Marillenmuffins

In diesen Muffins sind Marillen gleich zweifach verwertet: Einerseits die Frucht selbst – eh klar. Aber auch die Kerne! Eine Freundin hat mir nämlich ein kleines Glas mit gemahlenen Marillenkernen geschenkt. Bevor ich mich getraut habe, diese zu verarbeiten, habe ich ein bisschen herumgegoogelt – denn roh sind sie HOCHGIFTIG.

Die Großbuchstaben hier sind wirklich angebracht, denn schon 25 g rohe Kerne können für einen Erwachsenen lebensbedrohlich werden, da das enthaltene Amygdalin zu Blausäure (Cyanid) verstoffwechselt wird. Durch die Hitze im Ofen verflüchtigt sich der gefährliche Stoff laut niedersächsischem Verbraucherschutzamt allerdings. Übrig bleibt ein angenehm bitterer Geschmack – den man einfacher auch mit ungefährlichem Bittermandelaroma aus dem Supermarkt haben könnte.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter
Die einzigen Muffinförmchen im Haus bieten einen schönen Kontrast zu den Marillen

Den Teig mit gemahlenen Marillenkernen sollte man deshalb nicht probieren und erst recht vor Kindern fernhalten. Wer die Gefahr vermeiden will, kann auch einfach gemahlene Mandeln verwenden.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter, von schräg oben fotografiert

Genug Warnhinweise, hier folgt das Rezept für sommerliche Muffins:

Marillenmuffins – Rezept

400 g Marillen
80 ml neutrales Öl
90 g brauner Zucker
35 g weißer Zucker
Salz
250 g Buttermilch
2 Eier
2 TL Backpulver
20 g gemahlene Aprikosenkerne* (Ersatzweise gemahlene Mandeln und ein Tropfen Bittermandelaroma)
250 g Mehl
+ gehobelte Mandeln
+ brauner Zucker zum Bestreuen

*ACHTUNG: Bittere Aprikosenkerne sind roh GIFTIG! Deshalb unbedingt erst nach dem Backen verzehren oder durch Mandeln ersetzen.

Für 12 Muffins

Die Marillen waschen, entkernen und in kleine Stückchen schneiden.

Ein Backblech mit 12 Muffinförmchen bereitstellen. Den Ofen auf 180° C vorheizen.

Öl, braunen Zucker, weißen Zucker, Salz und Buttermilch verrühren. Die Eier zugeben und glattrühren.

Das Backpulver und die gemahlenen Aprikosenkerne (bzw. gemahlene Mandeln und Bittermandelaroma) zugeben und verrühren. Zuletzt das Mehl zugeben und gerade so lange rühren, bis alles vermischt ist.

In jedes Muffinförmchen einen Esslöffel Teig geben. Die Marillenstückchen gleichmäßig darauf verteilen. Den restlichen Tegi darauf verteilen. Mit gehobelten Mandeln und etwas braunem Zucker bestreuen.

Für 30 Minuten goldbraun backen.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.

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