Alles-was-der-Garten-hergibt-Pie

Pie mache ich im Sommer besonders gerne. Zwar ist es in warmen (heißen?) Küchen tendenziell sehr viel schwieriger, den Teig kühl und damit bearbeitbar zu halten. Aber so viel Obstvielfalt wie im Sommer gibts halt sonst nicht.

Wie der Titel schon sagt, ist dieser Pie gefüllt mit allem Obst, das der Garten meiner Eltern (und die der Nachbar_innen) am Backtag hergab: Kirschen, Rhabarber, Stachelbeeren, ein paar Himbeeren und ein schon etwas schrumpeliger Pfirsich aus dem Kühlschrank.

Normalerweise backe ich meine Pies in meiner flachen 28-Zentimeter Tarteform mit Hebeboden, aber die hatte ich nicht im Reisegepäck. Stattdessen nahm ich eine größere Porzellan-Quicheform. Der Teig hat deshalb nicht für „unten“ und „oben“ gereicht. Statt eines Webmusters o.Ä. sind deshalb nur ein paar vereinzelte Teigblümchen obenauf verstreut. Das macht den Pie aber nur sommerlicher, finde ich.

Alles-was-der-Garten-hergibt-Pie – Rezept

nach einem Rezept von Serious Eats

Boden
225 g Mehl
15 g Zucker
1/2 TL Salz
225 g kalte Butter, in kleinen Stückchen
115 g kaltes Wasser

Füllung
800 g (je nach Höhe der Form auch mehr oder weniger) gemischtes Obst, geputzt und klein geschnitten (in meinem Fall Kirschen, Rhabarber, Stachelbeeren, Himbeeren und Pfirsich)
30 g Speisestärke
3 EL Holundersaft
30 g Vanillezucker
Salz
+Milch zum Bepinseln

für eine Quicheform mit 28 cm Durchmesser / 2l Fassungsvermögen

Für den Boden Mehl, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die kalten Butterstückchen zugeben und mit den Händen platt drücken. (Nicht wie gewöhnlich weitermachen, bis die Masse bröselig/sandig wird, es reicht, wenn die Butter plattgedrückt ist!). Das kalte Wasser zugeben und die Zutaten kneten, bis sich eine grobe Kugel formen lässt.

Die Teigkugel auf einer großzügig bemehlten, möglichst kühlen, Arbeitsfläche ca. 25×40 cm ausrollen. Die linke und rechte Seite nach innen schlagen, das Rechteck um 90° rotieren und wie ein Buch zuschlagen. Nochmals um 90° drehen und wieder wie ein Buch zuschlagen.

Wenn der Teig an diesem Punkt sehr weich ist (was im Sommer leicht passieren kann!), in Frischhaltefolie wicklen und vor dem Weiterverarbeiten gut 15 Minuten kühlstellen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche so ausrollen, dass er gut über die Tarte-/Pie-Form passt und noch ein bisschen am Rand übersteht. Die Form mit der Teigplatte auskleiden. Aus den Teigresten Blümchen ausstechen. In Frischhaltefolie einwickeln und mindestens zwei Stunden kühlstellen, damit der Pie später möglichst blättrig wird.

Für die Füllung das Obst waschen leicht abtrocken und in 1 cm große Würfel/Stücke schneiden. In eine kleine Schüssel geben und Holundersaft, Speisestärke, Zucker und einer Prise Salz vermischen.

Den Ofen auf 180° C vorheizen.

Die Obstfüllung auf dem Pieboden verteilen und die vorbereiteten Dekoblümchen darauf platzieren. Den Teig mit etwas Milch bepinseln und für 45-50 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Lauwarm oder kalt mit Puderzucker bestäubt servieren.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.