Torta di Radicchio

Radicchio-Kuchen mit weiße-Schokolade-Guss, Vogelperspektive
Radicchio! In Kuchen!

Seit ich diesen Kuchen in Emiko Davies Radicchio-Überblick entdeckt habe, bin ich fasziniert. Gemüse in Kuchen ist zwar nix Neues für mich (s. Zucchini-Brownies, Kürbis-Kuchen mit karamellisierten Walnüssen, Kardamom-Pistazien-Karottenkuchen mit Karottenhalwa-Guss, Karotten-Scones mit Rosinen, Karottenkuchen) – aber bitteres Blattgemüse spielt da schon noch in einer anderen Liga.

Mittlerweile ist mehr als ein Jahr vergangen, und ich habe mich (sehr zum Entsetzen meines Radicchio-hassenden Mitbewohners) an das Projekt Radicchio-Kuchen gemacht. Die Radicchioblätter werden dafür zuerst in Zitronenwasser blanchiert (ohne die Säure im Kochwasser würde sich der rote Radicchio grünlich-blau verfärben, schreibt Emiko Davies), das sich dabei strahlend dunkelrot einfärbt. Die nun weichen Blätter werden fein gehackt und nochmal gut ausgedrückt, damit der Kuchenteig nicht zu wässrig wird. Letzterer ist ganz gewöhnlicher Rührteig, mit ein bisschen Zitronenzeste und Muskat (in der Kombination auch noch nie gesehen!) und wird in einer Springform gebacken.

Man könnte die Radicchio-Stücke auch für Schokostreusel halten, nicht?

Einmal fertig kommt noch weiße Schokolade drauf, die für meinen Geschmack hier fast zu viel ist. Mit ihrer penetranten Süße überdeckt sie nämlich den feinen, ganz leicht bitteren Radicchio-Geschmack des Kuchens.

Torta di Radicchio – Rezept

Rezept nach Tessa Kiros bzw. Emiko Davies für Food 52

2 EL Zucker
Saft von 1 Zitrone
150 g Radicchioblätter, gewaschen
100 g weiche Butter
100 g Zucker
3 Eier
Zeste von 1/2 Zitrone
frisch geriebener Muskat
Salz
2 TL Backpulver
125 g Mehl

150 g weiße Schokolade

für eine Backform mit 24 cm Durchmesser (mit einer etwas kleineren wird der Kuchen nicht gar so flach wie bei mir)

Die Backform fetten und den Boden mit Backpapier auskleiden.

Einen weiten Topf mit Wasser zum Kochen bringen, 2 EL Zucker und Zitronensaft (Achtung, die Zeste nicht vergessen!) zugeben. Die Radicchioblätter hineingeben und für 2 Minuten blanchieren. Aus dem Wasser holen und gut abtropfen lassen. Fein hacken und in ein feines Sieb geben. Nochmals gut ausdrücken.

Den Ofen auf 180° C vorheizen.

Butter und Zucker cremig rühren. Die Eier einzeln einarbeiten.

Dann Zitronenzeste, etwas frisch geriebenen Muskat, eine Prise Salz und das Backpulver einrühren. Das Mehl zugeben und alles glattrühren. Den ausgedrückten, feingehackten Radicchio zugeben und unterheben.

In die vorbereitete Form füllen und etwa 35 Minuten lang backen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen durch ist. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Währenddessen die weiße Schokolade hacken. Im Wasserbad schmelzen und auf dem Kuchen verteilen. Fest werden lassen.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.