Zwetschgen-Ingwer-Pie

Zwetschgen-Ingwer-Pie, Vogelperspektive
Meine ~artsy~ Verzierung war an spaciges 60er-70er-Jahre-Design angelehnt, blieb nur leider nicht in Form

Gefühlt ist das der fünfhundertste Pie, den ich diesen Sommer gebacken habe (realistischerweise eher so der zehnte). In den letzten Jahren habe ich auch einige Varianten verbloggt: Pfirsich-Heidelbeer-Pie, Heidelbeer-Apfel-Birnen-Pie und, vor kurzem erst, den Alles-was-der-Garten-hergibt-Pie.

Das Grundrezept für den Pie-Teig ist dabei immer dasselbe (ursprünglich von meinem Rezeptentwicklungsidol Stella Parks). Es braucht nur fünf Zutaten und ein paar Minuten aktive Arbeitszeit, der Rest der Fake-Blätterteig-Herstellung passiert dann im Kühlschrank, wo die festwerdende Butter für viele knusprige Lagen sorgt.

angeschnittener Zwetschgen-Ingwer-Pie

Diesmal habe ich eineinhalb Pfund Zwetschgen als Füllung genommen. Weil mir das ein bisschen fad erschien, schaute ich mich ein bisschen im Kühlschrank um, was denn dazu passen könnte – und fand ein Glas Ingwergelee mit kandierten Ingwerwürfeln. Die Kombination stellte sich als ziemlich gut heraus und zusätzlicher Zucker war gar nicht mehr nötig.

Zwetschgen-Ingwer-Pie – Rezept

Boden nach einem Rezept von Serious Eats
225 g Mehl
15 g Zucker
1/2 TL Salz
225 g kalte Butter, in kleinen Stückchen
115 g kaltes Wasser

Füllung
750 g Zwetschgen
100 g Ingwergelee mit kandierten Ingwerstückchen
30 g Speisestärke
Salz
+ Milch zum Bestreichen

für eine Tarte/Pie-Form mit 28 cm Durchmesser

Für den Boden Mehl, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die kalten Butterstückchen zugeben und mit den Händen platt drücken. (Nicht wie gewöhnlich weitermachen, bis die Masse bröselig/sandig wird, es reicht, wenn die Butter plattgedrückt ist!). Das kalte Wasser zugeben und die Zutaten kneten, bis sich eine grobe Kugel formen lässt.

Die Teigkugel auf einer großzügig bemehlten, möglichst kühlen, Arbeitsfläche ca. 25×40 cm ausrollen. Die linke und rechte Seite nach innen schlagen, das Rechteck um 90° rotieren und wie ein Buch zuschlagen. Nochmals um 90° drehen und wieder wie ein Buch zuschlagen. Den Teigblock halbieren.

Wenn der Teig an diesem Punkt sehr weich ist (was im Sommer leicht passieren kann!), in Frischhaltefolie wicklen und vor dem Weiterverarbeiten gut 15 Minuten kühlstellen.

Die Teigportionen zu Kugeln formen. Diese auf einer bemehlten Arbeitsfläche so ausrollen, dass sie gut über die Tarte-/Pie-Form passen und noch ein bisschen am Rand übersteht. Mit einer der beiden Teigplatten die Form auskleiden. Diese und die andere Teigplatte in Frischhaltefolie einwickeln und mindestens zwei Stunden kühlstellen, damit der Pie später möglichst blättrig wird.

Für die Füllung die Zwetschgen waschen, leicht abtrocken, halbieren und entkernen. In eine kleine Schüssel geben und mit Ingwergelee, Speisestärke und einer Prise Salz vermischen.

Den Ofen auf 180° C vorheizen.

Aus der zweiten Teigplatte Verzierungen ausstechen (in meinem Fall verschieden große Kreise/Ringe).

Die Obstfüllung auf dem Pieboden verteilen und die vorbereiteten Dekoteile darauf platzieren, überstehenden Teig entfernen. Den Teig mit etwas Milch bepinseln und für 45 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Lauwarm oder kalt servieren.



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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