Zuckersüß 262

Meine Linkempfehlungen der Woche:

REZEPT

Saffron Chorba with Roasted Aubergine and Sweet Potatoes – My Moroccan Food
Herbsteintopf!

Mal besser, Malfatti – Anonyme Köche
Sieht das gut aus!

Pretzel Linzers with Salted Caramel – Bon Appetit
„Mehl“ aus zerbröselten Snack-Salzbrezeln in Plätzerln… Interessant!

TEXT

The Smitten Kitchen Is Back, and the Kitchen’s Still Tiny – Bon Appetit (via i am a foodblog)
Ein Porträt der Smitten Kitchen-Bloggerin Deb Perelman.

One of the reasons SK reaches everyone with an oven is because the recipes check all the boxes—comfort food, quick dinners, baking projects, tomato-based sauces, “coincidentally vegan,” etc. You can’t click around for five minutes without finding something that sounds good to eat.

Twitter hat Twitter nicht verstanden – SpOn (via Martin Giesler)
Sascha Lobo über die neuen 280 Zeichen auf Twitter und noch viel mehr:

Hier ist der Zusammenhang zwischen Krise des Wir und sozialen Medien: Selbstverständlichkeiten erscheinen vielen Menschen nicht oder nicht mehr selbstverständlich, und inzwischen können sie sich zur gegenseitigen Bestärkung sehr viel leichter vernetzen. Eine destruktive Dynamik des digitalen Dissenses ist entstanden.

Meine alten weißen Mitmänner – Enno Park
Ein Begriff zum Timeline-Sortieren.

Und ich beobachte oben, unten, links und rechts von mir, wie Typen, die sich ihrer Privilegien kein Stück bewusst sind, nicht einmal einen Funken gedanklicher Beweglichkeit mitbringen, Perspektiven ihrer Mitmenschen zu reflektieren. Oft fehlt ganz einfach der Wille, Empathie zu zeigen und sich in die Lage von anderen Menschen, Gruppen und Minderheiten zu versetzen. In Diskussionen, Debattenbeiträgen und Feuilletontexten posaunen sie mit unerschütterlicher Selbstgewissheit die Perspektive derjenigen hinaus, die sowieso gesellschaftlich die Norm definieren.

The evidence is mounting – a man’s place is in the home – The Guardian
Hadley Freeman zieht einen Schluss aus den unzähligen öffentlich gewordenen Fällen sexualisierter Gewalt:

So it is clearly time to ban men from the workplace. They obviously cannot handle working with women and we’ve been through sagas like this too many times now to expect them to change, really. So stay at home, men: take some time to think about your collective behaviour, have cold baths, grill some meat. Leave the grown-up work to women now.

Inside the CIA’S black site torture room – The Guardian
Der Scroll-Teil zu Beginn der Geschichte hat mich echt getroffen.

In 32 clear-eyed pages, and in attachments that include a stark “Chronology of Significant Events” and notes from interviews with Jessen and the young CIA officer assigned to manage the black site, the investigation reconstructs the decisions that killed a prisoner just 69 days after the facility opened.

Die fünf schrecklichen Tage von Nammering – Süddeutsche
Dieser Text hat mich ebenfalls sehr mitgenommen. Noch nie hatte ich von diesem Ereignis gehört und ich bin vielleicht 50km entfernt vom Ort des Geschehens aufgewachsen.

Ein Zug aus dem KZ Buchenwald, 5000 Personen, eingepfercht in Vieh- und Kohlewaggons, 54 Stück, drei Zugteile. Ziel: Dachau. Nach zehntägiger Fahrt durch Sachsen und das heutige Tschechien, mit kaum Verpflegung, kam der Halt in Nammering; weil zuvor ein Wehrmachtstransport entgleiste, ging es nicht weiter. Der Transportführer stellte sich als SS-Obersturmführer Hans Erich Merbach aus Gotha beim Bahnhofsvorsteher vor. Man bleibe länger, hieß es, die Häftlinge würden ohne Rücksicht bewacht. Es begann ein Drama, das dort fast 800 Tote zurückließ.

Die Gig Economy gab es schon im 18. Jahrhundert – Makronom (via Buddenbohm&Söhne)
Buzzwordhinterfragung.

Es mag zwar so aussehen, als wenn jetzt gerade althergebrachte Arbeitsformen durchbrochen werden. Aber die Geschichte zeigt uns, dass das „eine Person, eine Karriere“-Model eigentlich ein relativ neues Phänomen ist. Vor der Industrialisierung im 19. Jahrhundert übten die meisten Menschen mehrere Jobs aus, um sich ihren Lebensunterhalt zusammenzustückeln.

Cory Doctorow: How to Do Everything (Lifehacking Considered Harmful) – Locus Online (via @TimHarford)
Selbstoptimierung, bis es nicht mehr geht:

That presents a paradox: if the purpose of lifehacking is to mindfully choose your priorities, what can you do when that process leads you to a position where no more choices are possible?

Elektromobilität: Wie viele Emissionen setzen Elektroautos wirklich frei? – Spektrum
Die Diskussion um die Umweltfreundlichkeit von Elektroautos wird schnell zum Grabenkampf, hier eine ausgewogene Übersicht:

Neben der Verhaltensänderung spricht auch ein politisches Faktum gegen den momentanen Einsatz der Batteriemobile. Die Fiktion, dass sie keine Emissionen erzeugen, beruht auf einem politischen Beschluss in der Europäischen Union. Die Einstufung sollte Autokonzerne dazu anregen, den elektrischen Antrieb zu entwickeln, was etliche Experten als Anreiz vergleichbar zu den Subventionen für Windräder begrüßen oder zumindest akzeptieren.

AUDIO/VIDEO

Die beste aller Welten
Auf mehrfache Empfehlung habe ich diesen österreichischen Film endlich noch angeschaut und möchte ihn sofort weiterempfehlen.

FOTO

Kirche in Prag.

BACKKATALOG

2010: Hirschknöpf
2011: Vanille Whoopie Pies mit Karamellfüllung
2012: Zimtschnecken
2013: Post aus meiner Küche 4: Weihnachtsschickerei
2014: Apfelkaramell
2015: Mandel-Pancakes mit gebräunter Butter
2016: Schoko-Walnuss-Scones

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