Karottenkuchen-Muffins mit gebräunter Butter

karottenkuchenmuffin

Vor ein paar Tagen landeten wieder einmal unverhofft ein paar Kilo Karotten in meinem Haushalt. Unser Kühlschrank ist bei diesen Temperaturen eh schon an der Kapazitätsgrenze (Fermente vorm Explodieren bewahren, allzeit kühle Getränke bereithalten, und halt Vorrat), deshalb war einlagern keine Option. Die Lösung: Karottenkuchen!

Das Rezept aus Stella Parks Bravetart (nach wie vor eines meiner Top-3-Backbücher) habe ich vor ein paar Wochen schon mal ausprobiert, aber mangels Foto nie verbloggt. Es enthält mehr als ein halbes Kilo Karottenraspel, ähnlich viel nussige, gebräunte Butter und ziemlich viele Gewürze: Zimt, Ingwer, Muskat, Nelken und Vanille. Eigentlich ist es für eine dreistöckige Torte mit Cream Cheese Frosting gedacht, aber letzteres habe ich wegen der Sommerhitze und mangelndem Kühlschrankplatz schnell verworfen.

karottenkuchenmuffin
super saftig!

Stattdessen habe ich aus einem Drittel des Teiges Muffins gemacht, und aus den übrigen zwei Dritteln jeweils einen Tortenboden. Mit Marillen- und Ingwermarmelade gefüllt ergab das ein hübsches hitzestabiles Mitbringsel zum Geburtstagspicknick eines Freundes:

karottenkuchen
Torte zum Dreißigsten

Karottenkuchen-Muffins mit gebräunter Butter – Rezept

nach dem Rezept für „Brown-Butter Carrot Cake with Cream Cheese Frosting“ in Stella Parks „Bravetart

200 g Pecans
200 g Walnüsse
455 g Butter
400 g Zucker (ich habe einen Teil selbstgemachten Vanillezucker genommen)
225 g brauner Zucker
4 TL Zimt
4 TL gemahlener Ingwer
1 TL Backpulver
3/4 TL Salz
1 TL Natron
1 TL frisch geriebener Muskat
3/4 TL Nelken
6 Eier
310 g Mehl
140 g Weizenvollkornmehl
680 g Karottenraspel

für die Muffins: eine handvoll Walnüsse/Pecans zum Bestreuen
für die Torte: ein Glas Marillenmarmelade zum Füllen, Puderzucker zum Bestäuben

aus diesem Rezept lassen sich entweder drei Tortenböden mit 26 cm Durchmesser, 48 Muffins oder wie in meinem Fall zwei Tortenböden mit 26 cm Durchmesser und 12 Muffins backen

Pecans und Walnüsse in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis sie duften. Von der Hitze nehmen und abkühlen lassen, dann mit den Händen in kleinere Stücke brechen.

Die Butter in einem weiten Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und unter rühren blubbern lassen, bis die Milchbestandteile gebräunt sind. Achtung: sie dürfen nicht verkohlen, deshalb die gebräunte Butter mitsamt der karamellisierten Teile sofort in ein hitzebeständiges Gefäß umfüllen, sobald das Ganze golden karamellisiert aussieht und nussig duftet.

Drei 26cm-Springformen oder 48 Muffinformen (s.o.) mit Backpapier bzw. Papierförmchen auslegen und den Ofen auf 180° C (Umluft) vorheizen. (Wer keine drei Springformen hat, kann natürlich auch nacheinander dieselbe benutzen, laut Stella Parks kann man die Kuchenmasse bei Raumtemperatur etwa drei stunden lang stehen lassen.)

Zucker, braunen Zucker, Zimt, Ingwer, Backpulver, Salz, Natron, Muskat, Nelken und Eier in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben. Für 5 Minuten auf hoher Geschwindigkeit zu einer hellen, dicken, feinporigen Masse aufschlagen.

Die abgekühlte, flüssige gebräunte Butter in einem dünnen Strahl unter Rühren einarbeiten. Mehl und Vollkornmehl zugeben und einrühren. Karottenraspel, Pecan- und Walnussstücke zugeben und mit einem Teigschaber gleichmäßig einarbeiten.

Die Masse auf die vorbereiteten Springformen (etwa 930 g pro Form) bzw. Muffinformen aufteilen. Die Muffins ggf. mit gehackten Nüssen verzieren. Die Tortenböden 30-35 Minuten, die Muffins gut 20 Minuten backen. Mit einem Holzsstäbchen testen, ob sie durch sind – klebt noch viel feuchte Krume daran, noch kurz im Ofen lassen.

Aus dem Ofen nehmen und frühestens nach 10 Minuten abkühlen aus der Form nehmen. Die Tortenböden auf ein Backpapier stürzen und kopfüber abkühlen lassen. Mit Marillenmarmelade zusammensetzen und mit Puderzucker bestäuben.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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