Mini-Pfirsich-Käsekuchen

Pfirsich-Käsekuchen

Ich glaube, ich habe noch nie wirklich hübschen Käsekuchen gemacht. Immer platzt mir die Oberfläche auf, was daran liegen könnte, dass ich nie ein Wasserbad verwende (keine dichte Form) oder beim aus-dem-Ofen-nehmen zu ungeduldig bin. Der Zitronen-Cheesecake mit Blutorangensauce von 2019 zum Beispiel schmeckte super, seine Oberfläche war aber sehr unregelmäßig. Ganz ähnlich sieht das beim Cheesecake aus, den ich zu Ostern 2015 in Marokko gebacken habe. Beim Erdbeer-Käsekuchen von vor tausend elf Jahren ist die Käsekuchenschicht immerhin gut unter den Erdbeeren versteckt.

Ich habe beschlossen, dass mir makellose Käsekuchenoberflächen erstmal egal sind, und deshalb gibts jetzt dieses Rezept im Blog. Eigentlich wollte ich noch eine Mohnschicht unter die Quark-Sauerrahm-Masse packen, leider musste ich feststellen, dass der gequetschte Mohn im Vorrat ranzig geworden war. Also kein Mohn, dafür kleine Pfirsichwürfel, die im ganzen Kuchen verteilt sind.

Pfirsich-Käsekuchen

Ich wollte lieber zwei kleine als einen großen Kuchen haben und habe deshalb schon wieder meine 18cm-Springformen benutzt, die für Tarte-artiges wie das hier leider viel zu hoch sind. Eine schöne Teigkante habe ich deshalb auch nicht hinbekommen, aber wie gesagt, Schönheit war hier nie das Ziel.

Pfirsich-Käsekuchen

Puderzucker und etwas Minze zum Kaschieren der Makel und schon steht was für den Kaffeeklatsch am Tisch.

Mini-Pfirsich-Käsekuchen – Rezept

Knetteig

(angelehnt an ein Rezept aus „Ofenfrisch“ von Michel Roux)
250 g Mehl
100 g Puderzucker
Salz
100 g sehr weiche Butter
1 Ei

Füllung

200 g Pfirsich (gewogen ohne Kern und Haut, ca. 3 Stück)
2 Eier
120 g Zucker
250 g Quark (40% Fett)
115 g Magerquark
250 g Sauerrahm
20 g (2 EL Stärke)
Salz
Zeste einer unbehandelten Zitrone

+ Puderzucker zum Bestäuben

für zwei Spring- (besser Tarte-)Formen mit 18 cm Durchmesser.

Mehl, Puderzucker und eine Prise Salz in eine weite Schüssel geben und vermischen. Die weiche Butter mit den Fingern einarbeiten. Wenn die Masse langsam teigförmig wird, das Ei zugeben. Kneten, bis der Teig glatt ist.

Den Teig halbieren und zu zwei Scheiben formen, in Frischhaltefolie wickeln und für etwa 30 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen.

Die Teigscheiben auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3mm Dicke ausrollen und die beiden Formen damit auskleiden. Mit Backpapier belegen und mit getrockneten Kichererbsen o.Ä. beschweren. Für 12 Minuten blindbacken, dann wieder aus dem Ofen nehmen, Kichererbsen und Backpapier entfernen.

Währenddessen die Pfirsiche waschen, häuten und fein würfeln. Die Eier trennen. Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Die Eigelbe mit der anderen Hälfte des Zuckers, Quark, Magerquark, Sauerrahm, Stärke, eine Prise Salz und Zitronenzeste glattrühren. Vorsichtig den Eischnee und die Pfirsichwürfel (samt Saft) unterheben. Die Masse gleichmäßig auf die beiden Formen verteilen und glattstreichen.

Für 35-40 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen. Dann den Ofen ausschalten, die Tür einen Spalt öffnen und den Kuchen im Ofen abkühlen lassen (was ich wegen konkurrierender Ofenpläne der WG hier nicht machen konnte). Wenn die Kuchen vollständig abgekühlt sind, aus den Formen nehmen und mit Puderzucker bestäuben.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.