Taylor-Swift-Chai-Cookies

Taylor Swift Chai Cookies
da ist Eierlikör im Zuckerguss!

Dieses Rezept habe ich bei Joy the Baker entdeckt. Deren Blog lese ich etwa seit Anfang 2009 und aus diesem Jahr stammt auch die Ursprungsversion dieser Cookies. In einer Ecke des Internets, in der ich mich gar nicht auskenne (popstar fandom!) kamen diese offenbar zu beträchtlicher Berühmtheit, denn:

Taylor Swift took that old 2009 sugar cookie recipe, mentioned adding chai spices and an eggnog glaze, and because she’s Taylor Swift – set the internet ablaze. Good on ya, girl! You’re doing it right, and your baking has so many people searching for the perfect sugar and spice cookie.

Taylor Swift’s Chai Sugar Cookies – Joy the Baker

Popstar-Endorsement ist für mich jetzt kein dringender Grund etwas Bestimmtes zu essen (s.a. On Glamour – From the Desk of Alicia Kennedy). Dieses Rezept klang aber einfach interessant. Erstens basiert es auf Butter und Öl und deshalb, wie Joy the Baker schreibt, auch auf Zucker und Puderzucker. Zweitens sind eine ganze Reihe Gewürze drin: Ingwer, Zimt, Piment, Kardamom, Nelken und schwarzer Pfeffer. Und drittens ist der Puderzuckerguss mit Eierlikör (!) angerührt! Auf die Idee wäre ich niemals gekommen.

Taylor Swift Chai Cookies
evermore als Fotoshooting-Soundtrack

So US-amerikanisch sich die Zutatenliste liest, so süß und mächtig sind die Cookies dann auch in der Realität. Ein halber war mir schon genug.

Während des Backens habe ich mich übrigens quer durch Taylor Swifts Backkatalog gehört (also das, was Spotify unter This is Taylor Swift ausgespuckt hat). Und, unpopular opinion: Alles vor 2020 hat mich einfach gar nicht abgeholt? Obwohl ich folklore und evermore beim letzten Lockdown quasi in Dauerschleife beim Arbeiten gehört habe?

Taylor Swift Chai Cookies
Tja, Fotoshooting beendet

Vielleicht wirkte sich diese Einstellung gegenüber Taytay’s „alter“ Musik ja schlecht auf mein Karma aus… Denn als ich die Cookies im wirklich spärlichen Tageslicht meiner Wohnung fotografiert habe, ereignete sich eine unglückliche Kettenreaktion. Der große Reflektor kippte auf die Zuckergussschüssel, ich stieß beim Versuch, ihn aufzufangen gegen das Stativ, das auch noch gleich umkippte. Meine Kamera landete im Zuckerguss und Keksbrösel im Umkreis von drei Quadratmetern. Immerhin ist weder die Technik kaputt gegangen, noch eines meiner selbstgetöpferten Teller zersprungen, das wäre wirklich ärgerlich gewesen…

Taylor-Swift-Chai-Cookies – Rezept

leicht abgewandelt (zuckerreduziert!) von Joy the Baker

110 g Butter, Raumtemperatur
110 g Öl
80 g Zucker (ich habe selbstgemachten Vanillezucker verwendet)
60 g Puderzucker
5-8 Pimentkörner
5 Kardamomkapseln
1 1/2 TL gemahlener Ingwer
1 TL gemahlener Zimt
1/8 TL gemahlene Nelken
frisch gemahlener Pfeffer
frisch geriebener Muskat
Salz
3/4 TL Natron
1 Ei
250 g Mehl

Zum Wälzen
3-4 EL brauner Zucker
1/2 TL gemahlener Zimt

Guss
180 g Puderzucker, gesiebt (!)
ein paar Esslöffel Eierlikör
ggf. etwas Milch
+ frisch geriebenen Muskat

Die Butter mit der Küchenmaschine oder einem Mixer cremig rühren. Das Öl zugeben und so weit wie möglich einarbeiten. Zucker und Puderzucker einrühren.

Pimentkörner und Kardamom (die Kapseln entfernen!) im Mörser fein zerstoßen. Mit Ingwer, Zimt, Nelken, Pfeffer und Muskat vermischen. Die Gewürzmischung mit Salz und Natron zur Buttermischung geben und glattrühren.

Das Ei zugeben und glattrühren.

Zuletzt das Mehl zugeben und mit einem stabilen Teigschaber einarbeiten.

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens eine Stunde kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C vorheizen und zwei oder drei Backbleche mit Backpapier belegen.

Braunen Zucker und Zimt in einer kleinen flachen Schüssel verrühren.

Walnussgroße Teigportionen zu Kugeln formen, im Zimtzucker wälzen und leicht plattdrücken. Mit großzügig Abstand auf den Blechen verteilen.

Jedes Blech einzeln für 8-11 Minuten backen. Die Cookies auf dem Blech abkühlen lassen (heiß sind sie sehr zerbrechlich).

Gesiebten Puderzucker mit etwas Eierlikör und ggf. etwas Milch (für weniger geschmackliche Schwere) zu einem dickflüssigen Guss anrühren. Jeden Cookie mit einem Klecks davon verzieren. Mit frisch geriebenem Muskat dekorieren. Nicht stapeln und innerhalb weniger Tage aufessen (sonst wird noch die Milch sauer!).



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.