zugang zum strand mit einer grün bewachsenen Düne

Zuckersüß 336

Ich war in den vergangenen Tage in Süditalien unterwegs. In Rom war ich kurz im Palazzo Massimo, einem ziemlich interessanten (aber nur mit Audioguide!) Antike-Museum. Weiter gings nach Lecce, ans Meer, nach Brindisi, Alberobello, Putignano, Gioia del Colle, Matera und schließlich Campobasso. Ich habe sehr viele Aperitivi und sogar ein paar Tassen Espresso getrunken, Pizza (sogar eine mit Nutella, vom nächtlichen Lieferdienst!), Pasta und beste Antipasti gegessen und eine lange Liste an muss-ich-mal-nachkochen/backen zusammengetragen. Darunter z. B. Tarallini, Pizzo (eine Art orange Focaccia mit schwarzen Oliven, Zwiebeln und scharfem Paprikapulver aus Apulien), panierter Fenchel und gebratener Cicoria, und wenn ich mal sehr motiviert bin, Arancini.

Mein Gepäck wurde unerträglich schwer, was weniger an Kleidung und Büchern lag, sondern mehr an den vielen Flaschen Naturwein, Limoncello, Pasta, Knabbereien, Pancetta und Guanciale, die ich mitgenommen habe. Und dann habe ich noch eine Sommertrüffel (Tartuffo) geschenkt bekommen und damit – kaum daheim angekommen – die nobelsten Spagetthi Carbonara gekocht.

Mehr von meiner Reise und dem ganzen Essen dort gibts hoffentlich bald im Blog, bis dahin meine liebsten Links der Woche:

Rezepte

Garnelen mit Dillemulsion und Grillgurken – HighFoodality
Das mit den gegrillten Gurken find ich spannend.

The Best Sesame Soy Broccoli Salad – i am a food blog
Sommersalat.

Macerated Strawberries with Balsamic and Black Pepper – With Food And Love
Die Kombi Erdbeer-Essig wollte ich eh schon lang mal ausprobieren.

Butterscotch Pudding Popsicles – smitten kitchen
Für dieses Steckerleis braucht man zwar keine Eismaschine, aber Platz im Gefrierfach – den ich leider gerade nicht habe…

Texte

Machtverlust – warum weiße Männer überall Empörung wittern – EDITION F
Viele der analysierten Punkte thematisiert Nicole Schöndorfer auch in einzelnen Folgen ihres Podcasts.

Sie haben Angst vor dem Verlust ihrer vermeintlich organisch gewachsenen Macht. Für sie ist die Welt so, wie sie ist, gerecht. Sie haben sich alles verdient. Im Gegensatz zu denen, die jetzt plötzlich glauben, mitreden zu können. Wer sind die schon? Was haben sie geleistet? Diese Mischung aus stolz vor sich hergetragener Privilegienblindheit und Überlegenheitsglauben lässt weiße Männer um sich schlagen, wenn sie befürchten, dass Macht und Kapital auch anders verteilt werden könnten. 

The Making of a YouTube Radical – The New York Times
tl;dr: Der YouTube-Algorithmus ist tendenziös, rechtsextrem und gefährlich.

Our political culture is now built largely on shapeshifting internet platforms, which have made flipping partisan allegiances as easy as changing hairstyles. It’s possible that vulnerable young men like Mr. Cain will drift away from radical groups as they grow up and find stability elsewhere. It’s also possible that this kind of whiplash polarization is here to stay as political factions gain and lose traction online.

A Farewell for iTunes – The New York Times
Also künftig wohl wirklich „Apple Podcasts“ in meinem Podcast-Outro.

But let’s not remember iTunes as the mess it became. Instead, let’s remember it as it once was: a revolutionary product that transformed the music industry, ushered in a new model of digital ownership and tamed a messy, chaotic part of the internet by building something simple and elegant to replace it.

Der Balkon – Geschichte und Nutzung – Anke Gröner
Für solche Posts liebe ich Anke Gröners Blog.

In „The Return of the political balcony“ beschreibt Avermaete den Wechsel vom bewohnten Abstell- oder Pausenbalkon zum bewusst begrünten Balkon, der aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen (Selbstversorgerbalkon) nun eine andere politische Komponente hat. Es geht nicht mehr um die großen Reden, die von ihm geschwungen werden, sondern um die individuelle Weltverbesserung.

Physiotherapeutin: „Viele Patienten sehen mich als Masseurin“ – ZEIT Campus
Wenn Fitnesstraining mehr Geld bringt als Physiotherapie, stimmt was nicht.

Oft wollen sie einfach nur massiert werden und keine Ratschläge hören oder die Übungen machen, die wir ihnen zur Heilung ihrer Beschwerden vorgeben – bei einer Behandlung sagte ein Patient zu mir: „Nö, die Übungen mache ich nicht. Massagen helfen mir am besten.“ Dabei kann ich das natürlich besser beurteilen als er. Genau wie Medizinstudentinnen habe ich die komplette menschliche Anatomie gelernt und nicht bloß einen Massagekurs belegt. Vermutlich liegt es daran, dass eine Ausbildung in Deutschland oft als weniger anspruchsvoll betrachtet wird als ein Studium.

Rezo und die Folgen: Konservative Katastrophenkaskaden – Kolumne – SPIEGEL ONLINE
Sascha Lobo:

Die digitale Vernetzung hat den klassischen Konservatismus in eine umfassende Krise gestürzt. In einer Zeit des extrem schnellen, tiefgreifenden Wandels ist es schwerer als je zuvor, zu bewahren, ohne sich öffentlich zur Knalltüte zu machen. Zu leicht entlarvt sich dabei, dass ein guter Teil des konservativen Beharrens auf Werten doch nur das Festhalten an lieb gewordenen Gewohnheiten und Privilegien war.

Klarnamenpflicht: Anonymität ist normal – Süddeutsche.de

Zugunsten der genannten Politiker sei angenommen, dass sie beim Thema soziale Medien nur an die Rassisten und Mobber gedacht haben, die ihren Dreck dort manchmal, aber durchaus nicht immer unter dem Deckmantel der Anonymität verbreiten. Und schließlich sei zu ihren Gunsten unterstellt, dass die genannten Politiker gar nicht wirklich meinen, dass Anonymität prinzipiell etwas ist, das Bürgern nicht zusteht. Man müsste sonst erschaudern über so viel Bürgerverachtung und übrigens auch über so viel Unkenntnis des Rechts.

The Dangers Of The ‘Cool Girl’ Ideal – The Establishment – Medium (via @beritmiriam)
Für mehr Solidarität unter Frauen.

“There’s this idea that if you distance yourself from other women and align yourself with men, not only will they ‘choose you’ over other women, but they will treat you with the same respect they show their friends. It’s a phenomenon known as ‘proximity to power’: the idea that aligning yourself with the person/group in power will give you access to said power.” 

How Men Became „Emotional Gold Diggers“ — Men Have No Friends and Women Bear the Burden
Über emotional labor:

And as modern relationships continue to put pressure on „the one“ to be The Only One (where men cast their wives and girlfriends to play best friend, lover, career advisor, stylist, social secretary, emotional cheerleader, mom—to him, their future kids, or both—and eventually, on-call therapist minus the $200/hour fee), this form of emotional gold digging is not only detrimental to men, it’s exhausting an entire generation of women.

Warum jede private Entscheidung politisch ist – ze.tt
Mareice Kaiser ist kompromisslos:

Eigentlich ist es einfach. Was weg muss: Ehegattensplitting und Entgeltungleichheit. Was reformiert werden muss: Lohnsteuersystem und Minijobs. Bis dahin (und das dauert hoffentlich nicht mehr lange), geht es aber auch um unsere Entscheidungen, um unsere Haltung. Entscheidungen treffen zu können ist ein Privileg. Wir sollten sie bedacht treffen und dabei die gesellschaftliche Relevanz nicht aus den Augen verlieren. In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Wir haben bei dieser Frage ein Mitspracherecht, das wir nicht nur bei Wahlen mit einem Kreuz nutzen sollten, sondern bei all unseren Entscheidungen.

Warum das Abi so intensiv gefeiert wird – Süddeutsche.de
Mein Abi ist jetzt fünf Jahre her, und rückblickend freue ich mich immer noch über die ganzen Parties und Feste dazu.

Je unsicherer die Aussichten, desto intensiver wird das Abi gefeiert. Man schafft Rituale, die Sicherheit geben und Gemeinschaft stiften.

Making Your Own Sunscreen Is a Great Way to Get Skin Cancer This Summer – MEL Magazine
„Chemische“ Kosmetik kann halt auch sinnvoll sein…

So, yeah, evidence suggests that chemical sunscreens could possibly have the capacity to mess with our bodies. But as far as we currently know, skin cancer is still a far more worrisome problem. If you’re really that concerned about the potential dangers that come with chemical sunscreens, instead of making your own crappy sunscreen and burning the hell out of yourself, just use a sunscreen that doesn’t contain those possibly harmful ingredients.

Audio/Video

La Femme – Nous étions deux
Lustiges Lied.

Sonst So

Raubdruckerin (via @mashable)
Sehr cooles Street-Printing-Projekt.

Food for the Eyes – C/O Berlin
Eine Ausstellung über Foodfotografie, da muss ich hin!

Foto

Ein Strand in der Nähe von Lecce.

Backkatalog:

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