Archiv der Kategorie: Dessert

Mini-Eclairs mit Zitronen-Mascarpone-Creme

Vor zwei Wochen, als ich noch mit meiner Bakkalaureatsarbeit kämpfte und mich deshalb zum Daheimbleiben zwang, brauchte ich nach viel zu viel Schreibtischarbeit ohne Pause ein kleines Prokrastinationsbackprojekt.

Mini Eclairs mit Zitronen-Mascarpone-Creme
Die immer noch nicht gekürzte Gardine macht sich super als Tischdecke, nicht? (Stylingfaulheit ftw)

Es war schon fast zehn Uhr abends, also ein klassischer Fall von late night baking aus dem Vorrat. Ein *bisschen* fancy sollte es auch werden, sonst wäre ich ja viel zu schnell wieder mit dem Backen fertig. Ideen für „Einfaches“ wie Muffins oder Rührteigkuchen verwarf ich deshalb sogleich und kam auf Eclairs. Wie immer nach dem äußerst zuverlässigen Rezept aus Marianne Magnier-Morenos super süßen gleichnamigen Buch. Aus Abspülfaulheit verwendete ich statt eines Spritzbeutels zwei Löffel zum Formen des Teigs, was zu recht nockerl-artigen Eclairs führte – für ein bisschen austro-Dessert-Touch?

Mini Eclairs mit Zitronen-Mascarpone-Creme
Und der kongolesische Stofffetzen, der mal Geschenksverpackung war, gibt einen super Farbklecks darauf!

Die Füllung wurde dann kühlschrankbedingt eher italienisch als französisch inspiriert: Mascarponecreme mit selbstkandierten Zitronenschalen und zum Süßen gleich den dabei entstandenen Zitronensirup. Mangels frischer Zitronen (für den Saft!) verzichtete ich dann auf eine Puderzuckerglasur, aber die würde sich bestimmt auch gut machen!

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Apfelradl – Frittierte Apfelringe

Apfelradl sind ein Dessert, das ich mit Omas verbinde und mit Bayern. Dabei habe ich – glaube ich – noch niemals bei einer meiner Omas Apfelradl gegessen. Die Bayern-Assoziation kommt wahrscheinlich davon, dass in vielen Rezepten ein Schluck Bier vorkommt.

Als ich kürzlich in den Bergen war, konnte ich nur dann Backen, wenn der Holzofen gut angeheizt war. Deshalb habe ich vorsichtshalber einer Flasche Pflanzenöl mitgenommen, um im Zweifel immerhin Frittieren zu können – was ich zuhause nie mache, weil ich den Fettgeruch in der ganzen Wohnung nicht ertrage.

Foodstyling auf der Alm: spartanisch wie die Küche

Eines Nachmittags wollte ich unbedingt einen süßen Snack haben. Ich hatte Äpfel zur Hand und die Möglichkeit zu frittieren, also wagte ich mich an Apfelradl. Ohne Bier (hatte ich nicht) oder Puderzucker (war aus). Dennoch waren sie außerordentlich gut, vielleicht frittiere ich zuhause doch mal wieder?

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Germknödel

Germknödel kannte ich lange Zeit nur in der tiefgekühlten Fertigversion und von den etwa drei Mal, die ich in meinem Leben auf einer Skihütte war.

Wie viel besser selbstgemachte Germknödel schmecken, fiel mir deshalb erst im Januar auf, wo ich dieses Rezept der Glücklichmacherei erstmals ausprobiert habe. Damals habe ich keine Fotos geschossen, weshalb es bei einer Erwähnung im Zuckersüß 270 blieb.

Weil ich beim zweiten Germknödelkochen vergangene Woche immer noch so begeistert vom Ergebnis war, fotografierte ich sie doch noch – obwohl ich nur einen LED-Streifen am Küchenkastl zur Beleuchtung hatte.

Das war aber gar nicht die einzige Improvisation für diesen Blogpost. In unserer WG-Küche gibt es zwar gefühlte Millionen Töpfe und einige mehr oder weniger sinnvolle Gerätschaften (Popcorn-Maschine, Reiskocher, Eierkocher), aber leider keinen Dampfgarer, eine Couscoussière (in Marokko wäre das nicht passiert!) oder entsprechenden Topfeinsatz.

Doch in Salzwasser gekochte Germknödel kommen in ihrer Konsistenz einfach nicht an gedämpfte heran. Statt einer glatten, festen Oberfläche und fluffigem Inneren führt das in Wasser ziehen lassen zu kompakten, glibschigen Knödeln – nicht das, was ich mir unter Germknödeln vorstelle. Ich fand einen Topf, in dem unser Metallnudelsieb (eines mit wenigen Löchern, kein feinmaschiges zum Passieren) gut Platz hatte und also einen passablen Dampfgarer abgeben würde, aber ich hatte wenig Lust, meine 12 Germknödel in vier Anläufen zu garen.

Deshalb sah ich mich nach zusätzlichen Möglichkeiten – aka metallenen Küchenutensilien mit Löchern – um, und fand: eine Käsereibe! Und tatsächlich, die Konstruktion Topf auf Käsereibe auf Topf (einzig wichtig: gleicher Topfdurchmesser!)  produzierte genauso gute Germknödel wie das klassischere Sieb-in-Topf-mit-Deckel.

Und wenn ihr euch fragt, warum ich überhaupt 12 (!) Germknödel gemacht habe: Sie halten sich leicht zwei Tage im Kühlschrank und schmecken auch aufgewärmt (sogar aus der Mikrowelle) sehr lecker. Wenn schon aufwändig kochen, dann richtig!

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Quitten-Zimt-Eis

Freunde von mir veranstalten jedes Jahr ein großes Weihnachtsfest, eine Art experimentellen Supper Club mit künstlerischer Untermalung. In diesem Jahr waren fast 40 Gäst_innen dabei, sodass der Aufwand für den Abend ziemlich groß wurde. Teile des Menüs wurden deshalb ausgelagert – ich steuerte einerseits den Zwischengang (Rote-Bete-Kumin-Sorbet) bei, andererseits war ich für die Eiskomponente des Desserts verantwortlich. Und weil es so gut geworden ist, blogge ich trotz unsäglichem Nacht-Foto darüber.

Für eine Tarte aux Pommes (ein Post dazu folgt bald!) brauchte ich vergangene Woche ohnehin Quittenpüree, also beschloss ich, einfach ganz viel davon vorzubereiten und dieses dann zum Star meines Crème-Eis zu machen. Orientiert habe ich mich einerseits am Rezept für Pfirsich-Eis vom letzten Sommer und andererseits am Eis-Grundrezept in Stella Parks Bravetart-Buch (jedes zweite Rezept in diesem Blog ist von ihr beeinflusst, ich fühle mich schon fast wie in Julie&Julia in anderer Besetzung!). Anders als in meinen vorherigen Eisrezepten habe ich nämlich etwas Likör (Birne, selbstgemacht) dazugegeben, damit das Eis nicht so hart gefriert – und es hat funktioniert!

Der letzte Gang des Abends – ziemlich spät, da es zwischendurch Auftritte einer ziemlich lustigen Comedyband und eine Ausstellung großformatiger Kunstwerke gab – wurde mit dem Eis ein voller Erfolg: Quitte-Zimt im Karamellkörbchen harmonierte wunderbar mit Topfenknödeln in Mandelbröseln.

Ach, und falls es euch interessiert, das war die gesamte Menüfolge (die Grafik war neben den grandiosen Acrylbildern mein bescheidener Beitrag zur Ausstellung):

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Kirsch-Pavlovas

Heute kein wirklich neues Rezept, dafür ein Verweis auf eines von 2015: Pavlovas mit Aprikosen und Pistazien – diesmal halt mit Kirschen.

Wegen meiner andauernden Eis-Produktion (Pfirsich-Eis, Kernöl-Eis mit Kürbiskernkaramell und noch einige unverbloggte Sorten) habe ich zur Zeit einen gefühlt unendlichen Eiweiß-Überschuss. Um die ganzen Ziplock-Tütchen im Gefrierschrank mal aufzubrauchen, habe ich deshalb endlich mal wieder Pavlovas gemacht.

Kirsch-Pavlovas

Eigentlich sollte ich solche viel öfter machen, denn sie brauchen nicht viele Zutaten und sind sehr einfach herzustellen, solange man alle Schüsseln fettfrei hält. Die Kombination von bröseligem Baiser, geschlagener Vanillesahne (gerne auch mit Schnaps aromatisiert!), frischen Früchten und Nüssen ist außerdem unschlagbar.

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Rhabarber-Curd

Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn ich Dinge verarbeiten kann, die nicht aus einem Geschäft sind, sondern aus den Gärten von Freund_innen und Verwandten. Sobald die Rhabarbersaison beginnt, stürze ich mich deshalb jedes Jahr auf das Gemüsebeet meiner Oma:

Rhabarber-Curd

Nach einem Pie, den ich am Ostersonntag servierte (Rezept folgt!) wollte ich noch etwas unkonventionelles daraus machen und kam so zum Rhabarber-Curd von In A Jelly Jar. Lemon Curd habe ich schon mehrmals gemacht, weshalb ich die Idee mit Rhabarber ziemlich erfrischend fand.

Rhabarber-Curd

Leider wurde mein Curd, obwohl ich den Rhabarber nicht geschält habe, überhaupt nicht so schön rosa wie der im Originalrezept, aber was solls. Schmeckt trotzdem super pur, im Joghurt oder als Plätzerlfüllung (bald!)!

Wenn Rhabarber-Curd nix für euch ist, versuchts doch mal mit einer Funfetti Lemon Curd Torte, Lemon-Curd-Spitzbuben oder einer Rhabarber-Frangipane-Tarte!

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Mousse au chocolat

Vor einiger Zeit bat mich eine Freundin, für ihre französisch angehauchte Dinnerparty ein Dessert mitzubringen. Das erste was mir dafür einfiel war Mousse au Chocolat, das ich dann gleich nach dem erstbesten Google-Suchergebnis-Rezept zubereitete. Es braucht zwar vier Schüsseln, ist aber ansonsten unglaublich zügig und einfach zubereitet. Gleichzeitig macht es richtig viel Eindruck und schmeckt superlecker!

Leider konnte ich an dem Abend kein Foto mehr von dem tollen Dessert schießen, weshalb ich es für eine eigene Dinnerparty einfach nochmal machte. Diesmal schon bei Tageslicht, damit ihr, meine liebsten Leser_innen auch was von diesem tollen Mousse au Chocolat habt!

Mousse au Chocolat

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Brandteigkrapferl mit Süßholzcreme

Brandteig habe ich schon lange auf meiner imaginären mal-wieder-backen-Liste. Und weil den ganzen Tag für Prüfungen lernen keine Freude macht, hab ich mir vor ein paar Tagen das wunderschöne éclairs-Backbuch von Marianne Magnier-Moreno aus dem Regal geholt und neben dem Grundrezept auch noch die Idee für eine lakritzlastige Füllung daraus genommen. Die Creme habe ich allerdings nicht mit Lakritzschlangen aromatisiert, sondern mit Süßholzwurzelextrakt, der seit dem letzten Winter bei mir herumsteht.

brandteigkrapferl-süßholzcreme

brandteigkrapferl-süßholzcreme

Das Fotoshooting zum Rezept habe ich in meinen Instagram-Stories festgehalten und einen reht begeisterten Kommentar mit dem Inhalt „Brandteigkrapferl?“ darauf bekommen. Bis dahin hatte ich mir noch keinen Rezepttitel ausgedacht (deutsch? französisch? Windbeutel? Eclairs?) – Credits an Ines für die österreichische Variante! Und das Gebäck kam dann tatsächlich nicht nur als Zuckerl in meiner Sprachenpolitik-Prüfung unter, nein – es schrie gerade danach, dass ich es bei den Merkmalen des österreichischen Deutsch als Beispiel für Küchenvokabular aufzählte…

brandteigkrapferl-süßholzcreme

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Lebkuchenhaus-Tiramisu

Meine Mitbewohnerin machte in letzter Zeit sehr oft Tiramisu (Konkurrenz für die Zuckerbäckerin der WG!). Das ist zwar richtig lecker, aber wer mich kennt, weiß, dass ich gar nicht gerne das gleiche mehrmals esse. Beim Nachdenken über mögliche Abwandlungen kam mir – natürlich wegen Weihnachten – die Idee für ein Lebkuchentiramisu. Und weil ich ja noch ein wunderschönes Lebkuchenhaus rumstehen hatte, hab ich das einfach mal ausprobiert.

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Statt Löffelbiskuit habe ich also Teile des Lebkuchenhauses in Kaffee und Amaretto getränkt. Zusätzlich zum klassischen Kakao habe ich die Mascarpone-Crème dann noch mit Zimt und Lebkuchengewürz bestäubt.

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Und: es hat bestens funktioniert! Die kleinen Tiramisugläser sehen nicht nur supersüß aus (allein die kleinen Sternchen-Streusel vom Lebkuchenhausdach, die hin und wieder durchblitzen!!!) sondern schmecken auch noch so gut, dass ich sie sicher nochmal mache.

Nachdem für dieses Dessert gerade einmal eine Dachschräge und der Hauseingang draufgingen, bleibt noch genug übrig, im Weihnachtsmenü an Heiligabend Lebkuchenhaus-Tiramisu einzubauen!

Lebkuchenhaus-Tiramisu

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Marillenknödel

Jetzt habe ich mit der Veröffentlichung dieses Posts fast die Marillensaison verpasst. Falls ihr noch welche auftreiben könnt – das ist eure Chance auf ein wahnsinnig leckeres Dessert.

Das Rezept habe ich aus Frau Ziiis Buch Wiener Küche, die es wiederum von Ewald Plachutta zitiert. Es macht ziemlich viel Arbeit und enthält ein paar sehr österreichische Zutaten – z.B. griffiges Wiener Griessler Mehl, trockener Topfen und natürlich die Marillen. Letztere kann man bestimmt einfach so durch deutsche Aprikosen ersetzen, wie es mit normalem Mehl und Quark aussieht, weiß ich leider nicht. Falls es jemand von euch ausprobiert, kommentiert doch, ob es geklappt hat!

Kleinere Fehler könnte man noch ein bisschen mit Puderzucker kaschieren, den ich für das Foto leider vergessen habe. Dafür ist aber großzügig gebräunte Butter drauf, die ist selten verkehrt ;)

Marillenknödel mit gebräunter Butter

Falls ihr es nicht kennt, solltet ihr übrigens unbedingt in Frau Ziiis Blog vorbeischauen, es ist sehr witzig zu lesen, dank schöner Fotos nett anzuschauen und natürlich voller toller (österreichischer) Rezepte.

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