über den tellerrand

Über den Tellerrand – Eine neue Serie!

Kurz vorneweg: Ich entschuldige mich für die doofe Metapher, die meiner neuen Artikelserie den Namen gibt. Aber wenn ich mir das Konzept bildlich vorstelle, sehe ich halt einen Teller Buchstabensuppe – und so gibts jetzt neben dem weiterhin wöchentlichen Zuckersüß (ein ähnlich passend-unguter Titel) die sporadischen Blicke über den Tellerrand.

Und das soll es werden: Ein Ausflug aus der reinen Foodblog-Filterbubble (die ist eh schön aufgelistet in meiner Blogroll ) hinein in die gefühlt 100.000 anderen Blogs zu unterschiedlichsten Themen, die ich teilweise seit Jahren verfolge. In jedem Artikel dieser neuen Serie will ich euch mehrere Blogs zu bestimmten thematischen Schwerpunkten vorstellen. Dazu dann noch einen oder mehrere spezielle Artikelempfehlungen, die ihr vielleicht schon aus einem Zuckersüß kennt.

Warum ich das mache: Ich sage oft, dass ich „im Internet lebe“ und damit meine ich gerade nicht Soziale Netzwerke. Vielleicht werd ich jetzt auch schon alt und nerve euch mit dem krückstockschwenkenden „Blogs sind viel cooler als Social Media und waren vor Facebook und Twitter da“. Aber in meinem persönlichen Fall stimmt das nichtmal so ganz, denn als ich so richtig ins Internet „kippte“ gab es auch Facebook und Twitter schon. Nur begann ich nicht mit einem Account bei einem dieser beiden, sondern mit einem bei Google (zugegeben, unter hier nicht weiter relevanten Kriterien ist das keinen Deut besser). Der Punkt ist: Ich las viiiiele Blogs, erkannte irgendwann die Genialität von RSS-Readern und fing an, selbst ins Internet (Blogspot!) zu schreiben. Und damit habe ich einen fundamental anderen Blick darauf als die meisten Menschen in meinem offline-Umfeld.

Auf Facebook teile ich bis heute sehr selten etwas und ehrlich gesagt checke ich auch kaum mehr den Feed. Dank dem möglichst viel Werbeeinnahmen-generierendem Auswahlalgorithmus ist mir the social network eigentlich nur mehr ein Adressbuch (denn wer meiner Generation hat schon Festnetz mit Telefonbucheintrag, eine beständige Mobilfunknummer oder wenigstens zumindest einen über mehrere Jahre stabilen Wohnort?). Twitter gegenüber bin ich weitaus positiver eingestellt, es ist die erste App, die ich morgens öffne und mein liebster Wartezeit-Überbrücker. Instagram steht (trotz neuer nicht-chronologischer Sortierung – der Anfang vom Ende?) dabei gleich an nächster Stelle, unterstützt allerdings immer noch keine Links und ist hier also außen vor.

Ich möchte hier auch ein bisschen für Feed-Reader werben – vor allem bei denen unter euch, die ihr immer zuckerbaeckerei.com in euren Browser tippt, um zu sehen, was ich so veröffentliche. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, dass ihr direkt in meinem Blog vorbeischaut – aber Updates zu meinem und noch vielen anderen Seiten an einem Ort aufgelistet sind schon um Einiges praktischer. Die Zeit die ihr an einzelnen Seitenaufrufen (und vielleicht auch durchs Weglassen von sinnlos-durch-Facebook-Scrollen) spart, könnt ihr dann nutzen, statt Tageszeitungs-Online-Ausgaben-Startseiten oder – noch schlimmer – Clickbait-Zeugs, euer persönlich zusammengestelltes Medienmenü durchzulesen.

Ich nutze übrigens, seitdem der Google Reader eingestellt wurde, feedly. Bestimmt gibt es aber noch viele andere tolle RSS-Reader, googelt doch einfach mal, wie das so funktioniert. Oder fragt mich einfach, ich helfe euch (hey liebste offline-Freund_innen/Bekannte!) gern.

Apropos feedly: Was habe ich mich kürzlich gefreut, als jemand in meinem Publizistik-Kurs die App zu seinen meistgenutzten zählte. Bis ich verstand, dass besagte Person niemals nur einen Feed eigenständig hinzugefügt hatte, sondern sich voll und ganz auf die gefeatureten Blogs beschränkte. Es dauert tatsächlich ein bisschen, bis die eigene Blogsammlung richtig zufriedenstellend ist (bei mir bleibt es work in progress), aber algorithmisch empfohlene und gefilterte Seiten sind gerade nicht das, was „mein Eck vom Internet“ so toll macht, dass ich ständig davon schwärme.

Damit ihr es einfacher habt beim Einstieg in die unendliche Welt der guten alten™ Blogs mache ich meine Zuckerbäckerei ab sofort ein kleines bisschen mehr zur Linkschleuder. Aber nicht zu einer fiesen mit tausend blinkenden Werbebannern (die gibts bestimmt nicht!), sondern eher einer freundlichen voll mit Janas Lieblingsblogs – Sharing is Caring!

Allerliebste Grüße aus meinem „Eck vom Internet“!

P.S.: Genauso gerne, wie ich mit Links um mich werfe, fange ich sie auch – also immer her mit euren Blogempfehlungen!

P. P. S.: Das ist der Feed der Zuckerbäckerei, den ihr gleich eurer Blogsammlung hinzufügen könnt, bevor nächste Woche der nächste Post dieser Serie folgt 😉

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2 Gedanken zu „Über den Tellerrand – Eine neue Serie!“

  1. Wer einen eigenen Server oder ein passendes Webhosting-Paket hat, könnte auch TT-RSS als zentralen Server und Web-Client für RSS-Feeds verwenden. Damit ist man nicht auf andere Dienste angewiesen (die wie Google Reader jederzeit schließen können) und gibt Unternehmen nicht seine Daten/Lesegewohnheiten zum Analysieren. Es gibt auch zahlreiche Clients und Apps (für Android und iOS), die TT-RSS zum Syncen unterstützen.

    Für TT-RSS gibt es außerdem Plugins, die gekürzte Feeds zu Fullfeeds umwandeln oder andere Transformationen von Einträgen durchführen.

    PS: Leider scheine ich hier nicht mehr oder weniger anonymisiert über das Tor-Netzwerk mit dem Tor-Browser kommentieren zu können. Ist mir früher schon einmal aufgefallen und den Kommentar damals habe ich dann unterlassen. Vielleicht kannst Du in den WordPress- oder Deinen Webhosting-Einstellungen mal schauen, ob man Tor freigeben kann.

    1. Hi Lars,
      danke für den Hinweis! Das mit gekürzten Feeds zu vollen Feeds umwandeln klingt sehr nützlich, das Durchklickenmüssen ist schon ziemlich mühsam.

      Ich versuche mal herauszufinden, wie ich ermöglichen kann, dass man über Tor kommentieren kann – davon habe ich ehrlich gesagt nicht viel Ahnung…

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