karottenzucchinikuchen

Karotten-Zucchini-Kuchen

Gemüsekuchen hat meistens einen schlechten Ruf. Vor allem wenn auch noch Zucchini drin ist. Mit einem Blindtest dieses Rezeptes, das ursprünglich von Flourishing Foodie stammt, konnte ich meine Freunde aber bei einem Picknick an einem See etwas außerhalb von Rabat davon überzeugen. Sogar so sehr, dass ich das Rezept unverzüglich auf französisch übersetzten musste. Gleich zwei meiner Freundinnen machten sich in der Folgewoche daran, den Karotten-Zucchini-Kuchen nachzubacken, eine davon, um ihn zum Fastenbrechen beizusteuern. Dazu will ich übrigens baldmöglichst etwas erzählen, denn die Hälfte des Ramadans ist schon um.

Rezept

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Zuckersüß 164

Noch immer täglich Ftour zum Ramadan – ich fühle mich wie bei niemals endenden Weihnachtsfeiertagen. So viel leckeres Essen, mit größtem Aufwand zubereitet… Paradiesisch für eine Foodbloggerin, die gerne neue Rezepte kennenlernt. Auch gut: Verkürzte Arbeitszeiten wegen entfallender Mittagspause. Das bedeutet mehr Zeit, um mich quer durchs Internet zu lesen und meine liebsten Links mit euch zu teilen:

REZEPT

Goat Cheese Ice Cream with Honey and Fig Jam – Food52
Das erste Eis, das ich daheim in Deutschland machen werde.
Glutenfree Beetroot Cake with Date Sugar – Our food stories
Viel zu viele unmöglich zu beschaffende Zutaten, aber wunderschön!

TEXT

Dschihad ist mein Cousin – Krautreporter
Unwissen auf allen Seiten führt nur zu Hass – ein Projekt an einer Berliner Schule soll dagegen ankämpfen.
Ramadan pour Dieu… ramadan pour la sociéte? – Panorapost
Von der in Marokko nicht mehr nur religiösen, sondern vor allem sozialen Pflicht, im Ramadan zu fasten.
Ramadan Diary – The View from Fez
Mein liebstes marokkanisches Blog hat mit dieser Serie wirklich ins Schwarze getroffen. Täglich etwas Neues zum Ramadan.
Anke Helle, Stellvertretende Chefredakteurin Nido/Neon – Was machen die da?
Interessantes Porträt (wie eigentlich alle dieses Projekts).
Game of Youthism – Wirres.net
Ich habe bis heute keine Folge Game of Thrones gesehen, deshalb maße ich mir nicht an, hier mitreden zu können. Doch den nackten Körper einer 41-jährigen von einer 27-jährigen zu doublen finde ich trotzdem unerhört.

AUDIO

Mlle – Othman Band
Swing auf französisch/darija.
Ta3lim – Wach Mn Hit
Roots Reggae auf darija.

SONST SO

Im Rhetorik-Knast – Claus Ast
Ein Hendiadyion!
Apply Magic Sauce (via Antje Schrupp)
Facebook-Likes analysiert zum psychologischen Profil.
Foodblog-Studie (via Plötzblog)
Die Uni Hohenheim führt eine Studie zum Thema Foodblogs durch und bittet daher um Teilnahme bei ihrer Umfrage. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse!

FOTO

Seit langem war ich mal wieder in der Natur! Und zwar an einem kleinen See in der Nähe von Kenitra.

BACKKATALOG

2010: Schmand-Törtchen
2011: Limoncello-Kekse
2012: Himbeer-Crostata
2013: Pfirsichtaschen mit Rosenwasser und Basilikum
2014: Cupcakes

Mornetkuchen

Mornetkuchen

Dieses Rezept ist eines der allerersten, die in der Zuckerbäckerei erschienen – im November 2009. Es stammt ursprünglich aus der Familie meiner franzöischen Austauschschülerin, die ich auch 2013 besucht habe. Den Kuchen habe ich seitdem ziemlich oft gebacken, noch öfter gebacken hat ihn aber meine Mama, die immer einsprang, wenn ich keine Zeit hatte.

Und wenn man keine Zeit hat, weil die Kaffeegäste vor einem selbst da sind, ist das das richtige Rezept. Wenn alle Zutaten Zimmertemperatur haben, ist er nämlich in Nulllkommanichts zusammengerührt und in einer flachen Form auch sehr schnell gebacken.

Rezept

zuckersuess163

Zuckersüß 163

Letzten Donnerstag begann der Ramadan. Das öffentliche Leben hat sich damit schlagartig verändert. Morgens ist kaum wer auf den Straßen, die meisten Geschäfte haben geschlossen, Restaurants und Cafés sowieso. Am späten Nachmittag erwacht dann das Leben, die Straßen sind voll, viele erledigen ihre Einkäufe fürs abendliche Fastenbrechen. Ich hatte das Vergnügen, schon die ersten drei Tage zum Ftour eingeladen zu sein, was ich sehr spannend fand. Pünktlich zum Abendgebet bei Sonnenuntergang beginnt das Festessen, traditionellerweise mit einer Dattel, Harira (marokkanischer Suppe) und Speckia (meinem Lieblingsgebäck aus Sesam). Mehr dazu erzähle ich euch in einem anderen Post, bis dahin meine Lieblingslinks der Woche:

REZEPT

Black Sesame Seed Ice Cream – Food52
Grau ja, aber bestimmt trotzdem einen Versuch wert.
Bstilla – The View From Fez
Eine Fotostrecke zu einem meiner liebsten marokkanischen Gerichte.

TEXT

That time of the year: Redefining Ramadan – Teariffic
Eine etwas andere Sicht auf den muslimischen Fastenmonat.
Von Beelitz nach Brooklyn, Über das kulinarische Unbehagen – Das Filter
Foodhypes können einem die Lust am Essen verderben.
Das Bücherrad neu erfinden, von der Informationsüberflutung – Internet, Segen oder Fluch?
Über Filter und deren Versagen bei den unüberschaubaren Datenmengen des Internets.

AUDIO

Abendbrot 004 – Bleibt sahnig
Anne Schüßler und Charlotte analysieren ein Bravoheft. Sehr lustig!
Max Cavaleras Bart – der Weisheit
Dank dieser Folge brach ich mitten auf der Straße in Gelächter aus.
Mommas Music – 8Tracks
Eine meiner liebsten Playlists auf 8Tracks überhaupt, voll von alten Motownhits.

FOTO

„Mindestausstattung“ eines marokkanischen Ftours: von rechts oben im Uhrzeigersinn Harira, Msimn, Bghrir, Speckia und Briwat.

BACKKATALOG

2010: Walnuss-Schoko-Kekse
2011: Kaffee-Macarons mit Ganachefüllung
2012: Vanilla Cookies
2013: Pfirsichtaschen mit Rosenwasser und Basilikum
2014: Oreos

kirschauflauf

Kleiner Kirschauflauf

An jeder Straßenecke lachen mich momentan wunderschöne Kirschen in allen Rottönen an. Fast mein ganzes Leben lang war ich allergisch gegen diese Früchte, doch irgendwie bin ich es jetzt nicht mehr. Deshalb kaufte ich mir gleich ein ganzes Kilo und aß es an einem Wochenende ganz alleine auf. Das meiste einfach nur so, doch mich verfolgte auch die Idee eines Kirschauflaufs, den meine Mama sehr häufig machte.

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Das Rezept würfelte ich mir aus dem Gedächtnis zusammen und reduzierte die Mengen auf eine einzige Portion (erinnerte mich sogleich an den Single-Lady-Fudge-Cake von 2013). Für ein Frühstück ganz schön ausgefallen, als Dessert aber auch ziemlich gut.

Rezept

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Zuckersüß 162

Dieses Wochenende habe ich mich nicht nur an Pfirsich-Aprikosen-Vanille-Konfitüre, sondern auch am zugehörigen Brot versucht. Das Rezept vom Plötzblog ist sehr gut erklärt, nur leider habe ich viele Faktoren, die meine Backversuche scheitern lassen können. Es fängt schon damit an, das ich nicht das richtige Mehl auftreiben und weiter auch die Temperatur meines Ofens nicht genau bestimmen kann. Doch ich bin guter Dinge, dass es wenigstens essbar ist und endlich eine Abwechslung zum gezuckerten Weißbrot hier bietet. Während ich gespannt vorm Ofen sitze, könnt ihr euch schon mal durch meine Lieblingslinks der Woche klicken:

REZEPT

Vielen Dank für die Blumen- SZ-Magazin
Selbstgemachtes Wassereis, ganz natürlich mit Minze, Rosen, Lavendel und anderen Blumen.
Gratin of Zucchini, Rice and Onions – Sprouted Kitchen
Nette Abwechslung für die Standardzuccinirezepte.
French Mint Chip Ice Cream – Food52
Ich bin im Land der Minze, dieses Rezept muss umgesetzt werden!

TEXT

The Case Against Drop-Down Identities – Smarterware (via Medium)
Ein relativ alter Text, dennoch interessant zu lesen.
Geschlechtergerechte Sprache und Lebensentscheidungen – Sprachlog
Das generische Maskulinum kann die Berufswünsche von Grundschulkindern beeinflussten?!
World White Web: Die Rassismus-Probleme des Internets lassen sich an einer Hand ablesen – Wired.de
Für mehr Diversity in Google-Suchergebnissen.

AUDIO

The World This Week – BBC (via weekly filet)
Internationaler Nachrichtenüberblick in Podcastform.

VIDEO

Surfen in der Kälte Norwegens – SZ gefällt mir
Bin ich froh, dass ich meine ersten Surfversuche im (fast) lauwarmen Atlantik in Rabat mache…

SONST SO…

Wo die deutsche Flagge unter Palmen wehte- SZ
Ich bin schockiert wie wenig ich über Deutschlands Kolonialaktivitäten weiß.
Cat-Nails
Internetsinnlosigkeit/Cat Content

FOTO

Eine eher gelangweilte Ziege auf den Hügeln Tetouans, das ich vor einigen Wochen besucht habe.

BACKKATALOG

2010: Brausebaiser
2011: Maßkrugplätzerl und Schokobrezen
2012: Fitnesskekse
2013: Limetten-Kokos-Cupcakes mit Erdbeeren
2014: Oreos

schokoeis

Schokoeis

Juni. Hochsommer in Rabat. Schon wenn ich morgens aus dem Haus gehe, ist es mir zu warm. Im Büro erwartet mich glücklicherweise eine Klimaanlage, die dafür aber die Mittagspause noch viel heißer erscheinen lässt. So fing ich an, mir täglich als Nachspeise ein Steckerleis zu kaufen, was aber sehr häufig den Preis meines eigentlichen Mittagessens überstieg. Deshalb konnte ich gar nicht anders, als nach fast einem Jahr endlich wieder selbst Eis zu machen.

Eine Eismaschine konnte ich in meinem Bekanntenkreis nicht ausmachen, aber wenigstens ein funktionierendes Eisfach (meines verdient nicht einmal seinen Namen). Mit ständigem Rühren wäre es bestimmt fluffiger geworden, aber darüber konnte ich leicht hinwegsehen.

Rezept

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Zuckersüß 161

Ich werde wieder produktiv im Foodbloggen! Dass ich wenig backe/koche kommt generell ziemlich selten vor, doch in wie weit ich das zu Posts für meine Zuckerbäckerei weiterverarbeite ist doch recht unterschiedlich. Momentan profitiere ich sehr vom extrem lang verfügbaren Tageslicht und übersprudelndem Ideenreichtum. Macht euch also gefasst auf einige neue Rezepte! Bis dahin habe ich sehr viel Lesestoff gesammelt:

REZEPT

Cinnamon Honey Popcorn – Naturally Ella
In Marokko bin ich erstaunlicherweise Freundin salzigen Popcorns von Straßenständen geworden, süßes wäre aber auch mal wieder nett.
Olive Oil Raspberry and Sea Salt Brownies – Joy the Baker
Spannende Kombination!
Milk Rolls – Technicolor Kitchen
Ein gänzlich unspektakuläres Rezept, dass trotzdem auf der Nachbackliste landet.

TEXT

Öffentliches Denken oder warum ich Zeugs ins Internet stelle – Antje Schrupp (via wirres.net)
Warum blogge ich eigentlich? Mindestens genauso viel für mich selbst als auch für euch, meine liebsten Leser_innen.
Ehe für alle – Ehe für niemand – Ehe für wen? – Die Ennomane
1984: The masterpiece that killed George Orwell – The Guardian (via dasfilter)
Die Geschichte hinter der Entstehung des berühmten Romans.
The Good Bagel Manifesto – Serious Eats
Wegen dieses Artikels gibts heute Bagels zum Abendessen!
Der weiße Teller hat ausgedient – SZ-Magazin
Tellerfarbe und Besteckgewicht beeinflussen die Warnehmung des Geschmacks?!
Die Angst vor der neuen Häuslichkeit – der K_eine Unterschied
Handarbeit = Frauenarbeit = nicht wertvoll und konservativ? Bestimmt nicht!

AUDIO

The Cocktail Hour – Gastropod
Spannendes über die Wissenschaft des Cocktailmixens und darüber hinaus.

SONST SO

How to Deal With Catcallers – RookieMag
Würde ich am liebsten (fast) jedem Typen auf den Straßen hier zu lesen geben…
Nice to Hack you (via Wired.de)
Lustiges Browser-Add-On, das den Verlauf als Comic darstellt (und gleichzeitig Werbung für diese Band ist)

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Nach dem Artikel in Serious Eats kam ich nicht umhin, Bagels zu backen – übrigens nach diesem Rezept.

BACKKATALOG

2010: Himbeer-Schoko-Tarte
2011: Oreos
2012: Himbeer-Schoko-Tartelettes
2013: Champagnerwaffeln
2014: Eine zweite Reise nach Barcelona

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Pavlovas mit Aprikosen und Pistazien

Übriges Eiweiß, zufällig Sahne und superfotogene Früchtchen im Kühlschrank – was macht die gemeine Foodbloggerin da zum Abendessen? Ganz genau: superzuckrige Pavlovas mit einem Riesenklecks Sahne und farblich kontrastierender Frucht-/Nuss-Dekoration.

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Klar, dass mir danach fast der Magen zusammenpappte… Ein Ausdruck, der meiner Mitbewohnerin im Folgenden nach meiner wörtlichen Übersetzung ins französische noch einen Lachkrampf dazu bescherte. Als „Heilmittel“ kümmerte sie sich dann netterweise noch ums richtige Abendessen – nur gut dass fürs Dessert immer noch Pavlova übrig war!

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Rezept

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Zuckersüß 160

Und schon wieder ein Festival, dass mich vom Bloggen abhält! Dieses Wochenende begann das Mawazine in Rabat, das nicht nur durch weitgehend kostenlosen Eintritt hervorsticht, sondern auch ein ziemlich cooles Line-Up vorzuweisen hat. Auf sechs verschiedenen Bühnen gibt es täglich ein bis zwei Konzerte verschiedenster Stilrichtungen. Von afrikanischer Musik am Ufer des Bouregreg, z. B. mit dem nigerianischen Duo P-Square, marokkanischen Stars auf der anderen Seite des Flusses in Salé über Newcomer aller Länder im Nationaltheater bis zu international bekannten Künstlern wie Pharell Williams oder Sean Paul auf der großen Hauptbühne ist für jeden etwas dabei. Das einzige was mich stört, ist der verschwindend geringe Anteil von Frauen im Publikum – nicht von Anfang an, aber je später es wird desto auffälliger; dadurch wird ein Konzert nicht unbedingt angenehmer für mich. Es herrscht, verglichen mit den Festivals, die ich in Deutschland besucht habe, eine ziemlich unentspannte Atmosphäre. Aber ich will das Ganze nicht gleich zu Anfang verteufeln, es bleiben noch sechs Abende abzuwarten. Für euch habe ich derweil ein paar Lieblingslinks gesammelt:

REZEPT

Rhabarbecue-Sauce – Chef Hansen
Vorgemerkt für nächsten Sommer, Rhabarber treibe ich in Marokko wohl nicht auf…
Holunder-Brombeer-Curd-Tarte – Our Food Stories
So ein fotogener Kuchen!

TEXT

The Story of the Bikini, The Smallest Swimsuit of the world – Racked
Über das Zeigen von Bauchnäbeln in der Öffentlichkeit.
Kann das Liebe sein – NEON
Eine Liebesgeschichte zwischen einer Somalierin und einem Deutschen, rechtlich eine schwierige Angelegenheit.
Poor Little Rich Women – New York Times (via Joy the Baker)
Die New Yorker High Society verfällt in Rollenbilder der fünfziger Jahre.

VIDEO

Temenik Electric – Déouni
Nicht die klassisch marokkanische Musik, aber trotzdem auf Darija. Spannend!

AUDIO

Shoos Off – Kiss the Television
Dauer-Background-Musik dieser Woche, kostenlos zu streamen bei Bandcamp.

SONST SO…

Weil ein #aufschrei nicht reicht – Anne Wizorek
Dieses Buch habe ich auf einmal durchgelesen und ich war begeistert – deshalb uneingeschränkte Leseempfehlung, nicht nur für die Feminist_innen unter euch.

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Eines der nagelneuen Streetartkunstwerke, die neuerdings in ganz Rabat auftauchten.

BACKKATALOG

2010: Knopfkekse
2011: Vanillecupcakes mit Beerenfüllung
2012: Waldmeister-Apfel-Kuchen
2013: Rhabarber-Streusel-Kuchen
2014: Holunderblüten-Eis