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Mini-Eclairs mit Zitronen-Mascarpone-Creme

Vor zwei Wochen, als ich noch mit meiner Bakkalaureatsarbeit kämpfte und mich deshalb zum Daheimbleiben zwang, brauchte ich nach viel zu viel Schreibtischarbeit ohne Pause ein kleines Prokrastinationsbackprojekt.

Mini Eclairs mit Zitronen-Mascarpone-Creme
Die immer noch nicht gekürzte Gardine macht sich super als Tischdecke, nicht? (Stylingfaulheit ftw)

Es war schon fast zehn Uhr abends, also ein klassischer Fall von late night baking aus dem Vorrat. Ein *bisschen* fancy sollte es auch werden, sonst wäre ich ja viel zu schnell wieder mit dem Backen fertig. Ideen für „Einfaches“ wie Muffins oder Rührteigkuchen verwarf ich deshalb sogleich und kam auf Eclairs. Wie immer nach dem äußerst zuverlässigen Rezept aus Marianne Magnier-Morenos super süßen gleichnamigen Buch. Aus Abspülfaulheit verwendete ich statt eines Spritzbeutels zwei Löffel zum Formen des Teigs, was zu recht nockerl-artigen Eclairs führte – für ein bisschen austro-Dessert-Touch?

Mini Eclairs mit Zitronen-Mascarpone-Creme
Und der kongolesische Stofffetzen, der mal Geschenksverpackung war, gibt einen super Farbklecks darauf!

Die Füllung wurde dann kühlschrankbedingt eher italienisch als französisch inspiriert: Mascarponecreme mit selbstkandierten Zitronenschalen und zum Süßen gleich den dabei entstandenen Zitronensirup. Mangels frischer Zitronen (für den Saft!) verzichtete ich dann auf eine Puderzuckerglasur, aber die würde sich bestimmt auch gut machen!

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Mohnmuffins mit Kandierter Zitrone

Nach gefühlt monatelanger Abwesenheit kann ich jetzt endlich mal wieder ins Blog schreiben (oder eher: erlaube mir das zu tun, weil *wichtiges* anderes Geschreibsel vom Tisch ist). Von der ganzen Reihe an Rezepten, die ich in dieser tatsächlich nur 16-tägigen Blogpause angesammelt habe (vom Backen hält mich nicht die allerlängste To-Do-Liste der Welt ab), kommt hier eines, das mir inmitten der Textwüsten ein Lächeln auf die Lippen zaubern konnte.

Das liegt einerseits an den bunten, aufmunternd schönen (und spülmaschinenfesten!) Silikonmuffinförmchen, die ich von meiner Tante geschenkt bekommen habe. Andererseits sind auch die Zitronen dafür verantwortlich: Ich habe sie als Mitbringsel aus Süditalien bekommen und genau wie vorletztes Jahr ersteinmal kandiert.

Durch diesen Schritt sind diese Muffins nicht unbedingt schnell gemacht – wobei sich die selbstkandierten Zitronenschalen vielleicht auch durch Zitronat und ein bisschen Zitronenschale ersetzen ließen. Überhaupt, Zitrone-Mohn ist eine bewährte, ziemlich tolle Kombi: ein ähnliches Muffinrezept habe ich schon im Blog veröffentlicht.

Weil nur die kandierten Schalen, aber überhaupt kein Saft im Teig ist, entsteht ein superzitroniges Aroma ohne den leisesten Hauch von Säure. Durch Frischkäse im Teig sind die Muffins auch noch ziemlich saftig. Guss oder Frosting habe ich mir gespart, sodass sie sich – wenig süß, wie sie sind – super als Frühstück oder Nachmittagssnack machen.

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Polenta Cornbread

Wieder mal eines dieser Rezepte, das ich im Internet gesehen und *sofort* beschlossen habe, es auszuprobieren. Problem hier: Buttermilch gehört nicht zu den Zutaten, die ich immer im Vorrat habe (in den USA scheint sie dagegen grundsätzlich pantry staple zu sein). Ich musste also tatsächlich den nächsten Vormittag abwarten, um mir die nötigen Zutaten kaufen zu können.

Mit Buttermilch zur Hand ist das das schnellste und einfachste Rezept, das ich seit langem umgesetzt habe – einfach alles in einer Schüssel zusammenrühren, in eine Form schütten und 20 Minuten backen.

Heraus kommt ein Gebäck, dass sich sehr schwer zuordnen lässt. Das Cornbread ist nur sehr wenig süß, mit sehr leichtem Zitronenaroma und fluffig-körniger Konsistenz. Es passt genauso gut als Beilage zu einem Eintopf wie zu Butter, Honig und Marmelade. Und am besten schmeckt es eindeutig noch warm aus dem Ofen oder kurz aufgetoastet.

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Zitronen-Cheesecake mit Blutorangensauce

In Napoli habe ich eine Eissorte probiert, die sich wegen der enthaltenen Mandeln und kandierten Zitrusfrüchte „Benvenuti al Sud“ nannte. Diesen Geschmack Süditaliens wollte ich auch mit einem Rezept fürs Blog einfangen. Nochmal Zitrusschalen kandieren war mir zu aufwändig, aber zitronig sollte es unbedingt werden, wo ich doch zur Hochsaison (mehr oder weniger) in der Anbauregion war.

Bei Epicurious fand ich ein Käsekuchen-Rezept, das sich zu einem großen Teil auf einen weitere sehr italienische Zutat stützt: Ricotta. Perfekt für meinen Benvenuti-al-Sud-Kuchen!

Beim Kramerladen (aka Greißler) ums Eck, besorgte ich Ricotta passend abgewogen aus der Käsetheke. In den Kuchen kam außerdem natürlich großzügig Zitronenschale und -saft vom Obsthändler ein paar Häuser weiter.

Die kitschige italienische Tischdecke passt ausnahmsweise zum Fotomotiv

Der wahre Star hier ist aber die Blutorangensauce, die den eher langweiligen (meine Ansprüche an Kuchen sind vielleicht auch zu hoch geworden mittlerweile?) Käsekuchen zu etwas ganz Besonderem macht. Sie besteht aus nichts weiter als frisch gepresstem Blutorangensaft, ein bisschen Zucker zum Säureausgleich und einem Löffel Butter, der schadet nämlich sowieso nie.

Ein paar Pistazien und Zitrusscheiben noch zur Deko (*vielleicht* auch zum Kaschieren eines abgebrochenen Kuchenstücks – Unvorsichtigkeit sei dank…) und fertig ist mein italienischer Käsekuchen.

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Glitzer-Heidesand für den 35c3

Heute werde ich zum ersten Mal zum Chaos Communication Congress des Chaos Computer Club in Leipzig fahren. Das Orga-Team der PrivacyWeek (ich habe immer noch keinen Rückblickspost getippt!!) hatte mich nämlich ausreichend angestupst, und jetzt wird aus einem Besuch wirklich etwas!

Für meine Gastgeber_innen und Chaospatinnen wollte ich unbedingt ein kleines Dankeschön parat haben, deshalb habe ich nochmal den Zitronenheidesand von 2011 gebacken, nur diesmal mit vielen schimmernden Streuseln statt Hagelzucker.

Wer das ganze noch nachbacken will, hier ist das Rezept:

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Zitronen-Basilikum-Tarte

Zu meinem Geburtstag sollte es nicht nur eine fancy Torte (Schoko-Himbeer) geben, sondern auch meinen liebsten Cocktail: Gin Basil Smash.

Deshalb habe ich sehr viel Basilikum und auch sehr viele Zitronen – sogar welche der Sorte Meyer – gekauft. Und es blieb die Hälfte davon übrig. Nicht, dass ich in der besagten Woche nicht eh schon genug zu tun gehabt hätte, aber diese Zutaten (sie hatten mich immerhin knappe 20€ gekostet!) verlangten nach einer überlegten Verarbeitung.

zitronen-basilikum-tarte
Ohne Basilikum sieht die Tarte ziemlich nackt aus.

Eine „richtige“ französische Tarte au Citron gibts in der Zuckerbäckerei eh noch nicht, nur eine mit kandierten Zitronen ohne Meringue obenauf.  Mit dieser Idee im Kopf setzte ich aus verschiedenen Quellen – vor allem aus Michel Roux Buch Ofenfrisch – mein Rezept zusammen.

Den Basilikum wollte ich mithilfe von Sirup in die Meringue bringen. Doch leider schmeckte meine italienische Meringue nach Anleitung von SeriousEats in keinem Zustand wirklich nach Basilikum, weshalb ich den zusätzlichen Schritt gar nicht erst im Rezept unten vermerkt habe.

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Mit Basilikumzucker und angeschnitten ist die Tarte schon viel farbenfroher.

Basilikum in Süßen halte ich jedoch nach wie vor für unverdient unterrepräsentiert (Basilikum-Eis, Basilikum-Zitronen-Cupcakes und Basilikum-Zitronen-Eis zum Trotz). Deshalb googelte ich ein bisschen herum und ließ mich von der Tarte au citron vert et basilic von La Paticesse zu einem Basilikum-Zucker-Topping inspirieren.

Mit dem Ergebnis meiner doch-nicht-so-schnell-mal-einen-Kuchen-Backen-Aktion war ich letztlich sehr zufrieden, nur wurde die Oberfläche der Meringue im Laufe der Nacht (Fotos gabs erst zum Frühstück) uneben. Möglicherweise liegt das daran, dass ich die Temperatur des Zuckersirups mit dem Bratenthermometer, dessen Skala nicht weit genug reicht, geschätzt habe. Vielleicht auch daran, dass ich den Sirup nicht mit einem Pinsel vor übrigen Kristallen bewahrt habe. Geschmacklich und in der Konsistenz konnte ich kein Problem feststellen, deshalb landet die Tarte trotz Schönheitsfehlern hier im Blog.

zitronen-basilikum-tarte
Nein, die grünen Punkte sind keine Kapern (wurde ich schon gefragt!)

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Kandierte Zitronen

Als ich von Nancy für ein paar Tage zurück ins Haus meiner Familie kam, erschien mir die Küche und auch der Garten rundherum wie das Paradies.  Dort gibt es zwar keine Früchte mehr — sowohl der Johnanisbeerstrauch als auch der Zwetschgenbaum sind seit der letzten Ernte eingegangen — aber sehr viele verschiedene Kräuter und Blumen (deshalb auch bald Lavendel-Eis im Blog!).

Und dann wären da ja auch noch die Gärten rundherum. In dem meiner Tante steht seit ein paar Jahren ein kleines Zitronenbäumchen, das mittlerweile sogar ein paar Früchte abwirft. Drei davon bekam meine Schwester geschenkt, die aber nicht wirklich Verwendung dafür hatte.

Niederbayrische Gartenzitronen

Im Gegensatz dazu freute ich mich sehr über diese Rarität (wer rechnet schon mit niederbayrischen Zitronen im Juni?) und schaute mich sofort auf dem Blog der größten Zitrusliebhaberin um, die mir bekannt ist: Katharina Seiser.

In einem wunderschön bebilderten Post erklärt sie, wie man unbehandelte Zitrusfrüchte in „Juwelen“ verwandelt, was ich dann gleich machte.

Es ist nicht unbedingt eine Aufgabe für zwischendurch, Zitronen zu kandieren und der Aufwand lohnt sich eher, wenn man viele Früchte verarbeitet. Ich hatte nur drei Zitronen, aber viel Zeit (Ferieeeeen!) und ließ mich deshalb nicht davon abbringen.

Zuerst werden die Zitronen ausgepresst (den Saft habe ich meiner Schwester überlassen) und anschließend mehrmals gekocht.

Gekochte Zitronen

Danach muss das Weiße aus dem Inneren weg und die Hälften in kleine Stückchen geschnitten werden. Am besten aber nicht so klein wie meine, sonst fallen sie später durch den Rost.

Gekochte Zitronen

Jetzt kommt der Zucker ins Spiel: Fast eine stundelang baden die Zitronenschalen im teilweise sprudelnden Sirup.

Zitronen in SirupZitronen in Sirup

Wenn sie leicht durchscheinend werden, sind sie fertiggekocht. Mit einem großen Schaumlöffel werden sie herausgefischt und zum Trocknen auf einem Rost drapiert. Dort bleiben sie, bis sie nicht mehr klebrig sind – bei mir war das nach etwas mehr als 24 Stunden.

Trocknende Juwelen

Damit sie noch ein bisschen süßer werden und auch in der Aufbewahrung nicht zusammenpicken, werden sie zuletzt noch in feinem Kristallzucker gewälzt.

Kandierte Zitronen

Nur für eines war ich am Ende zu faul: Die fertigen Juwelen mit Bitterschokolade zu überziehen.

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Basilikum-Zitronen-Eis

Hab ich schon mal erwähnt, wie gern ich Eis mag? Und Basilikum in Süßem? Nein?

Meine Eis-Produktionssträhne ist zwar aktuell mangels Eismaschine in Reichweite unterbrochen, aber immerhin kann ich noch in Fotos von mehreren unverbloggten Sorten schwelgen. Heute: Basilikum-Zitrone, in Anlehnung an das Basilikum-Eis von 2014, das ich wiederum inspiriert von einem Eisladen in Barcelona fabriziert habe. Es ist einfach superlecker, denn dank der Zitronenschale kommen noch mehr ätherische Öle dazu. Genau die gleichen, die auch meinen aktuellen Lieblingscocktail (Gin Basil Smash!) so super machen.

Die jeweils andere Kugel auf den Eiswaffeln ist übrigens das Pfirsicheis vom Juni – die Eiswaffeln (oder Stanitzel, alles österreichisch hier :’D ) habe ich einem spontanen Besuch im Fabriksverkauf der Manner-Waffel-Werke zu verdanken. Eigentlich wollte ich bloß Wien-Mitbringsel, fand aber endlich Eiswaffeln in für mich brauchbaren Packungsgrößen. Überhaupt – verkaufen Supermärkte überhaupt Eiswaffeln?

Fotografiert habe ich mal wieder an einem eigentlich viel zu heißen Tag, schon nach zwei Minuten lief meinem lieben Model das Eis auf die Finger…

…aber bevor alles zerschmolzen war, nahm ich einfach eine der Waffeln und aß alles auf.

Und jetzt kommt das Problem bei der ganzen Sache: Ich habe den Notizzettel mit dem Rezept zum Eis verloren! Deshalb kann ich euch nur auf das Basilikum-Eis von 2014 verweisen und euch anraten, den Basilikum nicht in Öl, sondern in Zitronensaft und Zucker zu pürieren und außerdem die Schale einer halben Zitrone zur Eismasse zu geben.

Rhabarber-Curd

Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn ich Dinge verarbeiten kann, die nicht aus einem Geschäft sind, sondern aus den Gärten von Freund_innen und Verwandten. Sobald die Rhabarbersaison beginnt, stürze ich mich deshalb jedes Jahr auf das Gemüsebeet meiner Oma:

Rhabarber-Curd

Nach einem Pie, den ich am Ostersonntag servierte (Rezept folgt!) wollte ich noch etwas unkonventionelles daraus machen und kam so zum Rhabarber-Curd von In A Jelly Jar. Lemon Curd habe ich schon mehrmals gemacht, weshalb ich die Idee mit Rhabarber ziemlich erfrischend fand.

Rhabarber-Curd

Leider wurde mein Curd, obwohl ich den Rhabarber nicht geschält habe, überhaupt nicht so schön rosa wie der im Originalrezept, aber was solls. Schmeckt trotzdem super pur, im Joghurt oder als Plätzerlfüllung (bald!)!

Wenn Rhabarber-Curd nix für euch ist, versuchts doch mal mit einer Funfetti Lemon Curd Torte, Lemon-Curd-Spitzbuben oder einer Rhabarber-Frangipane-Tarte!

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Mandel-Zitruskuchen mit Joghurt

„Trockenem“ Kastenkuchen gebe ich viel zu selten eine Chance – es ist nun einmal recht wahrscheinlich, dass ein solcher ganz trocken und am Ende auch noch fad ist.

Dieser Kuchen aber wird durch den griechischen Joghurt vor einem bröseligen Schicksal bewahrt, gemahlene Mandeln und viel Zitronen- und Limettenschale kämpfen erfolgreich gegen langweiligen Geschmack.

Mandel-Zitruskuchen mit Joghurt

Das Rezept habe ich von Slim Palate abgekupfert, der den Kastenkuchen ganz fancy mit kandierten Orangen und Pistazien serviert. Ich habe den Großteil meiner drei Mini-Kastenkuchen als Uni-Snack aus knittrigen Papiertüten gegessen, sodass nichtmal mehr der Puderzucker haften blieb – den Kuchengeschmack (hi, Anna!) alleine (Mandeln! Zitrus!) halte ich aber für überzeugend genug.

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