mit all den Schwierigkeiten auseinandersetzen, die der Zwang, die eigene Ware Arbeitskraft zu verkaufen, mit sich bringt. Ganz besonders betroffen sind die beiden Hosts. Während Valentin nach zehn Jahren Walter-Benjamin-LARP nun gezwungen ist, sein Leben an die Zwänge des Arbeitsalltags anzupassen, hat Ayşegül nach zehn Jahren High-Performer-Lifestyle genau das plötzlich verlernt.
In der neuesten Folge versuchen die Hosts ihr eigenes „Leiden beredt werden zu lassen“ (Adorno) und suchen die nach innen gerichtete Gewalt, wo man sie zunächst selbst nicht wahrnimmt: dort, wo die Gegenleistung, der Lohn, einem als äquivalent erscheinen mag.

RIEFENSTAHL: INFLUENCERIN DES BÖSEN (1/5)
Die Aufmachung dieses neuen WDR-Podcasts schreit schon nach zielgruppenzuspitzung auf junge Leute, was ein bisschen nervig ist. Ich hab trotzdem alle fünf Teile gehört und viel über DIE Nazi-Regisseurin erfahren.

When I Feel Better – Shoos Off
Der Vibe dieser EP taugt mir sehr.

Sonst So

Petite Pointelle Tank – Jessie Maed Designs – ravelry
In meinem Umfeld will man mir einreden, dass dieses Top altmodisch ausschaut, aber ich finds so hübsch, dass ich es ernsthaft als übernächstes Projekt in Erwägung ziehe.

The Rosa Top
Ähnlich, aber leider noch ohne Pattern.

Backkatalog:



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Ich arbeite als Redakteurin bei futurezone.at, als freie Audio-/Kulinarikjournalistin und Sketchnoterin. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

Meine Sketchnotes:
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Porträtfoto: (c) Pamela Rußmann

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.