Mini-Limettentarte

limettentarte
Die sommerlichen Limetten und mein herbstgrauer Hinterhof passen gar nicht recht zusammen

Weil bei meiner Geburtstagsparty so viele Limetten (und Zitronen auch, um ehrlich zu sein) übrig geblieben sind, habe ich gleich schon wieder eine Tarte gebacken. Genauer gesagt zwei kleine Tartes, angelehnt an die Tarte au Citron vom Frühjahr.

Variante Nummer eins habe ich dabei wie das Original mit kleinen Meringue-Tupfen verziert, Variante Nummer zwei zieren drei Scheiben karamellisierte Limette.

„klassisch“ mit Meringuetupfen
…oder mit karamellisierten Limetten?

Ich habe letztlich beide verschenkt, deswegen gibts kein Anschnitt-Foto, aber stellt sie euch einfach vor wie die Tarte au Citron mit etwas „höherer“ Füllung. Ich habe auch noch eine Grapefruit und ein paar Orangen im Kühlschrank, vielleicht probier ich dieses Rezept also gleich mit den nächsten Zitrusfrüchten aus…

Mini-Limettentarte – Rezept

Knetteig

(angelehnt an ein Rezept aus „Ofenfrisch“ von Michel Roux)
250 g Mehl
100 g Puderzucker
Salz
100 g sehr weiche Butter
1 Ei

Crémeux au citron vert

(nach einem Rezept von La Paticesse, 1 1/3 der Originalmenge)
170 g Limettensaft
170 g Zucker
200 g Eier (4 Stück, Klasse M)
2 TL frisch geriebene Limettenzeste
200 g kalte Butter, in kleinen Stückchen

Deko

1 unbehandelte Limette
3 EL Zucker

für die Meringuetupfen s. das Rezept für Tarte au Citron

für zwei kleine Tartes mit je 18 cm Durchmesser oder eine Tarte mit 28 cm Durchmesser

Mehl, Puderzucker und eine Prise Salz in eine weite Schüssel geben und vermischen. Die weiche Butter mit den Fingern einarbeiten. Wenn die Masse langsam teigförmig wird, das Ei zugeben. Kneten, bis der Teig glatt ist.

Den Teig halbieren und zu zwei Scheiben formen, in Frischhaltefolie wickeln und für etwa 30 Minuten kühlstellen.

Für den crémeux au citron vert Limettennsaft, Zucker, Eier und Limettenzeste in einen kleinen Topf geben und glattrühren. Unter ständigem Rühren bei niedriger bis mittlerer Hitze zur Rose abziehen (=eindicken lassen). Sobald die Masse 82° C erreicht hat, durch ein Sieb in eine Schüssel geben. Sobald die Masse auf etwa 40° C abgekühlt ist, die Butter stückchenweise zugeben und mit einem Pürierstab einarbeiten. Die Schüssel abdecken und für mindestens eine Stunde kühlstellen.

Jede Teigportion auf einer leicht bemehlten Fläche (oder zwischen Frischhaltefolie) auf ca. 3mm Dicke und gut 22 cm Durchmesser ausrollen. Die Teigplatten vorsichtig in die Tarteformen legen und den überstehenden Rand mit einem scharfen Messer abtrennen. Mit Frischhaltefolie bedecken und für weitere 30 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C vorheizen und einen Rost in die mittlere Ebene schieben.

Den Tarteboden aus dem Kühlschrank nehmen, ein paar Mal mit einer Gabel einstechen. Ein Backpapierblatt darauflegen und mit Hülsenfrüchten beschweren. 15 Minuten lang blindbacken, dann aus dem Ofen nehmen und die Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen. Weiter 5-8 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Den crémeux au citron vert aus dem Kühlschrank nehmen und einmal durchrühren. Die Masse in die abgekühlten Tarteformen füllen und glattstreichen. Abdecken und wieder in den Kühlschrank stellen – erst nach drei oder vier Stunden haben sich Boden und Füllung gut verbunden.

Für die Deko die Limette in sehr feine Scheiben schneiden. Auf ein Stück Alufolie legen großzügig mit Zucker besprenkeln und mit einem Flambierbrenner abflämmen bis der Zucker karamellisiert ist. Kurz abkühlen lassen, dann vorsichtig auf die Tarte setzen. Bald servieren.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.