quitteneis

Quitten-Zimt-Eis

Freunde von mir veranstalten jedes Jahr ein großes Weihnachtsfest, eine Art experimentellen Supper Club mit künstlerischer Untermalung. In diesem Jahr waren fast 40 Gäst_innen dabei, sodass der Aufwand für den Abend ziemlich groß wurde. Teile des Menüs wurden deshalb ausgelagert – ich steuerte einerseits den Zwischengang (Rote-Bete-Kumin-Sorbet) bei, andererseits war ich für die Eiskomponente des Desserts verantwortlich. Und weil es so gut geworden ist, blogge ich trotz unsäglichem Nacht-Foto darüber.

Für eine Tarte aux Pommes (ein Post dazu folgt bald!) brauchte ich vergangene Woche ohnehin Quittenpüree, also beschloss ich, einfach ganz viel davon vorzubereiten und dieses dann zum Star meines Crème-Eis zu machen. Orientiert habe ich mich einerseits am Rezept für Pfirsich-Eis vom letzten Sommer und andererseits am Eis-Grundrezept in Stella Parks Bravetart-Buch (jedes zweite Rezept in diesem Blog ist von ihr beeinflusst, ich fühle mich schon fast wie in Julie&Julia in anderer Besetzung!). Anders als in meinen vorherigen Eisrezepten habe ich nämlich etwas Likör (Birne, selbstgemacht) dazugegeben, damit das Eis nicht so hart gefriert – und es hat funktioniert!

Der letzte Gang des Abends – ziemlich spät, da es zwischendurch Auftritte einer ziemlich lustigen Comedyband und eine Ausstellung großformatiger Kunstwerke gab – wurde mit dem Eis ein voller Erfolg: Quitte-Zimt im Karamellkörbchen harmonierte wunderbar mit Topfenknödeln in Mandelbröseln.

Ach, und falls es euch interessiert, das war die gesamte Menüfolge (die Grafik war neben den grandiosen Acrylbildern mein bescheidener Beitrag zur Ausstellung):

Quitten-Zimt-Eis

560 g Sahne
450 g Milch
250 g (Vanille-)Zucker
7 Eigelb
700 g Quittenpüree (s. unten)
2 TL Zimt
3 cl Birnenlikör (o. Ä.)

Sahne, Milch, (Vanille-)Zucker und Eigelbe in einem großen Topf glattrühren. Bei mittlerer Hitze und ständigem Rühren langsam eindicken lassen – auf keinen Fall aufkochen lassen, sonst stockt das Ei!

Von der Hitze nehmen und leicht abkühlen lassen. Das Quittenpüree unterrühren und die gesamte Masse durch ein Sieb (besser: Flotte Lotte, hab ich nur leider nicht) streichen.

Zimt und Birnenlikör unterrühren und im Kühlschrank (oder draußen, ist ja grad so *schön* kalt) vollständig durchkühlen lassen.

In der Eismaschine zu Eis verarbeiten (brauchte bei mir zwei Durchläufe, es sollte ja ziemlich viel werden) und anschließend in luftdichte Behälter umfüllen.

Mindestens 5 Stunden, gerne aber auch ein paar Tage im Gefrierfach durchfrieren lassen. Vor dem Servieren ggf. ein paar Minuten antauen lassen.

Quitten-Püree

1 kg Quitten (entkernt und geschält gewogen, ganz ca. 5 Quitten)
300 g Zucker

diese Menge sollte etwas mehr als 700 g Püree ergeben, also vorsichtshalber vor der Weiterverarbeitung nochmal abwiegen!

Die Quitten entkernen, schälen und grob würfeln. In eine große Auflaufform geben und mit dem Zucker vermischen.

Gut 45 Minuten lang bei 180° C rösten – Achtung, wenn der Zucker anfängt, zu karamellisieren, immer wieder gut umrühren oder die Hitze zurückdrehen.  Sobald die Quitten weich sind, aus dem Ofen nehmen.

Kurz abkühlen lassen und noch warm fein pürieren. Vor dem Weiterverarbeiten abkühlen lassen.

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2 Gedanken zu „Quitten-Zimt-Eis“

  1. Liebe Jana,

    beide Daumen hoch für deine kulinarischen Beiträge beim Weihnachtsessen. Du hast wiedermal Geschmack und vortreffliche Kochkunst bewiesen und ich glaube dir in den Namen der WGeil Kinderpielplatz und der Köche (ich denke mal, in jenen aller GästInnen) ein Fettes DANKE sagen zu dürfen.

    Ebenfalls bedankt seien deine wunderbaren Fotos, die auch bei schlechten Lichtverhältnissen den Inhalt glänzen lassen, die Orientierung bietende Sketchnote und dass du mir einen Bissen Topfenknödel mit Quitteneis reserviert hast 🙂

    Liebe Grüße
    WGeil Kinderspielplatz

    PS: Wir freuen uns aufs nächste Mal BD

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