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Hauseinstands-Zimtschnecken

Ich habe gebacken! In meiner ersten eigenen Wohung, in meinem ersten eigenen Ofen!

Und weil unsere Küchenausstattung noch ziemlich spärlich ist, brauchte ich ein Rezept, das mit wenigen Zutaten und Küchenutensilien zu meistern und auch ohne Kühlschrank haltbar ist. Bei so viel Marokko-Inspiration um mich herum hätte ich tausend und eine Idee für das perfekte Hauseinstandsrezept gehabt. Weil es alle obigen Kriterien erfüllt und einfach ein super Sonntagsfrühstück ist, habe ich mich aber schließlich doch für klassische Zimtschnecken ganz ohne besonderen Bezug zu meiner neuen Heimat entschieden.

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Also schlichten Hefeteig: Mehl, Zucker, Salz, Hefe und Wasser – wird ja wohl nicht so schwer zu finden sein. Denkste. Frische Hefe bekam ich erstaunlicherweise erst im vierten Geschäft und nur durch die freundliche Arabischübersetzung eines anderen Kunden. Für die Füllung braucht es auch nur Zimt, Zucker und Butter, den ich praktischerweise in genau der richtigen Menge kaufen konnte – sehr gut, weil ein Kühlschrank noch fehlt.

Der Ofen hat leider keine Temperaturanzeige, sodass ich momentan nur schätzen kann. Doch ich bin froh, dass er zumindest, wenn ich sämtliche anderen Elektrogeräte ausstecke, läuft, ohne dass die Sicherung fällt.

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Und trotz aller Widrigkeiten sind sie richtig lecker geworden meine Hauseinstands-Zimtschnecken. Und mit einer dicken Portion Puderzuckerglasur werden sie noch viel saftiger und fast schon dessertverdächtig.

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Rezept

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Heute mache ich mal Pause mit Wohnungeinrichten und -putzen und gehe einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach: entspannt bloggen. Dazu gehört nicht nur Backen (ich habe endlich ein Hauseinstands-Rezept für euch!), Fotos bearbeiten, Texte schreiben und Rezepte tippen, sondern auch das Abklappern aller meiner abonnierten Blogs. Meine Nachbackliste wächst so zwar langsam ins unermessliche und so viele Abendessens-Ideen wie ich ansammle, könnte ich in zwei Monaten nicht essen, doch dafür kann ich euch auch wieder einige tolle Funde aus dem Internet präsentieren. Meine Links der Woche:

  1. Bei mir daheim in Deutschland gäbs jetzt bestimmt ganz viele Hollerbeeren – perfekt für Sirup oder Röster.
  2. Karottenkuchen taucht zur Zeit oft in meinem Feed auf: einmal mit Birnen, einmal mit Cashews.
  3. Auch eine Überlegung wert: Süßkartoffeln in Kuchen.
  4. Das Phänomen “Funfetti Cake” hat Molly Yeh ganz ohne Backmischung hinbekommen.
  5. Croque Madame in Muffinform wird bestimmt mal mein “Breakfast for Dinner”.
  6. So simpel und trotzdem richtig schön: Pop-Up-Geburtstagskarte von you are my fave.
  7. Dieses Earbud Taco Case bastele ich mir – ganz wenig Aufwand, um das alltägliche Kabelgewirr zu vermeiden.
  8. Momentan bin ich ja dabei, mich komplett neu einzurichten, diese Sammlung von Lampen-DIYs kommt mir da ganz gelegen.
  9. Ein Song gegen Homophobie im Fußball mit sehenswertem Video: Der Tag wird kommen.
  10. Blumenkohl-Linsen-Salat und ein Text übers Umziehen.

Auf dem Foto: Der Blick von unserem Balkon bei Sonnenaufgang, den ihr vielleicht auch schon bei instagram gesehen habt.

Vor vier Jahren: Smilies
Vor drei Jahren: Eulenplätzerl
Vor zwei Jahren: Vanillemarshmallows mit Zuckerstreuseln
Letztes Jahr: Cranberry-Pistazien-Riegel

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Letzte Woche war ich gemeinsam mit meinen Mitfreiwilligen auf Reisen durch Marokko. Von Essaouira aus gings zu erst in ein kleines Dorf in der Voratlasebene. Die karge Landschaft und die Ruhe dort war sehr eindrucksvoll(s. Titelbild).

Die Anreise dorthin gestaltete sich für uns problemlos, obwohl die Nord-Süd-Autobahn für mehrere Tage voll gesperrt war. Das wäre ja an sich nicht so außergewöhlich, doch der Grund dafür waren nicht tatsächlich Dreharbeiten für Mission Impossible 5!

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Weiter gings nach Marrakech, das quirlig und voll und stickig wie es im Sommer ist, ein krasses Gegenteil zu den vorherigen Tagen darstellte. Die unzähligen Garküchen, die abends am Jmaa l’Fna aufgebaut werden, sind eine der touristischen Hauptattraktionen, weshalb man dort ziemlich aggressiv umworben wird, sich doch bei diesem oder jenem Stand niederzulassen. Man kann dort lecker essen, verglichen mit den Preisen in den Seitenstraßen ist es aber ziemlich teuer dort und man bekommt gelegentlich etwas, dass man zwar nicht bestellt hat, aber trotzdem bezahlen muss. Nichtsdestotrotz darf ein Besuch dort keinesfalls fehlen, um Marrakech kennenzulernen.

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Eine marokkanische “Eigenart”, die ich in Marrakech kennengelernt habe, sind sogenannte Laiterien. Sie sind weder Café noch Restaurant und auch viel mehr als ein Hanut (ein kleiner Kiosk mit Waren für den täglichen Gebrauch, der sich quasi an jeder Straßenecke findet). Im Sortiment haben Laiterien meistens Sandwiches auf die Hand, manchmal zusätzlich Gebäck, aber wie der Name schon sagt, Milchprodukte in allen Variationen und, was ich dort am häufigsten kaufe: frische Smoothies wahlweise auf Orangensaft- oder Milchbasis – sooo lecker! Auf dem Foto seht ihr Avocado-Milch und Pfirsich-Orangensaft.

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Nach einer fast 9-stündigen Busfahrt landeten wir dann in Fès, das eindeutig meine liebste Stadt der Reise wurde. Die Medina stammt teilweise aus dem 9. Jahrhundert und ist dementsprechend eng und verwinkelt gebaut, was ihr gemeinsam mit der Lage mitten im Hang ein besonderes Flair verleiht. Zudem ist die Stadt für ihre herausragenden Handwerker bekannt, egal ob Leder- ,Textil- oder Töpferwaren, es ist das reinste “Shoppingparadies” und im Gegensatz zu Marrakech werben die Verkäufer viel gemäßigter, sodass man in Ruhe herumspazieren kann.

Das Café Clock ist auch unbedingt einen Besuch wert. Es nennt sich selbst “cross-cultural” und ist wirklich einzigartig in seinem Konzept (zumindest in dem Rahmen, den ich bis jetzt kenne). Neben den tollen Räumlichkeiten mit Terasse hat das Café auch Konzerte, Lesungen und andere Projekte zu bieten. Es gibt zudem ein Kochbuch mit einem Großteil der Rezepte, die auf der umwerfenden Speisekarte stehen. Ich konnte mich wirklich nur schwer für ein Gericht entscheiden, denn von marokkanischen Klassikern wie Harira (eine Suppe mit Hülsenfrüchten) bis zu veganen Spezialitäten war vieles Tolles dabei. Der Exotik halber probierte ich schließlich den Kamelfleischburger, dessen hausgemachte Pflaumen(?)-Soße mich sehr begeisterte. Die darauffolgende Nachspeise – ein für Marokko völlig untypischer Double Chocolate Cheesecake – verdient mehr als nur ein paar lobende Worte. Ich kann mich nicht erinnern, in letzter Zeit einen so leckeren Käsekuchen gegessen zu haben! Den für marokkanische Verhältnisse happigen Preis (40 DH ~ 3,50 €) ist dieser Kuchen auf jeden Fall wert. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, um das Café oder den tollen Kuchen zu fotografieren, doch solltet ihr, meine liebsten Leser, jemals nach Fès kommen, schaut unbedingt im Café Clock vorbei!

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Einen gut 20-minütigen Fußmarsch von der Stadtmauer von Fès entfernt gibt es ein paar Ruinen (auf dem vorherigen Foto im Hintergrund zu sehen) auf einem Hügel, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über die Stadt und – in die andere Richtung – die Berge rundherum hat. Der Aufstieg in der Sommerhitze hat sich für diese Aussicht gelohnt!

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Von Fès aus gings für mich dann auf nach Rabat, meine zukünftige Heimatstadt. Hier habe ich eine (anfangs völlig leere) Wohnung bezogen und auch schon die ersten paar Tage in meiner neuen Arbeitsstelle, der FOO, verbracht. Leider bleibt mir momentan kaum Zeit für die Zuckerbäckerei, weil ich meine ganze Freizeit mit Erledigungen und Besorgungen für meine neue Umgebung verbringe. Unsere Küche ist mittlerweile aber einigermaßen brauchbar ausgestattet (abgesehen von einem nicht vorhandenen Kühlschrank) und vielleicht schaffe ich es, euch schon in der nächsten Woche wieder ein Rezept zeigen zu können. Zum Abschluss seht ihr den Sonnenuntergang mit dem Atlasgebirge am Horizont, bis bald!

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Zuckersüß 130

Von Essaouira aus bin ich letzte Woche über ein kleines Dorf in der Voratlasebene über Marrakech und Fes nach Rabat gereist. Mehr dazu in den nächsten Tagen, bis dahin meine Links der Woche:

  1. Obwohl ich meine Allergien gegen rohes Obst hier in Marokko auf wundersame Weise verloren habe, finde ich gebackenes Obst, z.B. als Peach Cobbler in Cookieform nach wie vor richtig toll.
  2. Bemüht wirkende “vegan, zuckerfrei”-Rezepte nerven mich, aber dieser “gesunde” Schokokuchen kommt auf meine Nachbackliste!
  3. Aber wo ich schon bei Veganem bin: Diese Liste für Ei-Ersatz könnte ganz hilfreich sein.
  4. Griessuppe habe ich in Marokko recht oft gegessen, ein Eis daraus stelle ich mir ziemlich gut vor.
  5. Bei diesem Food-Blog-Award habe ich die Zuckerbäckerei schon eingereicht, macht ihr mit euren Blogs auch mit?
  6. Neues von Harry Potter zu lesen finde ich noch immer ein kleines bisschen spannend.
  7. Ein Supermarkt, der zur Gentrifizierung beiträgt? Ein Bericht über Whole Foods.
  8. Am liebsten hätte ich alle Magazine bei indiemags auf meinem Tisch liegen.
  9. Ein neuer Oatmeal-Comic zur Musikindustrie.
  10. Süßkartoffel-Curry mit Kichererbsen und Koriander. Auf die Nachkochliste!

Auf dem Foto: Wandfliesen in einem schönen Café mit Konditorei (Tabaraka Allah, beim Place R’Cif) in Fes.

Vor vier Jahren: 100. Post – Cupcakes
Vor drei Jahren: Kaffee-Whoopie-Pies mit Karamellfüllung
Vor zwei Jahren: Kurzurlaub in den Bergen
Letztes Jahr: Apfel-Brombeer-Tarte

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Kirsch-Käsekuchen von A Spoonful of Photography

Sabrina von A Spoonful of Photography ist eine der wenigen anderen deutschen “Teen”-Foodbloggerinnen, die ich kenne. Ihr Blog ist zwar ganz in Englisch gehalten, doch für den Gastpost zu meiner Marokkovertretung hat sie eine Ausnahme gemacht. Aber selbst wenn ihr des Englischen nicht mächtig seid, würde ich allein wegen der tollen Fotos mal bei ihr vorbeischauen! – Jana

Liebe Zuckerbäckerei-Leser, bevor ich anfange über diesen leckereen Kirsch-Käsekuchen zu reden/schreiben, möchte ich mich erstmal noch bei Jana bedanken, die mich eingeladen hat einen Gastpost zu verfassen. Dieser Einladung bin ich wie ihr seht gerne nachgekommen und hoffe ich kann euch mit diesem einfachen (aber aufwendig wirkendem) Kuchen die Zeit versüßen!

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Eine buttrig zarte Vollkorn-Kruste (ja, Vollkorn für den Extra-Crunch-Faktor ;-) ) wird mit einer leichten Käsekuchenmasse gefüllt und außerdem mit einem eingekochten Kirschkompott “veredelt”, bevor entweder Streusel oder wie in diesem Fall Motive aus der übrig gebliebenen Kruste das Ganze abrunden.

Obwohl Anblick und Beschreibung anderes vermuten lassen, ist dieser Kuchen total easy und eignet sich sowohl für die Kaffeetafel mit Gästen als auch für einen entspannten Sonntag mit der Familie. Das doppelte Rezept kann auch gut als Blechkuchen für größere Anlässe gebacken werden.

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Der Kuchen schmeckt sowohl war und frisch als auch nach einem Tag “durchziehen” – ich finde, dass die Aromen dann sogar noch intensiver sind. Nun will ich euch aber nicht weiter aufhalten und das Rezept herausrücken – frohes Backen!

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Zuckersüß 129

Heute ist mein letzter Tag in Essaouira, jetzt gehts dann auf Rundreise! Mit einem Post von mir könnt ihr deshalb nächste Woche nicht rechnen, dafür habe ich aber wieder einen wunderbaren Gastpost für euch. Bis dahin meine Links der Woche:

  1. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich auch mit einem Eimer “Griacherl” zu kämpfen – bei My cooking love affair gibts eine Tarte Tatin dazu.
  2. Dieser Schokopie sieht so wahnsinnig lecker aus!
  3. Macarons kriege ich selten hin, mit Leinsamen anstatt Mandeln ist die Schwierigkeit bestimmt nochmal erhöht…
  4. Paprikamarmelade!
  5. Ein Streetartprojekt in Tunesien: Djerbahood.
  6. Was Metadaten eines Smartphones alles verraten, ist echt angsteinflößend!
  7. Das ZEIT-Magazin hat echt tolle Multimediareportagen: Emils Ring.
  8. Eines meiner liebsten Lieblingslieder in einer Orchesterversion: Get Free.
  9. Meine neueste Podcast-Entdeckung Bildsprache beschäftigt sich mit Fotografen und den Geschichten zu ihren Bildern – Folge 13 mit dem Hannoveraner Professor Rolf Nobel war sehr interessant!
  10. Wie letzte Woche nochmal Polenta.

Auf dem Foto: Fmisch – eine Art Donut.

Vor vier Jahren: Knusperfladenbrot
Vor drei Jahren: Birnentarte mit Pinienkernen
Vor zwei Jahren: Post aus meiner Küche #3 – Picknick
Leztes Jahr: Griacherl-Ingwer-Chutney

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Schnelles Früchtebrot mit Walnüssen, Aprikosen und Feigen – Gastpost von schmecktwohl

Heute habe ich Steffi von schmecktwohl. zu Gast. Seit dem Relaunch ihres Blogs im Juli kommen ihre wunderbaren Foodfotos im Magazinlayout noch besser zur Geltung. Schaut doch mal bei ihr vorbei! – Jana

Während Jana sich in diesen Tagen in ihrem neuen Zuhause auf Zeit in einlebt und uns hoffentlich auch bald die ersten typisch marokkanischen Leckereien präsentiert (ich bin schon gespannt!), freue ich mich, dass ich mit einem Gastpost in der Zuckerbäckerei vorbei schauen darf!

Kurz zu mir: Ich bin Stefanie und blogge auf meinem Foodblog schmecktwohl. Dort sammle ich meine selbst kreierten Rezepte, zeige Food-Fotos, schreibe über Restaurants, neue Koch- und Backbücher und über all das, was mir sonst noch kulinarisches über den Weg läuft.

Mein Blog ist für mich wie ein buntes Food-Magazin, das ich selbst gestalten kann. Ein Schwerpunkt liegt dabei klar auf kreativer, herzhafter Küche, in der ich liebend gern neue Geschmackskombinationen ausprobiere und neue Lebensmittel entdecke. Ich gehöre zu den Menschen, die gern einfach so mehr oder weniger planlos auf den Markt gehen, einkaufen, was sie hübsch und lecker finden und erst anschließend überlegen, was daraus gemacht wird. Überwiegend wird auf schmecktwohl. gekocht, hin und wieder aber auch gebacken. Da Janas Zuckerbäckerei ja einen klaren süßen Schwerpunkt hat, habe ich mir für den Gastpost auch mal wieder etwas Süßes ausgedacht.

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Es handelt sich um ein super einfaches Brotrezept, das quasi über Nacht im Kühlschrank gedeiht und dann nur noch gebacken werden muss. Super easy, versprochen – obwohl frische Hefe im Spiel ist! Das Ursprungsrezept, das ich inzwischen schon ein Dutzend Mal und öfter abgewandelt habe, kommt übrigens von der lieben Jasmin, im Netz besser als die Elbmadame bekannt. Mittlerweile habe ich ihr „weltbestes Brot“ schon in x-herzhaften Varianten zubereitet, für Jana habe ich es nun mal mit süßen Toppings gespickt und das war klasse! Vorgestellt hatte ich mir ein Früchtebrot vom Bäcker, das ja meist recht dunkel, fast schon wie ein Kuchen daher kommt und einfach nur mit Butter einfach ein Knaller ist. Hier habe ich nun einfach den hellen Grundteig des Hefe-Brotes genommen und ihn mit Leckereien, wie getrockneten Aprikosen, Rosinen, Feigen und Walnüssen gespickt. Den Teig selbst habe ich nicht zu sehr gesüßt, denn die Knabbereien bringen schon allein jede Menge Süße ins Brot.

Das Rezept ergibt zwei lange Brote, die Baguette-ähnlich ausschauen. Ich mache es meist so, dass ich eines davon einfriere, so kann man es dann aufbacken, wenn man es frisch haben möchte. Dann schmeckt`s nämlich am besten! Das Brot schmeckt super einfach nur mit Butter oder Frischkäse und einem Klecks Aprikosenmarmelade – auf dem Bild seht ihr die weltbeste Aprikosenmarmelade meiner Oma!

Habt Spaß beim Backen und vielleicht bis bald mal bei schmecktwohl. ;-)

Stefanie

Rezept

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Zuckersüß 128

Endlich habe ich mal wieder etwas gebacken, vorsichtshalber aber etwas wohlerprobtes, meine Best Cocoa Brownies von 2010. Den Miniöfen hier traue ich nämlich nicht so richtig – und siehe da, beinahe wären meine Brownies verbrannt. Die Hitze war so ungleichmäßig, dass der Rand des Kuchens gänzlich unbrauchbar war. Ich werde mir wohl noch etwas einfallen lassen müssen für die nächsten Backvorhaben. Meine Links der Woche:

  1. Zweimal Kirschen: gut sichtbar und gut versteckt.
  2. Gestreiftes Steckerleis! Earl Grey Popsicles.
  3. Weben erinnert mich an den Kindergarten. Was A Beautiful Mess damit machen, sieht aber alles andere als kleinkindbastelmäßig aus.
  4. Eine Fotoserie über Blogger in ihrem natürlichen Lebensraum.
  5. QUIZMAG – bei dieser Crowdfunding-Kampagne bin ich sofort dabei!
  6. Man unterstellt mir, dass ich gelegentlich wirklich so rede, wie es hier bei Christowski auf die Spitze getrieben wird.
  7. I Know Where Your Cat Lives macht auf das Problem der GPS-Informationen bei Fotos aufmerksam (via netzpolitik)
  8. In Taiwan gibt es tatsächlich eine Selfie-Statue?!
  9. Diese EP von Shoos Off läuft bei mir momentan rauf und runter (via Breitband).
  10. So schön österreichisch: Geröstete Eierschwammerl mit Polenta und knusprigem Salbei.

Auf dem Foto: Best Cocoa Brownies mit arabischen Geburtstagsgrüßen für eine Mitfreiwillige.

Vor vier Jahren: Plätzerl Blau Weiß
Vor drei Jahren: Shortbread mit Zwetschgen
Vor zwei Jahren: Birnentarte
Letztes Jahr: Quark-Pancakes mit Griacherl

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Msimn – Marokkanische Pfannkuchen

Marokkanisches Arabisch hat die Eigenart – so scheint es mir jedenfalls nach drei Wochen Unterricht – auf möglichst viele Vokale zu verzichten. Im Niederbayrischen, meiner “Muttersprache” ist es zwar ganz ähnlich, doch ein paar Darija-Wörter stellen mich regelmäßig vor Herausforderungen. Bei Teigwaren scheint sich das Ganze besonders zu häufen. Ob Rghaif, Bghrir (mit gerolltem und normalem R hintereinander) oder eben Msimn, in dem das I eigentlich kaum vorkommt – ganz leicht auszusprechen sind sie Alle nicht. Dafür aber umso leckerer!

Deshalb habe ich bei unserer letzten Kocheinheit im Unterricht die Foodbloggerin gemimt und die Zubereitung von Msimn fotografisch dokumentiert. Die einzelnen Schritte sind damit recht einfach nachzuvollziehen. Mit den genauen Gewichtsangaben sieht es dagegen schlecht aus, denn Waagen gehören nicht zur Standardküchenausstattung hier. Das grobe Rezept zeige ich euch aber trotzdem, ich hoffe ihr könnt euch, was die Konsistenz betrifft, an den Fotos orientieren.

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Man beginnt mit Mehl und Salz, schüttet Butter und so viel Wasser dazu, dass ein Teig daraus wird.

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Den knetet man dann so lange, bis er richtig geschmeidig ist und teilt ihn dann in etwa golfballgroße Portionen.

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Diese drückt man dann auf einer reichlich (!) geölten Fläche platt, bis man fast hindurchsehen kann.

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Die Teigscheibe bestreut man dann großzügig mit feinem Grieß…

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…schlägt eine Seite ein…

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…und dann die andere. Darauf kommt wiederum ein bisschen Grieß.

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Das Teigrechteck wird nochmals längs gefaltet und mit Grieß bestreut.

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Dann wird es zu einer Schnecke aufgerollt, das Ende gut angedrückt und insgesamt ein bisschen zusammengequetscht.

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Zum Schluss wird die sorgsam aufgerollte Schnecke gänzlich plattgedrückt, sodass die einzelnen Schichten eine Art Blätterteig bilden. Auf dem Foto oben kann man die Grießschlieren noch gut erkennen.

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In einer Mischung aus Öl und Butter (davon nicht wenig) in einer schweren Gusseisenpfanne werden die Msimn dann ausgebacken. Dann stapelt man einige von ihnen…

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… und schlägt sie von der Seite kräftig zusammen. Dadurch werden die einzelnen Blätterteigschichten gelockert.Gegessen werden die Msimn noch warm entweder ohne alles oder mit ein bisschen Honig.

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