Good Morning Vietnam

Good Morning Vietnam, Sechsschimmelgasse 16, 1090 Wien

Restaurantabend daheim wieder mal vietnamesisch, diesmal aus der halbwegs näheren Umgebung.

Nộm rong biển

Als Vorspeise gabs Nộm rong biển, einen Seealgensalat mit Lotuswurzeln, Karotten, roter Zwiebel und Sesam (5,50€), der ziemlich fischig schmeckte. Die Algen hatten optisch Ähnlichkeit mit Barba di Frate und einen sukkulentigen Biss. Nicht unbedingt mein Favorit.

Ich entschied mich für Đậu cuốn lá lốt (13,90€) als Hauptspeise, war damit allerdings nicht so glücklich. Die Tofustücke waren mit einer bitteren bröseligen Marinade eingerieben, auch die Lalotblätter (die ich noch nie vorher gegessen habe) waren ziemlich bitter. Die Reisnudeln mit knusprigen Bröseln konnten diese ganze Bitterkeit leider nicht abfangen.

Das zweite Hauptgericht, Đậu non nướng (15,90€) fand ich dagegen super. Das war ein Seidentofusteak, in süß-sauer-scharf-zitronengrasiger Marinade frittiert, auf knackigem Gemüse in leicht angedickter Sauce und würzigem Reis.

Die Nachspeisen waren – obwohl wir nicht das bekamen, was wir bestellt hatten – mein Highlight des Abends. Tatsächlich würde ich jetzt am liebsten nochmal bei Good Morning Vietnam bestellen, um die komplette Dessertauswahl durchzuprobieren.

Desserts Good Morning Vietnam

In der weißen Schüssel ist Chè thạch dừa (5,50€), ein Kokospudding mit Palmherz. Woraus genau dieses Dessert besteht, geschweige denn, wie es gekocht wird, konnte ich mir nicht erschließen. Der Pudding selbst scheint aus einer Art Tapiokaperlen zu bestehen, die in kaum gesüßter Kokosmilch gekocht wurden. Darauf waren ein paar fast durchsichtiger, leicht schimmernder, ziemlich fester Glibberwürfel. Diese waren sehr süß und könnten (Achtung, Hypothese ohne irgendwelche Belege) aus Agar Agar-gefestigten Kokoswasser bestehen (oder versteckt sich das Palmherz irgendwie darin?).

In der schwarzen Schüssel ist Bánh trôi mè (5,50€), Kleibreisbällchen mit einer Füllung aus schwarzem Sesam, in warmer, leicht gesüßter, ingweriger Kokosmilch. Nach dem Konzept Dessertsuppe sollte ich in meiner Küche definitiv öfter kochen.



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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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