Bücher von März bis Mai

Das mit meinen monatlichen Bücher-Blogposts hat nicht besonders gut funktioniert, der letzte erschien im März, damals hatte ich das Millenial-Manifest (Bianca Jankovska), Frauen & Macht (Mary Beard) und Instagram Signature Style (Sylvia Fritsch) gelesen. Im Januar war ich mit vier Titeln – Versteckte Jahre (Anna Goldenberg), Super, und dir? (Kathrin Weßling), Alle, außer mir (Francesca Melandri) und Immer schon vegan (Katharina Seiser) – noch ein bisschen fleißiger.

Seitdem habe ich zwar nix mehr zum Thema gebloggt, doch gelesen habe trotzdem einiges – diese Bücher sind mir(von März bis Mai, der Rest folgt irgendwann) besonders in Erinnerung geblieben und ich werde versuchen, zu beschreiben warum (pivot zum Buchbloggen??):

Helle Materie – Sina Kamala Kaufmann

Von diesem Buch und der Autorin hörte ich bei der Liveaufzeichnung von Wir müssen Reden am 35c3 zum ersten Mal. Der Osterhase (danke Mama!) brachte mir dann die Nahphantastischen Erzählungen, wie es im Untertitel heißt.

Die zwölf sehr unterschiedlich langen Kurzgeschichten beschreiben jeweils Ausschnitte aus der nahen Zukunft, von einer Stöckelquote, laut der männliche Manager in klassisch weiblichen Outfits arbeiten müssen, wenn die Frauenquote im Betrieb nicht erfüllt wird, oder von Opt-In Slavery, bei der Wohlhabende andere Menschen wie Spielfiguren durch deren Leben bewegen, sozusagen Real Life Gaming für Superreiche. Meine liebste Geschichte war wohl die vom Bundesnarren, die mir auch mit am zugänglichsten von allen erschien.

Der Bundesnarr hatte lediglich drei Mitarbeiter und die gut unterhaltene Öffentlichkeit auf seiner Seite, doch er wirkte inspirierend auf andere Staatsdiener. Seine institutionelle Einrichtung war erstaunlich unkompliziert gewesen. Eine schlichte Änderung der Bundestagsgeschäftsordnung hatte ausgereicht, um einen Bundesnarren einzuführen und, wie ausländische Medien überschwänglich kommentierten, „eine Neubelebung der repräsentativen Demokratien“ anzustoßen. (S. 103)

Und diese Passage kam mir vor, wie das Spiegel-Zahlen-Kunstprojekt in der Wiener U-Bahn-Station Karlsplatz:

Klaus [der Bundesnarr] erwirkte die Abschaffung der Toilettenspiegel im Parlament und in allen Ministerien. Das so an Putzdienstleistungen gesparte Geld wurde symbolisch für neue Frauenhäuser gespendet, denn es fehlten davon über 18.000 im Land. So viele Frauen, die Gewalt erfuhren, Hilfe suchten und keine bekamen? Er fand, weder die Innenministerin noch der Familienminister sollten ruhig schlagen können. Statt ihres Spiegelbilds bekamen die Abgeordneten und Gleichstellungsbeauftragten also jeweils die aktuelle Zahl der fehlenden Plätze angezeigt. […] Es kamen aber bald weitere Kennziffern hinzu, die durchschnittliche Klassengröße an Schulen, die Zahl der Wohnungslosen, die Anzahl der Suchtkranken, die Summe der ausgestorbenen Insekten, die Quadratmeterzahl versiegelter Bodenflächen im Vergleich zu unversiegelten, die Zahl der Analphabeten, das Bruttoinlandsprodukt, das Durchschnittseinkommen (S. 107)

Sina Kamala Kaufmann: Helle Materie. Nahphantastische Erzählungen, 2019. 176 Seiten, 14,99€

Hunger – Roxane Gay

Über/von Roxane Gay habe ich schon viel gelesen, z.B. dieses großartige Guardian-Interview zusammen mit Hannah Gadsby, und gehört, z.B. diese Rookie-Podcastfolge (in dem es danach um ziemlich esoterisches Zeug geht). Hunger. A Memior of (My) Body lag recht lang als Lektüre anderer in meiner WG herum, bis ich es endlich selbst durchlesen konnte. Und dann konnte ich das Buch kaum weglegen, obwohl es eine so schmerzhafte Geschichte erzählt.

I began eating to change my body. I was willful in this. Some boys had destroyed me, and I barely survived it. I knew I wouldn’t be able to endure another such violation, and so I ate because I thought that if my body became repulsive, I could keep men away. Even at that young age, I understood that to be fat was to be undesirable to men, to be beneath their contempt, and I already knew too much about their contempt. This is what most girls are taught – that we should be slender and small. We should not take up space. (S. 11)

Als 12-jährige vergewaltigt, isst sich Roxane Gay aus Selbstschutz einen „Panzer“ an, der sie bis heute verfolgt. Fat Shaming, Rassismus und Misogynie begleiten sie in ihrem Alltag. Sie analysiert ihre Lebenserfahrungen herrschaftskritisch und reflektiert gleichzeitig die Privilegien ihres wohlhabenden Elternhauses. Das Buch liest sich aber weit weniger sperrig als das jetzt klingt, denn Roxane Gay schreibt erzählerisch und sehr zugänglich. Das erinnerte mich an bell hooks, die mit ihren Texten explizit Klassengrenzen überwinden will.

Hunger. A Memior of (My) Body kam mir vor wie ein Fenster in eine andere Lebensrealität, das mir auch meine eigene Privilegiertheit zeigt:

Anytime I enter a room where I might be expected to sit, I am overcome by anxiety. What kind of chairs will I find? Will they have arms? Will they be sturdy? How long will I have to sit in them? […] This recitation of questions is constant, as are the recriminations I offer myself for putting myself in the position of having to deal with such anxieties by virtue of my fat body. This is an unspoken humiliation, a lot of the time. (S.184)

Roxane Gay schreibt auch über den Kampf um die eigene Handlungsfähigkeit, über Wege um die Barrieren, die die Gesellschaft für Menschen außerhalb der Norm bereithält.

From then on, I began to buy two coach seats, which, when I was still relatively young and broke, meant I could rarely travel. The bigger you are, the smaller your world becomes. (S.191)

Und obwohl das Buch voll mit unerträglich verletzenden Situationen ist, blieb zumindest mir am Ende die Hoffnung auf eine freundlichere, vielfältigere Gesellschaft.

Roxane Gay: Hunger. A Memoir of (My) Body. Corsair, 2018. 280 Seiten, £ 8,99

Desintegriert euch – Max Czollek

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich überhaupt zu diesem Buch und Autor gekommen bin, denn ich war mir sicher, es lesen zu müssen, ohne zu wissen, worum es eigentlich genau geht. In keiner Bibliothek war es verfügbar, also kaufte ich mir mein eigenes Exemplar.

Desintegriert euch stellte sich als Streitschrift heraus, die sich einerseits gut „dahinlesen“ ließ (wenn auch nicht so niedrigschwellig geschrieben wie Hunger), mich aber an sehr vielen Stellen zum „Stolpern“ brachte – mir völlig neue Perspektiven aufzeigte, die mich nachdenken ließen. Jetzt kleben sehr viele Plastik-Markierfitzelchen im Buch, nicht nur dort, wo auf weiterführende Literatur verwiesen wird.

Max Czollek greift zu Beginn das Konzept des „Gedächntistheaters“ des jüdischen Soziologen Michal Bodemann auf. Demnach dient die Erinnerung an die Shoah vor allem der Läuterung der Deutschen und der Konstruktion ihres neuen Selbstbildes:

Im Gedächtnistheater sind Juden zwar wichtig, aber wie beim Schauspiel auch geht es nicht um die Personen, sondern um die Rollen, die sie spielen – um ihre symbolische Bedeutung als Vertreter*innen der Vernichteten. Das ist nur folgerichtig, denn die Funktion des Gedächtnishteaters is nicht, jüdische Pluralität abzubilden, sondern das Versprechen auf Versöhnung für die deutsche Gesellschaft einzulösen. (S.24)

Es sind also wieder die Deutschen, die Mehrheitsgesellschaft, die bestimmt, wie „richtiges“ Jüdischsein zu sein hat. Individualität und Differenzierung hat im Gedächtnis- und Integrationstheater keinen Platz.

Diese symbolische Aufladung des Bildes von den Juden wird besonders deutlich in ihrer notorischen Einbindung in gesamtgesellschaftliche politische Konfliktlinien, die erst einmal wenig mit den Juden und Jüdinnen zu tun haben. Derzeit lässt sich das eindrucksvoll an den Mode-Redewendungen „jüdisch-christliche Kultur“ oder „jüdisch-christliches Abendland“ zeigen. Konservative Politiktreibende verwenden diese zwei Adjektive um ihr Verständnis von deutscher Tradition und Kultur vom Islam abzugrenzen. Einfach so. Die Behauptung einer jüdisch-christlichen Kultur ist natürlich maximal verlogen, denn sie verdreht die historischen Tatsachen bis zur Unkenntlichkeit. (S. 28)

Dank Max Czolleks Buch kann ich meine diffuse Abneigung gegenüber dem Integrationsdiskurs nun auch mit mehr Argumenten unterfüttern, die sogenannte „Leitkultur“ enttarnt er beispielsweise als durch und durch rassistisches Konzept:

die Inszenierung der Differenz zwischen uns und ihnen dient der Stabilisierung der Dominanzkultur. Wir behandeln Frauen gut, die anderen tun das nicht, uns liegt das Kindeswohl am Herzen, die anderen fügen ihnen bei der rituellen Beschneidung Schmerzen zu, wir essen friedlich Schweinefleisch, die anderen schächten Tiere und so weiter. Das deutsche nationale Selbstbild erzeugt sich traditionell über kulturelle Abgrenzung. Darum ist es kein Zufall, dass sich die Kulturalisierung des Integrationstheaters in einem speziellen deutschen Wort niedergeschlagen hat: der Leitkultur. (S.65)

Die Alternative zu alldem steht schon im Titel des Buchs:

Das Konzept der Desintegration fragt nicht, wie einzelne Gruppen mehr oder weniger gut in die Gesellschaft integriert werden können, sondern wie die Gesellschaft selbst als Ort der radikalen Vielfalt anerkannt werden kann. (S. 73f)

In einer Gesellschaft der radikalen Vielfalt würde ich gerne leben, glaube ich.

Max Czollek: Desintegriert euch! Hanser, 2018. 208 Seiten, 18€

Stachelbeer-Frangipane-Tarte

Bei Top With Cinnamon hatte ich kürzliche einen Stachelbeerkuchen gesehen und träumte seitdem davon, selbst einen zu machen. Aber ich wollte unbedingt Mandeln, genauer gesagt Frangipane, als Kontrast dabei haben, so ähnlich wie bei der simplen Rhabarber-Frangipane-Tarte oder der superaufwendigen Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen.

Und siehe da: ein paar Tage später tauchten magischerweise ein paar wenige Stachelbeeren in unserem Kühlschrank auf. Also eigentlich gehörten sie meiner Mitbewohnerin, die sie nicht aufessen wollte weil sie so sauer waren. Glücklicherweise fand ich auch noch eine handvoll Heidelbeeren, die weitaus süßer waren und mit denen ich die Tarte „auffüllen“ konnte.

ein stück stachelbeer-frangipane-tarte mit puderzucker auf einem dunklen teller
Ich hattee ein nicht unbedingt fotogenes Stück Tarte vor der Linse…

Gesagt, getan, die Tarte wurde ziemlich lecker!

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Zuckersüß 340

Nach langer Zwangspause endlich mal wieder Zeit für eine Lieblingslinksammlung! Seit Zuckersüß 339 habe ich meine 3. (!) BA-Arbeit (von insgesamt 4) abgegeben, einige Beiträge fürs Radio gestaltet (aktuell noch zu hören: Damenjeans im Test für help auf Ö1) und endlich mal wieder Zeit zum ausgiebigen Backen gefunden: Marillen-Mascarpone-Kuchen, Stachelbeer-Tarte (bald im Blog), Schnelle Schoko-Scones (aber mit zusätzlicher weißer Schokolade), Pfirsich-Joghurt-Tarte (bald im Blog!) und Qrichlat – in weniger als 7 Tagen!

Ich war Eisessen bei Eis am Stiel im 15. und im neuen Vanillas an der Freyung. Ersteres war ein sehr seltsames Geschäft mit schrecklichem Design und etwas teuer, aber am Steckerleis in Herzform selbst war nichts auszusetzen. Zweiteres ist in bester Lage und gleichzeitig eine Pâtisserie – nirgends sind die Preise für eine Portion ausgeschrieben, was sehr seltsam ist, dafür gibt es umso spannendere Sorten. Ich habe Sesam-Feige (interessant, aber nicht umwerfend) und Verjus (unglaublich toll) probiert.

Außerdem habe ich endlich mal wieder ein Buch „zum Spaß“ angefangen – Middlesex von Jeffrey Eugenides (der, der auch The Virgin Suicides, das ich nur in Sophia Coppolas Verfilmung kenne, geschrieben hat). Das Buch hat mich von der ersten Seite weg gefesselt und jetzt, in meinen langersehnten wirklichen Ferien, werde ich wohl nicht lange brauchen, es durchzulesen. Deshalb habe ich mir eine Sachbücherliste zusammengestellt und noch ein paar Romane auf gut Glück aus der Bücherei mitgenommen: Licht von T.C. Boyle, Makarionissi von Vea Kaiser, Die Hauptstadt von Robert Menasse und, in einer ganz anderen Kategorie, Sweet von Yotam Ottolenghi und Helen Goh. Mein Senf dazu hoffentlich irgendwann in der Bücher-Kategorie zu finden, bis dahin erstmal Links:

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Marillen-Mascarpone-Kuchen

Vergangenes Wochenende wollte ich unbedingt mal wieder einen klassischen Kaffeeklatsch-Kuchen backen. In meinen Augen fällt in diese Kategorie alles, was man am Besten im Ganzen auf den Tisch stellt und vielen Leuten serviert – ganz im Gegensatz zu Cookies, Scones und ähnlichem Kleingebäck, das ich am liebsten als Uni-/Arbeits-Pausensnack in Tupperdosen mitnehme.

marillen-mascarpone-kuchen auf einem türkisen deckchen, daneben teller, tortenheber und gabel
In fremden Küchen bäckt sichs schwieriger, dafür gibts Abwechslung bei den Foto-Props!

Hier im Blog gibt es verhältnismäßig wenig solcher Rezepte, z.b. Biskuitroulade mit Aprikosenfüllung und Kardamom, Gestürzter Johannisbeer-Karamell-Kuchen oder Vanillekastenkuchen mit karamellisierten Lorbeerbirnen.

Auf der Suche nach einem neuen Kaffeeklatsch-Kuchen schaute ich zuersteinmal bei Joy The Baker vorbei, deren Blog ich schon abonniert hatte, als es die Zuckerbäckerei noch gar nicht gab. Und natürlich wurde ich fündig: Der Simple Fig and Mascarpone Cake war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Nur bin ich nicht in Kalifornien, sondern in Österreich und nahm statt den Feigen einfach Marillen. Schmeckt super!

marillen-mascarpone-kuchen angeschnitten von oben
ein stück marillen-mascarpone-kuchen
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Marillenmuffins

In diesen Muffins sind Marillen gleich zweifach verwertet: Einerseits die Frucht selbst – eh klar. Aber auch die Kerne! Eine Freundin hat mir nämlich ein kleines Glas mit gemahlenen Marillenkernen geschenkt. Bevor ich mich getraut habe, diese zu verarbeiten, habe ich ein bisschen herumgegoogelt – denn roh sind sie HOCHGIFTIG.

Die Großbuchstaben hier sind wirklich angebracht, denn schon 25 g rohe Kerne können für einen Erwachsenen lebensbedrohlich werden, da das enthaltene Amygdalin zu Blausäure (Cyanid) verstoffwechselt wird. Durch die Hitze im Ofen verflüchtigt sich der gefährliche Stoff laut niedersächsischem Verbraucherschutzamt allerdings. Übrig bleibt ein angenehm bitterer Geschmack – den man einfacher auch mit ungefährlichem Bittermandelaroma aus dem Supermarkt haben könnte.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter
Die einzigen Muffinförmchen im Haus bieten einen schönen Kontrast zu den Marillen

Den Teig mit gemahlenen Marillenkernen sollte man deshalb nicht probieren und erst recht vor Kindern fernhalten. Wer die Gefahr vermeiden will, kann auch einfach gemahlene Mandeln verwenden.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter, von schräg oben fotografiert

Genug Warnhinweise, hier folgt das Rezept für sommerliche Muffins:

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zuckersüß 339

In der vergangenen Woche habe ich für Ö1 help zu „smarten“ Windeln recherchiert (sehr fragwürdige Erfindung, imho) und dafür u.a. mit Hilda Tellioğlu gesprochen, was sehr interessant war. Der Beitrag ist hier nachzuhören, hier findet sich der Artikel, den ich darüber geschrieben habe.

Ich habe außerdem Buttermilch-Marilleneis gemacht, bei dem noch Verbesserungsbedarf besteht, bevor es hier im Blog landet. Bei der Aufmacher-Medienrunde, die diesesmal dank dem Krone-Chefredakteur als Gast eher einer Pressekonferenz glich (und für mich die langweiligste aller Zeiten war), habe ich mal wieder gesketchnotet:

Sketchnote zur 26. Aufmacher-Medienrunde mit Klaus Herrmann von der Kronenzeitung

Ich habe das sechste und siebte Paar (Partnerlook-)Socken für dieses Jahr fertiggestrickt, rosa Suppe, Zitronenpasta und Schoko-Bananen-Kuchen gemacht. Außerdem habe ich in Sibylle Bergs „Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten“ weitergelesen, war in den Bergen und, nicht zu vergessen: habe ein klitzekleines bisschen an meiner Bachelorarbeit weitergeschrieben. Einer der Gründe, warum hier im Blog so ein Sommerloch herrscht.

Lieblingslinks gibts trotzdem wieder:

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Negron – oder so ähnlich

Einer meiner Mitbewohner wollte ein Getränk mit Basilikum haben, aber mag Gin überhaupt nicht. Mein Lieblings-Gin Basil Smash kam deshalb nicht in Frage. Beim Durchblättern des Cocktailian fand ich dann den Negron.

Ein Tischler als Handmodel

Der hat mit dem Negroni überhaupt nichts zu tun, sondern ist ein rituelles Getränk aus Kuba. Kubanischen Basilikum konnte ich auf die schnelle genauso wenig auftreiben wie Thai-Basilikum, der im Buch als Ersatz vorgeschlagen wird, aber „normaler“ Basilikum macht sich geschmacklich auch sehr gut. Durch das Sprudelwasser wird das Getränk übrigens halbwegs leicht und richtig gut für den Sommer.

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Ananas Tarte Tatin

Vergangenes Wochenende war ich auf einer Poolparty eingeladen. Dementsprechend wollte ich einen möglichst sommerlichen Kuchen mitbringen. Wie so oft wurde ich auf Rezeptsuche bei Stella Parks, genauer gesagt in ihrem Buch Bravetart fündig.

ananas tarte tatin

Diese Tarte Tatin stellt nicht nur tropische Ananas in den Vordergrund, sondern hat dank der vielen Kokosmilch im Teig noch eine sommerliche Geschmackskomponente mehr. Der Boden ist superfluffig, die Ananas supersüß, und – hätte ich den Kuchen noch ein paar Minuten länger im Ofen gelassen – später auch knusprig-karamellig.

angeschnittene tarte tatin von oben

Im Ganzen sieht der Kuchen weitaus schöner aus als in einzelnen Stücken, da helfen auch die Ananassternchen und der goldgesprenkelte Teller nicht mehr viel…

ein stück ananas tarte tatin
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Zuckersüß 337

Die vergangene Woche bestand für mich aus Prüfungen und Parties, eigentlich gar nicht schlecht für den beginnenden Sommer. Am Montag habe ich außerdem für das Frauennetzwerk Medien im Presseclub Concordia zum Thema „Wie über Gewalt an Frauen berichten?“ gesketchnotet, was mir sehr entgegenkam, da genau das auch das Thema meiner nächsten BA-Arbeit ist. Und dann ist auch noch das univie-Magazin des Alumniverbands erschienen, in der eine ganze Interviewseite mit mir drin ist!

Für alle diese Parties, eine davon in meiner WG, habe ich natürlich sehr viel verblogbares gebacken und gekocht. Seit dieser Woche gibt es endlich die lang überlegte Cocktail-Kategorie (aka Zuckeräckerei, zurückzuführen auf einen Tippfehler auf meinem Muddler), die mit meinem allerliebsten Liebling Gin Basil Smash eingeleitet wurde. Ich habe einmal wieder Brioche-Stangerl und Salsa-Dip gemacht und außerdem eine Ananas Tarte Tatin gebacken, deren Rezept ich bald hier bloggen werde.

Offline habe ich viel zu Entwicklungsökonomie gelesen und auch Stefan Zweigs „Erinnerungen eines Europäers“ (so ein fesselndes Buch!) fertig, hier folgen meine Online Must Reads der vergangenen Tage:

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Ein zuckersüßes, zuckerbäckereipinkes Foodblog