Zuckersüß 378

…mit Archivrezepten, einem Bücherstapel, Webseitenbasteln, einem „unfreiwilligen“ Zitat in der SZ, dreierlei Eis – und wie immer, den besten Links der letzten Tage.

Seit der letzten Linksammlung sind jetzt schon mehr als zwei Wochen vergangen, aber was solls. Ich habe Aroniabeerengelee gekocht, und allerlei aus dem Archiv gebacken: Bananen-Karamell-Kuchen, Mandel-Zitruskuchen, Pfirsich-Rosmarin-Scones und Zimtschnecken nach Bravetart. Außerdem habe ich einen Mohn-Käsekuchen getestet (braucht noch eine Runde), ein Ottolenghi-Rezept ausprobiert (bald im Blog) und Bananenkuchen mit Rumkaramell aus dem Mai verbloggt.

Außerdem habe ich endlich aufgeschrieben, was ich mir zu meinem Sommerlesestapel gedacht habe – hier nachzulesen.

bücher im sommer
Bücher im Sommer

Ich habe in meiner „Ferien“-Woche für die Bäckerei/Konditorei meines Onkels eine neue Webseite gebastelt und dafür unendlich viel Gebäck und behind-the-scenes fotografiert. Diese Fotos landen nach und nach dann bei @siebenhandl_osterhofen auf Insta.

Karotten im Radio

Für eine kommende Radiosendung (morgen um 15.30 auf Ö1!) war ich in Langenlebarn in Niederösterreich und habe alle möglichen Presseberichte zur Karottenverkostung, an der ich vor ein paar Wochen teilgenommen habe, gelesen. In der SZ stieß ich über diesen Absatz hier und konnte mir vor Lachen fast nicht mehr einkriegen (it me…):

Die Teilnehmer an den Tischen ringen um Attribute, die über süß, bitter, erdig, fruchtig oder würzig hinausgehen. „Darf man karottig schreiben?“ – „Der Saft hier riecht wie meine Handcreme!“, sagt eine Gastrokollegin des ORF etwas ratlos. „Notieren Sie das! Und die Marke gleich dazu! Alles ist wichtig!“, ruft Johann Reisinger.

Apropos Radio, am Freitag wurde meine Reis-Sendung vom letzten Sommer wiederholt, falls ihr wissen wollt, wo in Österreich Reis wächst, wie das perfekte Risotto sein sollte oder in welchen Farben Reis auf der ganzen Welt auftaucht, hier entlang: Ö1 Moment Kulinarium – Reis und seine vielen Sorten.

Eis

Meinen ein-Eis-täglich-Plan habe ich diesen Sommer nicht recht eingehalten, aber in letzter Zeit sind mir dennoch ein paar interessante Sorten untergekommen, die ich mir merken will: Joghurt-Pfirisch-Safran von Gefrorenes in Währing (die Pfirsiche hatten eine sehr erstaunliche Konsistenz, fast als wären Trockenfrüchte nochmal in Sirup gekocht worden), vegane Basilikum und Himbeere von Veganista im Siebten (erstaunlich cremig!) und Mela, Arancia e Bergamotto von der Gelateria Romana, ebenfalls Wien-Neubau (Apfelsorbet mit sehr bitteren kandierten Bergamottenschalen und Orangenzesten – hatte was von Orangeat/Zitronat).

Hier folgen meine liebsten Links der letzten Tage:

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Bananenkuchen mit Rumkaramell

Dieses Rezept ist jetzt tatsächlich seit Mai im Entwurfsordner meines Blogs – fast hätte ich schon drauf vergessen.

Bananenkuchen Rumkaramell
Das Karamell schmeckt dank dunklem Rum sehr super.

Das wär aber schade, denn ich habe diese kleinen Bananenkuchen nach Yotam Ottolenghi/Helen Goh sogar zweimal gebacken und schließlich unter größten Anstrengungen (weil fast kein Tageslicht) fotografiert.

Bananenkuchen Rumkaramell

Und überhaupt: Sie schmecken dank Ovomaltinepulver (bzw. einer selbstgebastelten Mischung aus Malz und Milchpulver), Bananenpüree und dunklen Rum sehr vielschichtig. Not your average Schokokuchen also.

Bananenkuchen Rumkaramell
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Bücher im Sommer

Ich habe wieder ein paar Bücher — Das Ende von Eddy (Edouard Louis), Normal People (Sally Rooney), Trick Mirror (Jia Tolentino) und Der Ursprung der Liebe (Liv Strömquist), gelesen und endlich aufgeschrieben, was ich mir dazu denke.

Was ich davor so gelesen habe, findet sich übrigens in der Kategorie Bücher.

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Zwetschgen-Frangipane-Tarte mit Orangenblütenwasser und Thymian

Vor gut zwei Jahren habe ich aus einem Kochbuch (dessen Titel oder Autorin ich leider nicht mehr rekonstruieren kann) ein Rezept mit genau dieser Zutatenkombination abfotografiert: Zwetschge/Mandeln/Orangenblütenwasser/Thymian.

zwetschgen-orangen-frangipane-tarte

Doch die Art des Kuchens (eine Art eckige Galette mit viel zu viel Füllung und zu wenig Früchten, jedenfalls in meinen Augen) gefiel mir nicht und so baute ich einfach meiner eigene Version.

zwetschgen-orangen-frangipane-tarte
zwetschgen-orangen-frangipane-tarte

Ein sandiger Knetteigboden nach Michel Roux, darauf Mandel-Frangipane mit Orangenblütenwasser und ein halbes Kilo Zwetschgenspalten. Obenauf viel ätherische Öle: Orangenzeste und Thymian.

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Bruder (mal wieder)

Bruder Küche&Bar, Windmühlgasse 20, 1060 Wien

Dafür, dass das Bruder mein liebstes Lokal der Stadt ist, war ich schon ziemlich lange nicht mehr dort. Im Juni habe ich zuletzt darüber gebloggt und dieser Satz fasst das Lokal für mich immer noch sehr gut zusammen:

Es ist hip und cool, gleichzeitig gemütlich und elegant und vor allem sind alle Getränke und Speisen auf der Karte etwas ganz Besonderes.

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Zuckersüß 377

…mit einem 3- oder eher 6-Gänge-Menü im Freyenstein, einem neuen Strickprojekt, einem Zuckerbäckerei-Porträt bei ZEIT online – und wie immer, den besten Links der letzten Tage.

Ich habe eine Zwetschgen-Frangipane-Tarte mit Orangenblütenwasser gebacken (bald im Blog!) und mal wieder Katharina Seisers Grießschmarrn gemacht:

Durch den Tipp einer Freundin bin ich letztes Wochenende über die Wiener Restaurantwoche gestolpert und hab bei der Gelegenheit gleichmal einen Tisch im Freyenstein reserviert. Drei Gänge bei zwei Hauben für knapp 40 Euro klang nach einem fairen Deal und in Laufnähe wars auch noch. Viele Überraschungen gab es nicht, gut geschmeckt hats aber auf jeden Fall.

Außerdem war ich im Minoo in Passau, das zwar ziemlich hip ist und mit seinem persischen Einschlag (die Inhaberin stammt offenbar aus dem Iran) doch anders, als das niederbayrische Durchschnittscafé. Leider hat mich weder mein Falafelwrap mit Salat, noch das irgendwie nichtssagende Basilikumsamen-Getränk Sharbat überzeugt.

Zuckerbäckerei bei ZEIT online

Schon vor einigen Monaten hatte mich Eva Biringer angeschrieben, ob ich Lust hätte für das ZEIT online Sonntagsessen ein paar Fragen zu beantworten. Und natürlich hatte ich Lust, immerhin las ich die Serie auch sehr gerne! Nun wurde mein Porträt – das sich um die Geschichten und Einflüsse hinter meinen Rezepten dreht – veröffentlicht.

Leider ist die Serie mittlerweile hinter einer Paywall versteckt (zum Interviewzeitpunkt war sie das nicht), was ich nicht ganz fair finde, denn Rezepte und Fotos kommen von Blogger_innen wie mir, die als Gegenleistung halt ein bisschen exposure bekommen. Wie viel Aufmerksamkeit eine Verlinkung bei ZEIT online so bringt, kann ich nichtmal sagen, denn ich sammle keinerlei Daten über meine Blog-Leser_innen, weshalb ich auch nicht weiß, ob es seit gestern mehr geworden sind – aber, wenn du neu hier bist: Herzlich Willkommen!

Worauf ich hinaus wollte: Natürlich hat die Autorin Arbeit damit, Interviews einzufädeln und zu einem Artikel verwurschteln, und ich (als recht prekär beschäftigte Journalistin) hoffe sehr, dass sie dafür anständig entlohnt wird. Aber ich finde trotzdem, dass es ein unguter Move der Zeitung war, diese Rubrik in eine exklusiv für Abonnenten zu verwandeln.

Für alle ohne ZEIT online-Abo (was nicht das gleiche ist, wie ein ZEIT Print-Abo, wie ich gestern erstmals feststellte): Diese fünf Rezepte kommen im Artikel vor: Pastiera di Grano, Basilikum-Eis, Qrichlat, Lakritzkekse und Heidelbeer-Apfel-Birnen-Pie.

Stricken und Lesen

Diese Woche habe ich die Sunday Cardigan von Petit Knit angeschlagen und bin sehr begeistert, wie viel schneller als beim Cinna Top (7mm vs. 2,5mm-Stricknadeln) ich vorankomme.

Ich habe endlich ein Buch angefangen, das schon seit letzten Herbst bei mir herumliegt: Utopien für Realisten. Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen von Rutger Bregman. Und dann kam noch die bpb-Version von Karolin Schwarz Hasskrieger. Der neue globale Rechtsextremismus bei mir an, in das ich auch gleich hineinlas.

Apropos lesen: Hier folgen meine liebsten Links der letzten Tage:

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Feigen-Sahne-Eis mit Karamellisierten Oliven

Feige + karamellisierte Olive im Eis. Das passt zusammen?

Hätte ich das Rezept (entwickelt von Anne Katrin Weber) nicht in der Effilee (noch immer meine liebste Food-Zeitschrift, btw) entdeckt, hätte ich es wohl verworfen. Denn grüne Oliven in süßem Eis gingen in meinem Kopf zu weit — obwohl ich großer Fan von eher unüblichen Desserts bin (s.a.: Basilikum-Eis, Chili-Kardamom-Limetten-Cheesecake, Erdnussbutter-Miso-Cookies).

Für meine Spätsommerdinnerparty vergangene Woche wollte ich unbedingt ein Dessert mit Eis haben und auch endlich mal die gläsernen Retroeisbecher, die seit einem Jahr (oder länger?) ungenutzt in meinem Geschirrkastl stehen, benutzen. So machte ich mich waghalsig ans Eismachen, hob Feigenkonfitüre unter und schnabulierte schon vorm einrühren ein paar karamellisierte Oliven, die ich letztlich richtig super fand.

feigen-sahne-eis-karamelloliven

Auf den Boden des Eisbechers kamen schließlich ein paar Mandelbiskuitstückchen, um eine Verbindung zu den Mandelblättchen in der Feigenkonfitüre (in meinem Fall von Stauds) herzustellen. Obenauf kam geschlagene Sahne, ein Stückchen Feige, Mandelblättchen, und frisch geriebene Orangenzeste (weil Orange und Feige laut Niki Segnits allwissendem Geschmacksthesaurus ein gutes Pairing sind).

Feigen-Sahne-Eis mit karamellisierten Oliven
Feigen-Sahne-Eis mit karamellisierten Oliven

Nur wenige meiner Gäst_innen kamen auf Anhieb darauf, was die Geheimzutat in diesem Eis war. Überhaupt könnte es eine gute Idee sein, heiklen Esser_innen nicht gleich zu verraten, dass grüne Oliven im Eis versteckt sind…

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Zuckersüß 376

…mit zwei tollen Abendessen (Frittwoch und Dinnerparty), einem gehäkelten Sommerkleid im Frühherbst, Törtchen im Crème de la Crème und neuer alter Lektüre (Elfriede Jelineks Die Liebhaberinnen) – und wie immer, den besten Links der letzten Tage.

In der letzten Woche kam es mir vor, als hätte ich zu wenig zu tun. Deshalb beschloss ich kurzerhand, für sechs Freund_innen superspontan fünf Gänge aufzutischen. Mehr dazu hier.

Am Vorabend war ich noch bei Freund_innen mit tollem Balkon und Fritteuse eingeladen, um Frittwoch (könnte ein regelmäßiger Feiertag werden, wenns nach mir ginge) zu feiern. Es gab Gemüse im Bierteig, mit Cornflakesbröseln, Knoblauch-Chips-Bröseln, Fried Pickles in Maisgrieß, Mozarellabällchen und weiteres superes Fettgebackenes.

Schnitzel (Figlmüller) und Zitronentörtchen (Crème de la crème)

Apropos Ausbacken: Mit Besuch aus Berlin war ich bei Figlmüller’s essen, der zwar echt schön eingerichtet ist und sehr Wienerische Kellner hat, aber doch fast unverschämt teuer ist (15,50€ für ein Schweinsschnitzel ohne Beilage — der zugegeben sehr leckere Erdäpfel-Vogerlsalat mit senfigem Dressing und Kernöl kostete nochmal 4,90€).

Ebenfalls halbwegs teuer, aber sehr fein war mein Besuch im Crème de la Crème, einer Pâtisserie in der Josefstadt, in die ich es nach dem fünften (oder so?) Versuch endlich mal geschafft habe (zuvor: geschlossen, kein Tisch frei etc). Ich bestellte eine klassische Tarte au Citron (5,50€), die einerseits sehr schön aussah, andereseits auch super schmeckte: zitronig-sauer, cremig, süß, mit knusprigem, dünnen, recht dunklen Mürbteigboden. Meine Begleitung bestellte etwas „österreicherisches“, nämlich eine Ribiselschnitte, die sehr mächtig aussah, aber mit Biskuit, Vanillecreme und Baiser letztlich sehr luftig daherkam.

Häkeln und Lesen

Kaum wird das Wetter herbstlich, ist auch mein Frühsommer-Häkelprojekt, ein Kleid nach dem waveafterwave-Muster, *wirklich* fertig (ich musste den Ausschnitt oben nochmal neu machen). Genaueres hier bei ravelry. Mein Buchclub hat Elfriede Jelineks Die Liebhaberinnen angefangen, das mich schon in den ersten paar Seiten sehr mitgenommen hat –a lles andere als seichte Sommerlektüre.

Hier folgen meine liebsten Links der letzten Tage:

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Spätsommerdinnerparty

Letzte Woche war mir irgendwie fad, doch Dienstag Mitternacht hatte ich dann einen tollen Einfall: Wieso nicht einfach ein paar lieben Freund_innen das Beste des Spätsommers in mehreren Gängen auftischen und so einen ganzen Tag mit Zutaten heranschaffen und vorbereiten beschäftigt sein – und, nebenbei, gut essen?

Gesagt, getan. Mitten in der Nacht schrieb ich einer handvoll Freund_innen, mit einem besonderen Anliegen: Jede_r sollte eine mir nicht/kaum bekannte Person, die gut zum Abend passen würde, mitbringen. Leider bin ich von vielbeschäftigten Leuten umgeben, sodass das gar nicht so gut klappte, wie ich wollte, und schließlich nur eine mir liebe Unbekannte +1 dabei war. Aber das Konzept finde ich immer noch toll, hoffentlich schaffe ich es, in den nächsten Wochen nochmal einen ähnlichen Abend auf die Beine zu stellen.

Die folgenden Fotos sind ziemlich schlecht, was der mauen Beleuchtung unserer WG-Küche geschuldet ist und auch den maximal 30 Sekunden, die ich pro Gericht dafür aufgewendet habe, aber eins kann sich schon was damit vorstellen.

burrata / schmortomaten-marillen / kräuter
Burrata <3333

Zuerst: Mein liebstes Sommer-Spendierlaunengericht (weil €€€!). Cremige Burrata mit geschmorten Tomaten und Marillen, dem dabei entstandenen süß-fruchtigen Olivenöl, frischem Pfeffer und Fensterbrettkräutern. Und Weißbrot (in diesem Fall das beste Fladenbrot der Gegend, von Tanis am Kutschkermarkt) zum Auftunken. Hätte ich vielleicht nicht zu allererst Servieren sollen, weil die großartige Burrata allem die Show stahl.

tortitas de maiz
Mexikanisch inspiriert.

Mit diesem Teller bin ich letztlich nicht so zufrieden. Die Tortitas de maìz (Rezept gesehen auf @annaburghardts’s Insta-Account) fielen beim Anbraten auseinander oder wurden sehr dunkel. Die Tomatensalsa mit Chili und Limette habe ich von meinem Hauptgericht im Bruder letzte Woche (Pfannkuchen-Tortillas mit Tomatensalsa, Mais, Käferbohnencreme und gebratenem Wels) kopiert, leider übertönte sie den sommerlichen, eigentlich sehr intensiven Maisgesschmack der „Pfannkuchen“.

pfifferlingsrisotto
So schön wie Uwe von Highfoodality kann ich Teller nicht anrichten, aber ich finde es sieht ganz hübsch aus.

Spätsommer bedeutet nicht nur beste Tomaten und Steinfrüchte im Überfluss, sondern auch Schwammerl in großer Vielfalt. Leider sind die in der Stadt (oder jedenfalls in meiner Umgebung) nur zur Apothekerpreisen zu haben und dann von nichtmal besonders guter Qualität – jedenfalls Welten von dem entfernt, was mein Papa daheim aus dem Wald trägt.

Deshalb habe ich dieses Pfifferlingrisotto nach Highfoodality mit ein paar getrockneten Steinpilzen aus dem letzten Jahr (von meinem Papa!) gepimpt und dafür die Menge der Pfifferlinge aka Eierschwammerl reduziert. Die Heidelbeeren schmecken übrigens wunderbar dazu!

Eisbecher
Eisbecher, die den Rest des Jahres im Kastl stehen

Das Eis im Dessert ist mir schon vor ein paar Wochen in der Effilee untergekommen und nicht mehr aus dem Kopf gegangen: Feige/karamellisierte Olive ist einfach eine sehr außergewöhnliche Geschmackskombi, die sich Anne Katrin Weber da überlegt hat. Ich habe das Eis mit Staud’s Feigenmarmelade gemacht, in der auch noch Mandelsplitter verarbeitet sind und diese Geschmackskomponente dann auch noch in Form von Mandelbiskuit im Eisbecher untergebracht. Dazu gabs auch noch geschlagene Vanillesahne, Mandelsplitter, Feigen und Orangenzeste – das genaue Rezept folgt in den nächsten Tagen hier im Blog!

ein „halbes“ Dessert zum Abschluss

Ein Dessert ist in meinen Augen nicht genug, deshalb gabs ganz zum Schluss noch ein halbes dazu. Gin Basil Smash in der Coupette, mit einem Spießchen bestehend aus Heidelbeeren, in Heidelbeerlikörlikör getränkten Mandelbiskuitwürfeln, Basilikum und Zitronenzeste.

Der Abend hat (auch wegen sehr überlegter Vorbereitung und einem Anrichte/Servierassistenten) sehr gut geklappt und viel Spaß gemacht. Ich konnte mal mein bestes Geschirr aus dem Kastl holen (wobei ich nur Gläsernes in ausreichend großer Zahl habe) und Zutaten kaufen, die mir für den Alltag zu kostspielig wären (Burrata!? Pfifferlinge!? Heidelbeeren!?). Und ich weiß jetzt, dass ich sieben Leute bekochen kann und auch alle bequem sitzen, wenn wir alle Sessel der WG zusammensammeln. Wieder was gelernt, Ferienvorsatz erfüllt :)

Schoko-Kirsch-Mandel-Tarte

Die Kirschsaison ist schon wieder vorbei, aber dieses Rezept liegt auch schon seit Mitte Juni in meinen Entwürfen herum. Ich erinnere mich leider nicht mal mehr, zu welchem Anlass ich diese tolle Tarte gebacken habe…

schoko-kirsch-tarte

Aber ich erinnere mich an ihre leicht bittere Schokoladigkeit und die fruchtige Säure der saftigen Kirschfüllung. Und die knusprigen Mandelstückchen obenauf. Sehr lecker.

Und an meinen armen Mitbewohner, den ich fürs Titelfoto als Handmodel engagierte, obwohl er gar keine Lust hatte, erinnere ich mich auch :D

Vielleicht habt ihr ja noch Kirschen eingefroren und könnt dieses Rezept auch im September noch nachbacken — ich werd mir einen Reminder für die Kirschsaison 2021 in den Kalender setzen.

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Foodblog von Jana Wiese