Zuckersüß 384

…mit selbstgebackenem (Toast-)Brot, dreierlei Strickerei – und wie immer, den besten Links der letzten Tage.

In dieser Woche habe ich mal wieder Naan nach Sprouted Kitchen gemacht, endlich 550er Mehl für das Klebreis-Toastbrot nach Plötzblog/Lady&Pups aufgetrieben und Cranberries im Supermarkt entdeckt und dann Curd draus gekocht. Außerdem bin ich kurzzeitig „Babysitterin“ der Fermente in unserer WG und muss mich deshalb um das Auffrischen und Verwerten von dreierlei Sauerteigen kümmern. Ich hätte nicht gedacht, wie anstrengend das ist – vor allem das Teigkneten (Plätzerlteig is nix dagegen)!

Stricken

Gefühlt hatte ich in den letzten Tagen Zeit für nix, obwohl ich fast „nur“ Uni-Sachen und vergleichsweise wenig Erwerbsarbeit auf dem Plan hatte (mein Time-Tracking-Tool zeigt trotzdem mehr als 40 reine Arbeitsstunden an…). Umso froher bin ich, dass ich neben einer Vorlesung endlich das Paar Socken fertigstricken konnte, das ich schon im September angeschlagen hatte.

Restl-Ringel-Socken

Außerdem wurde endlich der erste Ärmel meiner Sunday Cardigan fertig. Mit einer zu langen Rundstricknadel im Kreis stricken finde ich echt sehr nervig, aber für ein extra Nadelspiel bin ich zu knausrig, also hoff ich einfach, dass der zweite Ärmel auch bald ganz ist.

Und dann habe ich noch ein neues Projekt angeschlagen, und zwar den Clubhouse Raglan Hoodie, aus reiner Wolle, die ich im Woll-Habitat (werd jetzt voller Fan dieses Ladens!) gekauft habe. Damit zu stricken macht wirklich weit mehr Spaß als mit dem Woll-Acryl-Gemisch meiner Cardigan – obwohl ich die Farbe etwas fraglich finde (der Pulli ist nicht für mich, also auch wieder egal). Das Titelbild zeigt übrigens die (zugegeben etwas halbherzige) Maschenprobe für diesen Hoodie.

Mein Freizeit-Lesestapel ist auch noch um einen Titel reicher geworden, denn ich habe „Die Welt der Stoffe“ von Kassia St Clair geschenkt bekommen. Über die Einleitung bin ich noch nicht hinaus, bei so viel Unilektüre und Kochbuchquerlesen fürs Radio (bald dazu mehr) blieb einfach keine Zeit. Für Lieblingslinks aber schon, sie folgen hier:

Rezepte

Sean Sherman’s 10 Essential Native American Recipes – Recipes from NYT Cooking
Mein erster Gedanke bei diesem Titel: Wieso habe ich noch nie daran gedacht, dass es so etwas wie native american cuisine geben könnte? Mein zweiter Gedanke: Wo soll eins *heute* und *außerhalb von Nordamerika* nur solche Zutaten auftreiben?

Indian Butter Tofu (Tofu Makhani) Recipe – NYT Cooking
Diese Woche ausprobiert und Sprouted Kitchen’s Naan dazugemacht. Supergut, hat sogar den tofu-skeptischen Teil meiner WG (zu dem ich bis vor kurzem auch gehörte) überzeugt.

potato and leek gratin – smitten kitchen
In meinen Augen lässt sich simples Kartoffelgratin aus Kartoffeln, Sahne, Knoblauch, Salz und Pfeffer kein bisschen mehr verbessern, als Variante davon würde ich dieses Rezept aber schon mal ausprobieren.

Cranberry Curd Tart – NYT Cooking
Den Curd hab ich am Freitag ausprobiert (hier im Blog gibts schon welchen aus Ananas, Rhabarber und natürlich Zitrone).

Lady and Pups
Kein Rezeptlink, sondern ein ganzes Rezeptblog, das diese Woche in meinen Feedreader gewandert ist.

Texte

Ist es radikal, Pflegekräften das Gehalt zu verdoppeln? – SZ-Magazin
…fragt Theresa Bücker.

Ein medizinischer Fachberuf eben, in dem man auch Empathie brauche, aber vor allem viel Wissen, Erfahrung und Professionalität.
Sobald man die Pflegeberufe auf diese Art begreift, schämt man sich beim Gedanken daran, dass jeder Mensch Menschen pflegen kann, in Grund und Boden. Man versteht dann auch, warum selbst doppelt so hohe Gehälter den Pflexit vieler Pflegekräfte nicht vermeiden würden. 700.000 Euro soll die Youtube-Serie gekostet haben, die nur ein Teil der PR-Offensive ist, um junge Menschen für die Ausbildung zu interessieren. Vielleicht ist es auch so: Berufe mit guten Arbeitsbedingungen brauchen keine Image-Kampagnen. Für Berufe, in denen die Bedingungen so sind wie aktuell in der Pflege, helfen nicht einmal gut gemachte Kampagnen.

Wer einmal ausländerfeindlich ist, bleibt es auch – Katapult
Im aktuellen Tagebuch entdeckt.

Wechseln Wählerinnen und Wähler ihre Einstellung gegenüber Migranten im Laufe ihres Lebens, oder bleibt die Haltung gleich? Dieser Frage sind die US-amerikanischen Forscher Alexander Kustov, Dillon Laaker und Cassidy Reller nachgegangen. Ihr Ergebnis ist eindeutig: Wer einmal eine negative Haltung gegenüber Migration hatte, der behält sie auch ein Leben lang. Genauso ist es umgekehrt. Wer Migrantinnen und Migranten gegenüber positiv eingestellt ist, bleibt dies mit großer Wahrscheinlichkeit im Laufe seines Lebens.

Sozialdarwinismus als Schulkonzept – Der Standard
Ein Kommentar der Anderen von einem Bildungswissenschaftler.

Wie schon in der ersten Pandemiewelle sind dessen Bemühungen vor allem darauf gerichtet, so viel vom Lehrplan und den darauf aufbauenden Prüfungen zu retten wie nur möglich. Dass dies bei Online-Unterricht zulasten derjenigen geht, die über weniger außerschulische Bildungsressourcen verfügen, ist seit langem bekannt. Einschlägige Forschung lässt erwarten, dass genauso im Pandemie-belasteten Schulunterricht weniger Wissen als sonst verbreitet wird und die sozialen Gräben tiefer werden. Wie viel Lernen dabei auf der Strecke bleibt, ist noch ungewiss, nicht aber, wen es trifft. Die Strategie des Ministeriums ist also nichts anderes als blanker Sozialdarwinismus mühsam verkleistert durch scheinheilige Hilfsangebote wie die für diesen Zweck folgenlosen Sommerkurse.

It’s Amaro Caldo Season | PUNCH
Bei diesem Artikel musste ich die ganze Zeit an unsäglichen Jagertee denken. Und daran, wie seltsam es ist, dass in Europa übliche Dinge, in den USA so ein Hype werden können.

Think of it like amaro and soda, but with snow tires. Rich with dried herbs and spices, citrus peels, and aromatic botanicals sweetened with sugar or honey, each amaro resembles a custom tea blend, and raising its temperature has a similarly transformative effect. In a winter wonderland of Hot Buttered Rum, toddies, mulled cider and Irish Coffee, the amaro caldo is an austere, two-ingredient, moody stranger, but the diverse spectrum of amaro brands and styles presents countless mix-and-match options and flavor profiles to choose from—though staying in the range of “not too sweet” and “not too bitter” tends to offer the best results.

Audio/Video

formerly unknown as DIE BLOCKFLÖTE DES TODES – MONOGAMIE
Festplattenfund, wohl ~2010 von YouTube gezogen?!

Sonst So

Hallo, wie geht’s?
Schöne Blogidee: Einfach Menschen auf der Straße anreden.

BAKELIT. Die Sammlung Georg Kargl im MAK Museum Wien – MAK Museum Wien
In die Ausstellung wollte ich unbedingt und habs vorm „Lockdown“ nicht geschafft. Jetzt sind die Museen wieder zu, aber dafür läuft sie auch noch bis 12.12. (gleich im Kalender vermerkt).

Time For a „Mind-Bursting“ Jello Shot | PUNCH
Wow, geklärte Säfte und essbare Blüten in kleinen Schnapss-Glibber-Kunstwerken.

Foto

Wolle für ein neues Strickprojekt: Clubhouse Raglan Hoodie

Backkatalog:



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Ich arbeite als Podcastproduzentin und freie Kulinarikjournalistin. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

Meine Sketchnotes:
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Porträtfoto: (c) Pamela Rußmann

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Zuckersüß

Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.