Zuckersüß 313

In dieser Woche passierte das, was mir normalerweise erst Anfang Dezember passierte: Vollkommener Termin- und Deadlineoverkill. Abgesehen von *ein paar* Uni-Angelegenheiten (meine BA-Arbeit lässt grüßen), recherchierte ich einen Beitrag für Ö1 help, der gestern schon im Radio lief: Vanille oder Vanillin: Was den Unterschied ausmacht (noch bis Samstag nachzuhören).  Dazu schrieb ich selbstverständlich auch noch einen Artikel, hier nachzulesen.

Freitagabend drohte ich schon fast einzuschlafen (mein größter Traum: erst Montagmorgen wieder aufstehen), doch ich ging trotzdem zum Podcasting-Meetup, was eine sehr gute Idee war. Ich habe viele liebe Podcaster_innen getroffen und auch einige, die es noch werden wollen. Sketchnotes gibts auch, Florian hat ein schriftliches Protokoll mit allen Links getippt.

Das Wochenende habe ich mit den seichtesten Rom-Coms, die mir Netflix nur vorschlagen konnte (To all the boys I’ve loved before, Sierra Burgess is a Loser und ¿Qué culpa tiene el niño?) verbracht, das sechste Paar Socken des Jahres fertiggestellt, Mascarpone-Orangen-Eis gemacht und weiter an meiner Häkelstern-Galaxie gearbeitet.

Und ein paar Lieblingslinks der Woche gehen sich auch noch aus:

REZEPT

Maisschnitten mit Portweinzwiebelchen – La mia cucina
Dieses Gericht sieht so elegant aus – aber auch nicht besonders schwierig!

TEXT

TÜRKISCH LERNT MAN NICHT, TÜRKISCH VERLERNT MAN | ein fremdwörterbuch
Kübra Gümüsay schrieb diesen Text schon 2010:

Und schon bevor ich in die Vorschule ging, konnte ich Türkisch und sogar Arabisch lesen. In der Schule und woanders interessierte das niemanden.
Wie es wohl gewesen wäre, wenn man solche Zweisprachigkeit als das erkannt hätte, was sie eigentlich ist: einen kostbaren Schatz und eine Bereicherung für die Gesellschaft. Was wäre, wenn man die sprachliche und kulturelle Pluralität gefördert hätte, anstatt die Kinder dafür zu strafen.

Wegen Rassismus weg aus Deutschland: Asal Dardan wohnt hier nicht mehr – taz
Das ist so schade/traurig/deppert:

„In den meisten Debatten, in denen der Begriff der Integration fällt, geht es darum, dass Menschen nicht auffallen sollen“, beurteilt jedoch die Kulturwissenschaftlerin Asal Dardan. „Das kann man von ihnen nicht erwarten, weil es gegen die Menschenwürde ist. Jeder hat das Recht, den Platz, den er in der Gesellschaft hat, auszufüllen, politisch teilzuhaben und sich zu äußern.“ Und: „Wünschenswert wäre, Differenz nicht an Oberflächlichkeiten und Eigenschaften, die nicht veränderbar sind, festzumachen. Sie sollte auf einer politischen Ebene ausgehandelt werden – wenn etwa eine Haltung nicht demokratisch ist. Die Menschen, die in Chemnitz den Hitlergruß zeigten, machen mir Angst. Mit denen habe ich gar nichts gemeinsam.“

Mit Männern reden – katjaberlin
Vielgeteilt in meiner bubble.

Neben diesen Finanzspezialisten gibt es noch die Männer, die mich fragen, ob ich denn schon mal was veröffentlicht hätte. Ja, sie fragen nicht was, sondern ob. Ich meine, ich habe ihnen gerade gesagt, dass ich Autorin bin. Wer würde sich Autorin nennen, ohne jemals etwas veröffentlicht zu haben? Oder lasst es mich so formulieren: Wer über 13 würde sich Autorin nennen, ohne jemals etwas veröffentlicht zu haben?

Queer actor Ezra Miller is the hero we need right now. Even Playboy gets it – Opinion | The Guardian
Elle Hunt über ein ziemlich cooles Fotoshooting mit starker Message.

But the fact that a brand so integral to straight-male fantasy is making room for non-binary identities at all can be read the same way as Nike’s endorsement of Colin Kaepernick over his “take a knee” protest against racial injustice: simultaneously a) a shrewd commercial decision, and b) an indication of the way the arc of the moral universe is bending.

timothée chalamet in conversation with harry styles: the hottest actor on the planet interviewed by music’s most charismatic popstar – i-D
Was ich so lese, wenn ich nicht schlafen kann (bin immer noch Call me by your name – Ultra …)

H: When you were reading the script for Call Me By Your Name what was the one scene that made you think you have to do this?
T: It might be the scene where Elio reveals his feelings for Oliver by the war monument. The book is so genuine, so accomplished and well written that I felt like that one scene would be a barometer for whether we would pull it off or not. On the day, Luca Guadagnino didn’t quite know how he wanted to shoot it, and it was actually Armie Hammer who had the idea to do it in one take and in a wide shot. It took away the whole cringey Hollywood feeling. If you mute the movie you can’t tell it’s somebody telling somebody else that they are in love with them.

How to make high-tech pies sound really old – Letting neural networks be weird
Dieses Blog ist so lustig. Ein Neuronales Netzwerk wird mit Pie-Namens-Daten gefüttert und generiert neue daraus – Impossible Maple Spinach Apple Pie, Caribou Meringue, Flangerson’s Blusty Tart

The neural network, after all, is a computer program with about as many neurons as an earthworm. It doesn’t understand what the ingredients are, or why some combinations don’t work. Some of its titles were intriguing, though. They sounded mysterious. Potentially delicious and/or magical?

Vanille oder Vanillin: Was den Unterschied ausmacht – help.ORF.at
Jetzt zitier ich hier schon meine eigenen Artikel… Aber das hier fand ich wirklich erstaunlich:

Die gelbe Farbe, die häufig mit Vanille assoziiert wird, habe in Wirklichkeit nichts mit dem Gewürz zu tun. Die Schote selbst ist dunkelbraun bis schwarz, Vanillin jedoch ähnelt Zucker- oder Salzkristallen. „Die Verknüpfung Vanille und gelbe Farbe ist dadurch entstanden, dass viele Produkte, denen Vanille zugesetzt wird, auch mit Eidottern versetzt werden“, so Dürrschmid. Diese Verknüpfung führe zu einer positiven Verstärkung des Geschmacks: „Man kann also die wahrgenommene Vanilleintensität dadurch beeinflussen, dass man das Produkt etwas stärker gelb einfärbt“.

AUDIO/VIDEO

Lieblings-Sammlung 23 – Lieblings-Plätzchen
Drüben im Podcastblog habe ich ein paar hörenswerte Folgen zusammengetragen.

Hörspiel: Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete – nerdcore
Was ich so lese höre, wenn ich nicht schlafen kann, pt. II.

SONST SO

xouxou berlin
Ich habe schon sehr lange mehr auf kein Produkt mehr verlinkt. Doch die Idee einer „Smartphone-Necklace“ finde ich als meist Rock-/Kleidtaschenlose Person, die ihr Smartphone IMMER zur Hand haben will, sehr cool.

Sauerteigbörse
Wie cool!

FOTO

Die Häkelsternchen vom Mittwoch weiterverarbeitet für die Weihnachts-/Neujahrspost.

BACKKATALOG

2009: Vanille-Orangen-Plätzchen
2010: Bambi
2011: Guinnness-Cupcakes mit Baileys-Frosting
2012: Post aus meiner Küche Nummer 4: In der Weihnachtsschickerei
2013: Orangenkuchen
2014: Frühstücksbrot
2015: Mandel-Grießpudding mit Kardamom und Honig
2016: Eine Reise nach Marokko
2017: Pumpkin Pie – oder Tarte?



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Ich arbeite als Podcastproduzentin und freie Kulinarikjournalistin. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

Meine Sketchnotes:
jasowieso.com

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Porträtfoto: (c) Pamela Rußmann

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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