8: Spekulatius

Ein kleines Rätsel: Welches Gewürz fehlt auf dem Foto? Kardamom… weißer Pfeffer… Muskat… Zimt… Nelken… genau: Ingwer!
Bei so vielen exotischen Gewürzen ist es naheliegend, dass Spekulatius einmal Gebäck der Schönen und vor Allem Reichen war, bevor es zur voradventlichen Massenware degradiert wurde. Traditionell wurde es in aufwändig handgeschnitzten Holzmodeln geformt, um den Kindern die Geschichte des heiligen Nikolaus zu versüßen. Irgendwann wurde die ursprünglich holländische Spezialität dann so beliebt, dass sie den Weg zu uns nach Deutschland fand. Doch sogar in Teilen Indonesiens war sie bekannt, das lag jedoch nur an der Kolonisation durch die Niederlande. Nun genug der geschichtlichen Hintergründe…
Zuletzt möchte ich euch noch einen Tipp geben: Wenn ihr eifrige Türchenöffner des Adventskalenders seid und täglich mitbackt – esst nicht den ganzen Spekulatius auf, denn fürs morgige Rezept braucht ihr ihn noch!

nach einem Rezept der Brigitte
Zutaten
Spekulatiusgewürz (Feinwage unbedingt erforderlich – ersatzweise fertige Gewürzmischung verwenden)
1/2 g Kardamomsaat (entspricht etwa 8 Kapseln)
1 g weißer Pfeffer (entspricht etwa 1 TL Pfefferkörner)
2 g Muskat (entspricht etwa 1/2 Nuss)
15 g Zimt, gemahlen
1 g Ingwer, gemahlen
2 g Nelken, gemahlen
Teig
150 g weiche Butter
100 g Zucker
2 Eier, Raumtemperatur
2 TL Spekulatiusgewürz
4 Tropfen Bittermandelaroma
Salz
1/2 TL Backpulver
250 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
+ Mehl für die Arbeitsfläche

für etwa 3 Bleche

Für das Spekulatiusgewürz weißen Pfeffer und die Kardamomsaat in einem Mörser sehr fein zerstoßen. Die Muskatnuss reiben und mit allen anderen gemahlenen Gewürzen in den Mörser geben. Alles gut vermischen und die Gewürzmischung in einer luftdichten Dose aufbewahren (Plastik nimmt den Geruch aber sehr schnell an!).

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und die Eier einzeln unterrühren. 2 TL (nicht das ganze!) Spekulatiusgewürz, Bittermandelaroma, Salz und Backpulver zur Buttermasse rühren. Zuletzt Mehl und Mandeln unterrühren und zügig zu einer recht weichen Teigkugel formen. In Frischhaltefolie wickeln und 40-60 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 170° C Umluft vorheizen und drei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem bemehlten Nudelholz auf etwa 3mm Dicke ausrollen. Verschiedene Plätzerl ausstechen und diese vorsichtig (evtl. mit Hilfe eines flachen Tortenhebers) auf die Bleche setzen.

Je nach Größe 8-13 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun werden.

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