Österreichische Pofesen

Wie ich euch vor kurzem ja schon berichtet habe, war ich in den Sommerferien in den Bergen. Dort habe ich die Wirtin der Wimmeralm, die wirklich sehr leckere Pofesn macht, um ihr Rezept gefragt. Das muss ich natürlich mit euch, meine lieben Leser, teilen und praktischerweise kommen wir dadurch auf der Zuckerbäckerei-Weltreise gemeinsam um eine Station weiter.
Pofesen zu backen ist wirklich nicht schwer, außerdem eignen sie sich hervorragend, um hartgewordenes Toastbrot noch lecker zu verarbeiten. Die einizig schwierig aufzutreibende Zutat ist das österreichische Powidl, ein extrem dunkles Zwetschgengelee. Ich habe es noch nie in einem deutschen Supermarkt gesehen, vielleicht heißt es aber einfach anders, was bei den unzähligen österreichischen Sonderbezeichnungen für Lebensmittel nicht verwunderlich wäre. Wenn ihr nicht das Glück habt und von einer Almwirtin eine Dose davon bekommt, lasst es einfach weg, Zwetschgenmarmelade ist ja auch noch drin ;)

Zutaten
8 Toastbrotscheiben
Zwetschgenmarmelade
Powidl
Teig
250 ml Milch
1 Ei
1 TL Rum
150 g Mehl
1/2 TL Salz
+ Fett (am besten Rapsöl) zum Ausbacken
Puderzucker zum Bestäuben

Die Hälfte der Toastbrotscheiben mit Zwetschgenmarmelade, die andere Hälfte mit Powidl bestreichen, dann jeweils eine mit Zwetschgenmarmelade und eine mit Powidl „zusammenkleben“.

Für den Teig alle Zutaten miteinander verrühren.

Das Fett in einem großen, tiefen Topf erhitzen.

Die zusammengeklebten Toastbrotscheiben nacheinander in den Teig tunken, etwas abtropfen lassen und dann im heißen Fett goldbraun ausbacken.

Evtl. auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen, mit Puderzucker bestäuben und noch warm servieren.



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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8 Comments

  1. Froschmama wrote:

    Also, ich kenne das gericht jetzt nicht und meine Familie kommt aus Österreic O.O
    Wo genau warst du denn?

    Posted 9.19.12 Antworten
    • Kainz Ingrid wrote:

      Also, pofesen kmen aus dem innviertel in Oberösterreich Powidl ist Zwetschgen Gelee oder zwetschgenmarmelade das ist nur eine andere Bezeichnung das ist eben die Bezeichnung die aus dem Innviertel kommt Propheten werden auch in der Tschechei gemacht vielleicht kommt das Rezept auch ursprünglich von dort aber es kommt nur Powidl oder zwetschgengelee hinein also nicht beides aufpassen also beim Rezept entweder probiere und das gibt es beim Aldi in Deutschland genauso wie in anderen großen Märkten es ist keine Dose sondern ein Glas ganz liebe Grüße aus Salzburg

      Posted 6.29.18 Antworten
  2. ich war in der nähe von salzburg – soweit ich weiß ist nicht ganz klar, ob es sich um eine bayrische oder österreichische Speise handelt, hier bei mir in Bayern habe ich sie aber noch nicht gesehen, deswegen lass ich meine Pofesen einfach mal als österreichisch durchgehen ;)

    Posted 9.19.12 Antworten
  3. Betti 0o0 wrote:

    Also ich komm von OÖ und in meiner Familie kennt des eigentlich jeder… hat meine Omi immer für uns gemacht, wie wir klein waren!!

    Wird auch arme Ritter genannt und kann auch mit anderer Marmelade gemacht werden!!! ;-)

    Posted 6.10.14 Antworten
  4. Angela Seebacher wrote:

    Nur eine kleine Info :)
    Powidl ist eine Zwetschkenmarmelade, die ohne Zugabe von Zucker. Man kocht sie so lange, bis sie trotzdem dickflüssig wird. Die Früchte sind im Endergebnis extrem einreduziert.

    Man kann z.B. auch Rum dazu geben.

    Posted 8.6.19 Antworten
  5. Waltraud Grabner wrote:

    Bei den Pofesenrezepten ist manchmal beim Teig Mehl angegeben und manchmal nicht. Wie ist es richtig. Ich kenne es ohne Mehl. Sonst ist es ja Omlettenteig.

    Posted 6.21.20 Antworten
    • Jana wrote:

      ohne Mehl wärs ja sowas wie frittierter French Toast? Das klingt nach regionalem Unterschied oder Familientradition… Ich mags mit Mehl sehr gerne :)

      Posted 6.24.20 Antworten
  6. Herbert Weiß es besser wrote:

    Ich muss dich leider enttäuschen, nur sehr unerfahrene Menschen machen Pofesn mit Toastbrot. Man nimmt ja auch keine Kastanien anstatt von Maronen…

    Posted 7.21.20 Antworten