Milchcremetarte mit Bucheckern und 13 Jahre Zuckerbäckerei

Seit ich vor ein paar Jahren in einer – zugegeben, recht alternativen – WG Bucheckern als Partysnack gereicht bekommen habe, bin ich fasziniert von dieser Zutat aus dem Wald. Das Gute: Wenn man einmal eine Rotbuche gefunden hat, die Früchte trägt, ist das Aufsammeln vom Boden noch nicht einmal schwierig. Das Schlechte: Wie ich feststellen musste, ist das Pulen ab einer Handvoll Bucheckern ziemlich langwierig. Aber was tut eins nicht alles für tolle Tarte!

Ich habe meine für 10 Minuten im aufheizenden Ofen geröstet, um den nussigen Geschmack noch stärker hervorzustreichen. Er bildet einen guten Kontrast zur Füllung dieser Tarte, einer karamelligen Milchcreme, die ich so ähnlich schon in den Schoko-Milchcreme-Tartelettes von 2011 eingesetzt hatte.

Geschmacklich erinnern mich Bucheckern ein ganz kleines bisschen an Pistazien

Mir ist außerdem gerade aufgefallen, dass die Zuckerbäckerei heute Geburstag hat– den dreizehnten! Nachdem ich zu diesem Anlass immer etwas ausgefallenes backen will, passt diese Tarte mit selbstgesammelten Bucheckern sehr gut, auch wenn ich sie nicht wie in den letzten Jahren ursprünglich zu meinem eigenen Geburtstag serviert habe. Hier ein kleiner Rückblick mit den vergangenen zwölf Blog-Jubiläums-Rezepten: Cashew-Karamell-Ganache-Tarte (2021), Ananastorte (2020), Tahini-Cupcakes mit Zitronen-Ricotta-Frosting (2019), Schoko-Himbeer-Torte (2018), Pfannkuchen-Kuchen (2017), Mini-Kürbiscupcakes (2016), Birnen-Cupcakes mit Ziegenkäse (2015), Funfetti Lemon Curd Torte (2014), Cranberry-Walnuss-Cookies (2013), Cranberry-Walnuss-Kuchen (2012), Zuckerbäckerei-Petit Fours (2011) und Sour Cream Cookies (2010).

Auf die nächsten Jahre Zuckerbäckerei – nächstes Jahr (food)blogge ich dann mein halbes Leben lang?!

Milchcremetarte mit Bucheckern

Knetteig (angelehnt an Michel Roux‘ Ofenfrisch)
250 g Mehl
100 g Puderzucker
Salz
100 g sehr weiche Butter
1 Ei

+ eine Handvoll Bucheckern (alternativ Nüsse)

Milchcreme-Füllung (angelehnt an ein Rezept von Tartelette)
750 g Milch
150 g Zucker
1/4 + 1/8 TL Natron

für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Mehl, Puderzucker und eine Prise Salz in eine weite Schüssel geben und vermischen. Die weiche Butter mit den Fingern einarbeiten. Wenn die Masse langsam teigförmig wird, das Ei zugeben. Kneten, bis der Teig glatt ist.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche (oder zwischen Frischhaltefolie) auf ca. 3mm Dicke und gut 30 cm Durchmesser ausrollen. Die Teigplatte vorsichtig in die Tarteform legen und den überstehenden Rand mit einem scharfen Messer abtrennen. Ich habe den übrigen Teig nochmal ausgerollt und Kreise ausgestochen, die ich später als Deko auf die Tarte gesetzt habe.

Mit Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 30 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C vorheizen und einen Rost in die mittlere Ebene schieben. Die Bucheckern in eine Auflaufform geben und im aufheizenden Ofen ca. 10 Minuten rösten, bis sie nussig duften. Dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Den Tarteboden aus dem Kühlschrank nehmen, ein paar Mal mit einer Gabel einstechen. Ein Backpapierblatt darauflegen und mit Hülsenfrüchten beschweren. 15 Minuten lang blindbacken, dann aus dem Ofen nehmen und die Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen. Weiter 8-10 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Währenddessen die Milchcreme zubereiten: Milch, Zucker und Natron in einen weiten Topf (oder eine weite Pfanne) geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren etwa 45 Minuten lang karamellisieren lassen. Wenn die Masse zäh und bernsteinfarben wird, ist sie fertig. Noch warm in die blindgebackene Tarte füllen, glattstteichen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Bucheckern pulen und hacken. Mithilfe zweier A4-Blätter als Schablone (diese dürfen die Creme nicht berühren!) die gehackten Bucheckern in Linien auf die Tarte streuen. Für ein paar Stunden durchziehen lassen, damit der Boden etwas „aufweichen“ kann und beim Anschneiden nicht bricht.



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.