Schoko-Kirsch-Muffins

Schoko-Kirsch-Muffins

Dieses Rezept stammt aus dem allerersten Backbuch, das ich je geschenkt bekommen habe (glaube ich zumindest) – zu Weihnachten 2007. Es war jahrelang (und bevor die Zuckerbäckerei überhaupt existiert hat) mein go-to-Rezept für Schokomuffins, da es schnell geht, ziemlich einfach ist und eine gute Basis für allerlei Abwandlungen.

Gut, dass dieser Widmungszettel nicht verloren gegangen ist, ich hätte das Geschenk nämlich auf ~2009 geschätzt.
Ich habe wenige Bücher, die so aussehen…

Und dann… stand das Buch jahrelang ungenutzt in meinem Backbuchregal, ohne dass ich jemals dieses für mich doch recht wichtige Rezept ins Blog geschrieben hätte. Beim neuerlichen Durchblättern fiel mir auf, wie unglaublich 2007 das Buch ist: das Wording („Gelinggarantie“, „trendy, cool, ungewöhnlich“, „fröhlicher Stimmungsmacher mit Eierlikör“), das altmodische Foodstyling (sehr statisch, viel Studiolicht) und auch die Tatsache, dass Rezepte aus dem Internet damals wohl noch keine ernstzunehmende Konkurrenz waren.

Aber ich wollte mal wieder etwas völlig „normales“ backen. Keine besonderen Zutaten, keine Geschmacksexperimente, kein großer Aufwand. Und das führte mich dann doch zurück zu diesen Muffins.

Schoko-Kirsch-Muffins

Die Muffins unterrscheiden sich ziemlich von (scheinbar) Ähnlichen hier im Blog. Während z. B. die luftig-feinporigen Schoko-Tahini-Cupcakes nur darauf warten zu scheinen, mit Frosting oder Glasur bestrichen zu werden, stehen die Schoko-Kirsch-Muffins gut für sich allein. Auch in der Kategorie: fudgy-browniemäßige Cupcakes habe ich schon ein Rezept (Guinness-Cupcakes) veröffentlicht, die Schoko-Kirsch-Muffins hier sind mit ihrer „kuchigen“ Konsistenz das komplette gegenteil davon. Tatsächlich sind sie für mich der Inbegriff von Kindergeburtstagsrezept und konservativer BRD-Kaffeeklatschkultur (was bestimmt an der Aufmachung des Backbuchs liegt) – was jetzt nicht schlecht ist, aber auch nicht unbedingt das, was ich im Alltag regelmäßig im Ofen haben will :D

Übrigens: Wegen zwölf Weichseln extra ein Glas aufzumachen, finde ich jetzt im Nachhinein etwas unnötig, eine handvoll Walnüsse, Pecans oder Schokochips hätte es auch getan, die habe ich *früher* auch oft verwendet.

Schoko-Kirsch-Muffins

aus „Muffins“ von Christa Schmedes

150 g Zartbitterschokolade (ich habe 100 g mit 85% und 50 g mit 65% Kakaoanteil verwendet)
100 ml Milch
100 g Butter
2 Eier
100 g Puderzucker
100 g Crème fraîche (ich habe Sauerrahm verwendet)
2 TL Backpulver
250 g Mehl
12 Amarenakirschen oder Weichseln aus dem Glas
+Puderzucker zum Bestäuben

für 12 Muffins

Die Schokolade grob hacken.

Den Ofen auf 180° C vorheizen und ein Blech mit 12 Muffinförmchen bereitstellen.

Milch und Butter in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Schokolade zugeben und unter Rühren schmelzen lassen.

Eier, Puderzucker und Crème fraîche glattrühren. Die Schokomischung und das Backpulver zugeben und alles einrühren. Das Mehl hinzufügen und alles gerade so lange verrühren, bis die Masse gerade homogen ist.

Die Masse gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen und jeweils eine Amarenakirsche/Weichsel daraufsetzen.

20-25 Minuten backen, mit einem Holzstäbchen testen, ob die Muffins durch sind. Mit Puderzucker bestäuben.

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