Sichuan Ravioli

die schwarzen Wände und Decken sind ein cooler Look

Sichuan Ravioli, Rechte Wienzeile 25-27, 1040 Wien

Das Sichuan Ravioli in der Nähe des Naschmarkts – unbestritten die Gegend mit den meisten asiatischen Restaurants der Stadt – ist mir schon mehrmals in den Insta-Stories von Wiener ~Foodies~ untergekommen. Als ich neulich hungrig in der Nähe war, stolperte ich spontan mit meiner Begleitung hinein und wir wurden nicht enttäuscht. Das könnte ein neuer Go-To-Laden für mich werden!

Wir bestellten zunächst zwei Vorspeisen zum Teilen: Bohnengelee a la Sichuan (6,20€), d.h. bissfeste Geleestreifen auf Gurken, dazu Chiliöl (betäubend scharf), fein gehackter Ingwer, ungesalzene Erdnüsse (oder andere Schalenfrüchte?), eingelegtes (Rettich? schwierig zu sagen), Koriander und Jungzwiebeln. Außerdem Würzige eingelegte Eier (6,90€) mit feinen Rote-Zwiebel-Ringen, Korianderstielen (toller Texturkontrast!), Jungzwiebeln und grünen Chilis. Das picksüße Hauslimo war perfekt zur Schärfe dieser Gerichte.

Weiter ging es mit veganen Teigtaschen mit Gemüse (6,50€). Die bestanden aus bissfesten, mit nur wenig Öl gebratenem Teig und waren u.a. mit Kraut und Karotten gefüllt. Dazu gabs Chiliöl zum Eintunken.

Die eigentlichen Hauptspeisen waren sehr großzügig portioniert, eigentlich hätten wir uns auch eine teilen können. Ich hatte Klassische Sichuan Ravioli mit Schwein in Suppe (12,90€). Das war eine große Schüssel dezente Schweinsbrühe, darin dünne Teigtaschen mit sehr fein durchgedrehtem Faschierten und bissl Ingwer (?), Pak Choi, Schwammerl, Brokkoli, Tomaten – und noch ein paar weiteren Suppeneinlagen. Die orangen Streifen obenauf konnte ich nicht identifizieren, es könnte sich um getrocknete Pilze handeln? Auf Insta wurde ich drauf hingewiesen, dass es chóng cǎo huā bzw. chinesischer Raupenpilz (Wikipedia) sein könnte.

Meine Begleitung hatte Suan La Fen (10,90€), d.h. dünne, bissfeste Süßkartoffelnudeln in einer scharf-sauren Brühe mit viel Öl. Auch hier sehr viele unterschiedliche Einlagen, darunter gepuffte Hülsenfrüchte, die ich nicht identifizieren konnte. Spannend fand ich auch das eingelegte Gemüse (Chinakohl in feinen Streifen, wenn ich mich recht erinnere), denn es hatte ein deutliches Tee-Aroma.

Als Dessert noch Reiskuchen mit braunem Zucker, d.h. frittierte Klebreisquader in sehr malziger Sauce.

Der Besuch im Sichuan Ravioli hat mich sehr begeistert. Alle Gerichte waren durchdacht bis hin zur Schnittweise einzelner Zutaten und richtige Geschmacksexplosionen. Es passiert selten, dass ich in Wien irgendwo esse und Zutaten einfach noch nie gesehen habe, insofern gibts hier auch kulinarische Weiterbildung. Die Portionen waren großzügig und die Preise erstaunlich günstig. Einziges Manko: für Vegetarier_innen (wie meine Begleitung) ist die Auswahl überschaubar.



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Ich arbeite als Redakteurin bei futurezone.at, als freie Audio-/Kulinarikjournalistin und Sketchnoterin. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.