Hefeteig-Waffeln

Mitbewohner-Handmodel

Vergangenes Wochenende haben wir unsere Küche umgeräumt und da fiel mir wieder ein, dass wir ein Waffeleisen besitzen. Waffeln aus „kuchigem“ Teig mag ich nicht besonders gerne (hier im Blog gibts dennoch Rezepte dafür: Kokoswaffeln und Champagner-Waffeln), deshalb versuchte ich Gaufres de Liège, also Hefeteigwaffeln herzustellen.

Das erste (belgische!) Rezept, das ich ausprobiert habe, überzeugte mich nicht hundertprozentig. Ich versuchte es deshalb nochmal, mit meinem Lieblingshefeteig für Süßes: Stella Parks Zimtschnecken.

Weil ich überhaupt keine Zeit hatte (Deadlinestress von mehreren Seiten, also zusätzliche Nachtschichts-Arbeit), ließ ich ihn aber nicht wie im Originalrezept 90 Minuten bei Raumtemperatur gehen, sondern über Nacht und den ganzen folgenden Tag im Kühlschrank. Nach 24 Stunden Teigruhe portionierte ich den Teig und ließ in wiederum 10 Stunden im Kühlrschrank ruhen, bevor ich ihn ins Waffeleisen legte. Das funktionierte tadellos. Erst nach weiteren 12 Stunden hatte der Teig seine Triebkraft weitestgehend verloren.

Hefeteig-Waffeln – Rezept

angelehnt an die „Cinnamon Rolls“ aus „Bravetart“ von Stella Parks

455 g Mehl
100 g Zucker
2 TL Trockenhefe
1 3/4 TL Salz
1/4 TL Natron
115 g Butter
115 ml Milch
230 g griechischer Joghurt
+ggf. brauner Zucker

Für 12-16 Stück

Mehl, Zucker, Hefe, Salz und Natron in einer Rührschüssel vermischen.

Die Butter bei niedriger Temperatur in einem kleinen Topf schmelzen lassen, dann Milch und Joghurt zugeben. Auf etwa 25°C erhitzen, dann zur Mehlmischung geben. Mit einem Teigschaber vermischen, sodass die Zutaten beginnen, zusammenzukleben. Den Teig anschließend gut 20 Minuten mit Teighaken bei niedriger Rührgeschwindigkeit durchkneten. Danach sollte er elastisch und glänzend sein.

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken. Im Originalrezept geht der Teig dann 90 Minuten bei Raumtemperatur, ich habe ihn 24 Stunden im Kühlschrank (ca. 8 °C) gehen gelassen.

Den Teig leicht zusammendrücken und in 12-16 gleichmäßige Stücke teilen. Rundschleifen, dann mit etwas Abstand auf ein tiefes Blech setzen und nochmals 8-12 Stunden im Kühlschrank (nicht viel länger, nochmal 8 Stunden später waren sie schon „drüber“) gehen lassen.

Variante: Ein Teigstück zu einem etwa fingerdicken Rechteck ausrollen, mit braunem Zucker bestreuen und zu einer Schnecke aufrollen. Diese aufstellen, sodass die Schnecke von oben zu sehen ist, und etwas plattdrücken (etwa so wie Msimn hergestellt wird, statt Grieß halt mit Zucker). Wie oben beschrieben kühlstellen.

Ein Waffeleisen leicht einfetten und vorheizen. Eine Teigkugel vorsichtig auf etwa Fingerdicke plattdrücken und bei niedriger bis mittlerer Temperatur durchbacken. Die Teigkugeln mit Zuckerfüllung ebenso behandeln, dabei darauf achten, dass möglichst wenig Zucker auf der Teigoberfläche zu sehen ist, damit dieser nicht verbrennt.

Noch warm servieren.



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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