Karamell-Marmor-Kekse

Marmorierte runde Kekse auf Tellern mit Goldrand und einem Backblech, darunter ein weißer Leinenstoff, Vogelperspektive
alles Gold und Glitzer

Am Montag hab ich noch ins Zuckersüß geschrieben, dass ich viel zu faul bin, mehrfarbige (marmoriert, gescheckert, gekringelt etc) Weihnachtskekse zu backen. Genügend schöne Fotos auf Instagram (z.B. bei @timmazurek oder @lanibakes) und schon änder ich meine Meinung – und mach Karamell-Marmor-Kekse.

Quietschbunte wären mir lieber gewesen, nur leider habe ich anders als in den Anfangszeiten dieses Blogs keine große Lebensmittelfarbensammlung mehr im Kastl. Das einzige, was ich auftreiben konnte, war Karamellpulver, ein Mitbringsel aus Japan, Goldglitzerpulver, das auch schon ein paar Jahre bei mir herumsteht und den Marmor-Teig-Klassiker Kakaopulver.

Ich hab mich am Rezept und der Anleitung von Elana Berusch in der Washington Post orientiert, und empfehle euch das gleiche zu tun. Ohne Bilder zu beschreiben, wie das mit dem marmorieren jetzt genau funktioniert, bekomm ich nicht so gut auf die Reihe (siehe Rezept unten).

Marmorierte runde Kekse auf Tellern mit Goldrand und einem Backblech, darunter ein weißer Leinenstoff

Nach dem Backen stellte sich heraus, dass der Aufwand nicht so besonders groß war. Weder kamen tausende Schüsseln zusammen (ich habe alles in derselben geknetet), noch musste ich die Arbeitsplatte schrubben (ausrollen geht auch zwischen Backpapier, ganz ohne Mehl).

Dieses Rezept ist noch dazu wahnsinnig einfach abzuwandeln, deshalb habe ich mir vorgenommen, noch mindestens eine Variante zu backen – vielleicht ja mit Regenbogen-Lebensmittelfarben. Nach zehn Jahren wär das ja fast mal wieder an der Zeit?

Karamell-Marmor-Kekse – Rezept

nach einem Rezept von Elana Berusch für die Washington Post

290 g weiche Butter
100 g Puderzucker
Salz
1 EL Vanille-Wodka
340 g Mehl
2-3 EL Karamellpulver
1 EL Goldglitzerpulver
2-3 EL Kakaopulver

Zum Wälzen
1-2 EL Wasser
goldene Zuckerkugeln (alternativ groben Zucker)

für drei Bleche Kekse

Die Butter mit Puderzucker und einer Prise Salz cremig rühren (ein Handmixer reicht dafür völlig, die Küchenmaschine kann im Eck stehen bleiben). Vanille-Wodka zugeben und alles glattrühren.

Das Mehl zugeben und mit dem Mixer grob einarbeiten. Mit den Händen zu einem glatten Teig formen.

Den Teig halbieren. Eine Hälfte bleibt „weiß“. Die andere Hälfte wiederum dritteln. Ein Stück mit dem Karamellpulver verkneten, eines mit dem Goldglitzerpulver und das dritte mit dem Kakao. (Von hell nach dunkel gearbeitet kann das alles in der gleichen Schüssel passieren.

Einen Bogen Backpapier wie ein Buch in der Mitte falten. Den „weißen“ Teig dazwischenlegen und rechteckig ausrollen, bis er die Größe des halbierten Backpapiers hat. Die drei eingefärbten Teige zu Rollen formen, sie sollten so lang sein wie die kürzere Seite des „weißen“ Teigrechtecks. Die eingefärbten Rollen im „weißen“ Teig einschlagen, sodass sie im Querschnitt einen weißen Außenmantel haben.

Die drei Teigrollen aufeinander legen, andrücken und der Länge nach halbieren. Die zwei Stücke wieder aufeinander legen, andrücken und wieder der Länge nach halbieren. So lange wiederholen, bis die Teigrolle im Querschnitt ausreichend marmoriert aussieht. Dann so lange „dünnerrollen“ bis die Teigrolle einen Durchmesser von etwa 4 Zentimetern hat.

An diesem Punkt ist der Teig wahrscheinlich recht weich. Die Teigrolle deshalb im verwendeten Backpapier (oder mit Frischhaltefolie) einwickeln und mindestens 30 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C vorheizen und drei Backbleche mit Backpapier belegen.

Die Teigrolle mit Wasser bestreichen und großzügig mit Zuckerkugeln (o.Ä.) bestreuen. Leicht andrücken.

Mit einem scharfen Messer möglichst gleichmäßig runde, etwa 4mm dicke Scheiben herunterschneiden. Diese mit jeweils einem fingerbreit Abstand auf den Blechen verteilen.

Jedes Blech für 7-10 Minuten in der Mitte des Ofens backen. Die Kekse sollten an der Oberseite kaum bräunen, damit ihre Marmorierung schön sichtbar bleibt. Abkühlen lassen und luftdicht verpackt aufbewahren.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.