Apfelradl – Frittierte Apfelringe

Apfelradl sind ein Dessert, das ich mit Omas verbinde und mit Bayern. Dabei habe ich – glaube ich – noch niemals bei einer meiner Omas Apfelradl gegessen. Die Bayern-Assoziation kommt wahrscheinlich davon, dass in vielen Rezepten ein Schluck Bier vorkommt.

Als ich kürzlich in den Bergen war, konnte ich nur dann Backen, wenn der Holzofen gut angeheizt war. Deshalb habe ich vorsichtshalber einer Flasche Pflanzenöl mitgenommen, um im Zweifel immerhin Frittieren zu können – was ich zuhause nie mache, weil ich den Fettgeruch in der ganzen Wohnung nicht ertrage.

Foodstyling auf der Alm: spartanisch wie die Küche

Eines Nachmittags wollte ich unbedingt einen süßen Snack haben. Ich hatte Äpfel zur Hand und die Möglichkeit zu frittieren, also wagte ich mich an Apfelradl. Ohne Bier (hatte ich nicht) oder Puderzucker (war aus). Dennoch waren sie außerordentlich gut, vielleicht frittiere ich zuhause doch mal wieder?

Apfelradl – Rezept

5-6 mittelgroße Äpfel
2 Eier
Salz
20 g (1-2 EL) Zucker
Zimt
100 ml Milch
125 g Mehl
+ Pflanzenöl zum Frittieren
Zum Servieren
3 EL (Puder-)Zucker
1/2 TL Zimt

Die Äpfel schälen, das Kernhaus mit einem entsprechenden Ausstecher entfernen und in 4-5mm dicke Scheiben schneiden. (Alternativ: schälen, in Scheiben schneiden und das Kernhaus in jeder Scheibe mit einem Messer herausschneiden)

Eier, eine Prise Salz, Zucker und etwas Zimt verrühren. Die Milch einrühren, dann das Mehl (ggf. gesiebt) zugeben und die Masse glattrühren.

Einen schweren, weiten Topf etwa 4cm voll mit Pflanzenöl füllen. Zum Testen der Temperatur einen hölzernen Kochlöffelstil hineinhalten: Bilden sich Bläschen rundherum, ist das Fett heiß genug.

Jeweils einen Apfelring in die Teigmasse legen und drehen, bis er von allen Seiten bedeckt ist. Kurz abtropfen lassen und dann vorsichtig ins heiße Fett gleiten lassen. Mit den restlichen Apfelringen genauso verfahren.

Wenn ein Apfelring auf einer Seite goldbraun ist, wenden und auf der anderen Seite ebenso ausbacken. Mit einem Schaumlöffel aus dem Fett nehmen, kurz abtropfen lassen und dann auf Küchenpapier legen. Noch warm mit Zimt und (Puder-)Zucker servieren.



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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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