Schlagwort-Archive: Hefeteig

Erdbeer-Pizzas

Für frisches und gleichzeitig lokales Obst ist Marokko eindeutig ein Paradies. Jetzt, im Februar, wo der Frühling langsam beginnt, gibt es sogar schon die ersten Erdbeeren. Zwar aus dem Süden des Landes und noch vergleichsweise teuer, aber immerhin.

Erdbeerpizza

Nach kurzem Brainstorming beschloss ich, dass ein Hefeteig-Obstkuchen mal wieder angebracht wäre. Doch kurz darauf erschien mir die Idee schon wieder langweilig. Die Lösung: kleine Pizzas mit Erdbeer- statt Tomatensoße und gehobelten Mandeln statt Käse. Mit ein bisschen Minze wären sie gleich noch schöner gewesen, doch die hatte ich leider vergessen zu kaufen. Naja, denkt sie euch dazu, zu diesen leckeren Desserts!

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Hauseinstands-Zimtschnecken

Ich habe gebacken! In meiner ersten eigenen Wohung, in meinem ersten eigenen Ofen!

Und weil unsere Küchenausstattung noch ziemlich spärlich ist, brauchte ich ein Rezept, das mit wenigen Zutaten und Küchenutensilien zu meistern und auch ohne Kühlschrank haltbar ist. Bei so viel Marokko-Inspiration um mich herum hätte ich tausend und eine Idee für das perfekte Hauseinstandsrezept gehabt. Weil es alle obigen Kriterien erfüllt und einfach ein super Sonntagsfrühstück ist, habe ich mich aber schließlich doch für klassische Zimtschnecken ganz ohne besonderen Bezug zu meiner neuen Heimat entschieden.

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Also schlichten Hefeteig: Mehl, Zucker, Salz, Hefe und Wasser – wird ja wohl nicht so schwer zu finden sein. Denkste. Frische Hefe bekam ich erstaunlicherweise erst im vierten Geschäft und nur durch die freundliche Arabischübersetzung eines anderen Kunden. Für die Füllung braucht es auch nur Zimt, Zucker und Butter, den ich praktischerweise in genau der richtigen Menge kaufen konnte – sehr gut, weil ein Kühlschrank noch fehlt.

Der Ofen hat leider keine Temperaturanzeige, sodass ich momentan nur schätzen kann. Doch ich bin froh, dass er zumindest, wenn ich sämtliche anderen Elektrogeräte ausstecke, läuft, ohne dass die Sicherung fällt.

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Und trotz aller Widrigkeiten sind sie richtig lecker geworden meine Hauseinstands-Zimtschnecken. Und mit einer dicken Portion Puderzuckerglasur werden sie noch viel saftiger und fast schon dessertverdächtig.

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Bunte Krapfen

Krapfen habe ich noch nie ausgebacken, denn den damit einhergehenden Geruch wollte ich nicht im Haus haben. So kam ich auf eine Idee: Wieso nicht einfach außerhalb der Küche frittieren? Mit mobiler Herdplatte und Wok stellte ich mich also auf die Terasse und frittierte meine Krapfen im Freien.

bunte krapfen1Basis für meine Krapfen ist wieder einmal mein neuer Lieblingshefeteig nach HighFoodality, den ich auch schon beim Schokoladen-Hefezopf-Brot verwendet habe. Gefüllt habe ich die Krapfen dann mit Aprikosenmarmelade und verziert habe ich sie mit ganz viel buntem Zuckerguss und natürlich Streuseln.

bunte krapfen3Mit meinem Zuckerthermometer und großzügiger Zeitungsverkleidung des umfunktionierten Gartentisches konnte auch gar nichts schiefgehen!

bunte krapfen 2Und siehe da, es hat wirklich geklappt, mein erster Krapfenversuch ist geglückt. Außen nicht eingebacken, innen trotzdem durch!

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Schokoladen-Hefezopf-Brot

Dieses Schokoladen-Hefezopf-Brot habe ich einmal wieder sehr holprig übersetzt, dafür schmeckt es umso besser. Gesehen habe ich es bei thefauxmartha auf instagram und weil mir ihr Rezept viel zu amerikanisch (Zutaten, Maßeinheiten) war, um es mitten in der Nacht einfach so zu backen, griff ich auf meinen neuen Lieblingshefeteig und ein bisschen Improvisation zurück.

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Der Teig an sich ist ja schon der absolute Wahnsinn, doch in Kombination mit dreimal Schokolade (geschmolzene Zartbitter, Kakao und Schokochips) und etwas Kardamom wird dieses Brot ganz und gar unübertrefflich!

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Zimtschnecken

Mittwochabend, 19 Uhr. Ich schreibe an einem langsam immer nerviger werdendem Geschichtsreferat. Geistesblitz: Zimtschnecken!

Natürlich kam mir die Idee nicht ganz aus dem Nichts: Claretti von tastesherrif hat zu einer neuen Bloggeraktion aufgerufen. Unter dem Motto „ich backs mir“ verabschiedete ich mich also von der Sowjetunion und ihren Afghanistanangelegenheiten in meinem Referat, schmiss meine KitchenAid an und machte Hefeteig und eine eine Zimtfüllung. Gehen lassen, zusammensetzen, Streifen schneiden, zusammenzwirben, aufrollen, backen – gut drei Stunden später hatte ich meine Zimtschnecken. Und was für welche! Mit Kardamom im Teig und Vanille im Frischkäseguss sind sie alles andere als gewöhnlich.

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Und selbst in der Mikrowelle aufgewärmt und dann mit Frischkäseguss bestrichen, schmecken sie noch richtig lecker! (Hat meine Tante ausprobiert und mich sogar überzeugt!)

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Bagels

Das erste Rezept in der nagelneuen Zuckerbäckerei!

Schon seit Love & Olive Oils Kitchen Challenge habe ich vor Bagels zu machen. Vor kurzem bin ich dann in der Stadtbücherei auf ein neues Backbuch gestoßen, nämlich Noch ein Stück von Leila Lindholm. Mal abgesehen davon, dass unglaublich viele tolle Schokoladenrezepte darin sind – ich habe 5 eingemerkt – ist auch ein Rezept für Bagels darin. Das kam mir gar nicht so kompliziert vor und nachdem Samstagnachmittag war, beschloss ich endlich Bagels zu backen. Sie sind echt gut geworden – lieblingsverdächtig!

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Sopapillas

Auf meiner Nachbackliste steht so einiges Frittiertes. Doch bei mir in der Küche in einem großen Topf zu frittieren ist mir viel zu viel Aufwand. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass mir meine Tante in der Bäckerei Siebenhandl die Friteuse zur Verfügung gestellt hat, damit ich meine Frittierpläne umsetzen kann. Mir fiel die Auswahl eines Rezeptes mal wieder nicht leicht, doch mit den Sopapillas von A Beautiful Mess lag ich goldrichtig. Der Hefeteig geht in der Friteuse auf, sodass meine Schmetterlinge innen hohl wurden. Mit Honig, Marmelade oder Nutella in diesem Hohlraum schmecken die Sopapillas noch besser, als sie pur schon sind! Sopapillas weiterlesen

Orientalische Frühstücksschnecken aka Middle Eastern Sticky Buns

Das Rezept dieser Middle Eastern Sticky Buns mochte ich schon, als ich den Titel las. Es stammt von dem wunderbaren saudiarabischen (!) Blog Yasmine’s Kitchen und ist im Original mit vielen Step-by-Step-Fotos ausgestaltet. Hier bei mir findet ihr eine etwas abgeänderte Version, die leider auch nicht recht viel schneller zuzubereiten ist. Für ein einfaches Sonntagsfrühstück sind die Frühstücksschnecken also eher ungeignet, für den nächsten Brunch würde ich sie aber uneingeschränkt weiterempfehlen. Hefeteig mit Aprikosen, Pistazien und das dann karamellisiert und gewürzt mit viel Zimt und Kardamom – das kann man doch nur mögen!

nach einem Rezept von Yasmine’s Kitchen
Teig
21 g (1/2 Würfel) Hefe
30 ml warmes Wasser
50 g Zucker
50 ml Milch
30 g weiche Butter
1 Ei
1 Eigelb
1 TL Zitronenschale
1 1/2 TL Salz
250 g Mehl
Füllung
33 g Zucker
50 g brauner Zucker
75 g getrocknete Aprikosen
50 g Pistazien
1 TL Kardamom
1/2 TL Zimt
25 g Butter
Boden
10 TL brauner Zucker
50 g Pistazien
30 g getrocknete Aprikosen

für 10 Stück

Die Hälfte des Mehls in eine große Schüssel geben und die Hefe darüberbröckeln. Das Wasser und einen Teelöffel Zucker dazugeben und mit einer Gabel verrühren. Etwa 10 Minuten stehen lassen.

Milch, Butter, Zitronenschale, Eier, Zucker und Salz einrühren. Die Hälfte des übrigen Mehls mithilfe eines Teigspatels einarbeiten. Das restliche Mehl mit den Händen einkneten, ggf. noch etwas mehr Mehl zugeben, wenn der Teig sehr klebrig ist.

Den Teig zu einer Kugel formen und in einer gefetteten Schüssel 1-2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen.

Währenddessen die Füllung zubereiten: Aprikosen und Pistazien fein hacken und in einer kleinen Schüssel vermischen. Braunen und weißen Zucker mit Zimt und Kardamom vermischen. Die Butter schmelzen.

Als nächstes den Boden der Förmchen vorbereiten. Dazu in jedes Förmchen einen Teelöffel braunen Zucker geben. Die Pistazien und die Aprikosen hacken und gleichmäßig auf die Förmchen verteilen.

Den Teig kurz durchkneten, dann zu einem 30×40 cm Rechteck ausrollen. Die Teigplatte mit der geschmolzenen Butter bestreichen, mit der Zuckermischung und den gehackten Pistazien und Aprikosen bestreuen. Über die Längsseite aufrollen und vorsichtig in 10 gleich große Stücke schneiden.

Jedes Stück vorsichtig in ein Förmchen setzen. Die Frühstücksschnecken für 30-35 Minuten goldbraun backen. Aus den Förmchen nehmen und noch warm servieren.

Aprikosen… Pistazien… Was könnte man noch so daraus machen?

Russische Kulitsch



Auf meiner Weltreise bin ich nun endlich eine Station weitergekommen! Von meiner Nachbarin Kathrin bekam ich das Rezept für Russische Kulitsch. Dieses Hefegebäck wird immer um die Osterzeit herum gebacken. Das besondere daran: Der Teig wird nicht etwa in Muffinsformen o.Ä. gefüllt, sondern in ganz normalen Konservendosen aus Blech gebacken! Das erklärt auch, wieso ich dieses Rezept nicht schon im März gepostet habe, als ich den brasilianischen Pudding ruinierte – ich hatte einfach noch nicht genug Dosen! Einige Tomatensoßen (mit geschälten Tomaten aus der Dose) später war es jedoch soweit und nun sind sie fertig, endlich einmal völlig innerhalb meines Zeitplans 😉

Zutaten
100 ml lauwarme Milch
1 Würfel Hefe (42 g)
220 g Zucker
1 Ei
1 Eigelb
460 g Mehl
3 EL Schmand
80 g Butter
Salz
70 g Rosinen
+ Öl und Semmelbrösel für die Dosen

für 4 Blechdosen mit 5 cm Durchmesser, 10 cm hoch

Für den Vorteig 70 ml lauwarme Milch, 1 EL Zucker und zerbröselte Hefe in einer großen Schüssel (!) mit einem Schneebesen gut verrühren. Mit einem sauberen Geschirrtuch zudecken und 20 Minuten gehen lassen.

Währenddessen die Butter schmelzen. 150 g Zucker, Ei und Eigelb schaumig schlagen. Schmand, abgekühlte Butter, Salz und Rosinen zufügen. Dann die restliche Milch und den Vorteig zugeben und verrühren.

Das Mehl portionsweise zugeben und dann mit den Händen zu einer Teigkugel verkneten. So lange weiterkneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Die Schüssel nochmals zudecken und den Teig 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und die Blechdosen einfetten und mit Semmelbröseln ausstäuben.

Den Teig in vier gleich große Portionen teilen und jede in eine Blechdose setzen. Für 35-40 Minuten backen, Garprobe mit einem Holzstäbchen machen und ggf. länger backen.