nächtlicher blick auf wien

Zuckersüß 358

Die Zeit vergeht momentan gefühlt superschnell – obwohl ich gar nicht so viel Nennenswertes tue. Ein bisschen etwas in der Heimisolation war aber doch interessant:

Ich habe z. B. mein erstes Online-Uni-Seminar überhaupt „besucht“, das hauptsächlich aus Powerpoint-Präsentationen mit Ton und einigen Memes bestand. Danach folgte noch eine Audio-Call mit etwa der Hälfte der Seminarteilnehmer_innen (wo die andere Hälfte blieb, weiß keine_r), der als Test für die erste „richtige“ Seminareinheit dienen sollte. Übrigens gehts um Öffentlichkeit und Demokratie – wozu sich vor lauter Panik und Fake News zur Zeit ganz schön viele Beispiele finden lassen.

Zum Geburtstag meines Mitbewohners habe ich smitten kitchen’s layered mocha cheesecake in leicht abgewandelter Form gebacken und außerdem Germknödel gemacht. Einige davon habe ich mit übrigen Weichseln gefüllt, musste aber feststellen, dass die Powidl-Version weitaus besser war. Weil ein bisschen Luxus in der Heimisolation nicht schaden kann, gabs dazu Vanillesauce mit *echter* Vanille.

Zwischen Uni und Home-Office habe ich dann auch endlich mal wieder „Spaß“-Lektüre zur Hand genommen (Edward Snowdens Permanent Record) und beschlossen, so bald wie möglich wieder mit dem Buchbloggen anzufangen.

Im Heimkino (wie snobbig klingt das eigentlich?) habe ich zum ersten Mal Batman und The Dark Knight angeschaut – und damit endlich mal die Szene gesehen, die meinem liebsten Film-Podcast Flip the Truck ihren Namen verlieh. In der Mittagspause schauten wir hin und wieder F is For Family, eine Netflix-Zeichentrick-Serie, die ein nicht besonders gutes Bild auf amerikanische Mittelschichtsväter der 1970er wirft.

Online gelesen habe ich auch, hier folgen also meine liebsten Links der letzten Tage:

Rezepte

Upside Down Bananas Foster Cake – Joy the Baker
Karamell und Bananen, klingt nicht verkehrt.

Batbout à la tapenade d’olives noires – Culinaire Amoula
Beides habe ich in Marokko kennengelernt, aber nicht in Kombination!

karjalanpiirakka @Bunhead_
Leider kein Rezept, sondern nur ein Insta-Post, aber dieses unaussprechliche Gebäck interessiert mich sehr.

Bärlauch trifft auf Butternockerl – Brandstätter Verlag
Leider komme ich z. Zt. weder an Bärlauch, noch an Spitzwegerich…

Texte

How a ban on pro-Trump patterns unraveled the online knitting world – MIT Technology Review
Ravelry ist großartig als Strickplattform – und positioniert das private Handarbeiten gleich auch Politisch!

It’s something we will see more of, Literat predicts. Other niche groups she’s studied, such as Fortnite players and fan fiction sites, have created active subgroups around political conversation in much the same way. Typically, people feel safe engaging around the core interest first (in Ravelry’s case, knitting or crocheting), but increasingly delve into political discussions over time.
Online communities that are hyperspecific to certain hobbies also help engender dialogue across the political divide—a key point in a polarized political environment where people spend much of their time in ideological bubbles, says Literat.

Yes I ✊ – Martin Fehrensen
Martin Fehrensen (vom Social Media Watchblog/Briefing) hat sein Blog wiederbelebt und ich freue mich über mehr „klassisches“ Blogging in meinem RSS-Reader.

Die Neuauflage meines Blog soll genau dafür der Ort sein. Denn auch wenn all die eben aufgezählten Bedürfnisse via Twitter, Facebook, Insta und Co befriedigt werden könnten, dort natürlich auch viel unmittelbarer ein Publikum gefunden werden kann, gibt es für mich kaum etwas Schöneres, als eine selbstgebaute, individuelle Publikation sein eigen nennen zu dürfen. Das primäre Ziel dieses Blogs ist also eine Wirkung nach innen. Sollte hier jemand trotzdem spannende Inhalte für sich entdecken, freut mich das natürlich. Aber grundsätzlich ist das hier eine Performance-befreite Zone.

Blinken in Beige – Katherina Braschel – MALMOE
Vor ein paar Wochen erst habe ich über die Papierausgabe der MALMOE geschrieben und bedauert, dass es die Texte nicht online gibt – was sich mittlerweile geändert hat. Aus dieser Kurzgeschichte poste ich kein Zitat, denn wenn dann sollte sie schon ganz gelesen werden (Achtung: Nichts für schwache Nerven).

„Das Coronavirus Update“ ist der Deutsche Serial Moment – Netzfeuilleton
Interessanter Gedanke. Im Zusammenhang von Corona hat ja sogar Angela Merkel mal Podcasts erwähnt – ist das Medium jetzt etwa im Mainstream angekommen?

Das Coronavirus Update von NDRinfo klebt in sämtlichen Podcasts-Charts ganz oben – und hat Christian Drosten zur Stimme dieses Ausnahmezustandes gemacht. Der NDR verrät mir, dass die Folgen Ende letzter Woche bislang auf den unterschiedlichen Plattformen über 1,8 Millionen mal heruntergeladen wurden.

Standortdaten gegen Corona: Jens Spahn lässt Testballon steigen – Netzpolitik.org
In Österreich war A1 in der Hinsicht gleich vorauseilend…

Doch schon im März stieß der Plan auf Kritik. Zum einen stellt sich die Frage, wie praktikabel er ist: In ländlichen Regionen können Funkzellen weite Gebiete abdecken und eignen sich deshalb denkbar schlecht für eine gezielte Ausforschung möglicher Erkrankter. In Ballungsräumen wiederum teilen sich oft sehr viele Nutzer eine Funkzelle. Würde man unnötig viele Menschen benachrichtigen, könnte das erst Recht eine Panik erzeugen – schon allein, weil die Corona-Testkapazitäten weiterhin beschränkt sind. Als „Unfug“ bezeichnete etwa die Telekom Deutschland den Plan.

Thomas Piketty: „Unsere Gesellschaften brauchen keine Milliardäre“ – DerStandard.at
Ein Ökoknom gegen gesellschaftliche Ungleichheit.

Wenn Sie einprägsame Zahlen suchen, ist es das Beste, sich die Entwicklung der Vermögenskonzentration anzusehen. In europäischen Ländern wie Frankreich oder Österreich ist die Ungleichheit bei Vermögen gesunken, aber bis heute hoch geblieben. Der Anteil des Vermögens, der vom reichsten Prozent gehalten wird, lag im 19. Jahrhundert bei sechzig bis siebzig Prozent. Heute hält das wohlhabendste Prozent 30 bis 40 Prozent des Vermögens. Das war also eine vernünftige Entwicklung. Was mich beunruhigt, ist, dass die untere Hälfte der Bevölkerung bis heute nicht viel mehr als fünf Prozent des Vermögens besitzt. Im 19. Jahrhundert waren das rund zwei Prozent. Auch hier hat sich also etwas verbessert, aber nicht genug.

Audio/Video

Fraktur – 99% Invisible
Schrift und Politik. Volle Nerderei.

Wie die Aufstände in der Arabischen Welt die arabische Musik revolutionierten – ZÜNDFUNK – Generator | BR Podcast
Super Spannend! Eine der vorgestellten Künstlerinnen, Alsarah & The Nubatones habe ich letztes Jahr zu meinem Geburtstag live gesehen.

Why Is This Happening? with Chris Hayes: Why We’re Polarized with Ezra Klein (via vergessen)
Hab nicht ganz konzentriert zugehört, fands aber interessant.

19 / 21 / 25 – Adele
Die drei Alben habe ich am Stück durchgehört und mich erinnert, wie cool ich Adele eigentlich finde.

Foto

Ein nächtlicher Blick von der Sophienalpe auf Wien, aufgenommen vorletzen Sommer (und ausgewählt, damit das Insta-Grid schön aussieht…)

Backkatalog

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