Archiv der Kategorie: Weihnachtsplätzerl

Birnen- und Traubenkaramell

Neulich habe ich Muffins mit Apfelkaramell überzogen. Dabei habe ich mir überlegt, dass das doch eigentlich nicht nur mit Apfelsaft, sondern auch mit anderen Fruchtsäften als Basis funktionieren sollte.

Kandidat dafür wurde zuerst naturtrüber Birnensaft, den ich aus Unachtsamkeit anstatt zu Sirup zu einem kohlenschwarzen Klumpen reduzieren ließ. Nicht nur musste ich dann fast eine Stunde lang den Topf schrubben, auch die ganze Wohnung roch einige Tage lang nach verbrannten Birnen. Merke: Unbedingt neben dem Herd stehen bleiben, wenn Sirup eingekocht wird!

Trauben- und Birnenkaramell

Für den zweiten Versuch hatte ich leider keinen naturtrüben Birnensaft mehr bekommen, sondern lediglich -Nektar. Der wurde beim Einkochen erstaunlicherweise zu Püree, was dem fertigen Karamell eine ganz andere, fluffigere und weichere Konsistenz gab. Den Unterschied zwischen Fruchtsaftsirup, wie beim Traubenkaramell oder dem originalen Apfelkaramell von 2013, und Püree als Rezeptbasis lässt sich auch gut auf den Fotos erkennen. Das Püree-Karamell behält seine Form, während das Sirup-Karamell schnell auseinander läuft.

Das Birnenkaramell habe ich außerdem mit etwas Zimt und Kardamom gewürzt, während das Traubenkaramell „pur“ blieb. Anders als beim Apfelkaramell habe ich auch keine Meersalzflocken daraufgegeben, das aber nur weil ichs vergessen hatte…

Trauben- und Birnenkaramell

Ich finde jedenfalls, dass das Fruchtsaftkaramell – egal ob jetzt Apfel, Birne oder Traube – eine erfrischende Abwechslung auf den klassischen Weihnachtsplätzerl-Tellern ist. Vielleicht wage ich mich im Laufe des Dezembers noch an weitere Varianten!

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Lebkuchenhaus-Tiramisu

Meine Mitbewohnerin machte in letzter Zeit sehr oft Tiramisu (Konkurrenz für die Zuckerbäckerin der WG!). Das ist zwar richtig lecker, aber wer mich kennt, weiß, dass ich gar nicht gerne das gleiche mehrmals esse. Beim Nachdenken über mögliche Abwandlungen kam mir – natürlich wegen Weihnachten – die Idee für ein Lebkuchentiramisu. Und weil ich ja noch ein wunderschönes Lebkuchenhaus rumstehen hatte, hab ich das einfach mal ausprobiert.

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Statt Löffelbiskuit habe ich also Teile des Lebkuchenhauses in Kaffee und Amaretto getränkt. Zusätzlich zum klassischen Kakao habe ich die Mascarpone-Crème dann noch mit Zimt und Lebkuchengewürz bestäubt.

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Und: es hat bestens funktioniert! Die kleinen Tiramisugläser sehen nicht nur supersüß aus (allein die kleinen Sternchen-Streusel vom Lebkuchenhausdach, die hin und wieder durchblitzen!!!) sondern schmecken auch noch so gut, dass ich sie sicher nochmal mache.

Nachdem für dieses Dessert gerade einmal eine Dachschräge und der Hauseingang draufgingen, bleibt noch genug übrig, im Weihnachtsmenü an Heiligabend Lebkuchenhaus-Tiramisu einzubauen!

Lebkuchenhaus-Tiramisu

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Mandel-Spitzbuben

Die ersten Weihnachtsplätzerl der Saison: klassische Spitzbuben, mit ein bisschen gemahlenen Mandeln im Teig. Für den österreichischen Touch gefüllt mit Marillenmarmelade. Für ein bisschen Unkonventionalität bestäubt mit Kardamom-Puderzucker.

Mandel-Spitzbuben

Mandel-Spitzbuben

Schöne letzte Adventswoche, meine liebsten Leser_innen!

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Lebkuchenhaus

Ich präsentiere: Das sechste Lebkuchenhaus der Zuckerbäckerei. Leider ist es wieder kein Nachbau der Wiener Secession geworden, dafür hat es aber immerhin einen überdachten Hauseingang 😀

Lebkuchenhaus 2016

Lebkuchenhaus 2016

Zusammengesetzt habe ich das Kunstwerk gemeinsam mit einer SpraWi-Studienkollegin. Und sprachenbegeistert wie wir sind, haben wird das Dach kurzerhand mit Weihnachtswünschen in vielen Sprachen verziert. Nicht alle davon sprechen wir (Nein, das Studium lehrt uns nicht alle Sprachen der Welt sprechen und verstehen), und haben sie deshalb einfach ergoogelt. Falls euch, meinen liebsten Leser_innen also Fehler in den Übersetzungen auf Swahili, Serbisch, Norwegisch etc auffallen, schreibt doch einen Kommentar (Schreibt auch sonst gern einen Kommentar!).

Lebkuchenhaus 2016 Lebkuchenhaus weiterlesen

24: Honigkuchen-Türmchen

Meine liebsten Leser_innen, ich wünsche euch (zumindest denen, die es feiern) ein frohes Weihnachtsfest und schöne Feiertage!

Honigkuchen

Ich verrate euch hier, was ich heute u. a. verschenken werde – kleine Honigkuchentürmchen. Das Rezept tauchte schon mehrfach in der Zuckerbäckerei auf, als Honigkuchenelche, als Honigkuchen-Torte und ein drittes Mal für eine Aktion meiner Lokalzeitung.  Ich setze jetzt einfach darauf, dass die Beschenkten mein Blog nicht mehr vor der Bescherung besuchen und die Überraschung flöten geht…

Ich verabschiede mich jetzt vorerst mal auf unbestimmte Zeit in die Weihnachtsferien – spätestens Januar 2016 bin ich wieder da!

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18: Sandgebäck in drei Variationen

Was schreib ich denn, was soll ich denn nur schreiben? Dank bevorstehender Prüfungen schwirren mir nur sprachwissenschaftliche Ausdrücke und Konzepte im Kopf herum, nichts, was auch nur ansatzweise spannend für einen Post in einem Foodblog wäre.  Und Weihnachten erscheint mir auch noch weit weg, so vollgepackt wie mein Terminkalender ausnahmsweise mal wieder ist – darüber kann ich auch noch nicht so richtig nachdenken.

Sandgebäckvariationen - Vanille, Mohn, Cranberry

Aber ganz egal, Sandgebäck steht für sich! Diese drei Variationen habe ich zur Stärkung für meine allererste Uniprüfung gebacken – mal sehen, ob es was geholfen hat 🙂

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17: Schneebälle mit Kaffee und Kardamom

Heute habe ich einen Gastpost für euch – leider ist er in diesem Adventskalender ganz alleine, da mir die anderen Bloggerinnen leider absagten. Umso besser, dass ich Claudia dafür gewinnen konnte, die ich durch ihr wunderbares Instagramprofil kennengelernt habe. Übrigens ist heute ihr Geburtstag – ich wünsche alles Gute!


Hallo ihr Lieben,
die liebe Jana hat mich gefragt, ob ich etwas für ihren Adventskalender schreiben will.
Gefragt – getan! Nichts lieber als das.

Ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin Claudia, mein Spitzname ist Kiri, ich wohne in München und ich liiiiebe das Backen schon seit meiner Kindheit. Beim Backen kann ich alles um mich herum vergessen, meinem Alltagsstress entfliehen und einfach glücklich sein, egal wie anstrengend der Tag war.
Ja – Backen macht glücklich!

Mein großer Traum ist es mal einen eigenen Foodblog zu schreiben, allerdings traue ich mich da noch nicht so recht ran, aber auf meinem Instagram Account (Kirinya) könnt ihr euch meine Back- und Kochkreationen ansehen. Und mit so einem Gastbeitrag kann ich ja schonmal ein bisschen üben.
Danke für die Chance liebe Jana.

Schneebälle mit Kaffee und Kardamom - Gastpost von @kirinya

Lange habe ich überlegt, was ich euch zeigen möchte. Und was passt besser zu dieser Jahreszeit als weihnachtliches Gebäck?
Also gibt es heute für euch: Schneebälle mit Kaffee und Kardamom.
Schneebälle mit Kaffee und Kardamom - Gastpost von @kirinya

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10: Dattel-Pistazien-Kekse mit Kardamom

Nach vier Jahren Adventskalender mit unzähligen weihnachtlichen Rezepten wird es mit den „klassischen“ Weihnachtszutaten manchmal fad. Deshalb habe ich Datteln und Pistazien für diese schnellen Rollen-Kekse als Geschmacksgeber auserkoren, verfeinert mit einem kleinen bisschen Kardamom und gebräunter Butter. Diese Zutaten erinnern landläufig an den Orient, auch wenn sie dort wohl traditionell niemals so verarbeitet würden. Aber was solls, Kaiserschmarrn aus Österreich wird weltweit auch zigfach variiert, selbst wenn das hier an Blasphemie grenzte 😉

dattel-pistazien-kekse mit kardamom_2

Übrigens: nach dem selben Prinzip macht man auch Hirschknöpf, Zitronen- oder Gewürzheidesand.

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3: Schoko-Walnuss-Bären und -Elche

Ausstechplätzerl sind wahlweise der größte Spaß, besonders bei der Verzierung später, oder die anstrengendste Arbeit in der Weihnachtsbäckerei, da sehr zeitaufwendig. Ich hatte keine Lust auf superbuntes und stundenlanges Dekorieren (dafür habe ich ja schon ein Lebkuchenhaus gebaut), aber trotzdem sollen meine gefühlt tausenden Ausstecherl nicht in der Schublade vor sich hin rosten.

Schoko-Walnuss-Bären und -Elche

Die Lösung auch hier einmal wieder: Schokolade. Tiere mit braunem Fell gibt es nämlich in meiner Ausstecherlsammlung: ein Teddybär, ein Elch und Bambi, das ich leider nicht mehr finden konnte. So landeten also ein Kuscheltier und ein Tundrabewohner gemeinsam im Ofen, später in Kakaoglasur und aufgrund ihrer Unwiderstehlichkeit recht bald in menschlichen Bäuchen.

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1: Lebkuchenhaus

Jedes Jahr ein Lebkuchenhaus zu bauen, das habe ich mit meinem Blog mittlerweile zur vorweihnachtlichen Tradition gemacht. Ursprünglich hätte das Bauwerk dieses Jahres eines aus Wien werden sollen. Die Secession wäre keksarchitektonisch wohl möglich gewesen, aber auch sehr aufwändig.

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So wurde es zum Auftakt des diesjährigen Zuckerbäckerei-Adventskalenders doch wieder ein ganz gewöhnliches Häuschen, mit Kamin, Fensterläden und einer blau-pinken Tanne.

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Das Fundament sollte mit viel klebriger Eiweiß-Zucker-Glasur für die Stabilität sorgen…

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was aber nur mit ein bisschen Unterstützung zum Trocknen funktionierte.

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