Zuckersüß 541: Tech-Abhängigkeit, Reality-TV, Auto-Sounddesign

ich habe wieder Oliven geschenkt bekommen!

…mit einigem Gebackenem, acht Lokalen (Sichuan Ravioli, La Taquería la ventana, Five Guys, Palmenhaus, Yak + Yeti, Ichi go ichi e, Loosbar, The Bank), einem Viennale-Film (Alea Jacaranda), einer Theatervorstellung (God of Carnage), zwei Büchern (Gaia, Die Weine Österreichs), zwei Strick- und einem Nähprojekt (The Next Hoodie, Seidentop) – und wie immer, meinen liebsten Links der vergangenen Wochen.

Seit dem letztem Zuckersüß habe ich Walnuss-Käsekuchen mit Rosenblüten in Sirup, Canélés, Punktekuchen, Scones mit clotted cream und Kirsch-Rosen-Marmelade (bald im Blog), Tahini-Cookies mit Kakaosplittern und Schokolade (lose nach diesem Rezept von 2020) gebacken.

Außerdem Quark-Kreise (angelehnt an die Orangen-Quark-Ecken von 2022) und Mohn-Marzipan-Rauten mit Brombeermarmelade, inspiriert von den Mohn-Mandel-Schiffchen von 2010.

Gegessen

Kürbis-Lasagne. Bavette mit Soffrito, Oliven und Kapern. Süßkartoffel-Karotten-Kichererbsen-Curry mit Reis und Sprossen. Kaiserschmarrn mit Apfel-Hollerröster. Kürbiscremesuppe. Hausgemachte Cavatelli mit Basilikumpesto und Tomaten. Krautfleckerl mit grünem Salat. Kartoffeln mit Dilljoghurt und Champignons aus dem Ofen. Spitzkohl, Fenchel und Bohnen aus dem Ofen, dazu Tahinijoghurt.

Kartoffelsuppe, Kürbissuppe und Chili con Carne. Kaspressknödlsuppe beim Wandern. Kaiserschmarrn mit Apfelkompott. Grießnockerlsuppe, Zwirl und Sauerkraut von Oma. Nochmal Krautfleckerl. Palatschinken mit Orangenmarmelade.

Sichuan Ravioli

Bohnengelee à la Sichuan (6,20€) und vegane Teigtaschen mit Gemüse (6,50€) bei einem frühen Abendessen im Sichuan Ravioli (1040). Vegane Gemüsenudelsuppe (10,80€) für meine Begleitung. Über meinen vorherigen Besuch in diesem Naschmarkt-nahen lokal habe ich im April hier ausführlicher gebloggt.

La Taquería la ventana

Mit ein paar Freund_innen in die Taquería La Ventana (1020), hier hab ich mehr dazu geschrieben.

Five Guys

Ein Mini-Cheeseburger und kleine Pommes (17,10€) bei Five Guys (1010) als Unterlage für einen Cocktail in der Loosbar (s. unten). Ziemlich gut – ich mochte die ganzen Condiments im Burger, v.a. die eingelegten Zwiebeln – aber insgesamt wirklich VIEL zu viel für mich. Schade, dass ich mehr als die Hälfte der Pommes (in Erdnussöl frittiert!) übrig lassen musste…

Palmenhaus

Frühstück im Palmenhaus (1010): Eierspeis, die als Rührei in der Karte steht (7,40€), dazu ein warmer Sesam-Bagel (3,50€). Hafer-Matcha-Latte (6,50€), und weils ein Treffen zum Geburtstag war, ein Glas Rosé-Sekt (8,40€). Ich find die Location ziemlich schön, aber die Qualität der Speisen (meine Begleitungen hatten Wiener Frühstück und Porridge) nicht mehr als eh ok.

Yak + Yeti

Mit einer ganzen Runde an Leuten Freitagabend ins nepalesische Yak + Yeti (1060). Wir warteten leider mehr als eine Stunde auf unser Essen, das wir wegen eines Folgetermins dann viel zu schnell herunterschlingen mussten. Wir teilten uns Veggie-Momos (15€), ich hatte eine Gemüsesuppe mit Spaghetti (?) drin (5€) und ziemlich gute Samosas (6€) mit einer leicht scharfen Sauce.

Ichi go ichi e

Mit drei Ramen-Begeisterten ins Ichi go ichi e (1040), das komplett Anime-verrückt ist (Hintergrundmusik, Deko, Design). Edamame als Vorspeise, Veggie-Ramen mit einer sehr cremigen Brühe, leider anfangs ziemlich kalten Tofuwürfeln, Mais, Zwiebel und Ei als Hauptspeise und gänzlich QQ (s. Walnuss-Mochikuchen mit Adzukibohnenpaste von 2021 zur Begriffserklärung) Dango mit blumigem Sirup als Nachspeise. Ich wurde eingeladen, also weiß ich die Preise nimmer so genau, sie sind aber jedenfalls deutlich niedriger als in der Benchmark-Ramenbar Mochi am Vorgartenmarkt.

Getrunken

Dark Plum Soup, ein offenbar sehr schlecht automatisch übersetztes Getränk, das mir ein Freund aus China mitgebracht hat. Es hat mir super geschmeckt, denn obwohl es süß und sirupig im Mundgefühl war, hatte es ausreichend ausgleichende Säure.

Waldmeister-Jelly-Shots auf einer sehr detailverliebten Halloweenparty – direkter Throwback zum Waldmeisterapfelkuchen von 2010, vielleicht sollte ich mal wieder was mit diesem künstlichen Waldmeisterzeug machen, aus Nostalgie.

Ein spontaner Outfit-inspirerter Drink vor dem Café Disko: dunkler Myers Rum, Ananassaft, Orange- und Spekulatiussirup, obendrauf frisch geriebene Orangenzeste und Muskatnuss.

Einen selbstgemixten Jungle Bird (Rezept von 2020) und einen Espresso Martini mit Spekulatiussirup und Orangenzeste als Garnitur.

Loosbar

Einen 1910 Cocktail mit Mezcal, Brandy, Maraschino, rotem Wermut und Bitters (16,50€) in der Loosbar (1010). In der war ich noch nie zuvor gewesen und sehr beeindruckt vom Art-Déco-Interieur voller Marmor und Spiegeln. Der Drink hat mir ebenfalls sehr getaugt, werd ich mir merken!

The Bank Bar

Weiter in meinem Plan, alle Grand Hotel Bars der Stadt auszuchecken, bin ich in The Bank Bar im Park Hyatt (1010) gelandet. Hier habe ich mehr dazu geschrieben.

Gesehen

Alea Jacarandas auf der Viennale

Nach den Drinks in der Loosbar bin ich zum ersten Mal zu einem Viennale-Film gegangen (und das im 12. Jahr, das ich in dieser Stadt verbringe!). Meine Begleitung hatte mir drei zur Auswahl gestellt, ich entschied mich für Alea Jacarandas, eine Doku, die in Algier spielt. Der Grund dafür: Vor gut einem Jahr hatte ich auf arte die algerische Serie El Sardines (s. Zuckersüß 519) gesehen (die ist super!!) und mich gewundert, wie viel Algerisch ich verstehe. Wie sich herausgestellt hat, war Alea Jacarandas fast ausschließlich auf französisch, aber von vorne.

Die ersten Jacaranda-Bäume in Algier wurden 1838 gepflanzt, sie kamen als Migranten aus Lateinamerika. Nun sind es mindestens 200. Ameziane Ferhani, Vater des Filmemachers und Schriftsteller, kennt sie alle – was auch bedeutet, dass er seine Stadt, die zwischen den Gezeiten der Geschichte existiert und so rätselhaft wie seine Bewohner ist, genau kennt. Sein Studium der Flora schließt ihre Geheimnisse auf – auch die Palmen, die seit der Unabhängigkeit 1962 nicht mehr zurückgeschnitten wurden, erzählen von der Historie. Der Dreh mit dem Vater, der ungern Regieanweisungen annimmt, ist zugleich eine Hommage an diesen widerständigen Geist, der vor der Fertigstellung starb.

Viennale

Der Film ist essayistisch und ziemlich artsy/meta – so sind z. B. sämtliche Regieanweisungen dringeblieben und Archivmaterial taucht ohne Einordnung auf – und ziemlich gemächlich erzählt. Dadurch bekommt man die Chance, ziemlich viel von Algier zu sehen (schöne Stadt!) und Ameziane Ferhani, den Vater des Regisseurs Hassen Ferhani, kennenzulernen. Den Roman, an dem er arbeitete – L’inspecteur des jacarandas – wurde, soweit ich das verstanden habe, leider nicht mehr vor seinem Tod fertig, ich hätte ihn gerne gelesen.

Im anschließenden Gespräch erzählte Hassen Ferhani, warum der Film auf französisch und nicht algerisch gedreht wurde (weil sein Vater, Jahrgang 1954, im französischsprachigen System aufgewachsen ist und sein Leben lang in dieser Sprache arbeitete), und dass er bei den Dreharbeiten merkte, dass er sich nach Jahren in Marseille in seiner Heimatstadt Algier nicht mehr ganz daheim fühlt.

God of Carnage von den Dramatic Nomads

In der Folgewoche stolperte ich inhaltlich ebenso unvorbereitet in die TheaterArche. Dort inszentierten die Dramatic Nomads God of Carnage von Yasmina Reza.

What happens when two sets of parents meet up to deal with the unruly behaviour of their children? A calm and rational debate between grown ups about the need to teach kids how to behave properly? Or a hysterical night of name-calling, tantrums, and tears before bedtime? Boys will be boys, but the adults are usually worse – much worse.

Dramatic Nomads

Die Dynamik der vier Protagonist_innen war enorm mitreißend, jede_r einzelne davon eine ziemlich unausstehliche Person. Die Fronten – ursprünglich zwischen den beiden Ehepaaren – wechselten häufig und dramatisch.

Gelesen

Gaia

Weiter in Gaia von James Lovelock (s. Zuckersüß 540), denn ich habe für die fuzo die Meldung Forscher suchen mit neuer Methode nach Aliens geschrieben und dafür das Paper A Whole-planet Model of the Earth without Life for Terrestrial Exoplanet Studies gelesen. Darin gibt es einen ganzen Abschnitt, der sich auf das 1974 aufgestellte Gaia-Hypothese (das ganze Buch dazu wurde 1979 erstmals veröffentlicht) bezieht. Was damit gemeint ist beschreibt Lovelock so:

the only feasible explanation of the Earth’s highly improbable atmosphere was that it was being manipulated on a day-to-day basis from the surface, and that the manipulator was life itself. The significant decrease in entropy–or, as a chemist would put it, the persistent state of disequilibrium among the atmospheric gases–was on its own clear proof of life’s activity. Take, for example the simultaneous presence of methane and oxygen in our atmosphere. In sunlight, these two gases react chemically to give carbon dioxide and water vapour. The rate of this reaction is such that to sustain the amount of methane always present in the air, at least 500 million tons of this gas must be introduced into the atmosphere yearly.

Lovelock, J. (2016). Gaia: A new look at life on earth (Second edition). Oxford University Press, p. 6

Jedenfalls lieferte mir das Paper zufällig endlich die zeitgenössische Einordnung dazu, die mir bisher fehlte:

We demonstrate that an Earth-like planet can maintain habitable surface temperatures over 4.5 Gyr of evolution (and longer) through abiotic processes alone, without requiring biological feedbacks for climate regulation.

Gilbert-Janizek, S., Barnes, R. K., Driscoll, P. E., Wogan, N. F., Mandell, A. M., Birky, J. L., Carone, L., & Garcia, R. (2026). A Whole-planet Model of the Earth without Life for Terrestrial Exoplanet Studies. The Planetary Science Journal, 7(9), 216. https://doi.org/10.3847/PSJ/ae9d79

Auch wenn es also so aussieht, als würde die Gaia-Hypothese jüngsten Modellierungen zufolge nicht halten, will ich das Buch unbedingt noch fertig lesen. Ideengeschichte (auch in einem Fach, in dem mir leider die meisten Grundlagen fehlen) find ich einfach wahnsinnig spannend.

Die Weine Österreichs

Mir ist noch ein historisches Buch in die Hände gefallen, das mich ziemlich belustigt hat: Die Weine Österreichs von Helmut Hochrain, erschienen 1974. Ich bin noch nicht über das Einführungskapitel hinaus, aber es ist ein faszinierendes Zeitdokument prä-Weinskandal, prä-Weinmarketing. Ich habe außerdem den Verdacht, dass das, was mit „fortschrittlichen Methoden in der Bodenbearbeitung, Düngung, Schädlingsbekämpfung, und Kellerwirtschaft“ (S. 11) gemeint ist, heute als gestrig gilt, weil es in Zeiten von Artensterben und Klimakrise keine Zukunft hat.

In ähnlicher Kategorie: Freude am Mixen von 1962, das ich vor drei Jahren hier im Blog besprochen habe.

Gestrickt und genäht

Ich habe aus Seidengarn ein Top (twisted rib) angeschlagen, ohne pattern. Weiter am The Next Hoodie (pattern von Elida Virack bei ravelry). Und ich habe mir, auch ohne Schnittmuster (bzw. einem selbstgebastelten aus Zeitungspapier) eine Handtasche genäht. Von außen sieht sie schon ganz ok aus, aber ich will noch sehr viele Details ergänzen (bessere Innenfächer, Ripsband auf der Innenseite, etc).

Veröffentlicht

Im Blog:The Bank Bar (Park Hyatt), Taquería la Ventana, Walnuss-Käsekuchen mit Rosenblättern in Sirup und 17 Jahre Zuckerbäckerei, Punktekuchen, Oktober Dinnerparty

Anderswo: Fünf Artikel (und einige Meldungen) für die futurezone.at:

Übrigens, ich co-organisiere bald wieder ein Podcast-Meetup, diesmal im WZ Innolab in St. Marx (1030):Am Mittwoch, 25.11. um 18 Uhr reden Manon Soukoup und Tatjana Lukaš über den Kneißl-Podcast Kniefall und meine ehemalige Kollegin Anna Muhr über Sounddesign. Eintritt natürlich wie immer kostenlos, kommt alle!

Rezepte

Fig Frangipane Tart – Milli Taylor
Dieser „perfekte“ Mürbteig interessiert mich, dank Maismehl und Mandeln soll er besonders gut zu verarbeiten sein.

Texte

The more we rely on tech, the more we deskill our bodies – aeon (via Sentiers.media)
Das fand ich echt interessant:

After all, the brain is itself a physical organ, continually shaped by what the body does and encounters. Once we decide that the mind is the real human and the rest of the body only hardware, it becomes easier to disregard the physical work, including the neurocognitive work of a biological brain, through which we move, find our way, put thoughts into words, and recognise our own needs. A machine may do some of that work faster, but each act it takes over is one that the body no longer performs and that the body, including the brain, no longer learns through. The irony is that a project motivated by the desire to overcome bodily fragility is helping to produce more fragile bodies.

Life Under the Algorithm – Dissent Magazine (via Links I Would GChat You)
Absolute Dystopie:

Predetermined purchasing power names the condition in which wages, prices, rents, fees, credit, and debt are adjusted around a person before she acts, so that what looks like choice is often only the final step in a process that produces constraint. It is not the old company store, but it has a similar effect: to capture a worker’s life from all sides. Today, the ledger is distributed across apps, platforms, brokers, employers, landlords, and lenders. It does not need one owner. It only needs the same data, the same asymmetry, and the same person with little power to choose otherwise.

The Real Housewives of Conspicuous Consumption – PUNCH
Reality TV interessiert mich quasi nie, aber nach diesem Essay habe ich tatsäclich drei Folgen dieser recht unsäglich klingenden Serie geschaut (sie ist echt deppert).

After years of working in Michelin-starred kitchens and wineries, whenever I have money to burn, which is admittedly less frequent than I’d like, I spend it on the ephemeral: going out to lavish dinners at fine-dining restaurants where I order multiple bottles of wine for my dining partner and myself, waxing poetic about the growing region or grape while their eyes glaze over. If I had endless capital, I would eat and drink it. And yet, I sat there watching these women electing to drink a bottle of wine I used to get hammered on when I was a broke college student—paired with a pale chicken breast atop a wilted pile of equally beige cauliflower.

Wie man coole Eltern ist @stefaniesargnagel
Ich lese sehr gerne, wie Stefanie Sargnagel über ihre Mutterschaft nachdenkt (meistens in Insta-Stories)

Nach angestrengtem Grübeln bin ich draufgekommen, dass das Konzept Coolness und das Konzept Elternschaft einfach von Grund auf gegenteilig sind. Denn was gilt in meinem Milieu als cool? Risikofreudig und unabhängig sein, sich nichts sagen lassen. Das fällt schon mal weg. Nie habe ich mich um jemanden so gesorgt wie um Dracula, mein Übermut haat sich mindestens halbiert.

Discomfort is Delicious – Cake Zine
Ein Plädoyer gegen convenience food.

The firehose of biohacking, macro-maxxing, and polished food content on our screens is at once inflating our expectations of what we eat and deskilling us and our palates. We now hanker only for “the best,” which the celebrity-washed media and listicle industrial complex satisfy with ease. All the while, the pressure to produce Insta-worthy flawless meals—nutritionally, aesthetically, often both—makes us fear the kitchen (the sciency term is mageirocophobia).

EV Listening | William Harris – n+1 (via Ann Friedman Weekly)
Über die Klangwelt von E-Autos (wie gerne würd ich mal mit jemandem reden, der sowas sound-designed!).

The Honda Prologue has a hovering, suffusing melody, with a low rhythmic pulse and a subtle, epiphanic wash. It sounds like a computer game lifting you into heaven, or the arrival of benevolent extraterrestrial colonists. The Porsche Taycan makes a more sinister and comic, gulping, warp-speed sound, and the Nissan Ariya gives off a disturbed digital whine, like the tantrums of a petulant robot. The Hyundai Kona slices through the streets: stealthy, a little sexy, possibly unsafe. The BMW i5—its sound composed by Hollywood’s Hans Zimmer—gives off a profound automated groan that BMW advertises as “symphonic.” The Cadillac Lyriq surpasses all other EVs in sonic ambition. From the moment Chuck Berry sang in rock’s first pop hit about how his Ford V8 couldn’t keep up with his cheating lover’s Cadillac Coupe de Ville, Cadillacs have enjoyed a privileged relation to music. This tradition extends to the brand’s current sound director, Jay Kapadia, a “classically trained musician, electronics engineer, and wellness coach” who moved from Mumbai to a dim, windowless sound lab in Milford, Michigan. There, amid nocturnal afternoons and neon studio haze, he harmonized NASA’s sound recordings of the sun with the didgeridoo, blending the organicism of yoga-retreat wellness and the interstellarism of corporate America’s rickety late style. The result, unsurprisingly, is a tune from nowhere, deep and airy, without the shrill oblivion of the sun recordings or the ribcage resonance of the didgeridoo, and similar in the end to most other EVs. In general, EVs sound like tinny spaceships, or a soulless rendition of a lone Brian Eno loop. On the other extreme, the Hyundai Ioniq 5 and the Dodge Charger Daytona have opted not to be futuristic at all: throwbacks to the golden age of fossil capital, they offer bad imitations of gas-powered cars.

Publishing a paper a week is a bad thing, actually – Reviewer, too
Elise Cutts über das kaputte System wissenschaftlicher Publikationen.

Why do people publish AI slop papers — or even just sloppy papers? They do it because they have strong incentives to. Publications are the currency of the research career marketplace; being prolific is professionally rewarded. Publish or perish, right? The pressure to produce more and more papers is immense, and contributes to known issues with scientific publishing like cherry-picking data, „salami slicing“ papers into the smallest publishable unit, p-hacking, and even straight-up fraud. LLMs just take all those problems and crank them up to 100: even if the odds of a slop paper getting citations or being accepted to a good journal is low, it’s a low-cost ticket to the science career lottery. Carl Bergstrom and colleagues published modeling results earlier this year that basically tell this story in numbers: given existing academic incentives, researchers using LLMs will „do more, less well.“

9 Dinge, die ich gern gewusst hätte, bevor ich ein Lokal eröffnet habe – Popchop.at
tl;dr: Es ist VIEL Arbeit.

Köch:in, Gründer:in, Reinigungskraft, Sekretär:in, Chef:in und Mensch für alles: Im Pomali wechseln die Rollen von Mathi und Karo mehrmals täglich. Marvin fasst zusammen: „Man ist meistens der Hausmeister“, während er passenderweise ein Ersatzteil an der Schankanlage tauscht. Gute Installateur:innen und Elektriker:innen sind – neben der Steuerberatung – die wichtigsten Nummern im Telefonbuch.

Audio/Video

Der Amokläufer – Historischer Krimi nach Stefan Zweig – DLF Hörspiel
Ein Hörspiel von 2006 nach einer Novelle von 1912, und der Täter ist die frauenhassende Gesellschaft (aber kritisch hinterfragt wird das nicht).

1912 auf dem Atlantik. Für die Lady im Sarg ist es die letzte Reise aus dem fernöstlichen Batavia nach Europa. Im Auftrag von Lord Hastings, der den plötzlichen Tod seiner jungen Frau restlos aufgeklärt wissen will, begleitet Privatdetektiv Livingston die Überfahrt. An Bord des Überseedampfers macht er den deutschen Arzt Dr. Brand ausfindig, der die Wahrheit wissen müsste, denn ihn hatte die sterbende Lady zu Hilfe gerufen. Welche tragischen Verstrickungen ihn jedoch mit dem Geheimnis der stolzen Schönen verbinden und bis zum Äußersten treiben, wird man dem Ehemann kaum erklären können.

Polka – Op.39, No.4 – Dmitri Shostakovich
Ich habe mich mehr oder weniger aus dem Nix an dieses Stück erinnert, das wohl mein liebstes Klassenvorspiel (ich war auf einem musischen Gymnasium mit benoteten Klavierauftritten…) jemals war. Leider finde ich die Noten nimmer (und meine Skills sind in den vergangenen 15 Jahren gänzlicher Klavier-Abstinenz sicherlich flöten gegangen.)

Sonst So

Surpass Sweater – by Lily Kate France – ravelry.com
Eine Bundfalte im Pullover ist eine sehr coole Idee.

Backkatalog

Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Ich arbeite als Redakteurin bei futurezone.at, als freie Audio-/Kulinarikjournalistin und Sketchnoterin. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

Meine Sketchnotes:
jasowieso.com

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Porträtfoto: (c) Pamela Rußmann
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