töpfe mit basilikum, avocado und kakteen, vogelperspektive

Zuckersüß 380

…mit veganen Rezepten, einem Besuch bei der Herknerin, Food-Magazinen, einem neuen Studium – und wie immer, den besten Links der letzten Tage.

In den letzten paar Tagen habe ich gleich drei Rezepte aus Katharina Seisers „Immer schon vegan“ (hier im Bücher-Teil besprochen) nachgekocht: Cong you bing (chinesische Frühlingszwiebelfladen), Aloo matar (Kartoffel-Erbsen-Curry) und Maafe (Süßkartoffel-Erdnuss-Eintopf). Außerdem habe ich unförmige Brandteigkrapferl gebacken und à la constellation inspiration mit Boba-(Bubble-Tea)-Tapioka-Perlen und Pudding gefüllt.

Bei der Herknerin

Ich war ausnahmsweise mal im Wirtshaus essen und zwar sehr sehr supere Sarma-Rouladen bei der Herknerin. Die Spinatknödel mit Parmesan dort waren die fluffigsten der Welt und mein Dessert, Orangencreme mit Himbeergrütze wunderbar altmodisch serviert: im gläsernen Eisbecher, mit Schlagsahnegupf und einer papierenen Tortenspitze.

Toothache Magazine

Meine drei Toothache-Magazine, für die ich absurd viel Porto (an die 40$, bei gleichem Bestellwert) gezahlt habe, sind endlich bei der Post angekommen, wo ich für 1,89€ Zoll erstmal noch 10 € Zollgebühren nachlegen musste. Ärgerlich. Aber soweit ich schon hineingelesen habe, bin ich sehr begeistert: Ehrliche Interviews mit Küchenchefs unterschiedlichster Restaurants, spannende, alles andere als alltägliche Rezepte und tolle Fotos.

Ich freue mich schon sehr auf mein nächstes freies Wochenende, an dem ich mich an eines der sehr komplexen Dessertprojekte (erstmal die Zutaten aufzutreiben könnte schon herausfordernd werden) wagen kann, z.B. Gianduja Stollen ChipWhich nach Andrés Lara, ein Sandwichcookie mit zweierlei Eis-/Sorbetfüllung (Ausgabe 2)oder Humita nach Albert Adrià, Maiscreme mit Zimteis, Kaffee-Toffe und karamelisiertem Quinoa (Ausgabe 3).

Das Toothache Magazin ist daneben auch wunderschön produziert – tolles Layout, hochwertiges Papier. Schade, dass dieses ein-Mann-Projekt keinen besseren (erschwinglicheren) Vertriebsweg nach Mitteleuropa hat, sonst hätte ich es längst abonniert.

Überhaupt, im deutschsprachigen Raum gibt es glaube ich keine vergleichbare Zeitschrift. Die (wirklich supere!) Effilée hat zwar Rubriken, die dem Konzept von Toothache ähneln, aber keinen so klaren Fokus „by chefs for chefs“ und in meinen Augen viel zu wenig Pâtisserie. Das österreichische All You Can Eat Magazin ist leider nach zwei Ausgaben eingegangen und Port Culinaire ganz schön altbacken. Und Essen&Trinken, Gusto und Konsorten scheinen sich nur mehr ständig selbst zu wiederholen (so wars zumindest vor ein paar Jahren, als ich in diese Magazine noch regelmäßig reinschaute), correct me if I’m wrong.

Uni!

Am Montag habe ich das MA-Programm Science Technology Studies angefangen und bin jetzt erstmal erschlagen von der sehr komplexen Terminsituation (hauptsächlich den strengen Corona-Regeln der Uni und daraus resultierenden Kleingruppen geschuldet). Es scheint jedenfalls inhaltlich und organisatorisch ein aufregendes Semester zu werden: Zu den (eher theoretischen) Seminaren gibt es fünf Beispielfälle, die jeweils von einer Kleingruppe zu einem kompletten Forschungsexposé ausgearbeitet werden müssen. Ich bin per Los bei „Data, health & responsibility“ gelandet und werde mich bis Januar mit „The case of tracing COVID-19“ beschäftigen. Mein Kalender quillt jetzt schon über, aber vielleicht schaffe ich es, doch hie und da ein paar Worte zum MA ins Zuckersüß zu schreiben, wie ich das auch bei meinem Erasmus-Semester in Nancy gemacht habe. Lernnotizen – egal ob von anderen Blogger_innen (wie der großartigen Anke Gröner, die sporadischen von Pascoda oder die Lehrnotizen im Techniktagebuch oder von Philippe Wampfler) oder meine eigenen mit ein paar Semestern Abstand – lese ich wirklich sehr gerne (wieder).

Apropos lesen, als ob drei buch-artige Magazine und 1200 Seiten Semester-Pflichtliteratur (wirklich!) nicht genug Lesestoff ist, habe ich für meinen Buchclub „Spaltkopf“ von Julya Rabinowich begonnen… und im Internet gelesen! Hier folgen meine liebsten Links der letzten Tage:

Rezepte

Pasta mit frischen Feigen – Splendido Magazin
Auf die Idee wäre ich nie gekommen.

Texte

Freude schöner Götterfunken – Entmenschlichung auf europäisch | Mission Lifeline
#leavenoonebehind.

Was wie ein Trailer eines dystopischen Endzeit-Thrillers daher kommt, ist die erschütternde Realität europäischer Anti-Flüchtlingspolitik im Jahr 2020. Doch Moria ist kein neues, in einzigartiger Weise erschreckendes Fanal, das aus heiterem Himmel gekommen wäre, sondern die logische Konsequenz eines technokratischen Migrationsregimes, das über Jahrzehnte entwickelt worden ist und auf zwei zentralen Prämissen basiert: Abwehr und Abschreckung.

Mushrooms, the Last Survivors – The New York Times
Schwammerl sind sehr toll.

In the East, mushrooms have always been prized, but only recently have they become objects of fascination in the West. Some manifestations of this are merely aesthetic, like the glossy magic-mushroom handbag in the fall 2020 Kate Spade collection or the New York jeweler Brent Neale Winston’s trippy pendants, evoking childhood nostalgia with a wink. On a more serious note, the increasing costs of health care and an erosion of faith in the medical-industrial complex have driven greater numbers of people to homeopathy, itself a multibillion-dollar industry, one in which fungi are promoted as aphrodisiacs and immunity boosters — the latter more urgent in our new age of Covid-19.

Anthony Fantano Is the Music Critic Who Matters (if You’re Under 25) – The New York Times
Ich bin schon ganz schön boomer, dass ich über die NYT an YouTube-Channels gerate…

His critical voice — earnest, adjective-heavy enthusiasm mixed with boyish, 4chan-inflected internet humor — and his taste, which can be eclectic but skews toward heavy rock, outré and experimental pop and rock-influenced rap, are also reliable. The only five albums to earn a perfect 10 from him are by Kendrick Lamar, the noise-rap trio Death Grips, the Kids See Ghosts duo of Kanye West and Kid Cudi, the aggressive rock band Swans, and Daughters, which he praised for its “nuclear bomb of cathartic hideousness” and “vile displays of auditory abuse.”

Audio/Video

Nayda! | Bab L‘ Bluz
„Junger“ Gnawa.

„Paradiesische Aussichten“ von Faïza Guène – BR2 Hörspiel
Irgendwo das Buch empfohlen bekommen, gegooglet und über diese Hörspielfassung gestolpert. Wenig fröhlicher Einblick in ein Teenagerleben in der Pariser Banlieue.

Glatte Haut (un)erwünscht – Ö1 Moment
Mein Kollege Noel Kriznik hat eine Sendung über Körperbehaarung gemacht, u.a. mit Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Lechner aka @femsista.

Sonst So

Coucou c’est nous les Virus – Les BD de Francis Haraux (via Soulzeppel.in)
Sehr schöner Erklär-Comic über Viren.

Foto

Fensterbrettgrünzeug nebeneinander.

Backkatalog:

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