Lakritz-Kekse

In Campobasso habe ich mir vor etwas mehr als einem Jahr verschiedene Sorten Lakritze gekauft. Damals fällte ich ein strenges Urteil:

Auf dem Weihnachtsmarkt probierte ich mich durch sechs verschiedene Sorten Lakritze (tl;dw: reine Lakritze ohne Zucker schmeckt so schrecklich, dass nicht einmal ein Becher Glühwein den Geschmack vertreiben kann)

(siehe Zuckersüß 316)

Allerdings entdeckte ich vor einiger Zeit beim Splendido-Magazin einen Artikel über Kekse mit Lakritz. Alle Rezepte, die ich von diesem großartigen Blog bisher ausprobiert habe, fand ich außerordentlich gut. Und weil ich immer noch etwas von der steinharten puren Lakritze übrig hatte, wagte ich den Versuch…

lakritzkekse in einer schwarzen schüssel auf weißem untergrund, daneben 5 stück lakrizte

…und war völlig hin und weg! In den süßen, sandigen Mürbteigkekserln verliert die Lakritze ihre aggressive Schärfe. Die kleinen Splitter sind außerdem viel crunchiger als z.B. Schokostückchen oder Nüsse.

Tatsächlich konnte ich sogar ein paar Lakritzhasser_innen von diesen Keksen überzeugen. Btw, hier im Blog gibts noch ein Rezept mit Süßholzwurzel, mit denen sich vielleicht jemand von (sanftem) Lakritzgeschmack überzeugen lassen könnte?

Lakritz-Kekse

nach einer Idee des Splendido-Magazins

200 g Mehl
100 g selbstgemachten Vanillezucker
100 g kalte Butter in kleinen Stückchen
1 Eigelb
Salz
2 EL zerstoßene pure Lakritzstücke*

für 3 Bleche

Mehl, Vanillezucker, Butter, Eigelb und eine Prise Salz in eine Schüssel geben. Mithilfe einer Teigkarte zu Bröseln verarbeiten. Die Lakritzsplitter zugeben und alles zu einem homogenen Teig kneten. Will dieser einfach nicht zusammenhalten, 1-2 Esslöffel eiskaltes Wasser zugeben.

In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde kühlstellen.

Drei Backbleche mit Backpapier belegen und den Ofen auf 180° C vorheizen.

Kügelchen mit 1,5-2cm Durchmesser formen und nebeneinader auf die vorbereiteten Backbleche setzen.

6-10 Minuten goldbraun backen.

*Pure Lakritze ist wirklich sehr hart. Splendido empfiehlt sie mit einem Mörser zu zerkleinern – weil es so einen in meiner Küche nicht gibt, habe ich einfach ein Hantelgewicht meines Mitbewohners in ein Geschirrtuch eingewickelt und die Lakritze zwischen zwei Backpapierlagen damit zerschlagen.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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