
…mit einigem Gebackenem, fünf Lokalen (Bitterbar, Feuerwehr Wagner, Wiener Tofu, Gelato Carlo, C’est Bon), einer Uralt-Podcastfolge, einer Messe (Wollträume), einem Buch (Klöppeln), zwei Strick- und zwei Klöppelprojekten (Carrie Sweater, Letters From the Open Road) – und wie immer, meinen liebsten Links der vergangenen Wochen.



Seit dem letzten Zuckersüß habe ich Brownies mit Schokodrops (nach dem Rezept für Best cocoa brownies von 2010), Mohn-Tartelettes mit Zwetschgen, zweimal Muffins mit Zwetschgen und Hagelzucker (einmal davon vegan), Kuchenkuchen (nach dem Rezept von 2023), vegane Mandelmuffins mit Schokodrops, Feigen-Tarte mit Mandel-Frangipane und vegane Schoko-Schoko-Cookies gebacken.



Ich habe Apfel-Schalen und -Putzen für 12 Tage in Wasser zu Essig werden lassen und anschließend (angelehnt an das Rezept für Pickled Wassermelonenschale von 2023) Gurkerl drin eingelegt.
Gegessen
Palatschinken mit selbstgemachter Marmelade (Griacherl/Ingwer/Szechuan-Pfeffer von 2023 und heurige Kirsche/Vanille). Pappardelle mit Spinat und Knoblauch. Pellkartoffeln mit Ei und fancy Dosenfisch. Gerollte Zucchini, gefüllt mit Ricotta und getrockneten Tomaten, überbacken mit Mozarella in Tomatensauce, dazu Rundkornreis. Spaghetti aglio e olio e peperoncino. Glasierte Stangenbohnen und Tofu mit Reis.


Pizza vom italienischen Mitbewohner und Gast. Fried Rice mit allem, was im Kühlschrank war. Farfalle mit Zucchini-Sahne-Sauce. Kartoffelspalten mit Stangenbohnen, Edamame, und selbstgemachten Pickles. Erdnussnudeln mit Ingwer, Jungzwiebel, Limette und Spiegelei.



Kraut-Börek (2€) von Željo am Westbahnhof (1150). Ein Pain au chocolat (2,80€) von Motto Brot (1060).


Bitterbar



Die Bitterbar (1050) hatte ich zufällig beim Spazierengehen entdeckt, da war gerade das Soft Opening. An dem Freitag, an dem ich mich dort verabredet hatte (Neueröffnungen endlich mal zeitig auschecken!) hatte gerade der Standard über das Lokal berichtet, auch das mag dazu beigetragen haben, dass es enorm voll war. Einige Leute holten sich ihre Drinks auch in Plastikbechern und setzten sich auf Parkbänke und die Statue am Margaretenplatz daneben, sodass es sich an diesem Spätsommerabend tatsächlich sehr italienisch anfühlte. Italienisch ist auch die Karte, wir hatten Wermut rot (5€), Wermut Tonic (10€), Negroni Sbagliato mit (13€) und ohne Alkohol (extrem bitter, 13€) und sehr gute Oliven mit Zitrone, Orange und Rosmarin (5€).
Feuerwehr Wagner

Zum Geburtstag einer Freundin war ich mit einer ganzen Gruppe an Leuten in den Wiener Weinbergen wandern: Von Nußdorf zum Leopoldsberg und schließlich zur Buschenschank Feuerwehr Wagner am Nussberg (1190). Dort standen wir zunächst einmal eine Stunde lang (!!) an der Selbstbedienungsschlage, wo sich dann herausstellte, dass vieles schon ausverkauft war. Wäre das Wetter nicht so schön und der Ausblick nicht so herrlich gewesen, hätte ich mich darüber sehr ärgern müssen, v.a. angesichts der Jausen-Preise: eine Breze (5€), 80 dag Liptauer (4,90€) – das Viertel Weißwein (5,20€) war da ja noch vertretbar.
Wiener Tofu


Zur Wiener Tofumanufaktur am Karmelitermarkt (1020) wollte ich schon lange mal, neulich ging sich ein sehr frühes Abendessen nach dem News-Frühdienst dort aus. Wenig überraschend basiert jedes Gericht auf der Karte auf hausgemachtem Tofu. Den frittierten Tofu in Soja-Kürbiskernöl-Sauce (5,90€) mochte ich sehr, aber so viel Tofu als eine Portion wäre mir zu viel – eher was zum Teilen. In der Seidentofu-Suppe (5,90€) mit intensiver, leicht süßer Brühe war zusätzlich noch Tofu in dieser porösen Form, die vollgesaugtem Schwarzbrot ähnelt (wie heißt das?), außerdem Algen und ein bisschen Eingelegtes (wohl Kimchi) – super. Das vegane Mapo-Tofu (14,90€) in der Blechbox war eine riesige Portion und leider gar nicht mein Fall, wegen sehr viel knackigem Gemüse, gegen das ich allergisch bin. Das Zero Lab Futura Hell alkoholfreie Bier dagegen fand ich super, wenn auch teuer (5,50€ für 0,33l).
Gelato Carlo


Ich esse gar nicht so oft Eis außer Haus, und vor allem habe ich keinen Go-To-Eisladen. Auf die Frage hin, welchen ich mal auschecken wollen würde, nannte ich natürlich den wohl umstrittesten der Stadt: Gelato Carlo (1080). Ich wählte Don Alphonso Sorbet (inspiriert von meinen eindrucksvollen Alphonso-Mango-Erfahrungen in London), und dazu eine zweite Sorte, an die ich mich nicht erinnere (weil nicht aufgeschrieben). Das Eis war definitiv gut, aber die Rechnung von 17,40€ für zwei ist doch übertrieben.
Währinger Straßenfest / C’est Bon
Ich habe mich übers Währinger Straßenfest treiben lassen (so schön, da mal keine Autos zu haben!) und bin bei C’est Bon (1180) für einen Snackteller stehengeblieben: fünf Falafel, eine Spinattasche, Muttabal, Brot und für meine Begleitung ein Falafelsandwich (insgesamt 20€). Ein paar Meter weiter dann noch ein Becher Schilcher Sturm (5€) – ein schöner Spätsommer-Wochenend-Start.



Gehört
Ich habe eine alte externe Festplatte gefunden, und darauf einige Schätze entdeckt, an die ich ewig nicht gedacht hatte. Darunter wohl eine der ersten Podcastfolgen, die ich jemals gehört habe: Joy the Baker Podcast #3 vom Sommer 2011. Ich erinnere mich noch recht genau, wie ich das mp3 heruntergeladen und per USB auf meinen mp3-Player übertragen habe – ein heute unvorstellbar mühsamer Prozess, aber auch der Grund, warum eine Sicherungskopie meines Computers sie nun zu Tage gebracht hat. Die Webseite dazu, homefries.com, löst längst nicht mehr auf, von dem Podcast, den Joy Wilson damals gemeinsam mit Tracy Benjamin von Shutterbean (dem anderen Foodblog, das ich schon länger lese als mein eigenes Blog alt ist) ist fast jede Spur aus dem Internet getilgt (was auf reddit zu allerlei Spekulationen führt).
Außerdem bin ich auf das Archiv meiner Ö1-Sendungen gestoßen (s. Ö1 – vorbei), schade, dass das alles auf ewig depubliziert ist.
Gesehen
Wollträume Wien

Schon seit ein paar Jahren nehme ich mir vor, mal zu den Wollträumen zu gehen. Die Messe findet allerdings im Myhive (1100) statt, was mich gleich doppelt abschreckt. Einerseits ist das ein Einkaufszentrum (tatsächlich so seelenlos, wie ich es mir vorgestellt hatte) und andererseits ist es am anderen Ende der Stadt, in einer fürchterlich autozentrierten Gegend (man kommt nur mit dem Bus hin). Ich bin trotzdem froh, am Samstag vorbei geschaut zu haben. Nicht nur habe ich ein paar mir völlig neue österreichische Garnhersteller_innen kennengelernt und Garnqualitäten in echt ausgecheckt, die ich online schon oft beäugt habe. Nein, ich habe mir auch einen Strang Luxusgarn (800m unverzwirnte Maulbeerseide auf 100g, handgefärbt, 34€) zugelegt, den ich realistischerweise eh erst in einem Jahr verstricken kann, und habe auch fasziniert Expertinnen in ihrer Arbeit zuschauen können: Ein Dutzend Frauen an Spinnrädern, die rhythmisch ihr eigenes Garn herstellen und Klöpplerinnen mit komplexen Mustern vor sich. Faszinierend (und ein Mini-Flashback zum Fiber Flock Festival in Seattle, wo ich 2024 zufällig hineingestolpert bin)!
Gelesen


Apropos Klöppeln. YouTube schön und gut, aber mir sind geschriebene, bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen weit lieber als das beste Video. Deshalb habe ich mich umgesehen, was es eigentlich für Klöppel-Standardwerke gibt und bin auf Klöppeln von Ulrike Löhr gestoßen. Das wurde 1989 bei Frech verlegt und ist jetzt im Nachdruck immer noch genau so erhältlich. Es ist entzückend altmodisch (handgezeichnete Illustrationen! Ozonschicht-Liebe!), aber gleichzeitig auch absolut nicht anfänger_innenfreundlich. Ich brauch wohl noch ein paar Jahre Übung, bis ich etwas damit anfangen kann.
Geklöppelt und gestrickt



Ich habe dennoch fleißig Klöppeln geübt, zunächst ein Band abwechselnd im Leinen- und Halbschlag, und dann eine French-Fan-Borte, die ich mir aus diesem Youtube-Video zusammengereimt habe. (Den Klöppelbrief habe ich tatsächlich von einem Screenshot abgepaust…).
Ich habe einen halben Ärmel meines Carrie Sweater (nach Kolibri by Johanna, pattern bei ravelry) fertiggestellt und gleich schon ein Herbstprojekt angeschlagen: Die ersten paar Zentimeter von Letters From the Open Road by Jennifer L Parroccini (Pattern bei ravelry) aus Alpaka- und Lammwolle stehen schon.
Zum Thema Handarbeiten habe ich zum Schluss noch einen Event-Hinweis: Beim Letzten Rave des Sommers am Freitag, 25. September um 16 Uhr unter der Praterbrücke auf der Donauinsel kann man mit mir und zwei weiteren Workshop-Leiter_innen mit UV-Garn häkeln. Ziel ist eine Girlande, die später am Abend über dem Dancefloor aufleuchtet. Eintritt frei, Drinks auf Spendenbasis!

Veröffentlicht
Im Blog: Feigen-Tarte mit Mandel-Frangipane
Anderswo: Zwei Artikel (und ein paar Meldungen) für die futurezone.at:
- Hackerkollektiv zerlegt verhasste Flock-Überwachungskamera (17.09.2026)
- DseWiki von OpenAI-KI gekapert: Das sagt der Grazer Seitenbetreiber (10.09.2026): Ein Interview mit Helmut Leitner, dessen DseWiki im Mai/Juni von KI-Agenten geflutet wurde. Völlig verrückte Geschichte.
Hier folgen meine liebsten Links der vergangenen Wochen:
Rezepte
a baked wild rice situation – @mollyyeh
Herbstliches Abendessen.
KP+ Banana Fosters Babka
Bronwen Wyatt füllt Germteig mit Banana Butter.
Honey Cake with Apple Butter Frosting – Susanality
Dieses Rezept aus The Dessert Table: 100 Joyful Jewish Sweets von Leah Koenig ist paywalled, aber ich will das Foto als Inspiration nehmen.
These Quick ’n’ Easy Masala Potatoes Are Proof That Moms Know Best – Food and Wine
In meinem Haushalt werden enorm oft Kartoffeln gegessen. Nach indischer Art allerdings noch nie!
Texte
Was doch alle Männer mit dem Femizid von Marchtrenk zu tun haben – moment.at
Ich bringe es nicht über mich, nachzulesen, welche grauenvollen Details zum genannten Femizid mittlerweile bekannt sind. Was tun, dass sowas nicht wieder passiert? Gegen Rape Culture aufstehen, gerade als „normaler“ Mann, argumentiert Sebastian Panny. (Erinnert mich btw an A Gentlemen’s Guide To Rape Culture, den ich 2014 in Zuckersüß 123 verlinkt und bis heute nicht vergessen habe).
Wer sind wir, ohne unseren Sexismus? Es ist schwierige Arbeit, ihn abzulegen. Schließlich profitieren wir auch davon. Deswegen müssen wir ihn beschützen und kleinreden. Und so können wir uns als Männer auch ganz einfach abgrenzen von den furchtbaren Taten, über die wir uns mittlerweile im wöchentlichen Rhythmus empören und sogleich wieder vergessen. Und uns dann die polternden Bäuche beim nächsten Frauenwitz halten.
The Worst Day Of My Life Is Now New York’s Hottest Tourist Attraction – Buzzfeed News (via Perfect Sentences)
Der Autor hat bei den Anschlägen auf das World Trade Center seine Schwester verloren. In diesem Text von 2014 „reviewt“ er das damals gerade frisch eröffnete Memorial Museum.
The crowded memorial hall is lined with photos of everyone who died and touchscreen consoles that call up their obituaries; my sister is found, as she has been for 12 1/2 years and will be forever, between Gavkharoy Kamardinova and Howard Lee Kane. The names are read aloud on a loop in the adjacent darkened atrium lined with benches. My sister’s profile has incorrect information in it that we’d never signed off on or even seen, and the annoyance is tempered by the realization that nonparticipation in the pageantry has its drawbacks. It also occurs to me that I am the only person here alone.
What Was the War on Terror – Foreign Affairs (archive.ph ohne Paywall) (via Weekly Filet)
Eine Buchrezension zu Peter Bergen’s All the Presidents’ Wars, das argumentiert, dass die außenpolitische Linie, die die USA nach 9/11 eingeschlagen haben, mit Trump II jetzt endgültig zu Ende geht. Interessante Analyse.
When Americans mark the 25th anniversary of the 9/11 attacks this fall, the threat of Islamist terrorism will certainly not be gone. But the war on terror, the guiding framework for U.S. foreign policy for the previous quarter century, will be.
are you sure the 80s looked like THAT – girl online (via Links I Would GChat You)
Die indische Autorin Abha Ahad über die Gefahren des GenAI-80s-Trends: Fake-Erinnerungen. Die Stereotypisierung der Vergangenheit, v.a. was Modetrends betrifft, stört mich als Mensch mit großem Interesse an historischer Kleidung sehr, umso berührender finde ich echte, ungestellte historische (Mode-)Aufnahmen (eines meiner Lieblingsbeispiele: Joe Cocker bei Woodstock als OG-Hippie mit Batik-Shirt, hohen Absätzen… und volle drauf).
If I were to ask ChatGPT what I looked like in the 80s, it would probably conjure up an image of me looking like a discounted version of Bollywood sweetheart Rekha. But statistically, if I were living in the 80s, I would have been married off before I was ever 18. At 25, the age I am now, I would have been the mother of four children, whom I gave birth to at home, living in a loveless marriage with a husband working as a labourer somewhere in Middle East Asia, visiting us once every three years. AI wouldn’t show that because that isn’t a picture I will be sharing and gushing about on my Instagram stories.
Why is “motherhood” the province of newbies – Nina Renata Aron (via Maybe Baby)
tl;dr: Erfahrungen von Frauen haben im öffentlichen Diskurs immer noch nicht immer Platz?
In my forties, people ask after my children far less than they used to. The fact of my being a mother seems to have become secondary, possibly superfluous, in the eyes of others. I guess it’s simply assumed, or it has become old news. You have kids? someone will say. And though it can feel inadequate, sometimes scandalous, to flatten the psychedelic variety and complexity of this nearly two-decade-long experiment into a couple words, I just say, Yeah, I do. Two.
Paid Phones – The Baffler (via Helen Lewis)
Die USA sind so fucked-up, bin ich froh um EU-Regulierungen (beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, das solche Kurzzeitkredit-Apps bei uns möglich wären).
Certainly, I’m still in the hole. As I write this, I owe $359.96 to Cleo, $31.99 to Albert, $62.99 to Brigit, and $86.12 to Dave. I also, hauntingly, owe thirty bucks to MrBeast. Technically, I owe this money to Step, the payday loan app MrBeast acquired earlier this year to “give millions of young people the financial foundation I [MrBeast] never had.” Currently boasting seven million users, the app really does offer savings accounts for teens, but a quick look at its interface reveals this as a kind of front: “Step EarlyPay,” available to users of all ages, is clearly the core product here. As far as I can tell, MrBeast is the only celebrity to buy a digital lender outright, but it cannot be long before Clavicular, Woah Vicky, et al. are collectively skimming a sizable percentage of Americans’ paychecks. Perhaps, if one wants to stay solvent in the future, one will have no choice but to buy a decent lighting setup and get to work charismatically injecting peptides or fomenting race war on stream. If anything, I’m a poster boy for precisely this looming dystopia: An article I wrote about masturbation went viral, leading to higher-paying writing assignments, which—if and when they’re completed—will allow me, finally, to break out of the payday cycle. That the attention-getting mechanism here was long-form literary nonfiction, as opposed to a TikTok man-on-the-street series in which I pose uncomfortable questions to couples at the mall, does not change the underlying dynamic. Given all this, can I really be sure I won’t come crawling back to MrBeast in time?
If You Build It, Will They Come On the Sperm Racing World Cup by Paul McAdory – The Paris Review
ahahaha. (Aber: Über einen „Hindernisparcours“ für Spermien hab ich auch schon mal für die futurezone geschrieben: Die Zukunft der künstlichen Befruchtung ist automatisiert).
Then, one day in May, a possible explanation for Sperm Racing’s radio silence appeared in my inbox courtesy of a Google Alert: The company, it appeared, was rebranding as part of an effort to de-emphasize the childishness of its premise and attract millennial and zillennial viewers—a cohort that might be actively trying to sire children, and thus one that might be expected to fret about sperm health. As a symbol of their new maturity, they were considering jettisoning the name Sperm Racing entirely, in favor of the more staid trade-name, “Biomarker Sports.” I’d learned all this from a feature in The New York Times Magazine, whose author, Daniel Waite Penny, had, it seemed, been granted extensive access to Sperm Racing’s facilities and personnel and who had actually gotten to compete in—and win—a race. In the shadow of Penny’s piece, I worried I had been jerked around by nutjobs, that my piece was a bust, that no amount of belabored wordplay would rescue me from dread anticlimax. But the ultimate anticlimax was yet to come.
The Culture Wars Have Come for Lingerie – The New Yorker (archive.ph ohne Paywall)
Die Argumentation dieses enorm mäandernden (Sydney Sweeney – Eve Magazine – MeToo – La Perla – …) Essays finde ich wenig überzeugend. Aber den Reportageteil zum Unterwäsche-Arbeitskampf in Bologna fand ich sehr interessant.
Hoping to retire one day, I wasn’t at La Perla to shop. I wanted to meet the company’s seamstresses—known as le perline, or “the little pearls”—who saved their own jobs after a Bologna court declared the company insolvent in 2024. In 2007, Masotti’s son had sold the company to the San Francisco-based private-equity firm JH Partners. After two subsequent sales, Brexit-related tax issues, and a series of risky investments by its latest owner, the company had gone bankrupt.
Bologna is nicknamed La Rossa, or “the Red One,” in reference to both its terra-cotta rooftops and long history of leftist politics; the Italian Communist Party governed the city from 1945 to 1991. In 2025, le perline protested in Piazza Maggiore under a red banner shaped like a bra and petitioned the European Parliament. “We denounce the predatory practices of speculative finance, which sacrifice the real economy for immediate profit,” they wrote in a manifesto. “We are fighting for the survival of a company founded by a pioneer of women’s entrepreneurship.” In a resolution, the Italian government negotiated a sale to the American billionaire Peter Kern, formerly of Expedia, and required the reinstatement of two hundred employees. (Kern’s wife was reportedly a fan of the brand.)
The curious, contentious history of pumpkin spice lattes – Snack Stack
Starbucks hat die PSL rücksichtslos für sich beansprucht, wer hätte das gedacht!
Pumpkin spice was on-trend in the 1960s, and then made its way into gourmet coffee as a sort of hokey, watered-down-for-the-masses version of the Italian brews favored in Seattle. It was caffeine for people with “Tuscan”-motif coffee mugs in the ’90s or “Live Laugh Love” signs now, which is to say it was popular but decidedly not hip.
Shit Talking Your Every Day Carry – Sorry, I’m Good at Everything
Den Autor James N Watts kenne ich eigentlich nur als Strickdesigner, aber ich finde er schreibt auch ziemlich witzig!
The reason I like watching these videos is because I love to buy, consume, and be sold to. The (mostly) dudes who make this content are all gadget and gizmo-maxxing, they are all the same and yet exist in fierce competition to one another while also crazily jerking each other’s meats big time. How is it that everyone who has things that they carry every day is a film camera enthusiast, audiophile, stationery/pen/pencil expert, winner of the most minimalist wallet competition, needs an imported luxury pocket knife, etc etc etc???
This OG Food Blogger Wants You to Come Eat Cookies At Her House. Really. – Texas Monthly
Ein freundliches Joy The Baker – Porträt. Ihr Blog lese ich seit Anfang 2009.
I will admit that all day I’d been wondering if Wilson was going to talk politics with me. Moving to Bellville had been proof enough for many that she voted red—though I am well-acquainted with the community enough to know it also has a liberal delegation. I’d listened for clues from her husband, mother, and in-laws and only managed to glean how much they love that squishy baby and old house. The chatter I overheard from fans who had gathered from far and wide signaled every inch of the political spectrum. When we sat down to talk, I wondered if Wilson would be celebrity savvy and dodge the conversation so as not to hurt her brand. Halfway through the interview, I thought it was more likely she’d refuse to give anyone the satisfaction of explaining herself or justifying her voting record.
Fünfundzwanzig Jahre Bloggen – Anmut und Demut
So nüchtern und emotionslos kann ich nach knapp 17 Jahren des Bloggens nicht auf die Zuckerbäckerei schauen.
Es spielt keine Rolle, was ich einst dachte und aufschrieb. Auch nicht, wie ich es aufschrieb. Es spielt keine Rolle, was hier steht, festgehalten in über 14.000 Beiträgen und 28.000 Kommentaren. Wäre das alles morgen weg, sähe mein Leben kaum anders aus. Dann und wann müsste ich mich an etwas erinnern, statt hier nachzulesen, oder … einfach damit leben, dass ich es vergessen habe. Wäre das alles hier 25 Jahre lang in einem Social-Media-Orcus gelandet, in einer der Junk-Content-Konzern-Vorhöllen, es hätte kaum einen Unterschied gemacht. Ich hätte es geschrieben, jemand hätte es gelesen, und heute wäre es nur unwesentlich weniger weg, als all das hier.
Wertsteigerung (beinahe) – Das Nuf
Patricia Cammaratas Alltagsgeschichten les ich sehr gerne. Hier: Beinahe-Diebin.
Seitdem habe ich diesen Gutschein über einen absurden Wert und denke beinahe täglich »Ach du Schreck! Den Gutschein muss ich noch einlösen, sonst verfällt der.«
Ich war auch schon zwei Mal in der Filiale, aber das ganze Sortiment entspricht leider überhaupt nicht meinem Geschmack. Einzig und allein für einen Trauring könnte ich mich erwärmen, aber deswegen gleich heiraten, das halte ich für übertrieben.
Wobei, wenn manche Paare wegen der Steuer heiraten, wäre wegen eines Gutscheins, der nicht verfallen sollte, natürlich auch ein guter Grund.
Ich wurde entdeckt! – Das Nuf
Nochmal Patricia Cammarata, hier als Gescammte.
Also recherchierte ich nochmal genauer und very sad: fand Hinweise, dass es sich vielleicht doch eher um Scam als um meine unterwartete Entdeckung für den englischsprachigen Buchmarkt handelte.
Zur finalen Bestätigung schrieb ich die Lektorin nochmal auf der Email-Adresse an, die den Verlagsseiten zu entnehmen war. Am Ende ist es ja auch nicht schön, wenn der eigene Name missbraucht wird und dem Ruf des Verlags tut so ein Scam schließlich auch nicht gut.
AI Doomsday Panic Is Completely Out Of Control – Karl Bode
Passend zu den ganzen KI-Texten in Zuckersüß 537:
Chatbots going rogue and killing everyone is visceral meat for ad-engagement eyeballs. Explaining the nuanced reasons why millions of people will be killed or injured by automated medicare rejections or degraded emissions standards is not only BORING, it often undermines the financial interests of media ownership.
Audio/Video
Sound of Noise – Music for One Apartment and Six Drummers (long version)
Dieses Video hat mir ein Freund vor 11 Jahren geschickt, ich habe es zufällig in einem alten Chat wiederentdeckt – aufgenommen wurde es aber schon 2001!
Knitting Marge Simpson’s ‚Chanel‘ Suit (How to Win Friends and Alienate Yourself) – Zhade Lang
Immer noch meine liebste Video-Essay-„Creatorin“.
Can a designer brand really help you win friends and influence people? Join me in knitting up a cardigan inspired by Marge’s 90s Chanel suit!
Von wegen Schlaraffenland: Warum Maschinen auch nur Arbeit machen (via Buddenbohm & Söhne)
Maschinen sollten die Arbeit erleichtern und uns mehr Freiheit schenken. Doch oft erhöhen sie Tempo und Leistungsdruck. Mit dem Einsatz von KI und Robotern stellt sich die alte Frage neu: Warum arbeiten wir eigentlich immer mehr – statt weniger?
vittles – How Restaurant Influencers Work w/ Stephen Buranyi
Ich persönlich finds voll deppert, dass Restaurant-Influencer_innen mittlerweile „wichtiger“ sind als Restaurant-Kritiker_innen, der vertical-video-Sensationalismus tut dem Genre finde ich nicht gut. Diese Podcastfolge bietet einen Einblick in die Situation in UK.
Today’s very special episode of the Vittles podcast is with journalist and editor Stephen Buranyi, who spent six months reporting and investigating the world of restaurant influencers for our Issue 3 cover story, titled ‘Who’s Paying for All of This?
Sonst So
Look At My Holes Not My Toes Socks by James N Watts – ravelry.com
Lochmuster-Neon-Socken, wow.
Butterfly Wings Scarf by Katharina Kuntz – ravelry.com
Ich hasse Farbmusterstricken, aber wie schön ist dieser Schal bitte!
Sebastian Kelemer – Almost al Dente
Die Textilkunst find ich richtig toll.
any human ever (via Web Curios)
Was, wenn du irgendwann und irgendwo anders in der Geschichte der Menschheit geboren wurdest? (AI-Spielerei, also mit Vorsicht zu genießen).
CloserTo
Der Macher dieses browserbasierten Schätzspiels hat mich per Mail drauf hingewiesen (sowas passiert nicht oft, aber bitte gerne mehr!), ich finde es ziemlich unterhaltsam.
Backkatalog
















- 2025: Apfel-Zimt-Muffins
- 2024: Rosinen-Scones
- 2023: Marmeladenschnitten mit Vanille-Frischkäseguss
- 2022: Chai-Kuchen
- 2021: Zwetschgen-Ingwer-Mohn-Kuchen
- 2020: Zwetschgen-Frangipane-Tarte mit Orangenblütenwasser und Thymian
- 2019: Apfelradl – Frittierte Apfelringe
- 2018: Heidelbeer-Apfel-Birnen-Pie
- 2017: Eine Reise in die USA, Pt. 2: KY
- 2016: Marillenknödel
- 2015: Pfirsichtorte
- 2014: Salbei-Scones mit Walnüssen
- 2013:Cranberry-Pistazien-Riegel
- 2012: Vanillemarshmallows mit Zuckerstreuseln
- 2011: Kaffee-Whoopie Pies mit Karamellfüllung
- 2010: Schatzinselmuffins





