Dirty Chai Earthquake Cookies

Diese Cookies gehörten zu meinem Weihnachtsplätzerlsortiment 2020. Mit den großzügig bemessenen Gewürzen – Ingwer, Zimt, Kardamom, Nelken, Vanille und schwarzer Pfeffer – haben sie durchaus etwas Weihnachtliches an sich.

dirty-chai-earthquake-cookies auf einem weißen teller auf rot-glitzerndem stoff
Der Stoff hier war den ganzen Dezember lang mein Videocall-Hintergrund-Vorhang – seltsame Zeiten…

Die Regel „Weihnachtsplätzchen“ nur zwischen November und Dezember zu backen finde ich schon immer deppert. Bei diesem Rezept von Susan Spungen (NYT) kann man sie in meinen Augen von vornherein getrost ignorieren.

Das liegt am Kaffee, der den Keksen nicht nur den Namen gibt (ein „dirty chai“ ist ein Chaitee mit einem Espresso drin), sondern auch ein unerwartetes, gänzlich „unweihnachtliches“ Aroma. Ich werde sie bestimmt nochmal backen, als Nachmittagstee-Begleitung ohne saisonalen Anlass.

tiramisu-cookies
Für noch mehr Kaffee am besten diese Brownie-Tiramisu-Cookies backen!

Übrigens: Anders als bei den Brownie-Tiramisu-Cookies von vor ein paar Monaten ist der Koffein-Kick hier glücklicherweise geringer – ich bekam jedenfalls auch von mehreren Cookies hintereinander kein Herzrasen :’D.

Dirty Chai Earthquake Cookies

leicht abgewandelt nach Susan Spungen / NYT

Anmerkung: Ich habe mich bei der Kaffeebutter am Rezept zu den Brownie-Tiramisu-Cookies orientiert und den „Kaffeesatz“ abgeseiht. Außerdem habe ich den „malted milk powder“ weggelassen, „vanilla“ durch echte Vanille ersetzt und die Kekse kleiner gemacht und nicht im Gefrierschrank, sondern über Nacht im Stiegenhaus durchkühlen lassen.

4 g gemahlener Kaffee
115 g Butter
255 g Mehl
1 TL Backpulver
1/4 TL Salz
1 TL gemahlener Ingwer
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL gemahlene Nelken
1/2 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
2 Eier
165 g brauner Zucker
Samen von 1/4 Vanilleschote
+ 50 g Zucker zum Wälzen
+ 50 g Puderzucker zum Wälzen

für zwei Bleche

Die Butter in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze bräunen lassen. Die Milchbestandteile sollten sich dabei braun verfärben, aber nicht schwarz werden. Den gemahlenen Kaffee in eine kleine Schüssel geben und die gebräunte Butter inkl. aller dunkler Milchbestandteile darunter rühren. Für 10 Minuten stehen lassen. Die Mischung durch ein feines Sieb gießen, dabei das Kaffeepulver, das im Sieb zurückbleibt gut ausdrücken, damit der ganze Kaffeegeschmack auf die Butter übergeht.

Währenddessen Mehl, Backpulver, Salz und alle gemahlenen Gewürze in vermischen.

In einer Rührschüssel Eier, braunen Zucker und Vanille aufschlagen, bis die Masse hell und schaumig ist. Die noch flüssige Kaffeebutter zugeben und alles glattrühren. Die Mehlmischung dazugeben und erst mit dem Mixer, dann mithilfe einer Teigkarte einarbeiten, bis die Masse glatt ist.

Die Schüssel zudecken und den Teig für mindestens zwei Stunden kühlstellen.

Fürs Wälzen: Den Zucker in eine flache Schüssel füllen, den Puderzucker in eine zweite Schüssel sieben.

Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Mit einem Teelöffel Teigportionen abstechen und in den Händen rund kugeln. Zuerst in der Zuckerschüssel wälzen, dann nochmals im Puderzucker wälzen, bis eine richtig dicke Schicht rundherum ist. Die Teigkugeln mit mindestens 3 cm Abstand auf die Backbleche setzen.

Das Originalrezept schlägt vor, diese für 15 Minuten ins Gefrierfach zu stellen, das geht sich bei mir aber nicht aus. Deshalb habe ich die Teigkugeln über Nacht ins ziemlich kalte Stiegenhaus gestellt. Ohne Kühlen backen ist keine gute Idee, sonst zieht der Puderzucker in den Teig ein und der Effekt ist dahin.

Für gut 15 Minuten backen.



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Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.