Apfel-Frangipane-Tarte

Schon recht klassisch, oder?

Kürzlich brauchte in einen Geburtstagsgeschenk-Kuchen für eine Person, deren kulinarische Vorlieben ich gar nicht kannte. Es sollte also etwas halbwegs Festliches sein, ohne kontroverse Zutaten und noch dazu einfach zu transportieren.

Eine Tarte erfüllt grundsätzlich mal Anforderung 1 und 3, bei der zweiten kommts auf die Füllung an. Ich entschied mich für Apfel, denn was unverfänglicheres gibts wohl nicht. Aber Apfel alleine fände ich wirklich fade (wobei, hier im Blog gibts z.B. schon Zimtschnecken-Apfeltarte), deshalb orientierte ich mich an der Zwetschgen-Frangipane-Tarte mit Orangenblütenwasser und Thymian vom letzten Herbst und nahm noch eine Schicht Frangipane dazu.

Wobei, eigentlich ist es Pfusch-Frangipane, ich habe nämlich die Mandeln nicht geröstet und gemahlen und dann weiterverarbeitet, sondern gleich gemahlene zur Masse angerührt. Das sorgt für ein Marzipan-artiges Inneres der Tarte, das durch Nelken und Zimt sehr herbstlich-festlich wird.

Aus Frischhalte- und Schönheitsgründen habe ich die Oberfläche noch mit Marillenmarmelade bepinselt, aber mit Marillen kann man in diesem Land auch nix falsch machen. Das mit der Schönheit war am Ende aber so eine Sache, die Marmelade war ein eher älterer Jahrgang und deshalb nicht mehr annähernd durchsichtig sondern ziemlich dunkel…

Apfel-Frangipane-Tarte

Knetteig (aus Michel Roux‘ Ofenfrisch)
250 g Mehl
100 g Puderzucker
Salz
100 g sehr weiche Butter
1 Ei

3-4 Äpfel

Frangipane-Füllung
90 g weiche Butter
100 g Zucker (ich habe selbstgemachten Vanillezucker genommen)
1/8 TL Nelken
1/4 TL Zimt
2 kleine Eier
150 g gemahlene Mandeln
1 EL Stärke

+ 3-4 EL Marillenmarmelade zum Bestreichen

für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Mehl, Puderzucker und eine Prise Salz in eine weite Schüssel geben und vermischen. Die weiche Butter mit den Fingern einarbeiten. Wenn die Masse langsam teigförmig wird, das Ei zugeben. Kneten, bis der Teig glatt ist.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche (oder zwischen Frischhaltefolie) auf ca. 3mm Dicke und gut 30 cm Durchmesser ausrollen. Die Teigplatte vorsichtig in die Tarteform legen und den überstehenden Rand mit einem scharfen Messer abtrennen.

Mit Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 30 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C vorheizen und einen Rost in die mittlere Ebene schieben.

Den Tarteboden aus dem Kühlschrank nehmen, ein paar Mal mit einer Gabel einstechen. Ein Backpapierblatt darauflegen und mit Hülsenfrüchten beschweren. 10 Minuten lang blindbacken, dann aus dem Ofen nehmen und die Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen. Weiter 5 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen und zur Seite stellen.

Währenddessen die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in feine Spalten schneiden. Ggf. in Zitronenwasser legen, damit sie nicht braun werden.

Für die Frangipane-Füllung Butter, Zucker, Nelken und Zimt cremig rühren. Die Eier einarbeiten, dann Mandeln und Stärke unterrühren.

Die Füllung auf dem vorgebackenen Tarteboden verstreichen. Die Apfelspalten darauf verteilen. Für weitere 25-30 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen. Die Marillenmarmelade anwärmen, dass sie flüssiger wird, dann die noch warme Tarte damit bestreichen. Vor dem Anschneiden vollständig abkühlen lassen.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.