
Es ist Ende Oktober! Wisst ihr was das heißt? Zuckerbäckerei-Jubiläum! Heuer sind es schon 17 Jahre, dass ich hier Rezepte und alles, was mich sonst so interessiert, ins Internet schreibe. Die Zahl wird jedes Jahr unglaublicher, aber was bestehen bleibt, ist die Tradition eines ganz besonderen Kuchens.
Das waren in der Vergangenheit Überraschungs-Cheesecake (2025), Kirsch-Vanille-Pavlovas (2024), Orangen-Pfeffer-Kuchen (2023), Milchcremetarte mit Bucheckern (2022), Cashew-Karamell-Ganache-Tarte (2021), Ananastorte (2020), Tahini-Cupcakes mit Zitronen-Ricotta-Frosting (2019), Schoko-Himbeer-Torte (2018), kitschiger Pfannkuchen-Kuchen (2017), Mini-Kürbiscupcakes (2016), Birnen-Cupcakes mit Ziegenkäse (2015) und Funfetti Lemon Curd Torte (2014), Cranberry-Walnuss-Cookies (2013), Cranberry-Walnuss-Kuchen (2012), Zuckerbäckerei-Petit Fours (2011) und Sour Cream Cookies (2010).
















Dieses Jahr wollte ich zwei Schätze aus meinem Vorrat aufgreifen: Walnüsse aus dem Garten einer Freundin, die sie mir vakuumiert geschenkt hatte (eingefroren super haltbar – habe nie „frischere“ Walnüsse gegessen!), und Rosenblätter, die ich im Juni in Sirup eingekocht habe. Eigentlich hätte ich noch fancy Schafmilchricotta verwenden wollen, der wurde mir aber binnen drei Tagen im Kühlschrank schimmlig (?!) und so musste der normale Supermarktricotta aus Kuhmilch herhalten.

Als „Unterlage“ dieser Idee griff ich (sehr lose!) auf ein frühes Kitchen Projects Rezept von Nicola Lamb zurück, das heißt ein Keksbröselboden und eine gebackene Käsekuchen-Masse aus Frischkäse, Ricotta, Zucker und Ei.
Ich bin höchst zufriden mit dem Endergebnis. Das Verhältnis von knusprigem, nussigen Boden zu cremiger Käsekuchenmasse und süßen, duftigen Rosenblättern ist perfekt. Auf viele weitere Jahre Zuckerbäckerei!

Walnuss-Käsekuchen mit Rosenblättern in Sirup – Rezept
lose angelehnt an den Citrus jelly baked cheesecake nach Nicola Lamb bei Kitchen Projects
Boden
300 g Butterkekse
60 g fein gehackte Walnüsse
Salz
120 g geschmolzene Butter (ggf. auch mehr oder weniger, hängt von den Keksen ab)
Käsemasse
840 g Frischkäse
130 g Zucker (ich habe selbstgemachten Vanillezucker genommen)
250 g cremige Ricotta
2 Eigelb
2 Eier
Salz
1/2 Zitronenzeste
ggf. Zitronensäure
+ Rosenblätter in Sirup zum Garnieren
für eine wasserdichte (!) Form mit etwa 25 cm Durchmesser
Die Form mit einem Backpapierkreis am Boden sowie Backpapierstreifen entlang der Wand auskleiden. Den Ofen auf 170° C Umluft vorheizen.
Die Butterkekse fein zerbröseln (ich habe sie dafür in eine Schüssel gegeben und mit dem Ende eines Nudelholzes bearbeitet). Die Walnüsse und eine großzügige Prise Salz untermischen. Die flüssige Butter zugeben und mithilfe einer Teigkarte zu einer halbwegs homogenen Masse vermischen.
Die Bröselmasse in die vorbereitete Form geben und gleichmäßig verteilen. Mithilfe eines Glases mit flachem Boden (o.Ä.) festdrücken. Für etwa 15 Minuten backen, dabei soll die Oberfläche ruhig gut bräunen.
In der Zwischenzeit Frischkäse, Zucker und Ricotta glattrühren. Eigelb und Eier einrühren. Mit Salz, der Zeste einer halben Zitrone und ggf. etwas Zitronensäure abschmecken.
Die Masse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und glattstreichen. Die Form in eine zweite Backform stellen und diese mit so viel Wasser füllen, dass die Kuchenform etwa zur Hälfte eingetaucht ist. Bei 130° C Umluft für mindestens eineinhalb Stunden backen.
Die Oberfläche sollte dabei kaum bräunen. Je nachdem, wie fest die Käsekuchenmasse werden soll, noch 10-15 Minuten weiterbacken. Wie fest sie ist, lässt sich testen, indem man der Form einen Schubser gibt – je weniger weit sich das Wackeln auf der Oberfläche fortsetzt, desto stärker ist er durch.
Aus dem Ofen nehmen, aber zum Abkühlen im Wasserbad lassen, damit die Oberfläche nicht reißt. Über Nacht im Kühlschrank festwerden lassen. Vor dem Servieren mit Rosenblättern aus Sirup dekorieren.





