Zuckersüß 323

In dieser Woche habe ich es tatsächlich das erste Mal überhaupt geschafft, meine ganzen 4GB an Datenvolumen zu verbrauchen. Die restlichen Zugfahrten (das war nicht wenig Strecke vom Süden Italiens bis nach Wien) verbrachte ich also zwangsweise mit aus dem Fenster schauen und ein bisschen Stricken.

Ein paar Lieblingslinks gibts trotzdem:

Rezepte

Extra thick and fluffy Japanese pancakes – Chopstick Chronicles
In dem Pfannkuchenteig ist Mayonaise!?!?!!

Fluffy Japanese Pancakes: Souffle Pancake Recipe – i am a food blog
Hab mich nicht getraut, Mayo in meinen Teig zu rühren und deshalb dieses Rezept ausprobiert. Hat leider nicht so gut geklappt (vielleicht weil ich statt Milch Sahne verwenden musste).

Matcha Amaretti Cookies – Love and Olive Oil
Die erinnern mich an die Matcha-Ghribas von vor zweieinhalb Jahren.

The Easiest Cacio e Pepe: 4 Ingredients, One Pot, No Draining – i am a food blog
Letzte Woche war ich in Rom und habe kein Original Cacio e Pepe probiert und jetzt habe ich dieses Rezept im Feed. Ein Wink mit dem Zaunpfahl?

Texte

How to Write About Food: In the Classroom with Jonathan Gold – Foodaism
Ich habe vor diesem Blogpost noch nie von Jonathan Gold, einem mittlerweile verstorbenen US-Restaurantkritiker gehört. Das aufgezeichnete Gespräch hat mich sehr beeindruckt und ich würde jetzt auch gern ein Uni-Seminar zu Food Writing besuchen. Ich muss mich wohl mit Restaurantkritiken-Lesen im Selbststudium abgeben…

One, if you’re a food writer, your opinion of the food is really uninteresting. I don’t care. None of your readers really care whether you think it’s a good burrito or a bad burrito. What they care about it knowing what was—what’s in the burrito and how it was put together and… You just got to think about it—what are sensations you’re getting from this particular thing of food than you—that are the same as things you’ve had before, that are different from things you’ve had before.How does it fit into your experience of a burrito? How does it compare in the context of the world of burritos? What is this burrito saying about the person who makes it? Does it, is it one of those gigantic overstuffed, over-steamed San Francisco monstrosities that has grilled meat and black beans and handfuls of cheese and a salad and everything else you can think of stuffed in there?

„Eure Heimat ist unser Alptraum“-Vorabdruck: Das Ende des German Dream – SPIEGEL ONLINE
Noch ein Buch auf meiner zu-lesen-Liste.

Ich bin im Deutschland der Neunzigerjahre aufgewachsen, in dem die widersprüchlichen Parolen „Ausländer sind faul“ und „Ausländer nehmen uns die Arbeit weg“ teilweise aus denselben Mündern miteinander konkurrierten. In meiner eigenen Familie, die über das Anwerbeabkommen zwischen der BRD und der Türkei in den frühen Siebzigerjahren eingewandert ist, konnte es sich weder jemand leisten, faul zu sein, noch, irgendwem die Arbeit wegzunehmen. Alle arbeiteten immer in den Jobs, die nicht für Deutsche, sondern für sie vorgesehen waren. Leute wie mein Großvater wurden angeworben, weil sie leichter ausgebeutet werden konnten als inländische Arbeiter_innen: gewerkschaftlich kaum organisiert, flexibel, dankbar um jede Sonntagszulage.

Offener Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments betreffend Urheberrechtsreform – Vienna Writer Authorpreneur
Hoffentlich wird aus der EU-Urheberrechtsnovelle nix. Hier noch etwas, das sehr beunruhigend klingt:

Im März 2018 wurde in den USA der CLOUD Act [beschlossen. Kurz gesagt geht es darum, dass US Behörden (und jene befreundeter Staaten, wenn ich es recht verstanden habe) jederzeit Zugriff auf alle Daten auf Servern von in den USA tätigen Unternehmen haben, unabhängig davon, wo diese Server physisch stehen. Selbst wenn Microsoft anbietet, Daten auf Servern in Europa zu speichern, sind sie dort nicht vor Zugriff von US Behörden (oder Behörden, die dort anfragen) sicher. Dieses Gesetz steht bereits der DSGVO genau entgehen und mit der Urheberrechtsreform würden ggf. weitere Gesetze geschaffen, die sich mit dem Behördenzugriff der USA spießen. Jedes Unternehmen kann sich jetzt bereits aussuchen, gegen welches Gesetz es verstoßen möchte – im Falle eines in den USA ansässigen Unternehmens gegen das »Heimrecht« oder gegen das europäische Datenschutzrecht.

U.S. Is a Rich Country With Symptoms of a Developing Nation – Bloomberg.com
Der Autor zieht Parallelen zum heruntergewirtschafteten Italien.

These little examples are the kind of incidents that one might expect to see in a developing country where things are built cheaply or badly. […] across the country, construction costs for both the public and private sectors have swelled as productivity has stagnated or fallen. It costs much more to build each mile of train in the U.S. than in heavily unionized France. No one seems to be able to put their finger on the reason — instead, the U.S. simply seems riddled with corruption, inefficient bidding, high land-acquisition costs, overstaffing, regulatory barriers, poor maintenance, excessive reliance on consultants and other problems. These seemingly minor inefficiencies add up to a country that has forgotten how to build. Unsurprisingly, much  much of the country’s infrastructure remains in a state of disrepair.

Audio/Video

Chilly Gonzales – FM4 Radio Session
Hab beim Arbeiten fast nur Chilly Gonzales gehört in dieser Woche.

Drive – Rebecca Gärtner (via Insta-Stories von Ninia LaGrande)
Popmusik auf der Harfe, ziemlich cool (leider keine besonders gute Aufnahme).

Sonst So

Gogo goes Chinguetti
Mein Papa ist wieder auf Reisen und bloggt darüber.

Weekend reading – Soulzeppelin
Joël (vor einiger Zeit zu Gast in meinem Podcast, btw) schreibt jetzt regelmäßige Linklisten. Find ich super!

It’s about Time we Reinvented the Autochrome – MessyNessyChic (via Buddenbohm&Söhne)
Farbfotos vom Anfang des 20. Jahrhunderts!

Foto

Bergblick in Süditalien.

Backkatalog

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