Fudgy Brownies

Eigentlich habe ich schon genug (gute!) Brownie-Rezepte im Repertoire, dass ich keine neuen mehr ausprobieren müsste. Da sind zum Einen die grandiosen Best Cocoa Brownies, die ganz ohne Schokolade auskommen und deshalb fast schwarz aussehen. Und zum anderen die Olivenöl-Brownies mit Pistazien, die ich erst vor ein paar Wochen entdeckt und liebgewonnen habe.

Bei der Pancake Princess stolperte ich nun aber über einen ihrer sehr ausführlichen Rezeptvergleiche. Im Brownie Bake Off hat sie sagenhafte 13 Rezepte ausprobiert und genau verglichen.

Nachdem die Best Cocoa Brownies aus Butter und Kakao bestehen, und die Olivenöl-Brownies aus Öl, Kakao und Schokolade, wollte ich unbedingt ein Rezept aus einer anderen Kategorie testen: Butter, Kakao und Schokolade. Meine Wahl fiel auf dass Rezept von Sally’s Baking Addiction, das im tl;dr außerdem als super chewy beschrieben wird.

Tatsächlich sind meine Brownies recht fudgy geworden, wobei ihnen wohl 3-4 Minuten weniger im Ofen gut getan hätten. In meinen Augen erfüllen sie alle Kriterien eines soliden Brownie-Rezepts: schokoladig, nicht zu kuch-ig und mit einer (zumindest leicht) glänzenden Oberfläche. Ohne einen direkten Vergleich zu meinen beiden Browniefavoriten zu haben, scheinen mir diese Brownies aber ein bisschen fade.

Das jetzt auf das Originalrezept zu projezieren ist aber auch nicht fair, ich habe nämlich die Zuckermenge großzügig reduziert. 400 Gramm Zucker sind für meinen Geschmack auf nur etwa 600 Gramm sonstige Zutaten zu viel. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Konsistenz meiner Brownies mangels 150 Gramm Zucker gelitten hat. Wenn ich einmal sehr motiviert bin, backe ich das Ganze vielleicht nochmal mit 400 Gramm Zucker, dann aber mit Toasted Sugar nach Bravetart, der weniger aggressiv süß ist.

Ein paar Fleur-de-Sel-Kristalle (bestimmt mit Mikroplastik, wie traurig…), die ich eigentlich als Fotodeko daraufgestreut habe, rissen den Geschmack der Brownies doch noch heraus.

nach einem Rezept von Sally’s Baking Addiction, via The Pancake Princess

Fudgy Brownies

100 g dunkle Schokolade (ich habe eine mit 60% Kakao genommen)
175 g Butter
100 g Zucker*
50 g selbstgemachter Vanillezucker
100 g brauner Zucker
3 Eier
95 g Kakao
125 g Mehl
Salz
+ Fleur de Sel

für eine 20x30cm Form

Den Ofen auf 180° C vorheizen und die Form mit Backpapier auslegen.

Die Schokolade hacken und mit der Butter in eine hitzebeständige Schüssel geben. Über dem Wasserbad schmelzen lassen (im Orginalrezept kommt eine Mikrowelle zum Einsatz, aber der uralten in meiner WG-Küche vertraue ich nicht – es wären eine niedrige Wattzahl und kurze Zeitintervalle nötig, um die Schokolade nicht zu verbrennen).

Wenn die Masse homogen ist, vom Wasserbad nehmen. Den Zucker, Vanillezucker und braunen Zucker einrühren, bis alles vermischt ist. Anschließend die Eier zugeben und die Masse mit einem Schneebesen glattrühren.

Das Kakaopulver, Mehl und eine Prise Salz zugeben und mit einem Teigschaber verrühren.

Gleichmäßig in der vorbereiteten Form verteilen und glattstreichen.

Für 20-25 Minuten backen. Die Brownies sollte innen noch etwas feucht sein, d.h. an einem Holzstäbchen sollten noch großzügig Krümel kleben (aber kein flüssiger Teig!).

Aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen. Erst dann in Stücke schneiden und ggf. mit Fleur de Sel garnieren.

Anmerkung: Im Originalrezept stehen 400 g Zucker (oder 300 g Zucker + 100 g brauner Zucker), und obwohl die Konsistenz bei einer so drastischen Reduktion wohl drastisch anders wird, konnte ich mich nicht überwinden, die volle Menge zu verwenden – Zuckerschock! Außerdem steht im Originalrezept typisch amerikanisch 2 EL Vanilleextrakt, auf den ich verzichtet habe. Dafür habe ich aber einen Teil Zucker, den ich ein paar Tage lang mit Vanilleschoten in ein luftdichtes Glas gefüllt hatte, für den Vanillegeschmack dazugetan.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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