Zuckersüß 433

strand / zuckersuess 433
Der Stadtstrand von Assilah

…mit einigem Gebackenem, einem Restaurant in Paris – und wie immer den besten Links der letzten Tage Wochen.

Auf meiner Reise nach Marokko im August habe ich einen Hefe-Pfirsich-Kuchen mit Streuseln, zweimal Best Cocoa Brownies, sowie Germknödel (mit selbstgemachtem Powidl!) und Ricottanockerl gemacht. Außerdem habe ich schwarzer-Sesam-Cookies (bald im Blog!), Mohn-Zwetschgen-Schnecken, Birnen-Mandel-Schoko-Tarte (nach diesem Rezept von Bon Appetit), und Zwetschgen-Kardamom-Marmelade gemacht.

Gegessen

Kalte Erbsen-Minzsuppe mit Mozarellaschaum, Piment d’Esplette und Sauerklee und confiertes Lamm mit Kumin-Süßkartoffelpüree bei Le Pavillon du Lac, einem sehr netten Lokal im Parc Buttes-Chaumont in Paris. Sehr vieles in Marokko, über das ich gesondert schreiben werde. Kürbis-Curry mit Kokos-Roti und Safran-Mangold-Salat nach Katharina Seiser’s Immer schon vegan.

Veröffentlicht

Im Blog: Brombeer-Streusel-Schnitten, Schoko-Minz-Törtchen, „On Earth, We’re Briefly Gorgeous“ – Ocean Vuong, Eine Reise nach Milano oder eher: ein Nachmittag bei der Triennale

Nix: weil weiterhin Ferien.

Rezepte

Cinnamon Roll Biscuits – The Candid Appetite
Ein bisschen wie die Orangen-Quark-Ecken vom Juni.

Espresso Chocolate Chip Cookies – by Carolina Gelen
Mit gebräunter Butter.

Kitchen Project #79: Blueberry swirl polenta cake
Kuchen und Polenta-Wissenschaft.

Dark ’n’ Stormy Mocktail Recipe – NYT Cooking
Schwarztee, Limettencordial, Ginger Beer, klingt gut.

FISH TACOS WITH SPICY GRAPE SALSA – Carolina Gelen
Traubensalsa, sowas!

Sinasir (Fermented Rice Skillet Cakes) Recipe – NYT Cooking
Ein Rezept für die Fermentmeister meiner WG.

Texte

Woher weiß die „Tagesschau“, wie man was ausspricht? | Übermedien
Als Ö1-Radiomacherin habe ich auch Zugriff auf die ARD-Aussprachedatenbank und es fasziniert mich sehr, welche obernischigen Begriffe dort zu finden sind.

Jahrzehntelang war es zum Beispiel Konsens, dass die schottische Hauptstadt eingedeutscht [ʹeːdɪnbʊrk] gesprochen wird – das werden Sie auch in älteren „Tagesschau“-Ausgaben so hören. Da gab es vor einigen Jahren den Wunsch, das originaler auszusprechen – [ʹɛdɪnbərə].

Der weibliche Körper als Staatseigentum | Blätter für deutsche und internationale Politik
Siri Hustvedt:

Gesetzliche Einschränkungen der reproduktiven Selbstbestimmung waren und bleiben ein Markenzeichen autoritärer und faschistischer Regierungen. In Nazi‑Deutschland waren Abtreibungen für alle „arischen“ Frauen verboten. Sie hatten die Pflicht, sich für das Reich fortzupflanzen. Sondergerichte sowohl in Deutschland als auch in Vichy‑Frankreich durften die Todesstrafe für illegale Schwangerschaftsabbrüche verhängen. In Mussolinis Italien war schon die Bereitstellung von Informationen zur Empfängnisverhütung eine Straftat. Die ohnehin illegale Abtreibung in dem Land wurde unter noch schärfere Strafe gestellt. In Spanien erklärte Franco 1941 Abtreibung zum Verbrechen gegen den Staat.

Gewalt in Promi-Beziehungen: Dangerously in Love (nd-aktuell.de)
Häusliche Gewalt gibts überall.

Die Reaktionen zeigen oft, dass es nach wie vor ein Tabu ist, private Liebesbeziehungen im Nachhinein zum Desaster zu erklären. Gesellschaften sind in weiten Teilen immer noch nicht bereit, über Beziehungsgewalt zu sprechen, die die Täter*innen nicht direkt ins Gefängnis und die Opfer nicht ins Krankenhaus oder Grab bringen. Wenn dann auch noch Frauen, die selbst erfolgreich, machtvoll und berühmt sind, zum Opfer werden, dann ist zudem auch schnell geurteilt: selber blöd, selber schuld.

Was Sie wissen sollten, wenn kulturelle Aneignung Sie aufregt – Republik
Deep dive ins Thema, angelehnt an die unsägliche Winnetou-„Kontroverse“

man kann sich auch überlegen, woher gerade im West­deutschland der Nachkriegs­zeit die Begeisterung für die «Indianer» stammte.
Die Kultur­wissenschaftlerin Katrin Sieg hat dieses Phänomen als «ethnic drag» analysiert, als kollektive Strategie der Übertragung und Projektion durch ethnische Kostümierung und Maskerade. Beim «ethnic drag», schreibt Sieg in ihrem gleich­namigen Buch aus dem Jahr 2002, geht es darum, in die Rolle eines Volkes zu schlüpfen, das von allen entfremdenden Tendenzen der modernen Zivilisation noch völlig unbeeinflusst ist. Darin drücke sich das generelle Unbehagen der «normalen», heimat­verbundenen Deutschen mit den Zumutungen der Nachkriegs­moderne aus; nicht anders als in den Heimat­filmen, die in den 1950er-Jahren das deutsche Kino beherrschten.

Neustifter Kirtag: Schräger Lokalaugenschein mit Peter Waldeck – Buchneuerscheinungen – derStandard.at › Kultur
Ok, da geh ich fix nie hin.

Als Dominik Nepp, der Wiener Landesparteiobmann der FPÖ, durch den Almdudler-Bogen marschiert, grüßt er jedenfalls den neongelbsten und gebirgigsten dieser Ordner mit einem aufmunternd amikalen „Dere, ois fit!?“. Nepp weiß, wie’s in Döbling läuft. Er kommt von hier. Er trägt übrigens ein kleinkariertes Hemd zu seiner Lederhose und blitzblaue Stutzen, die in Converse stecken. Der Schnaps, der die Bilder, die dieses höchst verstörende Spiel mit Codes und Zeichen erzeugte, von der Netzhaut zu ätzen vermag, muss aber erst noch gebrannt werden.

Politiker-Mode: Der seltsame Look von Liz Truss und Hubert Aiwanger – Stil – SZ.de
Kleider machen Leute, oder so.

Freund und Feind ist gleichermaßen der Leinenjanker. Er hängt mutmaßlich in jedem Rathaus des Bundeslands neben dem Kruzifix und dient den ratlosen Herren in allen repräsentativen Situationen als leichte Folklore-Waffe. Diesem eigentlich untadeligen Kleidungsstück wird aber nicht Genüge getan, wenn man es einfach nur wie ein leutseliges Tarnmäntelchen über den Büro-Standard mit Hemd und Anzug wirft. So schnell wird aus einem Büroheini kein Gebirgsjäger, und der Janker sieht in diesen Fällen einfach eben nur aus wie das, was er ist – pflichtgemäße bajuwarische Verkleidung. Sie wird in den kommenden Wochen auch von Vorstandsmitgliedern, Fußballfunktionären und Sparkassenchefs für die Wiesn angelegt werden, und es wird wieder nur aussehen, als wären am Tegernsee die Kleiderschränke explodiert.

Zum Schulbeginn: Eine Ode an die Papierhandlung – Design & Interieur – derStandard.at › Lifestyle
Für mich fühlt sich September/Oktober auch immer noch mehr wie Neuanfang an als Neujahr…

Natürlich braucht man einen Kaweco-Reisefüller – kein Gewicht, die Eleganz, und in der Tasche rinnt er nicht aus! Gut, einer in Knallrot für den Sommer, einer in Dunkelrot für den Winter, das kann man jetzt hinterfragen, aber. Der metallene Caran -d’Ache-Kuli in mehreren Farben, der kleine knallgelbe Miniaturdruckbleistift für die Handtasche, leistbarer Luxus. Wieso soll man etwas mit hässlichen Stiften schreiben, wenn man es auch mit schönen tun kann? Die nervigsten Unterlagen (Steuer!) tun in Ordnern in Lieblingsfarben weniger weh.

The Family: Love It or Leave It – The Village Voice (via The Atlantic)
Dieser Text hat mich sehr fasziniert, er ist 1979 (!) erstmals erschienen.

As the conservative backlash gains momentum, I feel a bit like an explorer camped on a peninsula, who looks back to discover that the rising tide has made it into an island and that it threatens to become a mere sandbar, or perhaps disappear altogether. If there is one cultural trend that has defined the ’70s it is the aggressive resurgence of family chauvinism, flanked by its close relatives, antifeminism and homophobia. The right’s impassioned defense of traditional family values — the common theme of its attacks on the Equal Rights Amendment, legal abortion, gay rights, sexual permissiveness, child care for working mothers and “immoral” (read unattached female) welfare recipients — has affected the social atmosphere even in the liberal, educated middle class that produced the cultural radicals. The new consensus is that the family is our last refuge, our only defense against universal predatory selfishness, loneliness, and rootlessness; the idea that there could be desirable alternatives to the family is no longer taken seriously.

How ‚Don’t Worry Darling‘ Costumes Tease Film’s Secrets – Variety
Kostümdesign ist so spannend!

Phillips invites audiences to pay close attention to the costumes for plot clues. “They can often be a device to distract from what’s really going on,” she says. “I used a lot of color control to guide tone and create the story arc.”
Multiple color palettes are used to tell Alice’s story, Phillips explains. “At first, I worked in a primary palette that was very bright and exciting. It was very reflective of Victory and that Palm Springs world that you think of when you see Victory.”

The Obsessive Pleasures of Mechanical-Keyboard Tinkerers | The New Yorker (via Tim Bray)
Ich bin ein Kind der flachen Laptoptastaturen, mechanische irritieren mich sehr…

A paradox of computer evolution is that, during the late twentieth century, every computer component rapidly improved by an almost inconceivable degree—processors, storage devices, monitors, peripherals—except keyboards, which got worse and worse. The Model F and almost all of its early competitors were so-called mechanical keyboards, in which each key press activated a piston-like electrical switch or similar actuator. Manufacturers eventually realized that if they replaced mechanical switches with rubber domes or flexible membranes, they could cut their costs significantly.

The Standards Innovation Paradox: is it real? | by James Cridland | Jul, 2022 | Medium
tl;dr: RSS ist flexibel.

But with RSS, you can evolve the standard, using additional namespaces which don’t break the specification; and if you’re big enough, or you believe in yourself enough, you can ensure all podcast publishers implement them. Just ask Apple.
Podnews’s RSS includes a bunch of the very new tags and features Mignano tells us are impossible: yet, oh, look, the very same RSS feed is also powering a very familiar podcast player indeed, with no breakages or failures because of the new features that have also been enabled.

Women’s New Take on Ambition in 2022 – Elle.com
Ann Friedman:

Millennials, particularly those of us with college degrees and feminist impulses, once thought we could crack the ambition code. Where boomers had failed to shatter glass ceilings and Gen Xers had failed to fully scale the corporate ladder, my generation would do better. And if we couldn’t change corporate America, we’d build our own businesses and simply sidestep the problem. We all know how that worked out! It’s become apparent that many of the promised rewards of professional striving are never going to materialize. Why, some women are wondering, should I keep trying so hard?

The Dangerous Populist Science of Yuval Noah Harari ❧ Current Affairs
Ich hab nie was von Harari gelesen, nach diesem Verriss werde ich es aber auch nimmer tun.

We have been seduced by Harari because of the power not of his truth or scholarship but of his storytelling. As a scientist, I know how difficult it is to spin complex issues into appealing and accurate storytelling. I also know when science is being sacrificed to sensationalism. Yuval Harari is what I call a “science populist.” (Canadian clinical psychologist and YouTube guru Jordan Peterson is another example.) Science populists are gifted storytellers who weave sensationalist yarns around scientific “facts” in simple, emotionally persuasive language. Their narratives are largely scrubbed clean of nuance or doubt, giving them a false air of authority—and making their message even more convincing. Like their political counterparts, science populists are sources of misinformation. They promote false crises, while presenting themselves as having the answers.

An altered photo in Architectural Digest hid Asian relics – The Washington Post
Raubkunst in Luxusanwesen…

government seeking the return of antiquities held in the United States might be to sue in federal court, lawyers said, but foreign governments often shy away from such tactics because of the complications and legal costs, especially when they are facing wealthy collectors.
“The governments are at a disadvantage because they can’t outspend the collectors,” said Amineddoleh, who has represented Greece and Italy in their efforts to repatriate looted items. “Their budgets often don’t cover expensive litigation in the United States.”

Against Localism In Food – Noema Mag
Interessante Gedanken.

The drive toward “localization” — eating only seasonal, local foods (swapping where your food is from rather than what you eat) — relies on a fabricated perspective on rural environments. From the time we’re born, we are inundated with children’s books, advertising, documentaries and video games that build a simulated agrarianism around us — one that is not only a gross simplification of food production but may in fact be holding back change.

Sonst So

Delikatessen auf Flugreisen der 1960er- und 70er-Jahre – Tutscheks Zeitreiseblog – derStandard.at
Arge Fotoserie.

The Philosophy of Curry – British Library Online Shop
Dieses dünne Buch klingt interessant!

Cake Zine (via Thrillist)
Ein sex-positive Indie-Magazin über Kuchen. Was es nicht alles gibt in den Nischen des Internets!

Penelope Tee – Julie Robinson – ravelry.com
Ein Strickprojekt für nächstes Frühjahr!

Pure Mesh Pullover – James N Watts – ravelry.com
Nur 1 Knäuerl Garn nötig, ich glaub, so einen muss ich bald anschlagen.

Backkatalog



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

Meine Beiträge für Ö1:
Radio

Meine Sketchnotes:
jasowieso.com

Creative Commons Lizenzvertrag

IMPRESSUM

DATENSCHUTZERKLÄRUNG

Newsletter

Meine Lieblingslinksammlung Zuckersüß wöchentlich direkt in deinem Postfach!

Powered by Buttondown. Ohne Tracking!

Rechtliche Angelegenheiten

Impressum
Datenschutzerklärung
Creative Commons Lizenzvertrag
Alle Bilder und Texte der Zuckerbäckerei sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Wenn du Fragen zur Verwendung meiner Inhalte hast, schreib mir einfach eine E-mail. Danke!

Kategorien

Tags

Archiv

Zuckersüß

Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.