Klassische Eis-Sandwiches

Eissandwich
Schokokeks + Buttermilcheis

Bei der Hitze, die Wien derzeit heimsucht, hatte ich große Lust auf Eis-Sandwiches. Vor sechs Jahren hatte ich schon einmal so eine Phase, damals entstanden die Tahini-Oreo-Eissandwiches und Cookie-Erdnussbutter-Schoko-Eissandwiches.

Während ich bei letzteren in die Vollen ging (Cookies mit Schokosplittern UND Erdnussbuttereis mit Schokomarmorierung), ging es mir diesmal eher um „weniger ist mehr“.

Die Keksbasis bildete das Oreokeks-Grundrezept, denn ich finde, es trifft die perfekte Balance zwischen superschokoladig und süß. Auch die Eisfüllung kam schon mal hier im Blog vor, es handelt sich um Stella Parks Buttermilcheis mit Obstbrand, den ich hier mit Vanillewodka (also eine Flasche Wodka, in die ich vor ein paar Monaten eine ausgekratzte Vanilleschote hineingeworfen habe) ersetzt habe.

Sind die zwei Komponenten mal fertig und zusammengesetzt (das dauert leider schon einen ganzen Tag), sollte man besser auch noch ein paar weitere Stunden abwarten. Dann wird einerseits das beim Füllen womöglich angeschmolzene Eis wieder fester, andererseits der Keks weicher. Wer sofort reinbeißt, risikiert, dass der Keks zerbricht, s. u.:

Eissandwich angebissen

Klassische Eis-Sandwiches – Rezept

Buttermilch-Eis

nach einem Rezept von Stella Parks / Serious Eats, Abwandlung bereits 2019 in der Zuckerbäckerei

200 g Zucker (ich habe einen Teil selbstgemachten Vanillezucker benutzt)
20 g Speisestärke
eine Prise Salz
2 Eier
285 g Buttermilch
225 g Sahne
1 EL Vanillewodka

„Oreo“-Kekse

in Anlehnung an ein Rezept von Smitten Kitchen, Abwandlung bereits 2011 in der Zuckerbäckerei

200 g Mehl
60 g Kakao
1/4 TL Natron
1/2 TL Backpulver
Salz
180 g Zucker
125 g weiche Butter
1 Ei (Raumtemperatur!)

die Anzahl der Eissandwiches kommt sehr stark auf die Größe an, ich habe

Für das Eis Zucker, Stärke, Salz und Eier in einen kleinen Topf geben und glattrühren. Die Buttermilch zugeben und einrühren.

Etwa 3 Minuten bei geringer Hitze unter Rühren erhitzen, bis die Masse dampft. Die Herdplatte etwas höher stellen und weitere 3 Minuten simmern lassen. Sobald die Masse blubbert, 1 Minute unter rühren kochen lassen, dann sofort von der Hitze nehmen.

Durch ein Sieb in einen luftdicht verschließbaren Behälter füllen. Sahne und Vanillewodka unterrühren, dann auf Zimmertemperatur herunterkühlen. Danach noch gut verschlossen (gegen Kühlschrankgerüche!) auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen, am besten über Nacht.

In der Zwischenzeit für die Cookies Mehl, Kakao, Natron, Backpulver, Salz und Zucker vermischen.

Die Butter mit dem Ei cremig rühren und nach und nach die Mehlmischung zugeben. Gründlich durchkneten und zu einer Teigkugel formen. Plattdrücken und für 30 Minuten in Frischhaltefolie gewickelt einkühlen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig auf etwa 3 mm Dicke ausrollen und Rechtecke ausschneiden, ich habe welche mit 4x7cm und große mit 5,5x11cm gemacht . Die Kreise auf den Backblechen verteilen und mit Zuckerstreuseln verzieren, diese evtl. etwas andrücken.

Jedes Blech einzeln für etwa 10 Minuten backen und die Kekse komplett abkühlen lassen, am besten in einer luftdichten Box im Kühlschrank weiter herunterkühlen.

Währenddessen die Eismasse in der Eismaschine gefrieren lassen, dann für etwa 1 Stunde im Gefrierfach fester werden lassen, damit es später besser zu verarbeiten ist.

Mithilfe eines Teigschabers etwa fingerdick Eis auf eine Keksplatte geben. Eine zweite Keksplatte daraufdrücken und alles herausquillende Eis mit dem Teigschaber entfernen, sodass eine glatte Kante entsteht. Sofort in das Gefrierfach geben und dort mindestens 4 Stunden durchfrieren lassen, dabei weicht auch der Keks leicht auf – sonst zerbricht dieser nämlich beim Reinbeißen, wie auf dem Foto oben zu sehen.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.