Kernöl-Eis mit Kürbiskernkaramell

Eine meiner liebsten Eisdielen (Eissalons, für alle Österreicher_innen) in Wien ist der Eis-Greißler, von dem ich bestimmt schon mal geschrieben habe. Dort gibt es Kürbiskernöl-Eis, das mir erst als eine sehr seltsame Kreation erschien, nach dem ersten Probieren allerdings mein Favorit im besagten Eisladen wurde.

kernöleis mit kürbiskernöl

Früher oder später musste ich das Kernöl-Eis also auch mal selbst nachbauen. Weil ich großer Fan von knusprigen Komponenten in Eis bin, nahm ich auch noch ein paar Kürbiskerne und karamellisierte sie. Abgesehen von den Brandblasen an meinen Fingern eine sehr gute Idee!

Das Kürbiskernkaramell für sich ist übrigens schon ein super Snack, ich musste mich sehr zusammenreißen, nicht schon alles vorher aufzuessen!

Kernöl-Eis mit Kürbiskernkaramell

Kürbiskernkaramell
120 g Kürbiskerne (ich habe gesalzene verwendet, weil ich keine anderen bekommen habe)
100 g Zucker
Eismasse
250 ml Sahne
350 ml Milch
Salz
3 Eigelb
100 g Vanillezucker
60 ml Kürbiskernöl

Ein Backpapier bereitlegen und mit Kürbiskernöl einstreichen.

Für das Karamell den Zucker mit ein bisschen Wasser in eine weite Pfanne/Topf geben und hell karamellisieren lassen. Dabei nur schwenken, nicht umrühren. Sofort die Kürbiskerne zugeben und das Ganze vorsichtig (ich hab mir dabei die Finger mit viel zu heißem Karamell verbrannt…) auf das Backpapier schütten und flach verteilen.

Das Kürbiskernkaramell auskühlen lassen, dann in kleine Stückchen brechen. In ein luftdichtes Gefäß umfüllen und dort bis zur weiteren Verarbeitung aufbewahren.

Sahne, Milch, eine Prise Salz, Eigelb und Vanillezucker in einen kleinen Topf geben und verrühren. Unter Rühren bei geringer Hitze (wenn die Masse zu heiß wird, stockt das Eigelb!) zu Pudding eindicken lassen. Von der Hitze nehmen und etwas abkühlen lassen.

Das Kernöl unter die abgekühlte Puddingmasse rühren, in ein luftdicht verschließbares Gefäß umfüllen und über Nacht im Kühlschrank abkühlen lassen.

Die Eismasse in eine Eismaschine umfüllen und dort nach Anleitung zu Eis verarbeiten. In ein gefriertaugliches Gefäß umfüllen, das Kürbiskernkaramell unterheben und noch für 1-2 Stunden im Gefrierfach festwerden lassen.


english version

Pumpkin Seed Oil Ice Cream with Caramelized Pumpkin Seeds

Caramelized Pumpkin Seeds
120 g Pumpkin Seeds (I used salted ones)
100 g sugar
Ice Cream
250 ml heavy cream
350 ml milk
salt
3 egg yolks
100 g vanilla sugar (sugar, in which I store my vanilla beans)
60 ml Pumpkin Seed Oil

Prepare a sheet of parchment paper by brushing it with a bit of pumpkin seed oil.

To make the caramel, place the sugar with a little bit of water in a wide pan and let it caramelize slightly. Immediately add the pumpkin seeds and mix until covered in caramel. Carefully (watch out to not burn your skin!) transfer the hot caramel onto the prepared parchment paper and spread it as thin as possbile.

Let the caramel cool, then break it into small pieces. Transfer them to an airtight container until further use.

In a small pot, combine heavy cream, milk, a pinch of salt, egg yolks and vanilla sugar. On low heat (if too hot, the egg yolk curdles!) and stirring constantly, let thicken to curd-like consistency. Remove from heat and let cool.

Add the pumpkin seed oil to the cooled ice cream mixture and transfer to an airtight container. Refridgerate over night.

Fill the ice cream mixture into your ice cream maker and prepare according to manufacturer’s instructions. Fill into an airtight and freezer-ready container and fold in the caramelized pumpkin seeds. Freeze for another 1-2 hours before serving.



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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