Die Koutoubia-Moschee in Marrakech

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Wochenends verliere ich mich sehr gerne stundenlang in der Lieblings-Link-Akquisition (aka unendlich viele Artikel lesen, Videos anschauen und Audios anhören). Meist beginnt das bei feedly (bei mittlerweile 186 Abos habe ich da schon ziemlich viel zu lesen) und von dort aus klicke ich mich dann immer weiter in die Untiefen des Netz. Das geht soweit, dass ich dann zusätzlich zu den Artikeln, die ich sofort fürs Zuckersüß bookmarke oder in Readability zum später lesen vermerke, noch 15+ Tabs öffne, die alle gelesen werden wollen und mich potenziell unendlich weiterklicken lassen. Wenn mir nicht irgendwann man einfiele, dass ich eigentlich meine Lieblinge mit euch teilen wollte. Und genau das mache ich natürlich auch heute:

REZEPT

Rote Beete Hummus mit Artischocke – Foodlovin’
Rote-Beete-Hummus (von Food52) tauchte vor gar nicht so langer Zeit schonmal hier im Zuckersüß auf. Mit Artischocke dazu könnte es als ganze Mahlzeit durchgehen und vielleicht traue ich mich damit auch endlich mal, eine Artischocke zuzubereiten.
Daniel Boulud’s Chicken Tagine Recipe – NYT Cooking
Anders als die Hühnchen-Tajines, die man in Marokko für gewöhnlich bekommt, ist hier auch noch ein bisschen Gemüse enthalten. Gefällt mir!
Garlic Goat Cheese Mashed Potatoes – How Sweet Eats
Kartoffelpüree an sich ist schon eine leckere Angelegenheit, Ziegenkäse habe ich in letzter Zeit fast immer im Vorrat und Knoblauch verschreckt zwar möglicherweise andere Leute, schmeckt geröstet aber einfach ziemlich gut. Deshalb landet dieses Rezept sofort auf meiner Nachkochliste.
Potaffle {Potato Pancakes “Waffled” – Real Food by Dad
Fürs übriggebliebene Kartoffelpüree.
The Best Creamed Spinach – Shutterbean
Spinat mit Frischkäse ist mir neu.
Aniswölkchen – BRIGITTE

TEXT

Bäckerei: Back for Good – ZEITmagazin
Über das Bäckereisterben in Deutschland. Wieso in aller Welt kauft man denn Brot überhaupt in “Back-Shops” statt beim Bäcker?
The Secret Life of Passwords – NYTimes.com
Interessanter Artikel!
Was Google über Dich speichert – netzpolitik.org
Nicht neu, aber trotzdem beunruhigend.

VIDEO

Zina – Babylone
EIn sehr schnulziger, aber schöner marokkanischer Ohrwurm.
Tim Doner – Breaking the Language Barrier – TEDxTeen.com
20+ Sprachen sprechen und dann auch noch ein guter Redner. Toller Vortrag vom Polyglotpal!

SONST SO

The Art of Google Books (via Gefällt mir)
Die Fehler, die beim automatischen digitalisieren von Büchern auftreten, sehen hin und wieder ganz kunstvoll aus.
Lammily (via TRACKS)
Eine durch Crowdfunding finanzierte “Barbie” mit durchschnittlichen, menschlichen Proportionen.
Perils of Perception Quiz (via herzdamengeschichten)
Eine Infografik, die mit weitverbreiteten Vorurteilen zu statistischen Anteilen in der Gesellschaft aufräumen will.

BACKKATALOG

2009: Vanille-Orangen-Plätzchen
2010: Muffin-Cakepops
2011: Guinness-Cupcakes mit Baileys-Frosting
2012: Post aus meiner Küche Nummer 4: In der Weihnachtsschickerei
2013: Orangenkuchen

Auf dem Foto seht ihr die Koutoubia-Moschee in Marrakech, die ich bei meinem Kurztrip dorthin letzte Woche auch kurz zu Fuß umrundet habe.

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Mandel-Krokant-Muffins

[ Dieser Post liegt nun seit Juli als Entwurf bei mir herum und ich weiß wirklich nicht, warum ich euch diese Muffins mit superleckerem Mandel-Krokant ganze drei Monate lang vorenthalten habe. Es war eines der letzten Rezepte, das ich noch “daheim” gebacken, fotografiert und getippt habe. ]

Aus Langeweile blätterte ich kürzlich wieder in einem meiner vielen Kochbücher und stieß auf Erdnuss-Krokant-Muffins. Allerdings hatte ich weder Erdnüsse noch Erdnussbutter für eine spontane Backaktion zur Hand und so entschied ich mich für Mandeln als Ersatz. Vom ursprünglichen Rezept blieb am Ende nichts mehr außer der Idee, obenauf “Nuss”-Krokant zu tun. Doch die Kreation aus Mandelmuffins (in Anlehnung an dieses Rezept), Zartbitterganache und selbstgemachtem Mandelkrokant ist nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich ziemlich gut.

mandel-krokant-cupcakes

Rezept

Der Innenhof des Dar Bellaj in Marrakech.

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Diese Woche war ich ein bisschen in Marrakech unterwegs. Jetzt im November sind die Temperaturen dort weitaus angenehmer als im Spätsommer und ich konnte meinen Aufenthalt viel mehr genießen. Diesmal war ich viel in Gueliz, der “Neustadt”, wo ich zwei tolle Cafés entdeckt habe:

Café 16
Hier habe ich den wohl besten Salat (mit Cherrytomaten, Walnüssen, Rosinen, paniertem und überbackenem Chevre und superleckerem Honigdressing), den ich bisher in Marokko hatte, und ein Süßholz-Eis gegessen.
Softy Sweet
Hier gibt es drei Sorten Eis aus Ziegenmilch mit einer großen Auswahl an Toppings. Ich entschied mich für ein Ziegenmilch-Schokoeis mit Trüffeln, Mandeln, Erdbeeren und dunkler Schokosoße. Ein nicht gerade vollwertiges Abendessen, aber durchaus lecker!
Dar Bellaj
Das Gebäude dieser Stiftung besuchte ich “im Dienst”, aber die Ausstellung dort hat mir so gefallen, dass ich auf jeden Fall mal wieder vorbeischauen werde. Das Titelfoto dieses Posts zeigt den Innenhof.

REZEPT

Lentils Braised in Red Wine – Food52
Ich mag Linsen und ich mag Rotweinsoßen, da kann ich diese Kombination nur wunderbar finden.
Kastanien-Radiccio-Kuchen – SZ-Magazin
Ich wünschte, ich könnte die Zutaten für dieses Rezept auftreiben…
Meyer Lemon Bars – Anonyme Köche
Homemade Butterbeer – Offbeat & Inspired
Beim Harry-Potter-Lesen konnte ich mir nie so recht etwas unter Butterbier vorstellen, jetzt habe ich zufällig ein Rezept dafür entdeckt.
Saffron Yoghurt Blueberry Pie – The Smoothie Lover
Eher sommerlich, aber trotzdem nach”back”verdächtig.

TEXT

Facelift für Ammans Traditionsläden – Qantara
“Wildes Chaos aus Schriften und Symbolen” ist für die Schilder hier in Marokko noch nett ausgedrückt…
Linguistische Grenzübergänge – Krautreporter (via Sprachlog)
Kann man mit Sprachanalyse das Herkunftsland eines Menschen bestimmen?

VIDEO

Aicha – Cheb Khaled
Weil dieses Lied einfach zeitlos schön ist.
The Ling Space
Ein Vlog über Linguistik, das ich neuerdings sehr gerne schaue.

SONST SO

Frau Gelhaar (via Süddeutsche)
“Über das Großstadtleben und das Rollstuhlfahren”. Interessante Lektüre!
Zzzebra
Auf den Seiten von Zzzebra habe ich vor gut zehn Jahren (unglaublich!) meine ersten Berührungspunkte mit dem Internet gehabt. Jetzt habe ich mich zufällig wieder an diese Kinderseite erinnert und finde sie immer noch ziemlich gut!
Weihnachtstannenzapfenbäumchen – Blick7
Schönes DIY!

BACKKATALOG

2009: Mandelfruchtgebäck
2010: Zimthippen mit Ganachefüllung
2011: Zimtschnecken
2012: Löffelkekse
2013: Streuselmuffins mit Schokochips

Mandel-pancakes mit gebräunter Butter

Mandel-Pancakes mit gebräunter Butter

Auf meinem Blog gibt es bereits ein paar Pancake-Rezepte (hier, hier, hier) , doch sie spiegeln bei Weitem nicht meinen eigentlichen Pancakekonsum wider (mein Instagram-Feed schon eher). Ich habe Pancakes schon mit dem Gaskocher auf Festivals gemacht, in allerlei fremden Küchen, zum Frühstück, Mittag-, Abendessen oder gar als Snack um 3 Uhr morgens nach dem Ausgehen. Und seitdem ich “nicht mehr daheim” bei meinen Eltern wohne, also vollständig die Herrschaft in der Küche übernommen habe, gibts Pancakes auch mindestens einmal wöchentlich zum Frühstück.  Denn insgeheim sind Pancakes/Pfannkuchen unglaublich schnell gemacht, brauchen nicht viele Zutaten und sind praktisch unendlich variabel.

Eine meine Lieblingsvariationen in letzter Zeit beinhaltet ein kleines bisschen gebräunte Butter, die geschmacklich jedoch einen riesigen Unterschied macht. Im heutigen Rezept haben sich dazu noch ein paar gemahlene Mandeln eingeschlichen. Und dazu: selbstgemachte Pflaumenkonfitüre mit echter Vanille. Ein Traum!

Rezept

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Zuckersüß 139

Während in Deutschland jetzt gefühlt die Weihnachtszeit beginnt (zumindest wenn man sich Blogs und Magazine ansieht), habe ich noch immer häufig Sonnenschein und mehr als 20 Grad. In einem Land mit Staatsreligion Islam ist Weihnachten in der Öffentlichkeit sowieso kein Thema. So denke ich zwar schon seit einiger Zeit an Weihnachtsvorbereitungen für die Zuckerbäckerei, wirklich etwas dafür zu machen, ist mir aber noch nicht gelungen… Aber es ist ja erst Anfang November. Und im Internet gibts so viel Spannendes (ganz ohne verfrühten Weihnachtsbezug) zu sehen:

REZEPT

Parmigiana di Melanzane – Anonyme Köche

Wir müssen uns mehr Gedanken über die Kerntemperatur von Gemüse machen.Echt jetzt. Für zartes Fleisch tun wir es ja auch.

Maisbrot Whoopie Pies mit Ziegenkäse und Crunchy Bacon – My Cooking Love Affair
Hört sich umwerfend lecker an!
Sage Candied Walnuts – Food52
Salbei ist momentan eines der meist verwendeten Lebensmittel in meinem Haushalt, da sind Salbei-Snacks nur der nächste logische Schritt.
Waldfrucht-Senf – Dreierlei Liebelei
Selbstgemachter Senf steht ja schon noch auf meiner Nachkochliste, jetzt kommt eine Waldfrucht-Variation dazu.

TEXT

Die Besserbürger – Zeit-Magazin (via Christowski)
A Simple Way out of the Plastic-vs.-Paper-Bag-Dilemma – The Atlantic (via ZEIT)
Ich bin ja insgeheim für Stoffeinkaufstüten aka Hipsterjutebeutel.

VIDEO/AUDIO

Abmahnanwalt – Friedemann Weise (via netzpolitik.org)
hihi.
99 Red Balloons played with red ballons – Andrew Huang (via Tracks)
Fayk Toul Lil – G Pers
Zufällig bei der Arbeit im Radio gehört und für irgendwie cool befunden. Leider verstehe ich kein einziges Wort.

SONST SO

Windows93.net (via dasfilter)
Herrlich sinnloser Internetkram. Aber witzig!
How to draw… giraffes – The Guardian
Schöne Serie, in der Illustratoren zeigen, wie ihre Charaktere gezeichnet werden, hier: Giraffen.
alicebodnar.de
Die Arbeiten und der Onlineauftritt dieser Berliner Grafikdesignerin finde ich sehenswert.
DIY Morse Code Bracelets – Honestly WTF
Die Idee, eine mehr oder weniger versteckte Botschaft in ein simples Perlenarmbändchen zu packen, gefällt mir.
Decorative Paper Clips – Design*Sponge
Momentan verwende ich Büroklammern in Schuhform, diese hier sind aber irgendwie noch cooler.

BACKKATALOG

2009: Hirschknöpf
2010: Vanille Whoopie Pies mit Karamellfüllung
2011: Zimtschnecken
2012: Löffelkekse
2013: Apfelkaramell

Auf dem Foto: Bab al Had, zentraler Platz in Rabat.

Vanille-Hafer-Kekse mit gebräunter Butter und Schokostückchen

Vanille-Hafer-Kekse mit gebräunter Butter und Schokostückchen

Kekse wie diese sind traditionellerweise klassische Retter in der Rezept-Not in der Zuckerbäckerei. Denn alle Zutaten, die man dafür braucht, sollten in einem gut gepflegtem Vorrat (meinem jedenfalls) zu finden sein. Nur hier in Marokko scheint mir der Plan nicht so leicht aufzugehen, denn einige der Hauptzutaten sind nicht gerade alltäglich hier. Beim Hanut um die Ecke bekomme ich problemlos Mehl, Zucker und Eier. Für Haferflocken, Butter und dunkle Schokolade muss ich dann schon in einen größeren Supermarkt. Doch gänzlich unmöglich wird es dann bei der Vanille. Immer wenn ich in letzter Zeit bei einem Gewürzhändler vorbeikam – und davon gibt es wirklich viele hier – fragte ich nach Vanille. Leider immer ohne Erfolg. Ich will mich nicht beschweren, denn so einfach und günstig bin ich noch nie an dutzende Gewürze gekommen, wortwörtlich von Anis bis Zimt. Aber Vanillinzucker statt echter Vanille verdirbt mir echt die Laune.

Vanille-Hafer-Kekse mit gebräunter Butter und Schokostückchen

Glücklicherweise habe ich sehr aufmerksame Tanten daheim in Deutschland, die mein Klagen über fehlende Vanille prompt mit 30 Vanilleschoten zu meinem Geburtstag beantworteten. Vielen lieben Dank nochmal!

Vanille

Und so kam es, dass meine (nicht-mehr-)Retter-in-der-Not-Kekse mit ein bisschen Aufwand doch noch etwas wurden. Und so lecker! Crunchige (verzeiht diesen schrecklichen Anglizismus) Haferflocken treffen auf nussige gebräunte Butter, dunkle Schokolade und ECHTE Vanille!

Rezept

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Zuckersüß 138

Mit dem Kuchen auf dem Titelbild sind mir gleich zwei Missgeschicke passiert. Als er gerade im Ofen war, brannte plötzlich die Hauptsicherung durch. Das bedeutete zum Einen kein Strom bis zum nächsten Morgen, zum Anderen ein halbgarer Kuchen. Glücklicherweise kam mir aber meine liebe Nachbarin zu Hilfe und ließ mich den Kuchen in ihrem Ofen fertigbacken. Am nächsten Morgen schoss ich dann Fotos vom Kuchen und lud sie auf meine Festplatte. Und dann vergaß ich sie. Und jetzt, als ich sie wieder entdeckt habe, fiel mir auf, dass ich den Zettel mit den Rezeptnotizen dazu verloren habe und an die genauen Mengen erinnere ich mich nicht mehr. Dumm gelaufen. Dafür habe ich diesen Sonntag umso mehr tolle Links für euch:

REZEPT

Kardamom-Birnen-Kuchen – Highfoodality
Einen Birnenkuchen habe ich schon lange vor, bei dieser Rezeptbeschreibung wird es wohl dieser hier werden, den ich als Nächsten backe.
Cheesecake Cookies – RecipeBoy
Interessante Idee.
Saftiger Schokoladen-Guglhupf mit Käsekuchen-Füllung
Eine tolle Kombi!
Potato, Mushroom and Caramelized Onion Pierogi – Food52
Chou farci – Manger
Erinnert mich ein bisschen an bayerische Krautwickerl, nur in einer großen Form gebacken.

TEXT

Erstaunlich unspektakulär – Überschaubare Relevanz (via wirres.net)

Eine Belästigung ist alles, was ich mit einem Menschen mache, das ihn belästigt. Ich gebe anderen nicht vor, was sie belästigt, sondern ich muss sie fragen, und wenn sie es mir sagen, nehme ich es zur Kenntnis, und diskutiere nicht drüber, ob sie sich nicht vielleicht täuschen und in Wahrheit völlig unbelästigt sind.

DJs in der DDR: Ohne Pappe keine Musik […] – DasFilter
Wie man “staatlich geprüfter Schallplattenunternehmer wurde”. Insgesamt ziemlich interessante Texte bei DasFilter!

AUDIO

Fascination – Hindi Zahra
Englischsprachige Musik aus Marokko. Sehr schön!
Cold Stone Lips – We are twin (via Stefan Mesch)

SONST SO

Posing DJs
Ein tumblr, der Promofotos von heutigen “Schallplattenunterhaltern” sammelt. Lustigerweise findet sich unter den ersten drei Einträgen ein DJ-Duo, das in meiner Gegend (also in Niederbayern, nicht Rabat ;) auflegt…
Women having a terrible time at Parties in Western Art History – The Toast
Tattly
Ein echtes Tattoo würde ich mir nie stechen lassen, diese temporären hier finde ich aber ziemlich witzig.
Machts-gut.de
Eine Seite, die zum Nachdenken über den digitalen Nachlass anregen soll und nebenbei mit interessanten Statistiken aufwartet.

BACKKATALOG

2009: Mornetkuchen
2010: Vanille Whoopie Pies mit Karamellfüllung
2011: Schoko-Milchcreme-Tartelettes
2012: Löffelkekse
2013: Schoko-Bananen-Guglhupf

5 Jahre Zuckerbäckerei – Funfetti Lemon Curd Torte

FÜNF Jahre Zuckerbäckerei!
Ende September wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass bald das “Blogiversary” meiner Zuckerbäckerei nahte. Und zwar das fünfte! Ein halbes Jahrzehnt ist schon ganzschön lang, wenn man selbst noch nicht einmal ganz zwei auf dem Buckel hat…

Mit meinem Blog habe ich Geburtstage gefeiert (15, 16, 18, 19), Reisen unternommen (SudanWien, Barcelona,…), Adventskalender zusammengestellt (2010, 2011, 2012, 2013). Ich habe mir eine DSLR zugelegt, bin zum selbsgehosteten WordPress umgezogen, habe mein Abitur gemacht und so vieles mehr. Insgesamt macht das 571 Posts, davon gut 400 Rezepte und 137 Ausgaben meiner Linksammlung Zuckersüß.

Die Gesamtzahl der Besucher kann ich leider nicht mehr rekonstruieren, seit dem Umzug zu WordPress im Sommer letzten Jahres bringt es die Zuckerbäckerei aber auf knapp 47.000 eindeutige Seitenaufrufe. Ein bisschen Social Media mache ich auch, das heißt 338 Facebook-Likes und 73 Instagram-Follower. Dazu kommen noch gut 500 Kommentare und ungezählte E-Mails.

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Foodbloggen macht mir immer noch genauso viel Spaß wie in den Anfangstagen der Zuckerbäckerei. Backen, Fotografieren und das Internet sind noch immer meine liebsten Hobbies und werden mir bestimmt auch nicht so schnell langweilig. Vom ursprünglich ausschließlichen Rezeptblog hat sich die Zuckerbäckerei zu meiner digitalen Spielwiese weiterentwickelt, in der ich auch einiges andere veröffentliche. Damit meine ich zum Einen Posts über Reisen, kleine DIYs oder Gastblogger, die ich zu bestimmten Anlässen einlade. Vor allem meine ich aber meine Linksammlungen, in denen ich mich bemühe, meine beiden Filterbubbles (Food/alles andere) ein bisschen näher zusammenzubringen. Damit will ich euch, meine liebsten Leser, vielleicht auch mal in neue Ecken des Internets entführen und eine kleine Brücke zwischen diesen zwei Welten schlagen. Ich finde es nämlich ziemlich schade, dass Foodblogs meistens ausschließlich in ihrer schönen, wortwörtlichen Friede-Freude-Eierkuchen-Welt bleiben und kaum andere Themen behandeln.

Nachdem ich jetzt ein Jahr in Marokko lebe, will ich euch natürlich auch davon ein bisschen zeigen, seien es nun Rezepte oder Geschichten in “Neues aus Marokko”-Posts. Ansonsten werdet ihr hier in Zukunft immer das sehen, was mir gerade so einfällt. Die Ideen gehen mir, bei so viel Inspiration um mich herum, bestimmt so bald nicht aus.

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Zurück zum Kuchen: Zur Feier des Tages musste unbedingt ein ganz besonderer Kuchen her. Eine Torte sollte es sein, mit mindestens drei Böden, am besten mit großzügig Zuckerstreuseln und einer leckeren, aber nicht zu süßen Cremefüllung.
Inspiriert von My Name is Yehs Funfetti Cake habe ich dann schließlich Biskuitböden mit reichlich bunten Streuseln gebacken und mit selbstgemachtem Lemon Curd, beziehungsweise einer Creme daraus gefüllt. Mit noch mehr Streuseln und ein paar Fähnchen aus Zeitschriftenseiten dekoriert ist er einem fünften Jubiläum durchaus würdig.

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Diese tolle Torte dann noch entsprechend fotografisch in Szene zu setzen erwies sich dann leider als gar nicht so einfach. Ich besitze nämlich weder einen anständigen Tisch (deshalb steht die Torte auf meinem selbstgebasteltem Papp-Regal), noch eine Tortenplatte (deshalb mussten khakigrüne Teller herhalten) und Kuchengabeln oder einen Tortenheber sowieso nicht. Deshalb aßen meine Gäste und ich diese Torte bei meiner Geburtstagsparty schließlich von Packpapier (aka marokkanische Servietten) und zwar wahlweise mit der Hand (sehr marokkanisch) oder mit dem Löffel (für alle, die Cremetorten lieber im Bauch als an den Fingern haben). Geschmeckt hat sie offensichtlich, denn es blieb kein Krümel übrig.

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Zum Schluss würde mich noch eins interessieren, meine liebsten Leser: Was gefällt euch an der Zuckerbäckerei am Besten (sei es nun ein bestimmtes Rezept, eine Rubrik, etc.)? Eure Meinung interessiert mich wirklich sehr und ich freue mich immer wie eine Schneekönigin über eure Kommentare oder E-Mails. Liebe Grüße!

Rezept

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Zuckersüß 137

Letzte Woche habe ich meinen Geburtstag mit rauen Mengen an Kuchen, sondern auch mit einer Burgerparty mit meinen Freunden gefeiert – u. a. mit selbstgemachtem Salsa-Dip, Pflaumen-Ingwer-Chutney und Salz-Pfeffer-Crackern. Leider habe ich gänzlich vergessen, Fotos davon zu schießen… Meine Lieblingslinks der Woche habe ich dagegen sehr wohl im Kopf:

REZEPT

Kürbisrisotto mit Feta, Petersilie und Kürbiskernen – Das Leben ist süß
Kürbis ist mittlerweile einer meiner liebsten Zutaten geworden, deshalb freue ich mich immer über neue Ideen damit.
Provencal Artichoke Ragout – NYT Cooking
Ich habe noch niemals Artischocken zubereitet, dieses Rezept scheint mir ein guter Anfang dafür zu sein.
Gnocchi alla Romana – Highfoodality
Hört sich toll an!
Carrot Cake Cupcakes with Whipped Coconut Cream and Chocolate – This is Rawsome
Karotten in Süßem FTW!
No Churn Ice Cream with Dulce de Leche – Camille Styles
Bei den momentanen Temperaturen in Rabat ist Eis eindeutig noch drin.

TEXT

Reduktion statt Abschaffung: Fünf Schritte zur entspannteren Mediennutzung – real virtuality 

Je schneller man einsieht, dass man nie alle Bücher lesen wird, die einen interessieren; dass es immer irgendwo in der Filmgeschichte Lücken geben wird, die man noch nicht geschlossen hat; dass es da immer noch diese eine Serie gibt, die einem ständig Leute empfehlen und die man doch nie guckt; umso besser[…]Es gibt Dinge im Leben, die nunmal wirklich wichtiger sind. Und manchmal kann sogar “rumhängen und prokrastinieren” eins dieser Dinge sein. So sind wir halt gepolt.

Featurette
Das Bloggerinnenmagazin sammelt interessante Texte von deutschsprachigen Bloggerinnen. Schön zum Stöbern!
Krautreporter
Nach langen Vorankündigungen ist jetzt die “Zeit für Journalismus”. Ich werde mich in den nächsten Tagen mal durch die ersten Artikel lesen.

AUDIO

Radiotopia
Tolles Podcast-Portal, momentaner Liebling: The Theory of Everything
So far – LM
Zufällig bei Soundcloud entdeckt. So schön!

SONST SO

Wine Cork Bulletin Board – A Beautiful Mess
So eine Pinnwand würde ich mir gerne basteln. Nur kann ich leider unmöglich so viel Wein trinken, um genügend Korken zusammenzubekommen…

BACKKATALOG

2010: Sour Cream Cookies
2011: Salz-Pfeffer-Cracker
2012: Cranberry-Walnuss-Kuchen
2013: Guinness-Brownies

Auf dem Foto: Hassan-Turm und Mausoleum von der Oudaya aus.

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Geburtstags-Schoko-Bananen-Kuchen mit Streuseln

Genau wie die letzten vier Jahre habe ich mir auch dieses Jahr wieder einen Geburtstagskuchen gebacken. Nach Brownies, (2011 habe ich tatsächlich nicht über meinen Kuchen gebloggt und glatt vergessen, was es war), Cranberry-Walnuss-Kuchen und nochmal Brownies gabs in diesem Jahr… wunderbar saftigen bananigen Schokoladenkuchen. Oder eher schokoladigen Bananenkuchen? Naja, jedenfalls versteckt sich das Ganze unter einer knusprigen Streuselkruste, die den Kuchen außerordentlich lecker macht.

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Leckerer Kuchen zum Geburtstagsfrühstück ist schon ziemlich cool, aber leckerer Kuchen mit Geburtstagskerze zu Balkonblick mit Sonnenaufgang über dem Mausoleum von Rabat ist eigentlich schon wieder zu kitschig um schön zu sein…

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Übrigens: Dieser kleine Kuchen ist natürlich nicht Alles, was das Rezept hergibt – den restlichen Teig habe ich zu Muffins verarbeitet, die ich an meine Gratulanten verschenkt habe.

Rezept