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Eine Reise nach Marokko

Dieser Post wurde ewig nicht fertig, aber weil ich bestimmt nicht mehr viel weiterschreiben würde, veröffentliche ihn jetzt mal. Er ist quasi ein fünfter Teil meiner Rundbriefe, die ich während meines Freiwilligenddienstes 2014/15 geschrieben habe und damit im Stil ein bisschen anders als gewöhnliche Blogposts: Wer die vorherigen Rundbriefe gelesen hat, wird sicher ein paar Bezüge darauf entdecken. Dazu passt übrigens auch die zweite Episode meines Podcasts, die ich mit einem Freund aufgezeichnet habe: LP002 In Rabat mit Mahdi El Idrissi und Episode 276 des Biertaucher Podcasts, in dem ich von meinem ersten 3id lkbir erzähle.

Tour Hassan
Eines der Wahrzeichen von Rabat: Der Tour Hassan

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Ein Abendessen mit Freundinnen

In der vergangenen Woche habe ich ein paar Freundinnen zum Abendessen eingeladen. Ein ganzes Menü war mir zu aufwendig und zu schwierig zu kalkulieren, deshalb habe ich viele verschiedene kleine Gerichte zubereitet. Die ausnahmsweise mal nicht süßen Rezepte habe ich in Teilen schonmal hier gebloggt, auf die anderen verlinke ich oder beschreibe kurz die Zutaten, damit ich mich später wieder daran erinnern kann 😉

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re:publica

Dieses Jahr war ich tatsächlich „in echt“ auf der re:publica – für alle, die sie nicht kennen: „Europe’s most exciting conference on Internet and Society“ – in Berlin. Und wie ich mir gedacht hatte, versank ich ganz und gar darin und tauchte an jedem der drei Tage erst spätabends, völlig vollgestopft mit Input wieder auf.

Und bevor ich die Hälfte wieder vergesse, folgt hier eine Liste meines persönlichen #rpTEN-Programms und was ich so davon hielt:

Am ersten Tag freute ich mich erstmal über mein silbernes Namensbadge und spazierte so lange über das Gelände, dass ich die Opening Ceremony verpasste. Dafür setzte ich zum ersten Mal in meinem Leben eine VR-Brille auf und hatte kurz das Gefühl, nicht mehr soo sicher auf meinen Beinen zu stehen. Die #TTIP-Leaks hätten mir wohl auch den Boden unter den Füßen weggezogen, doch der Saal war ohnehin zu überfüllt. Aber das lässt sich bestimmt noch irgendwo online nachlesen.

Der erste Talk, dem ich schließlich lauschte, war von netzpolitik.org-Chef Markus Beckedahl. In „Fight for your digital rights“ blickte er auf den netzpolitischen Diskurs der letzten Jahre zurück und rief zur aktiven Mitarbeit an einer digitalen Gesellschaft für alle auf:

Edward Snowden in einer Live-Diskussion mit Luciano Floridi über Digitalisierung wollte natürlich auch jede_r sehen, weshalb ich schon wieder keinen Platz bekam. Aber „The Fourth Revolution“ gibts hoffentlich auch bald bei YouTube.

Moritz Metz hat mich mit seiner Serie „Wo das Internet lebt“ ziemlich begeistert, weshalb ich auch seinen Talk „Fliegende Computer und ihre tollkühnen Piloten“ angeschaut habe, wo er sein neues Audiofeature zum Thema Drohnen multimedial vorstellte.

Im Sendezentrum, der Podcast-Ecke auf der re:publica, gaben die PodcastpatInnen eine Einführung in verschiedene Formate, die hoffentlich bald auch als Aufzeichnung zu hören ist.

Julia Reda forderte mit „Ending geoblocking: This content really ought to be available in your country“ die Abschaffung von Ländergrenzen im grenzenlosen Internet.

Mein Lieblingstalk des ersten Tages war eindeutig „Sexy or Sexist? Ads on the Facepalm Beach“. Elle Nerdinger redet wirklich unglaublich witzig und hat übrigens auch vor gar nicht so langer Zeit einen lesenswerten Artikel zu einem ähnlichen Thema geschrieben.

Durch einen Workshop von Annalena Schiller und Tanja Capell bin ich irgendwann mal auf Sketchnotes aufmerksam geworden, deshalb konnte ich mir „rpTENicons – re:publica-Geschichte zum Mitzeichnen“ nicht entgehen lassen. Die beiden kritzeln in einem unglaublichen Tempo und tollen Visualisierungsideen: #catcontent!

Selbstverständlich fehlte auch Sascha Lobo nicht zum zehnjährigen Jubiläum der Netzmenschenkonferenz, doch weils den sowieso auf YouTube zu sehen gibt („The Age of Trotzdem„), war ich bei „Six degrees of Wikipedia“. Das ist zwar ein unglaublich lustiges Spiel – zwei Spieler_innen müssen sich von einem vorgegebenen Begriff zu einem anderen durch Wikipedia klicken und bekommen je nach Schnelligkeit und Eleganz Punkte dafür – funktionierte nur wegen wackeliger Netzwerktechnik nicht.

Die Notfallkabel gabs leider erst später:


Kombucha

An Tag zwei startete ich wieder erstmal mit im-Hof-sitzen-und-sich-sonnen und einer Runde über das Gelände. Dabei begegnete ich einer großen Karaffe Kombucha, die aber nicht zum Trinken da war, sondern zurProduktion von „vegetarischem“ Leder. Das wiederum konnte man in einem Workshop zu Wearables verarbeiten – leider habe ich verpasst, mich dafür anzumelden.

Weiter gings mit Podcasting: Mit „Listen to me, Baby“ gab Sara Weber einen Überblick über die amerikanische Szene. Medienunternehmen dort produzieren professionell und persönlich und ermöglichen damit besonderes Storytelling.

Ex-Wikigeeks Claudia Krell und Ralf Stockmann nahmen das Publikum mit „Zurück in die Podcast-Zukunft“ und riefen 2016 als das letzte Jahr der schlechtklingenden Podcasts aus.

Sketchnote: Zurück in die Podcast-Zukunft (Claudia Krell, Ralf Stockmann)

Mein All-Time-Favorite der re:publica-Talks ist Friedemann Karigs „Überwachung macht impotent“ von 2014. Sein diesjähriger Talk „Die pubertäre Gesellschaft und das Netz“ war zwar auch nicht schlecht, aber kam meiner Meinung nach nicht an den vorherigen ran.

Ich hatte mich schon sehr auf Anne Wizorek gefreut, die gemeinsam mit Kübra Gümüsay auftreten sollte. Sie fiel zwar aus, doch der Vortrag zu Organisierter Liebe war trotzdem enorm berührend.

Gleich darauf verschlug es mich wieder ins Sendezentrum. Die PodcastpatInnen sprachen diesmal über Publikationsformen:

Die „Netzpublizisten im Gespräch“ mit Philipp Banse schaute ich mir hauptsächlich wegen dasNuf Patricia Cammarata an. Die geriet gegen Ende ziemlich an Tilo Jung, was aber das einzig Spannende der Runde war (ich habe die letzten 15 Minuten allerdings nicht gesehen, ist da noch etwas passiert?). Ich hätte auch gerne „Das islamische Empörium“ der superwitzigen Datteltäter und, weil ich Dialekte so gern mag und auch noch in Österreich wohne, „Oida Depperter, bist augrennt? – Shitstormen auf Österreichisch #oidaRP“ gesehen, aber diese drei Veranstaltungen waren leider alle zur gleichen Zeit…

xkcd-Zeichner Randall Munroe stellte im Anschluss mehr oder weniger sein neues Buch vor, allerdings gibts „What if you had a Thing Explainer“ nicht zum nachschauen. Das Store Check-Out Horse (Zebra) bleibt mir auf jedenfall im Gedächtnis:

https://twitter.com/blog_bleistift/status/727571645028806656

Den Übergang zur Party bildete die großartige Karaoke-Party „The Internet of Sings“.

https://www.instagram.com/p/BE9MukBkN6q/?taken-by=zuckerbaeckerei


Der dritte Tag begann mit einem weiteren Highlight. Wer meine sonntäglichen Linksammlungen liest, hat bestimmt schon bemerkt, dass ich ein Laurie-Penny-Fangirl bin. Ihren Vortrag „Change the story, change the world“ zu Fanfiction und dessen politischer Macht solltet ihr euch unbedingt anschauen (hoffentlich bald auf YouTube!), denn sie ist eine hervorragende Rednerin mit wichtiger Botschaft.

Auf der viel zu kleinen Stage J gabs im Anschluss eine Mitmachaktion: #bingecreating statt bingewatching. Als Erstes: Zeichne ein Huhn auf Stelzen, das gegen einen Star Wars-Charakter kämpft. Ich habe leider noch nie einen einzigen der Filme gesehen, Darth Vader und Lichtschwerter konnte ich glücklicherweise gerade noch damit assoziieren.

Als nächstes war etwas schwierigeres dran: Acht verschiedene Hände an einem Kraken.

Level drei war dann wenig spezifiziert: Zeichne etwas, das du nicht zeichnen kannst, „Alles“ zählt nicht:

Unter dem Hashtag #bingecreating finden sich auf twitter und Instagram noch viele mehr dieser „Kunstwerke“ – falls ihr ein bisschen Prokrastinationsinspiration braucht 😉

Zum kurzfristig im Programm aufgetauchten Food Blogger-MeetUp kam ich selbstverständlich auch, war allerdings nicht besonders begeistert. No offense an die anderen Teilnehmer_innen, aber ich blogge über Kuchen, weil ich den gerne mag, und nicht nur um irgendwelche Kooperationen mit PR-Menschen einzugehen… Unabhängig davon war ich aber mit Ineke von Das Leben ist süß Kaffeetrinken, was mir echt sehr gefallen hat 🙂

Weiter im re:publica-Programm – Ingrid Brodnig, die auch schon beim Netz-Publizisten-Panel war und außerdem einen äußerst sympathischen österreichischen Akzent hat, sprach in „Nichts als die „Wahrheit“ warum Lügengeschichten so gut funktionieren“ über die Mechanismen, die Falschmeldungen im Internet so schnell verteilen.

Ein vom Tricotautomaten gestricktes Selbstporträt

Anders als beim Kombucha-Basteln habe ich mich früh genug für den Tricotautomat angemeldet. So konnte ich mit der gehackten Strickmaschine unter Anleitung ein wahnsinnig treffendes Selbstporträt anfertigen.

Im Sendezentrum gabs am letzten Tag eine Liveshow der PodcastpatInnen. Drei Menschen mit Podcastambitionen (darunter auch ich) stellten ihre Idee vor. Diese Mini-Interviews wurden dann live bearbeitet und innerhalb nur einer Stunde hier zum Nachhören veröffentlicht. Im Gespräch mit Ulrike vom exponiert-Podcast zeigt sich auch, dass Standard-Deutsch-Sprechen nicht ganz so mein Ding ist…

Das Techniktagebuch gehört zu meinen Lieblingsblogs und auch die Blogs/Twitteraccounts der Speaker_innen lese ich richtig gern. Deshalb konnte ich mir das Live Let’s Play nicht entgehen lassen. Passend zum Thema traten auch gleich Probleme mit der Bühnentechnik auf, was allerdings gar nicht weiter störte. Unter anderem war Kathrin Passig als Telekom-Archäologin unterwegs, Anne Schüßler klickte sich durchs Labyrinth der Essener Stadtbibliothek und Alexander Matzkeit schimpfte ein bisschen über die re:publica-Webseite.

In der Closing Ceremony wurden die Zahlen zur #rpTEN vorgetragen (46% Speakerinnen finde ich auch gut, aber nicht so gut, dass man sich so enorm dafür feiern sollte…) und selbstverständlich wieder Bohemian Rhapsody gesungen.


Endlich mal in Berlin dabei zu sein und nicht nur via YouTube hat mir wirklich gut gefallen. Ich habe mit schlimmen Informationsoverkill gekämpft, tolle Vorträge gesketchnoted, das live-twittern ausprobiert und gleich wieder aufgegeben, in ein paar Mikrofone gesprochen, mit netten Menschen geredet und eine tolle Zeit verbracht. Hoffentlich schaff ichs nächstes Jahr Anfang Mai wieder nach Berlin!

— Nachtrag —

Auf der re:publica habe ich in ein paar Mikrofone gesprochen, mittlerweile sind die zugehörigen Podcasts veröffentlicht:

Im Innenhof habe ich zufällig Gregor von den Biertauchern getroffen, weshalb wir eine Außenbericht für Folge 255 aufgenommen haben. Torsten vom eGovernment Podcast habe ich im Sendezentrum kennengelernt; für seine Folge hat er neben mir auch noch mit fünf anderen Leuten über die re:publica geredet, darunter auch Claudia Krell vom Sendezentrum.

8: Mohn-Stern

Dieser Mohnstern war überaus lecker. Er erlebte keine 12 Stunden auf dem Küchentisch. Leider hat er, eher mein Rezept, aber ein Haken: Die Menge von Füllung und Teig geht sich nicht aus. Das kommt vor bei selbst zusammengereimten Rezepten mit mir nicht so geläufigen Bestandteilen (looking at you, Mohnfüllung!) schon mal vor. Mein vorweihnachtlicher Post-Zeitplan lässt solche Missgeschicke eigentlich nicht zu. Mangels eines übrigen Lückenfüllerersatzposts bekommt ihr den Stern jetzt trotzdem zu sehen, wenigstens mit einem Link zu dem Blogpost und dem Video, das mich darauf gebracht hat: Swedish Cinnamon Star Bread – Del’s Cooking Twist.

Mohn-Stern

7: Adventskalender-Gewinnspiel

Ich finde, ein kleines Geschenk sollte an den Feiertagen keinesfalls fehlen. Ob selbstgekocht, -gebacken, -gebastelt oder auch in einem Geschäft gekauft ist dabei gar nicht so wichtig, auf die Geste kommt es an.

Und weil ich gerne Sachen verschenke, habe ich mich in diesem Jahr nochmals mit meincupcake.de zusammengetan, die mich freundlicherweise ein Päckchen für eine_n meiner Leser_innen schnüren ließen. Darunter sind sowohl Küchenutensilien als auch Zutaten, doch sie haben eins gemeinsam: So oder ähnlich sind sie auch in meiner Küche vorhanden und sie kamen für die Rezepte des diesjährigen Adventskalenders und natürlich auch schon vorher zum Einsatz.

Adventskalendergewinnspiel

Die Gewinnerin ist ausgelost, herzlichen Glückwunsch an die letzte Kommentatorin, Jana!

Wenn du dieses Päckchen gerne hättest, mach mit beim Gewinnspiel!

Schreib einfach bis zum nächsten Samstag, 12. Dezember, Mitternacht (MET/ deutsche Zeit) hier im Blog einen Kommentar (nicht mehrere!) zu diesem Post (nicht auf Facebook oder Instagram). Beantworte mir dabei bitte folgende Frage: „Welche Plätzerl (oder andere selbstgemachte Süßigkeiten) gehören für dich untrennbar zur Adventszeit?“.

Ich werde per random.org eine_n Gewinner_in auslosen und diese_0n umgehend per E-Mail benachrichtigen. Erhalte ich bis Sonntag Abend, 18 Uhr (MET/ deutsche Zeit) keine Antwort, werde ich neu auslosen. Eure E-Mail-Adressen verwende ich einzig und allein, um euch im Falle eines Gewinns benachrichtigen zu können; ich werde sie nicht weitergeben.

Teilnehmen kannst du leider nur mit einer Adresse in Deutschland oder Österreich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn ist gesponsert von meincupcake.de.

Geburtstagsbuffet

Jetzt sind schon wieder fast zwei Wochen seit meiner Geburtstagsparty vergangen und bevor ich noch die Details vergesse, verlinke ich hier einmal die Rezepte zum wunderbaren Buffet. Einen Großteil davon habe ich meinen beiden Tanten Jeannie und Julia, meiner Schwester Ella und außerdem noch Mama, Felix und Kathi zu verdanken. Ihr seid wirklich super!

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Links mit Flamingos ein angeschnittener Mornetkuchen, gebacken von meiner Mama. Dahinter außen unscheinbare, innen knallbunte Cakepops von meiner Schwester und Kathi.

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An der süßen Front gab es noch Krapfen, gebacken und verziert von meiner Schwester und Felix. Der kümmerte sich übrigens um die zuckersüße Verzierung der Torte (zu sehen auf dem Titelbild) aus der Bäckerei Siebenhandl. Auf der Etagère im Hintergrund zweierlei Süßigkeiten meinerseits, nämlich Windbeutel mit Sahnefüllung und Vanillemarshmallows.

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Am Abend kam noch eine kleine Himbeertarte als Geschenk dazu und Matcha-Cupcakes von mir. Das Rezept dazu folgt in Kürze!

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Damit meinen Gästen nicht der Magen zusammenpappt, gab es auch Nicht-Süßes. Hier verausgabte sich meine Tante Julia mit gefüllten Eiern, kleinen Pumpernickelhäppchen mit Shrimps und „Marienkäfern“ und kleinen Blätterteigteilchen.

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Meine Tante Jeannie machte sagenhaftes Roastbeef, einen superleckeren Zucchini-Salat mit Ziegenkäse und Feigen und noch dazu Zucchini-Käse-Spieße, die es leider auf kein Foto geschafft haben.

Ich hoffe der kleine Einblick in meiner Geburtstagsparty zum Nicht-mehr-Teenblogger-Jahr hat euch gefallen, allerliebste Grüße!05

Marokkolieblinge: Essen

Meinen Abschiedskuchen ziert ein Chocolate-Chip-Schriftzug: „Bslama“ (dt. Tschüss). Natürlich ist die Torte mit Minze aromatisiert, denn die darf in Marokko nicht fehlen. Das Rezept, das ich als Inspiration verwendet habe, stammt von my name is yeh! und erstaunte so manchen Gast auf meiner Party, dem/der Minze nur in Tee geläufig war.

Mir dagegen waren viele traditionelle marokkanische Speisen nicht geläufig, weshalb ich recht häufig meine Kamera gezückt habe. Neue Rezepte, Zutaten, andere Zubereitungsmethoden und Essensgewohnheiten finde ich sowieso immer spannend, deshalb will ich euch, meine liebsten Leser_innen, hier noch ein paar vorstellen.

ksksu
Freitagscouscous – gerne auch zungenbrecherisch Ksksu genannt – ist DER Klassiker schlechthin. Der Grieß wird stundenlang gedämpt, durchgeschüttelt und mit Smen, einer Art „ranziger“ Butter aromatisiert. So ist er dann ganz locker und kann rundherum mit gekochten Karotten, Zucchini, Kohl, Rüben und gelegentlich auch Auberginen verziert werden. Unter dem ganzen Gemüse verbirgt sich immer ein Stückchen Huhn oder Fleisch und gelegentlich gibt es noch Tafaya, das sind karamellisierte Zwiebeln mit Rosinen, dazu.

tajinealhambarqoq
Dieses Festessen ist nichts für Vegetarier: Eine Tajine mit butterzart geschmortem Rindfleisch, Zwiebeln, getrockneten Feigen und Sesam.

rfissa
Vegetarier sollten übrigens aufpassen, denn Geflügel gilt in Marokko nicht als Fleisch. Unbedingt also genau erklären, was alles nicht in ein eurer Meinung nach vegetarisches Gericht gehört. Für Rfissa sollte man als Gelegenheitsvegetarier wie ich aber eine Ausnahme machen. Ein ganzes Huhn, das mit Linsen und Zwiebeln gekocht wurde, liegt hier auf einem Bett aus superfluffigen, zerzupften Msimn. Comfort-Food auf marokkanisch, ich sags euch!

grillfisch
Marokko hat Küstenanteil am Atlantik und Mittelmeer, da gibt es natürlich guten Fisch. Der auf dem Foto wurde mir fangfrisch etwas südlich von Essaouira gegrillt und nur mit einer Limette serviert.

batbotDieses pfannengebackene Brot nennt sich je nach Region Batbot oder ganz unaussprechlich Rghaif und wird warm mit Honig und Olivenöl serviert. Unsere Gastgeber hier meinten es ganz gut und gossen sehr großzügig hausgemachtes Öl über das noch dampfend heiße Frühstück.

kichererbsenzeug
Auf der Straße gibts ab dem späten Nachmittag häufig Snacks wie gekochte Kichererbsen oder Bohnen, gegrillte Maiskolben, salziges Popcorn und so weiter. Den Namen der Speise auf dem Foto habe ich leider vergessen. Sie besteht aus Kichererbsen und EI und wird mit Kurkuma in Ein-Dirham-Stückchen nur im Norden des Landes verkauft.

assir
Assir (dt. Saft) gibt es in allen Variationen in sogenannten Laiterien. Meinem Verständnis nach ähneln sie eher Smoothies, denn sie sind immer auf Orangensaft- oder Milchbasis, was der Bezeichnung als Saft entgegensteht. Auf dem Foto seht ihr Pfirsich-Orange und Avocado-Milch, den es auch in einer speziellen Trockenfrüchteversion mit Datteln und Mandeln gibt. Der ist dann so reichhaltig, dass er leicht eine Mahlzeit ersetzt. Assir wird mir in Deutschland wohl am meisten fehlen, denn so viele lokale, frische Früchte für so wenig Geld gibt es hier leider nicht.

frittierte röllchen
Für mein Abschiedsfrühstück in meiner Einsatzstelle brachte jede der Mitarbeiterinnen des Ateliers etwas selbstgemachtes fürs Büffet mit. Diese Röllchen aus offensichtlich recht simplen Teig (Mehl, Zucker, Öl, Wasser) wurden frittiert, in Honig getränkt und mit Sesam bestreut. Außerordentlich lecker!

cremeschnittchenZu festlichen Anlässen wird gerne eine Konditorei bemüht, die dann häufig mit solchen Schnittchen in allen Variationen ankommt. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre gelatinebedingte Unverwüstbarkeit und den extrem hohen Zuckeranteil aus. Nicht ganz mein Fall, ehrlich gesagt.

Ich hoffe, meine kleine kulinarische Reise hat euch gefallen. Sollte euch noch etwas in dieser Aufzählung fehlen (bestimmt habe ich ein Gericht vergessen, das in Marokko unumgänglich ist), gerne in die Kommentare damit!

Osterbrunch

Weit weg von daheim, in einem anderen Kulturkreis, tun gewohnte Traditionen gelegentlich wirklich gut. Deshalb habe ich am gestrigen Ostersonntag alle meine europäischen Freunde zum Brunch geladen. Die Runde vertrat immerhin vier Länder – Deutschland, Frankreich, Belgien und die Schweiz. Das bedeutet „nur“ zwei Sprachen, deutsch und französisch, was für eine erfolgreiche Konversation zu Tisch schon ziemlich konfortabel ist (mit Darija, Englisch und Spanisch bin ich meist zusätzlich konfrontiert).

tisch

Zu Essen gab es Vieles, das ich hauptsächlich am Vortag zubereitet hatte, um am Sonntag entspannte Gastgeberin sein zu können. Freundlicherweise konnte ich von meinen Nachbarn Tischdecke und Salatschüssel ausleihen, zwei Dinge, die es in meinem Haushalt leider nicht gibt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber leider nicht daran gedacht, dass ich weder genügend Teller noch ausreichend Besteck für neun Gäste habe. Mit ein bisschen Improvisation (Pfannendeckel als Kuchenplatte, Tassen und Marmeladengläser als Suppenschüssel sowie leere Dosen und Sahnebecher für Dips und Gemüse) gings trotzdem.

Apropos Dips, man kann zwar nur Einen erkennen, beide (Kräuterjoghurt und Radieserlschnee) sind aber ziemlich lecker, Mamas Rezept eben…

knabberzeugs

Für die Crostinis mit Ziegenkäse, karamellisierten Zwiebeln und Feigenkonfitüre (einem Rezept aus einem Chefkoch-Magazin, das ich leider nicht mehr finde) braucht man glücklicherweise kein Besteck – als erster warmer Gang schonmal sehr gut.

ziegenkäsecrostini

Einer meiner Favoriten war eindeutig die Karottensuppe, die nicht wie sonst so oft mit Ingwer, sondern mit Kardamom verfeinert war. Das Rezept stammt, wie sehr viele meiner Lieblinge, aus der Feder von Uwe von Highfoodality.

karottenkardamomsuppe

Auf der nicht-Süßen Seite gab es dazu noch einen Karotten-Mango-Salat nach einem Rezept von Essen & Trinken und einfache Hackbällchen mit Cocktailtomaten und Radieschen.

salat

Joy the Baker’s Strawberry Cream Scones stehen nunmehr seit einem Jahr auf meiner Nachbackliste. Ich musste wohl erst ins milchprodukt-mäßig spärlich ausgestattete Marokko kommen, um in Sahne zu schwelgen.

erdbeerscones

Und wenn wir schon bei Milchprodukten sind: Für Frischkäse und saure Sahne in Chef Hansen’s Cheesecake gab ich gefühlt ein Vermögen aus. Das war es aber wert – eindeutig der zweite Favorit dieses Buffets!

cheesecake

Schönen Feiertag noch!

Jahresrückblick 2014

Und schon ist es wieder soweit… Ein ganzes Jahr ist um! Besonders die letzten Wochen kamen mir superschnell vor, denn jetzt sitze ich hier, am letzten Tag von 2014 in meiner Wohnung in Rabat und klicke mich durchs Archiv von 116 veröffentlichten Beiträgen. Doch apropos Rabat: In diesem Jahr habe ich nicht nur mein Abi gemacht, bin nach Barcelona gereist und von zu Hause ausgezogen, sondern auch in meine erste eigene Wohnung samt erster eigener Küche (juhu!) eingezogen. Aber weil man sich bekanntlich nicht in Worten, sondern in Bildern erinnert, zeige ich euch hier nochmal die Fotos zu meinen liebsten Posts des Jahres:

Gesalzene Schoko-Karamell-Schnitten

Anfang des Jahres tauchte die Zuckerbäckerei erstmals (abgesehen von meiner Schülerzeitung) in einem richtig echten gedruckten Buch auf! Und zwar mit gesalzenen Schoko-Shortbread-Schnitten mit Karamellfüllung im Otto-Rundum-Blogger-Kochbuch.

mohn-marzipan-plätzerl mit traubengelee 2

Im Mai wurde es dann ernst in meiner Schullaufbahn – mein Abitur stand an. Und das natürlich nicht ohne Kekse: Studentenfutter-Haferkekse zum Deutschabi, Classic Chocolate Chip Cookies zum Englischabi, Mohn-Marzipan-Plätzerl mit Traubengelee (Foto) fürs gefürchtete Matheabi und schließlich noch Brown Butter Banana Bread fürs Kunst-Colloqium.

basilikumeis_2

Dank meiner Second-Hand-Eismaschine stieg ich 2014 so richtig ins Business der Sommernachspeisen ein, hier mein allerliebster Liebling (und bis heute Handydisplayhintergrund) Basilkumeis.

Rezeptsammlung: Cupcakes

Außerdem habe ich begonnen, Rezepte zu bestimmten Themen in Slideshows zusammenzutragen, darunter Cupcakes, Süßes mit Gemüse und Obstkuchen (alle Rezeptsammlungen hier).

Barcelona

Mit ein paar Freundinnen war ich in Barcelona unterwegs und habe meine Lieblingsorte für euch in einem Post gesammelt.

marokkopost4

Und dann… war ich auch schon in Marokko.

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Später dann war ich mit meinen Mitfreiwilligen auf einer kleinen Rundreise, auf dem Foto der Jmaa al Fna in Marrakech.

gastpostserie

Und währenddessen sorgten fünf Gastbloggerinnen dafür, das hier in der Zuckerbäckerei trotz meiner halben Abwesenheit etwas los ist. Im Uhrzeigersinn von links: Panna Cotta Tarte von Das Leben ist süß, Früchtebrot von schmecktwohl, Kirschkäsekuchen von A Spoonful of Photography, Apfelrosen von Zuckerwerkstatt und Macadamia-Marzipan-Cantuccini von Kerndlfresser.

funfetti lemon curd torte

Ende Oktober erreichte dieses Blog einen Meilenstein: Fünf Jahre online! Das wurde mit einer Funfetti Lemon Curd Torte gefeiert.

Qrishlat

Es folgte der alljährliche Adventskalender, diesmal mit einem Ausflug in die Küche des Riad Senso und echt marokkanischen Keksen, hier Qrishlat.

Rezeptfavoriten 2014

Meine Rezeptfavoriten auszuwählen war auch diesmal nicht besonders einfach- Reichliches Überlegen ließ mich dann aber zu dieser Auswahl kommen: selbstgemachter Schokopudding, Kürbiskuchen, Lemon Curd SpitzbubenSchokoladen-Hefezopf-Brot und Selbstgemachter Nacho-Dip.

Guten Rutsch!

13: Instagramlieblinge

Instagram ist meine bevorzugte Zeitvertreibs- und -verschwendeapp. Wenn ich mal aus purer Langeweile auf mein Smartphone starre, dann nicht für Facebook, Feedly oder gar 9GAG. Ich scrolle einfach zu gern durch die Bilder von Freunden, Fremden und vor allem von Foodies.

Deshalb will ich euch mit dem heutigen Adventskalendertürchen meine persönlichen Food-Foto-Lieblinge vorstellen:

Ein von Claudia (@kirinya) gepostetes Foto am

Kirinyas Feed strotzt nur so vor wunderbarer Food-Fotografie voller toller Ideen, diese Wiesn-Cupcakes sind der absolute Wahnsinn!

Ineke von Das Leben ist süß kennt ihr vielleicht schon von der Panna-Cotta-Tarte, die sie im Sommer für die Zuckerbäckerei gebacken hat. Wenn nicht (und sonst auch) lohnt es sich auf jeden Fall, ihr bei Instagram zu folgen.

Maras Wunderland habe ich erst vor kurzem entdeckt, bin allerdings völlig begeistert von ihrem Foodstyling.

Ganz viel Gesundes fotografiert Josefine von The Smoothie Lover. Schaut euch nur die Farben dieses Salats an!

Ein von Yvonne (@frlklein) gepostetes Foto am

Die Kreationen, die man in Fräulein Kleins Feed bewundern kann, sind immer richtige Kunstwerke mit aufwändiger Dekoration drumherum.

Jonathan bloggt als The Candid Appetite und fotografiert seine Rezepte während der Zubereitung für Instagram. Und das ganz ohne Hashtags!