Vanille-Kokos-Sterne

Kokossterne
Schneesternchen

Es kommt selten vor, dass ich eine Idee habe, wie etwas aussehen soll, bevor ich eine Idee habe, wie etwas schmecken soll. Bei diesen Plätzerln war es aber genau so: Schneeweiße Sternchen sollten es werden, mit Kokosraspeln und perlmuttmäßigen Zuckerperlen.

Das erste Ausstechteig-Rezept, das mir einfiel, war das von Stella Parks für Serious Eats, das ich vor vier Jahren schon einmal in einer Zuckerstreusel-Variante gebacken habe. Für extra-Weihnachtsluxus habe ich Vanillemark eingearbeitet. Für so richtig weißen Guss gibt es zwei Optionen: Meringue Powder mit Eiweißpulver für US-amerikanisches Royal Icing (zuletzt vor etwa zehn Jahren verwendet, z.B. bei den Liebestrankplätzerl) oder frisches Eiweiß. Ich hatte zufällig eh zwei davon übrig, und schlug daraus eine Meringue Italienne (Rezept nach La Paticesse zuletzt bei der Tarte au Citron genutzt), wieder aromatisiert mit Vanille. Durch den heißen Zuckersirup (statt einfach nur Zucker) glänzt sie einerseits schön, andererseits wird sie lebensmittelsicherer*.

*Ich würde die Plätzerl trotzdem gekühlt aufbewahren und zügig aufessen, ich weiß tatsächlich nicht, wie schnell dieser Guss schlecht werden kann.

Und am Schluss hab ich die Sternchen in den dicken weißen Guss getunkt und mit Kokosraspeln und Zuckerperlen bestreut. Fertig waren die winterwonderlandmäßigen Vanille-Kokos-Sternchen.

Vanille-Kokos-Sterne – Rezept

Plätzerl

nach einem Rezept von Stella Parks für Serious Eats

115 g kalte Butter
100 g Kokosöl
225 g (Vanille-)Zucker
5 g Salz
1/4 TL Backpulver
1/8 TL Natron
Mark aus 1/3 Vanilleschote (oder auch mehr)
1 Ei
355 g Mehl

Meringue italienne

(angelehnt an ein Rezept von La Paticesse)

60 g Eiweiß (knapp 2 Eier, Klasse M)
20 g Zucker (ich habe selbstgemachten Vanillezucker genommen)
30 g Wasser
100 g Zucker (ich habe selbstgemachten Vanillezucker genommen)
+ Mark aus 1/3 Vanilleschote (oder auch mehr)

Deko

3-4 EL Kokosraspel
weiße Zuckerperlen

Butter, Kokosöl, (Vanille-)Zucker, Salz, Backpulver, Natron und Vanillemark in der Küchenmaschine fluffig rühren (ca. 5 Minuten). Den Schüsselrand mit einem Spatel säubern und das Ei zugeben. Bei mittlerer Geschwindigkeit weiterrühren, bis die Masse homogen ist.

Mehl zugeben und bei geringer Rührgeschwindigkeit rühren, bis der Teig anfängt zusammenzukleben. Mit einem Spatel das übrige Mehl einarbeiten.

Mehrere Backbleche mit Backpapier belegen und den Ofen auf 175°C vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 0,4 cm dick ausrollen (sollte der Teig zwischendurch zu weich werden, kurz kühlstellen). Mithilfe eines Metallspachtels/Tortenhebers anheben, damit die Teigplatte nicht anklebt. Sterne ausstechen und auf den vorbereiteten Blechen verteilen.

Jedes Blech einzeln 7-12 Minuten (kommt auf die Größe eurer Ausstechformen an) backen. Die Plätzerl sollten kaum bräunen.

Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Für die meringue italienne das Eiweiß in einer fettfreien Rührschüssel etwas anschlagen. Dann nach und nach die 20 g Zucker zugeben.

Währenddessen die 100 g Zucker mit 30 g Wasser in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Sobald der Sirup 121 ° C erreicht hat, unter Rühren in einem dünnen Strahl zu den angeschlagenen Eiweißen geben. Die Masse aufschlagen, bis sie fest und glänzend ist und ihre Spitzen behält. Das Vanillemark einrühren.

Die Kekse vorsichtig hineintunken, und überflüssigen Guss abschütteln. Zurück aufs Blech setzen und mit Kokosraspeln und Zuckerperlen bestreuen. Vollständig trocknen lassen.

Gekühlt aufbewahren.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.