Zimtguglhupf

18: Zimt-Guglhupf

In einem der ersten “Care-Pakete” meiner Familie aus Deutschland erhielt ich auch eine Silikon-Guglhupfform. Zur Geburtstagsfeier eines Freundes wollte ich diese jetzt endlich mal einweihen. Marmorguglhupf war mir aber zu langweilig und so wurde es, inspiriert von einem superleckeren Kuchen der Haushälterin meiner Nachbarn ein zimtiger Guglhupf. Doch nicht nur Zimt würzt diese Kreation, sondern auch großzügig Vanille, Nelken, Sternanis und Kardamom in Form des Gewürzsirups vom Montag. Den habe ich, damit der Kuchen extrasaftig wird und bleibt, mithilfe einer Kanüle aus meiner Reiseapotheke (für was die nicht alles gut ist!) mitten in den Kuchen injeziert. Obenauf kommt noch Schokolade und noch mehr Zimt(-Zucker) zur Dekoration und fertig ist der Zimt-Overkill!

Zimtguglhupf

Rezept

Luxuriöse Schwarz-Weiß-Kekse

17: Luxuriöse Schwarz-Weiß-Kekse

Schwarz-Weiß-Kekse aus normalem und mit Kakao gefärbtem Mürbteig finde ich nicht besonders einfallsreich. Deshalb habe ich mir eine “Luxusversion” davon ausgedacht, ganz im Sinne des luxuriösen Lebkuchens im vergangenen Jahr.

Luxuriöse Schwarz-Weiß-Kekse 2

Im hellen Teil dieser Kekse, feinem Sandteig, verstecken sich neben fein gehackten Cranberries auch ein bisschen Orangenschale und echte Vanille. Der dunkle Teil, schokoladiger Mürbteig, glänzt mit ein bisschen Kaffee und gehackten Walnüssen.

Luxuriöse Schwarz-Weiß-Kekse 3

Und meine recht sparsame Verwendung von Zucker lässt die einzelnen Zutaten ganz besonders gut für sich stehen – wenn ihr aber richtige Schleckermäuler seid, könnt ihr die Zuckermenge natürlich auch ein kleines bisschen erhöhen.

Rezept

Gewürzsirup

16: Gewürzsirup

Ich koche gerne Sirup mit allem, was mir gerade so in die Küche kommt. Im Frühjahr Rhabarber, im Sommer Pfirsiche, im Herbst Birnen. Und jetzt, im Winter? Mit frischem Obst sieht es saisonal eher schwierig aus. Zeit, einmal ausgiebig das Gewürzregal zu plündern.

Zum Läuterzucker kommen für das heutige Adventskalendertürchen also Vanille, Sternanis, Nelken, Kardamom und selbstverständlich auch Zimt. Der entstandene Sirup macht sich wunderbar in allen möglichen Getränken, von der heißen Schokolade bis zum Glühwein. Oder allgemein als Zuckerersatz in Haferflocken, Pfannkuchen… Am besten überall!

Als mir dieser Sirup in den Sinn kam, überlegte ich gleichzeitig auch, wie ich ihn fotografisch am Besten in Szene setzen könnte. Beim Mittagessen in einer der vielen kleinen Garküchen in der Nähe meiner Arbeitsstelle, in denen es nur Softdrinks oder gechlortes Leitungswasser gibt, kam mir dann  der Geistesblitz: Ein kleines 0,2l-Colafläschchen sollte es sein. Nur leider mag ich Cola überhaupt nicht. Ein halbvolles Colafläschchen konnte ich jedoch genauso wenig in meine Tasche stecken, wie das Getränk einfach wegschütten und so verdarb mir das pappsüße Getränk beinahe mein Freitagscouscous… Wenigstens ist mein Gewürzhsirup jetzt gut aufgehoben!

Rezept

zuckersuess 144

14: Zuckersüß 144

Leicht verspätet, weil ich dieses Wochenende in Casablanca war (auf dem Foto die selbst bei unausstehlichem Wetter beeindruckende Hassan-II-Moschee), aber doch noch veröffentlicht: Meine Links der Woche im Zuckersüß:

REZEPT

Banana Bread Cookies – Baker’s Royale
Das nächste Mal, wenn ich Bananen übrig habe, backe ich diese Cookies!
Speckulatius – Photissierie
Wahnsinnig cool. SpeCKulatius!
Spekolatius-Cheesecake mit Waldbeeren – blick7
Das wär was zum Adventskaffee!
Spekolatius-Rumtopf-Torte – SZ-Magazin
Und das was für Adventskaffee mit Schuss.
Whole Roasted Cauliflower with Cheddar Beer Sauce – Joy the Baker
Blumenkohl im Ganzen habe ich noch nie gegessen und auch nicht mit Käsesoße, einen Versuch wärs wert.
Quinoa-Wirsingrouladen mit Rote-Beete-Schaum – My cooking love affair
Quinoa, Wirsing und Rote Beete – drei Lieblingszutaten vereint.

TEXT

Diese Beere hilft gegen den Tod – Krautreporter
Über die zweifelhafte Wirksamkeit von “Superfoods”.
Gebündeltes Wissen für den kulinarischen Autodidakten – Highfoodality
Die Bücher, die Uwe hier rezensiert, würde ich mir am liebsten gleich zulegen.
Melilla, Spanien – Der Zaun
Die europäische Außengrenze in Melilla im Norden Marokkos ist räumlich gar nicht so weit weg von mir. Was dort passiert, ist einfach unglaublich.

AUDIO

Wishful Thinking (The Dislike Club Part VI) – Benjamen Walker’s Theory of everything
Hörenswerte Podcastfolge mit Kathy Sierra über Hate Speech im Internet.

VIDEO

The Internet’s own Boy: The Story of Aaron Swartz
Ein Dokumentarfilm über den verstorbenen Aktivisten, der bei vielen wichtigen Internet-Angelegenheiten (RSS, CC-Lizenzen) mitgewirkt hat und am amerikanischen Rechtssystem so verzweifelte, dass er schließlich Selbstmord beging. Sehr traurig und leider wahr.

SONST SO…

Dried Citrus Ornaments – A Beautiful Mess
Auf die Idee, dass man Orangen auch selbst trocknen könnte, hat mich erst dieser Post gebracht.
Origami diamond Christmas Ornaments – How about orange
Sieht kompliziert aus, macht sich aber gut!

BACKKATALOG

2009: Schokotarte
2010: Mandel-Baiser-Monde
2011: Hirschknöpf
2012: Pecanbiscotti
2013: Florentiner

lemon-curd-spitzbuben

15: Lemon-Curd-Spitzbuben

Spitzbuben sind neben Vanillekipferln wohl der ultimative Weihnachtsklassiker und dürfen auf keinem anständigen Plätzerlteller fehlen. Als ich kürzlich mal Lemon Curd gemacht habe, fiel mir auf, dass sich dieser exzellent als Marmeladenersatz in Spitzbuben machen würde. Deshalb habe ich heute eine besonders zitronige Spitzbuben-Version für euch.

lemon-curd-spitzbuben_1

Rezept

instagramlieblinge

13: Instagramlieblinge

Instagram ist meine bevorzugte Zeitvertreibs- und -verschwendeapp. Wenn ich mal aus purer Langeweile auf mein Smartphone starre, dann nicht für Facebook, Feedly oder gar 9GAG. Ich scrolle einfach zu gern durch die Bilder von Freunden, Fremden und vor allem von Foodies.

Deshalb will ich euch mit dem heutigen Adventskalendertürchen meine persönlichen Food-Foto-Lieblinge vorstellen:

Ein von Claudia (@kirinya) gepostetes Foto am

Kirinyas Feed strotzt nur so vor wunderbarer Food-Fotografie voller toller Ideen, diese Wiesn-Cupcakes sind der absolute Wahnsinn!

Ineke von Das Leben ist süß kennt ihr vielleicht schon von der Panna-Cotta-Tarte, die sie im Sommer für die Zuckerbäckerei gebacken hat. Wenn nicht (und sonst auch) lohnt es sich auf jeden Fall, ihr bei Instagram zu folgen.

Maras Wunderland habe ich erst vor kurzem entdeckt, bin allerdings völlig begeistert von ihrem Foodstyling.

Ganz viel Gesundes fotografiert Josefine von The Smoothie Lover. Schaut euch nur die Farben dieses Salats an!

Ein von Yvonne (@frlklein) gepostetes Foto am

Die Kreationen, die man in Fräulein Kleins Feed bewundern kann, sind immer richtige Kunstwerke mit aufwändiger Dekoration drumherum.

Jonathan bloggt als The Candid Appetite und fotografiert seine Rezepte während der Zubereitung für Instagram. Und das ganz ohne Hashtags!

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12: Qrichlat

Als ich kürzlich im Riad Senso war, habe ich nicht nur Fqas, sondern noch einiges mehr ausprobieren dürfen. Darunter auch die kleinen Qrichlat, Sandgebäck wahlweise mit Sesam oder Anissaat.

Qrichlat hatte ich, ohne deren Namen zu wissen, schon oft in der Medina gekauft. Das tat ich auch am zweiten Tag meiner “Formation Pâtisserie Marocaine”, um sie mit ins Riad Senso zu nehmen. Wie jede marokkanische Köchin, die etwas auf sich hält, hielt Mina allerdings recht wenig von meinen Medina-Keksen. Als ich ihr erklärte, dass ich diese nur gekauft hätte, damit sie mir zeigen könnte, wie man sie zubereitet, war sie aber so gleich wieder zufrieden und ließ mich alles mit Freuden fotografisch festhalten.

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Zuerst werden Sesamkörnchen ohne Fett geröstet, bis sie herumhüpfen wie Popcorn.
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Dann werden Butter, Zucker und Ei cremig “gerührt”.
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Es folgen Öl, Mehl, Backpulver und der geröstete Sesam. Ab jetzt wird geknetet…
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… bis der Teig ganz homogen ist.
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Ein Stückchen Teig wird dann mit großzügig Mehl auf Arbeitsfläche und Händen gleichmäßig zu einer Rolle geformt.
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Mit ständiger Rotation wird die Rolle schließlich in kleine Stückchen geschnitten… 
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…und auf einem gefetteten Blech verteilt, um schließlich im Holzofen des Quartiers zu landen. Rezept

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11: Schneekristallnägel

Mit dem heutigen Gastpost mache ich einen Ausflug in ganz andere Gefilde. Denn das folgende Tutorial meiner kleinen Schwester, @colourella, hat wenig mit Zuckerbäckerei zu tun. Trotzdem ist es winterlich und ziemlich cool, seht selbst:

Hallo, liebe Zuckerbaeckereileser. Schön, dass ihr auch heute ein Adventskalendertürchen in der Zuckerbaeckeri öffnet. Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Schwester Jana mich eingeladen hat, ihr 11. Adventskalendertürchen zu füllen.
Da ich unheimlich gerne Nägel lackiere, besteht dieser Post, wie soll es auch anders sein, aus einem winterlichen Nageldesign, nämlich Schneekristallen in schimmerndem weiß. Ich finde, dass Hände mit lackierten Nägeln viel gepfleger und vor allem schöner wirken, deshalb gehe ich fast nie mit unlackierten Nägeln außer Haus. Und da Weihnachten meiner Meinung nach die schönste und gemütlichste Zeit im Jahr ist, man die meiste Zeit sowieso im Haus verbringt um Plätzchen mit Rezepten von der Zuckerbaeckerei zu backen oder zu essen, kann man da schon ein wenig, oder in meinem Fall zu viel, Zeit in ein wunderschönes Nagesdesign investieren.

Rezept

Speckia-Kekse

10: Gebackene Speckia-Kekse

Speckia. Von diesem marokkanischem Gebäck schwärme ich eigentlich ständig. Und deshalb habe ich mich jetzt an eine Neuinterpretation gewagt. Ich schätze mal, dass mir ein Marokkaner meine Kekse nicht als Speckia abnehmen würde. Doch abgesehen davon, dass sie nicht fettgebacken sind und nicht in klebrigem Sirup gebadet haben, sind sie genau das. Orientiert habe ich mich am Kochbuch der AFBK, der Organisation, bei der ich in Essaouira meinen Darija-Sprachkurs gemacht habe.

Speckia-Kekse

Was Speckia ausmacht, sind zum einen die vielen Gewürze – Zimt, Ingwer, Anis und Muskat – als auch das Olivenöl im Teig. Das habe ich eins zu eins übernommen, das Sirup-Vollbad habe ich durch einen Klecks Honig ersetzt und natürlich ein paar Sesamkörnchen darauf gestreut.

Übrigens läuft immer noch ein ziemlich cooles Gewinnspiel im Zuckerbäckerei-Adventskalender, schaut doch mal zum Post vom letzten Samstag.

Rezept

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9: Bratäpfel

Bratäpfel gehören für mich zur kalten Jahreszeit wie der Holzofen, in dem sie meine Mama normalerweise immer backt. Jetzt bin ich nur leider weit weg von meiner Mama und unserem Holzofen und musste deshalb selber ran.

Ausnahmsweise habe ich mich voll und ganz ans “Rezept” aus meinem Gedächtnis gehalten und schlicht und ergreifend Äpfel gefüllt mit karamellisierten Mandeln und Orangen, ganz ohne fancy Änderungen zubereitet. Ganz genauso wie es Mama immer macht, denn die kocht bekanntlich am Besten und darf das, weil ich genau weiß, dass sie das liest, als großes Lob empfinden ;)

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Zuerst werden Äpfel gewaschen, der “Deckel” abgeschnitten und das Kernhaus ausgehölt. Damit sie nicht braun werden, kommt sogleich noch ein bisschen Zitronensaft darauf.

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Gemahlene Mandeln werden mit Butter und braunem Zucker karamellisiert und die Äpfel damit gefüllt. Orangensaft und gehobelte Mandeln darüber…

bratäpfel_3… und Deckel wieder drauf. Dann ab in den (Holz-)Ofen.

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Nach kurzem Abkühlen dann noch warm serviert…

bratäpfel_6… halbiert und dann voll und ganz verputzt.

Rezept