Honig-Eis

Honig-Eis auf gelbem Teller, daneben ein Glas Honig, Vogelperspektive

„Eis wär mal wieder recht“ – dieser Gedanke war Ausgangspunkt für dieses Rezept. Ich wollte allerdings kein banales Vanilleeis machen, sondern irgendetwas mit ~Frühlingsgefühl~.

Ein bisschen Stöbern bei David Lebovitz brachte mich zuerst auf Erdbeer-Miso-Eis, nur sind erstere weder in Saison noch in meinem ständigen Vorrat zu finden. Ganz andes schauts mit Honig aus, weshalb es schließlich dieses Rezept geworden ist.

Bei der Herstellung dachte ich an zwei Stellen, dass das Eis scheitern würde: Nachdem keine Stärke enthalten ist, ist die eingedickte Milch-Ei-Mischung aka Crème Anglaise ganz schön flüssig. Kaum in die Eismaschine gefüllt sah die Masse dann auch noch richtig grisselig aus.

Das fertige Eis überzeugte mich dann aber sowohl in Geschmack (wie Betthupferl-Honigmilch, nur kalt!) und Konsistenz (super cremig, zu schönen Nockerln formbar). Die Fotos entstanden erst am zweiten Tag nach der Herstellung, da war das Eis schon wieder ein bisschen auskristallisiert. Ich habe es mit ein paar Brotbröseln angerichtet, was geschmacklich (Sauerteig!) und visuell einen guten Kontrast ergab.

Honig-Eis

nach einem Rezept von David Lebovitz, heruntergerechnet auf 4 Eigelb

300 ml Milch
40 g Zucker
Salz
4 Eigelb
130 g flüssiger Honig (wenn zäh ggf. im Wasserbad verflüssigen)
300 ml Sahne

Milch, Zucker und eine Prise Salz in einem kleinen Topf erhitzen.

Eigelb in einer kleinen Schüssel verquirlen. Wenn die Milch warm ist, etwa die Hälfte davon unter die Eigelbmischung rühren. Danach alles zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren eindicken lassen, bis die Masse den Kochlöffel überzieht.

Die Masse durch ein feines Sieb in eine große Schüssel geben, dann den Honig einrühren. Zuletzt die Sahne einrühren.

Die Masse mehrere Stunden, am besten über Nacht kaltstellen, dann in der Eismaschine gefrieren lassen. In einen luftdichten Behälter füllen und etwa vier Stunden im Gefrierfach fester werden lassen.

Am besten innerhalb vonn 24 Stunden aufessen (wer einen superkalten Gefrierschrank hat, hat vermutlich noch etwas länger Zeit, bevor das Eis an Textur einbüßt).



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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.