
…mit wenig Gebackenem, zwei Lokalen (Intermezzo im Interconti, El Reno Grill), drei Filmen (Murder on the Orient Express, Comrade Kim goes Flying, Paulette), einem Museum (Lentos Linz), zwei Büchern (Russische Spezialitäten, Enshittification), einem Strick- und einem Häkelprojekt (The Next Hoodie, MacBook-Hülle) – und wie immer, den besten Links der vergangenen Woche.
Seit dem letzten Zuckersüß habe ich einen Bananen-Karamell-Kuchen (nach diesem Rezept von 2020, nur mit Macis statt Zimt), Karotten-Kardamom-Cashew-Cookies und fast mehl-losen Schokokuchen (nach diesem Rezept von La Crema) gebacken.



Gegessen
Fenchel und weiße Bohnen aus dem Ofen, mit Zitrone, Knoblauch und Petersilie. Tagliatelle und Veggie-Ragu. Pasta mit Brokkoli, Pistazie und Zitronenzeste. Germknödel mit Vanillesauce.




Ein Brot mit Karottenpüree und Petersilie. Ein Omlett mit selbstgesammelten Frühlingskräutern (Brennessel, Löwenzahn, Giersch, Bärlauch, Spitzwegerich), dazu Reis und Topfen-Joghurt.


Risotto mit Brokkoli und Zuckererbsen-Garnitur. Polenta-„Suppe“ mit Onsen-Ei, gebratenen Champignons und Zuckererbsen. Spaghetti mit Austernseitlingen und Spinat-Sahne-Sauce. Kartoffelpuffer auf Koreanisch, dazu Kimchi (angelehnt an dieses NYT-Rezept). Spaghetti mit Tomatensauce.




Ein Canelé (3€) und eine Escargot au Raisin (?) im Parémi (1010). Ich muss mir endlich Canelé-Formen besorgen!


Intermezzo im Intercontinental
Zum Eislaufsaisonabschluss war ich mit zwei Eislaufkurskolleginnen in der Intermezzo Bar im Intercontinental (1030) auf dessen Fassade wir nun ein Semester lang gestarrt hatten. So heruntergekommen das Gebäude von außen wirkt, so altmodisch-luxuriös ist es im Inneren – jedenfalls Lobby und Bar. Die ist von einem Kristall-Baldachin überspannt und serviert hauptsächlich Klassiker (alle 16,50€). Ich entschied mich für einen mir unbekannten Drink, einen Bahama Mama mit Rum, Kahlua, Kokos, Ananas und cuter Cocktailkirsche. Ziemlich stark. Dazu gabs ein Schüsserl Erdnüsse mit Salz und Wasabi.
El Reno Grill


Ich war für ein Collard Green Melt (12€), Pommes und Limo (5€) im El Reno Grill (1090). Hier hab ich mehr über diesen hippen Burgerladen geschrieben.
Gesehen
Murder on the Orient Express (1974). Ich kannte die Neuverfilmung von 2017 schon, und die gleicht dem Original wirklich ziemlich stark (letzteres ist allerdings stellenweise sehr rassistisch und stereotyp). Meine Aufmerksamkeit lag daher vor allem am Set- und Kostümdesign und der für heutige Verhältnisse laaaaangsamen Erzählung.
Comrade Kim Goes Flying (2012). Diese nordkoreanisch-belgisch-britische Co-Produktion steht auf meiner Watchlist, seitdem ich das unendliche (aber sehenswerte!) YouTube-Video Entertainment Made By North Korea von Paper Will geschaut habe. Die Romcom um eine Bergarbeiterin, die unbedingt Trapez-Artistin in der Hauptstadt werden will ist ganz klar ein Propagandafilm (an mindestens drei Stellen wird mit voller Überzeugung ausgerufen, dass die nordkoreanische Arbeiterklasse alles schaffen könne). Auf der einen Seite ist die Geschichte ultra zahm (mehr als Händchenhalten mit dem Love Interest ist nicht drin), andererseits ist die Hauptfigur ziemlich frech und widerspricht regelmäßig Autoritätspersonen – sie wirkt ein bisschen wie ein kommunistischer Girl Boss. Meine Filmrunde und ich haben viel gelacht. Der Film ist vollständig OmU im Internet Archive zu streamen (wenn auch in grottiger Auflösung).
Paulette (2012). Diese französische Komödie habe ich vor Jahren schon mal gesehen. Dieses Mal habe ich sie allerdings mehr als Tragödie über Altersarmut und Rassismus empfunden. Trotzdem gelacht. Und inspirert davon Schokotarte gebacken!
Lentos Museum Linz


Ich habe spontan einen Ausflug nach Linz gemacht, ins Lentos Museum (Eintritt wegen Klimaticket nur 11 statt 12€!), in dem ich glaube ich noch nie war.
Die Ausstellung The World without us (noch bis 10. Mai) im düsteren Keller fand ich tbh ziemlich unheimlich. Sie versammelt ~Positionen~ zur „Deep Time“, d.h. „unüberschaubaren“ Zeiträumen, dazu gibts eine Zeitung mit Kontext bzw. ein digitales Begleitheft.
Die Glas-Neon-Skulptur „UBIQ_X“ von Martin Walde ist einem Fossil nachempfunden, das bei seinem Fund 1909 keiner bekannten Tierklasse zugeordnet werden konnte. Die wabernden Lichtblitze im Inneren sind faszinierend zu beobachten. Im Begleitheft dazu:
So wurde der „Hallucigenia“ benannte Fund zuerst auf seinen Stacheln stehend rekonstruiert, später auf seinen tentakelartigen Fortsätzen sich
fortbewegend. Es sind diese Unsicherheit und Unschärfe der Zuschreibung und Einordnung, die Martin Walde als Künstler, der sich bevorzugt mit den Wechselwirkungen von Wahrnehmung, Kunst, Technik, Natur und Wissenschaft auseinandersetzt, seit 1986 an diesem Fossil fasziniert.
Seine Hallucigenia-Rekonstruktionen bestehen aus dünnwandig geblasenen Glaskörpern, die mit verschiedenen Edelgasen gefüllt sind und durch Hochfrequenztechnik zum Leuchten gebracht werden. Sie
stehen in ihrer Materialität durchaus in der Tradition der Reproduktion fragiler, ephemerer Weichtiere für naturwissenschaftliche Sammlungen mittels raffinierter Glasbläserkunst.


Ähnlich faszinierend, wenn auch auf andere Art, fand ich die Allochtone, d.h. 200 Millionen Jahre alte versteinerte Baumstämme aus Madagaskar und den 500 Millionen alten Stromatholithen aus der Westsahara. Aus dem Begleitheft habe ich folgendes gelernt:
Stromatolithen gehören zu den ersten Spuren von Leben auf unserem Planeten. Die ältesten entdeckten Strukturen aus dem Präkambrium werden auf ein Alter von bis zu 3.5 Milliarden Jahren datiert. Sie wurden (und werden) in flachen Meeren von Mikroorganismen (meist Cyanobakterien) gebildet. Diese betreiben tagsüber Fotosynthese und scheiden dabei als Abfallprodukt einen Schleim aus Polysac-chariden ab. Dieser fängt Sedimentpartikel ein, während seine mikrobielle Zersetzung zusammen mit dem CO₂-Entzug durch die Cyanobakterien auch die Entstehung einer dünnen Kalkschicht auf der Oberfläche begünstigt und so die angelagerten Partikel zementiert. Der Stromatolith wächst dadurch Schicht für Schicht in Richtung des Sonnenlichts.
Videoinstallationen gab es auch ein paar zu sehen. „Die Sonne um Mitternacht schauen“, eine von Katharina Sievereing aus verfremdeten NASA-Aufnahmen zusammengesetzte Animation hat mich am meisten angesprochen. Sie wurde gemeinsam it einer verzinnten Bronze von Shiva (Indien, 19. Jahrhundert) ausgestellt.


In Mädchen* sein!? Vom Tafelbild zu Social Media (noch bis 6. April) im Obergeschoss schaute ich dann auch noch. Einige der historischen Schinken dort fand ich unangenehm anzuschauen, weil sie so sexualisiert wirkten – z.B. das Mädchen mit Nusskorb von Anton Romako (1880). Die mit weißer Farbe übersprühten Gesischter auf dem Bild Olympia (2024) des französischen Kollektivs Claire Fontaine las ich als Kommentar genau darauf.


Dass Teresa Präauer nicht nur tolle Romane schreibt (über „Kochen im falschen Jahrhundert“ habe ich hier gebloggt), sondern auch malt, habe ich erst in dieser Ausstellung gecheckt. Von ihr sind u.a. zwei namenlose Zeichnungen von melancholisch wirkenden Mädchen zu sehen.
Charmaine Pohs Videoarbeit Good Morning Young Body (2021-2023) fand ich im Kontext vom gerade bekanntgewordenen Fall um Collien Fernandes und Christian Ulmen (s.u. in den Links) schwer zu ertragen. Auf der Webseite der Künstlerin ist dazu Folgendes zu lesen:
The video uses as its basis found footage and material of the artist’s time as a preteen TV actor in the early 2000s in Singapore, a time of an unregulated internet and nascent image distribution. Through the use of a deep-fake, the video resurrects the series character, E-Ching, to address the politics of the gaze, the femme-presenting body, and agency. By compressing time and space, the eternal 12-year-old E-Ching offers a revisionist narrative that holds a yearning for freedom.
Kadist bespricht das Werk so:
The early 2000s, when Poh emerged as an actor was a time of unregulated internet and nascent image distribution, and the avatar responds to the public gaze and scrutiny that she experienced in 2002. Poh is a leading and critical voice at a time as we charge into the age of AI, where our images, whether created by ourselves or others are no longer in the realms of our control. Through E-Ching, Poh reclaims her agency, insisting on the prerogative to simultaneously conceal and be seen. “To all the little girls,” E-Ching muses at the end of the performance lecture, “may we all win.”
Kadist: Charmaine Poh. Good Morning Young Body
Gelesen
Ein paar Seiten in Russische Spezialitäten von Dimitrij Kapitelman, das ich für meinen Buchclub vorgeschlagen habe. Bisher gefällt es mir sehr gut, ich mag die Sprache und die eigenwillligen Beschreibungen. Außerdem kommt am Rande Salade Olivier vor (nicht wörtlich, aber ukrainischer Salat mit Mayonaise), was mich seit meiner Recherche dazu (erschienen im Kurious Mag) immer wieder freut zu lesen.

Ein paar Seiten in Enshittification von Cory Doctorow (s. Zuckersüß 519). Diesmal bin ich an folgender Stelle hängen geblieben:
An app is a website wrapped in enough IP to make it a felony to install an ad blocker or any other modification that makes the product work better for you at the expense of the company’s shareholders.
Cory Doctorow: Enshittification, p. 146
Gestrickt und gehäkelt
Weiter an The Next Hoodie. Weiter an meiner MacBook-Hülle.
Veröffentlicht:
Im Blog: Salade Olivier für „The Kurios Magazine“ Issue 1, El Reno Grill, Karotten-Kardamom-Cashew-Cookies
Anderswo: Einen Audio-Beitrag für The Kurious Radio, dem Podcast zum gleichnamigen Printmagazin: Wie ein Salat aus dem Moskau der 1860er Jahre meine bayerische Oma und meine ukrainische Nachbarin verbindet (27.03.2026). Vier Texte für die futurezone.at:
- Was wurde aus der Kennzeichenerfassung in Österreich? (26.03.2026): Wegen zahlreicher Meldungen zu Vandalismus gegenüber Flock-Cameras in den USA und einer StVO-Novelle hierzulande habe ich einen Explainer zur Technologie und der hiesigen Rechtslage geschrieben.
- Chinesische Forscher entwickeln Metall zur ultrakalten Kühlung (17.03.2026): Eine „einfache“ Meldung (von der ich üblicherweise jeden Tag eine schreibe, ohne Autorinnenangabe), die so komplex war („Quantencomputer“, „Adiabatische Entmagnetisierung“, „magnetokalorische Materialien“) , dass ich beinahe dran verzweifelt wäre. Glücklicherweise gab mir ein Augsburger Professor ultrakurzfristig ein Interview dazu.
- Wie smarte Textilien die Gesundheitsvorsorge verändern (17.03.2026, schon im Februar in Print): Ich habe mit Forschern und einem Mediziner geredet, was Sensortextilien können.
- Virtuelle Nähe für Kinder auf Isolationsstationen (17.03.2026, schon im Februar in Print): Ein Stoff, der Bewegung nicht nur erfassen, sondern erzeugen kann.
Hier folgen meine liebsten Links der vergangenen Wochen:
Rezepte
Violet Cookies – lauren dozier
Das sind so hübsche Kekse, ich will gleich meine Lebensmittelfarbenkiste hervorholen!
Chocolate Mochi Cake with Thai Chili Ganache – Cake Zine
Das klingt wirklich spannend!
Cucumber Ice Cream – Tasting History
Warum nicht?
Backen mit Pierre: Shokupan – Ströck
Erstaunlich, dass eine Bäckereikette die eigenen Rezepte teilt!
Gamja Jeon (Potato Pancakes) Recipe – NYT Cooking
Eric Kim’s Rezept für koreanische Kartoffelpuffer.
Texte
Collien Fernandes erstattet Anzeige gegen Ex-Mann Christian Ulmen – Die SPIEGEL-Recherche
WTAF. Was geht mit Männern.
Seit ungefähr zehn Jahren, schreibt Fernandes in der Anzeige, sei sie Opfer eines »Identitätsdiebstahls über soziale Netzwerke«. Ulmen habe dort »mit Hunderten von Männern« in ihrem Namen Kontakt aufgenommen, er habe ihnen erotische Bilder und Videos geschickt. Ungefähr 30 Männer hätten reagiert, mit ihnen habe Ulmen unter der Identität seiner damaligen Frau Onlineaffären und Telefonsex gehabt.
In der Anzeige heißt es, dass das alles ohne das Einverständnis von Fernandes geschehen sei. Das Verhalten ihres Ex-Manns sei demnach für ihn ein Mittel gewesen, Kontrolle über sie auszuüben.
Samira El Ouassil über Gewalt und Misogynie: Hier, heute, überall – Der Freitag
Dieser Text erschien zum 8. März, aber er könnte genauso gut ein Kommentar zur obigen Recherche sein.
Es reicht nicht, einfach vor sich hinzuleben mit der erhofften Selbstverständlichkeit einer Existenz, in der man nicht vergiftet, missbraucht, vergewaltigt oder ermordet wird. Man muss von klein auf, bis ins hohe Alter, im öffentlichen wie im privaten Raum, aktiv daran arbeiten, nicht vergiftet, missbraucht, vergewaltigt oder ermordet zu werden. Die Verantwortung für die Gewalt anderer wird zur persönlichen Aufgabe derer, gegen die sie sich richtet.
Frauen und Mädchen lernen früh, sich durch die Augen anderer zu sehen, ihren Wert an ihrer Sichtbarkeit für Männer zu messen. Männer wundern sich dann, dass Frauen Angst haben.
Der Schutz, den die Politik bietet, ist entweder autoritär – er instrumentalisiert die Angst vor männlicher Gewalt für rassistische Sicherheitskonzepte – oder liberal-feministisch, begünstigt ökonomisch Privilegierte und ignoriert die patriarchalen Strukturen, die nicht reformiert, sondern aufgelöst werden müssen.
Alles ist True Crime – Kultur und Kontroverse
…und für die Betroffenen bzw. deren Umfeld oft echt belastend.
Viralität scheint sich mit reiner Fiktionalität nicht gut zu vertragen. Zumindest gibt es eine Tendenz bei weitverbreiteten fiktionalen Erzählungen, dass einzelne Aspekte immer wieder mit faktualen Lesarten konfrontiert werden. Das weiß jede Autorin eines erfolgreichen Romans, die mit Fragen, was wirklich passiert sei, konfrontiert wird oder mit dem Versuch, ihr Privatleben in den Geschichten wiederzufinden. Vor diesem Hintergrund könnte man die Ereignisse um den »Couch Guy« als Ausdruck eines Hungers nach realen Geschichten lesen, die im Modus der Fiktionalität konsumiert werden können – als eine Form der Aneignung und Adaption, die die Tendenz hat, aus dem Ruder zu laufen. Sie wird verstärkt durch die technische Potenzierung der algorithmusgestützen Aufmerksamkeitsökonomie digitaler Plattformen.
How to pull a tennis player – Finite Jest (via Web Curios)
Andrea Petkovic ist ziemlich witzig. Ein Guide, sich eine_n Tennisspieler_in zu angeln:
Lesson 2: You’ll have to work… hard. Let’s not beat around the bush here, tennis players are kind of dull (not all tennis players, of course, but generally speaking they are). Hey, it’s not a knock on them, they have to be. They like sports, they like to train, they like to eat and sleep. That’s it and that’s how it should be in order to be successful. There’s still plenty of time to develop a proper personality after they retire. So, you will need to bring the personality. You have to be the one to ask questions, suggest movies, research restaurants (unless you want to eat in the hotel restaurant every day) and crack jokes. If you’re thinking, “wow, I’m having a really nice time”, it’s probably because you’re enjoying your own company. Good for you – that’s how it should be.
Here comes the Substack book – Sorry We’re Prosed
Ich weiß nicht mehr, über welche Verkettung von Substack-Posts ich zu diesem hier gekommen bin. Aber ich finds interessant, dass Substack jetzt offenbar schon ein Meta-Thema im Buchbetrieb geworden ist. (Hier habe ich 2025 für die fuzo aufgeschrieben, warum ich Substack als Plattform so problematisch finde).
When one writes online, one must occupy a niche. This establishes what your audience wants from you. It also sets up your writing as a conversation, one that is enhanced by paywalled comments sections, live hangouts, workshops, retreats, and all the other add-ons that can expand a successful Substack into something more like a community.
But a book is not a community. It needs to be possible for someone to like the look of the cover and buy it, without knowing anything about the author. It needs to make its own case for existing.
The Substack Book risks catering to core audience members, of even being shaped by them. “This is the ultimate trapdoor in the hall of fame; to become a prisoner of one’s own persona,” writes Gurwinder of the concept of audience capture. Even if writers don’t find this to be an issue, they may still be accustomed to the shortcuts of writing for a known quantity, and fall out of the habit of cold-courting the reader.
The Power Brokers Behind the $250 Billion Influencer Economy – Wall Street Journal (archive.ph ohne Paywall)
Den Berufswunsch Influencer kann ich gar nicht nachvollziehen.
Ten or 15 years ago, building a social audience was seen as a means to an end, with the goal often being a record deal or acting career. Now Berman and Penchansky believe their clients are building modern media companies across their various platforms. Think of it as Disney, Berman says, but Mickey Mouse is the director, producer and distributor, in addition to being the star.
“I mean,” she says, “it’s literally the modern-day version of—”
“Condé Nast,” Penchansky says, finishing her sentence.
The Mecca of the lanyard class – New Statesman(archive.is ohne Paywall) (via Web Curios)
Ich LIEBE diesen Texteinstieg:
The British conference industry gets through ten million square metres of carpet per year. Rolled out as gangway (the trade-show term for the soft corridor that runs between the display stands) this carpet would stretch from the Excel Centre in London to the Palais des congrès convention centre in Montreal, a vast ribbon of spun polypropylene, a lanyard for the Earth itself. The reason so much carpet is needed is that for every trade show, at every exhibition centre – from the National Exhibition Centre in Birmingham to the Wales Millennium Centre to the Farnborough International Exhibition and Conference Centre – a new carpet is fitted. For two or three days it cushions the footsteps of attendees, guides them from zone to zone, absorbs their caffeinated flatus and the hubbub of their sales pitches and meetings. And then it’s rolled up, churned into pellets, heated and extruded to become car dashboards, plant pots, sunglasses. Manufacturers love it because it’s cheap, and they can say they’re using recycled plastic. It is all around us, right now, in the chairs in which we sit, the phones in our hands, in our toothbrushes, packaging our food. The trade-show carpet goes on forever.
Mapping Google’s Unmappable City – 404 Media
…eine ganze Stadt, die nicht öffentlich ist?
North Oaks has managed to largely stay unmapped on Street View because of the way the city handles its streets. In almost every city and town in the United States, property owners give an easement to their local government for the roads in front of their homes (or don’t have any claim to the roads at all). In North Oaks, homeowners’ property extends into the middle of the street, meaning there is literally no “public” property in the city, and the roads are maintained by the North Oaks Homeowners’ Association (NOHOA): “the City owns no roads, land, or buildings. The 50-60 miles of roads in the city are owned by the NOHOA members whose property extends to the center of the road subject to easements in favor of NOHOA,” the homeowners association’s website, which has very little information on it and notes that it is “unable to share most private documents with the public.” The roads entering North Oaks have no trespassing signs posted and automated license plate readers
Überraschung in Rabat: Warum Marokko zwei Monate später den Afrikacup gewinnt – Clara Peterlik
Die Profil-Journalistin Clara Peterlik wohnt seit ein paar Monaten in Rabat, jetzt hat sie einen Newsletter gestartet. Was sich in der Stadt und im Land tut, interessiert mich immer noch sehr – obwohl es jetzt schon mehr als 10 Jahre her ist, dass ich von dort weggezogen bin.
Fußball ist oft emotional, ja, aber dieser Afrikacup war mehr als ein Turnier – er war ein Prestigeprojekt. Das Prestigeprojekt einer aufstrebenden Regionalmacht. Marokko wird 2030 gemeinsam mit Spanien und Portugal die Weltmeisterschaft ausrichten und wollte demonstrieren, wie professionell das Land auftritt und wie modern es ist. Gleichzeitig wollte Marokko seine Vorreiterrolle in Afrika unterstreichen. Tragischerweise blieb in Europa vor allem das chaotische Finale hängen – nicht die gute Organisation davor, die euphorische Stimmung. Und auch innerhalb Afrikas kratzte das Finale am Bild Marokkos. Doch es ist noch nicht vorbei, Senegal kritisiert die Entscheidung und will den Fall vor den internationalen Sportsgerichtshof bringen. Fortsetzung folgt.
Audio/Video
Erlend Øye – La Prima Estate
Diesen Song eines norwegischen Sängers in Sizilien habe ich auf Erasmus in Frankreich kennengelernt, nun habe ich es zufällig mal wieder gehört und mich sehr über den naiv-fröhlichen Sound gefreut.
4 Chords | Music Videos | The Axis Of Awesome
Nochmal alte Internet-Wholesomeness.
Leon Bridges The Retro-Futuristic Style Icon Who Danced His Way into Music Greatness – Are We On Air ?
Die Soundqualität dieser Folge ist leider „Blechdose“, aber ich mag das Format sehr.
tl;dr 55 Angela Davis „Eine Gesellschaft ohne Gefängnisse?“ – Rosa-Luxemburg-Stiftung
Dieser Podcast klingt wie eine sehr trockene Einführungsvorlesung, nichtsdestotrotz fand ich die Folge sehr interessant. Ich erinnere mich, mal bei einem Vortrag von Angela Davis gewesen zu sein – sie sprach anlässlich des 650-Jahr-Jubliäums der Uni Wien im Oktober 2015.
Die Schriftstellerin, Aktivistin und Philosophin Angela Davis wurde in den 1970er Jahren zur Ikone der Black-Power-Bewegung. Heute zählt sie zu den wichtigsten Vertreter*innen des Abolitionismus – eine Bewegung, die sich für die Überwindung staatlicher Gewaltinstitutionen einsetzt, wie sie etwa in Form von Gefängnissen oder der Polizei bestehen.
Indien: Eine unterschätzte Raumfahrtnation – Raumfahrtgeschichten
Meine futurezone-Kollegin Franzi Bechthold macht nebenbei diesen tollen Weltraum-Podcast, in dieser Folge geht es um die erstaunlichen Leistungen Indiens in dem Gebiet.
Il était une fois dans l’Ouest : épisode 1/4 du podcast Le Raï, une histoire algérienne – Radio France (via GQ Middle East)
Eine Geschichte des algerischen Genres Rai, die ich unbedingt noch in allen Teilen nachhören mag.
Comme toute musique, le raï a une histoire et un territoire d’origine. L’Oranie est le berceau de cette musique qui puise ses racines dans les musiques traditionnelles algériennes, dans l’influence de musiques étrangères et surtout dans l’environnement social de la région. L’exode rural massif au début du 20e siècle transforme Oran, sa capitale jusqu’alors principalement habitée par les colons européens. Comment l’Oranie devient l’une des places fortes de la musique algérienne ?
Exploring a one-of-a-kind 17th century Mughal hunting coat – Fashion Unpicked – V&A Museum – YouTube
Nochmal Indien, diesmal in Textilgeschichte.
Sonst So
Silly Goose – Two of Wands – ravelry.com
Diese gestrickte Kuscheltier-Gans finde ich enorm lieb.
Virtual bubble wrap – burst them all!
Genau, was der Titel sagt.
Backkatalog:
















- 2025: Oreos mit Blutorangen-Curd
- 2024: Veganes Schlumpfeis mit Kokos und Blue Curaçao
- 2023: Milchreis-Tartelettes mit Apfelkaramell
- 2022: Mochi Chocolate Chip Cookies
- 2021: Honig-Eis
- 2020: Low-Carb-Schokokuchen
- 2019: Orangen-Brandteigkrapferl
- 2018: Eine Reise nach Liège
- 2017: Cantuccini mit Walnüssen
- 2016: Karotten-Scones mit Rosinen
- 2015: Bananen-Schoko-Pancakes
- 2014: Zitronen-Hirse-Guglhupfs
- 2013:Single-Lady-Fudge-Cake
- 2012: Mandel-Schoko-Kuchen ohne Mehl
- 2011: Mascarpone-Marmor-Muffins
- 2010: Amerikaner

Hi, ich bin Jana. Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Ich arbeite als Redakteurin bei futurezone.at, als freie Audio-/Kulinarikjournalistin und Sketchnoterin. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der 

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