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Julia Childs Schokoroulade

Julia Child – genau, die aus Julie&Julia – wäre am heutigen Tag 100 Jahre alt geworden.
So habe ich mir gedacht, dass ich doch endlich einmal eines ihrer vielen Rezepte ausprobieren könnte. Als ganz einfach erwies sich das jedoch nicht, denn ich besitze keines ihrer Bücher, nicht einmal ihr berühmtestes Werk „Mastering the Art of French Cooking“. Julie Powells Buch, das als Vorlage für den gleichnamigen Film diente, ist zudem irgendwie auf unergründliche Weise von meinem Bücherregal verschlungen worden und nicht mehr auffindbar. Man glaubt es kaum, aber eine weitere amerikanische „Kochshowpersönlichkeit“, nämlich Martha Stewart, half weiter. Auf ihren zugegeben richtig guten Internetseiten (Julias Kochsendungen sind dafür viel lustiger als Marthas) habe ich Julia and Jacques’s Chocolate Roulade gefunden. Typisch für Julias „Epoche“ – oder bilde ich mir das nur ein? – ist der wahnsinnige Sahneverbrauch: Ein einziges Scheibchen davon reicht lange aus. Trotzdem, lecker ist sie, die Schokoroulade. Happy Birthday Julia Child!

nach einem Rezept von Julia Child und Jacques Pepin bei Marthastewart.com

Zutaten
Roulade
200 g Sahne
225 g Zartbitterschokolade
7 Eiweiß
60 g Zucker
Füllung
200 g sehr kalte Sahne
40 g Zucker
1-2 EL Cognac (oder Rum)
+ Kakao zum Bestäuben
frische Beeren als Deko

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen. Die Ränder knicken, so dass eine Art Form entsteht, um den Teig am Auslaufen zu hindern.

Die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen und die Schokolade darin auflösen. Anschließend etwas abkühlen lassen.

Währenddessen die Eiweiße und den Zucker jn einer großen Schüssel steif schlagen. Ein Viertel des steifgeschlagenen Eiweiß unter die abgekühlte Schokomasse rühren.

Die Schokomasse dann sehr vorsichtig unter den restlichen Eischnee heben, aber unbedingt alle Klümpchen durch weiterrühren beseitigen.

Die Masse gleichmäßig auf dem Backblech verstreichen und für 10-12 Minuten backen. Etwas auf dem Blech abkühlen lassen, dann das Backpapier auf ein feuchtes Geschirrtuch ziehen, damit sich der Kuchen später leichter davon löst.

Für die Füllung die Sahne mit Zucker und Cognac sehr steif schlagen.

Die steifgeschlagene Sahne gleichmäßig auf der Rouladenplatte verteilen. Diese dann sehr vorsichtig über die kürzere Seite aufrollen. Die beiden Enden schräg abschneiden und die Roulade anschließend auf eine Servierplatte setzen. Mit Kakao bestäuben und mit frischen Früchten garnieren.

Zwetschgen-Frangipane-Tarte

Bei einem Unwetter in der letzten Woche ist uns leider die halbe Zwetschgenernte noch nicht ganz reif vom Baum gefallen. Für Konfitüre oder auch roh mit etwas Sahne waren die Früchte noch viel zu sauer, deshalb habe ich mir gedacht, ich verbacke sie einfach zuckersüß. Mit Zucker, Zimt und Liebe’s Apfel-Frangipane-Tarte habe ich ein perfektes Rezept gefunden, es funktionierte mit meinen innen noch recht grünen Zwetschgen einfach super. Die namensgebende Mandelfüllung – frz. Frangipane – schmeckt außerdem in rohem Zustand schon so lecker, dass ich am liebsten die ganze Schüssel davon gegessen hätte. Falls ihr also auch Sturmschaden an euren Obstbäumen im Garten zu beklagen habt (wenn nicht, natürlich auch): Macht einfach diese tolle Tarte!


angepasst nach einem Rezept von Zucker, Zimt und Liebe
Zutaten
etwa 300 g Zwetschgen
1 rechteckiger Blätterteig aus dem Kühlregal
185 g gehobelte Mandeln
155 g (Vanille-)Zucker
Salz
2 Eier
2 EL geschmolzene Butter
2 EL brauner Zucker

Die Zwetschgen waschen, entkernen und in feine Spalten schneiden.

Den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen.

Die gehobelten Mandeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und für 10 Minuten goldbraun rösten. Anschließend etwas abkühlen lassen und den Ofen auf 220° C Umluft vorheizen.

Währenddessen den Blätterteig auf einem zweiten Backblech entrollen, die Seiten etwas umklappen, sodass ein Rand entsteht. Mit einer Gabel ein Löcher in den Teig pieksen. Den Blätterteig 8 Minuten vorbacken, dann aus dem Ofen nehmen und etwas zusammenfallen lassen. Den Ofen auf 180° C Umluft zurückschalten.

Die abgekühlten, gehobelten Mandeln in einer Küchenmaschine fein mahlen. Mit Zucker, Salz, Eiern und geschmolzener Butter aufschlagen. Diese Mischung dann gleichmäßig auf dem vorgebackenen Blätterteig verstreichen.

Die Frangipane mit den Zwetschgenspalten belegen und mit dem braunen Zucker besprenkeln. 20-30 Minuten fertig backen. Am besten noch lauwarm genießen.

Lavendel-Sandgebäck

Vor unserem Haus wächst für gewöhnlich ein ganzes Beet Lavendel. So beschloss ich gestern, diese wunderbar duftenden Blumen endlich einmal zu verbacken. Erst hatte ich ein Rezept aus einer Kochzeitschrift im Auge, doch ich hatte wenig Lust, den Teig eine halbe Stunde lang kühlzustellen. Also schnappte ich mir das Orangen-Vanille-Spritzgebäck-Rezept und ersetzte die Orange einfach durch Lavendel und Zitrone. Mit einer Schere bewaffnet ging ich dann vor die Tür, um mir etwas Lavendel zu holen. Zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass das gesamte Beet erheblich gestutzt worden ist, sodass aus meinem Lavendelblütengebäck leider nichts wurde. Mit den Blättern, die mich sehr an Rosmarin erinnern – nicht gerade vom Geschmack, doch von der Struktur und dem starken Duft – funktionierte mein Vorhaben aber auch vortrefflich.

Zutaten
150 g weiche Butter
50 g Puderzucker
1/2 TL gehackte Lavendelblätter
etwas unbehandelte (!) Zitronenschale
Salz
1 Eigelb
200 g Mehl


für etwa 30 Stück

Den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Butter mit Puderzucker, Lavendelblättern, Zitronenschale und einer Prise Salz schaumig rühren. Das Eigelb unterrühren.

Das Mehl über die Masse sieben und gerade so lange weiterrühren, bis die Masse anfängt, sich zu einem Teig zu formen.

Etwa walnussgroße Portionen zu Kugeln formen und dann etwas plattdrücken. Mit recht großem Abstand auf das Backblech setzen.

Für 20 Minuten backen, dabei darauf achten, dass das Sandgebäck nicht allzu braun wird.

Erdbeercakepops

Erdbeercakepops – schon mein zweiter Nachbau dieser Lieblingsfrühjahrsbeere (den ersten habe ich leider nicht gebloggt). Innen ganz schokoladig, außen candycoating-typisch pappsüß. Geschmacklich ist diese „Mogelpackung“ also ganz weit weg vom Original. Trotzdem echt lecker!
Ein kleiner Tipp meinerseits noch: Kauft euch weiße Zuckerperlen, denn diese aus den bunten Perlen herauszupicken ist echt unnötig aufwendig. (Nicht dass ich soetwas gelegentlich machen würde ;)
nach einem Rezept aus „Cake Pops“ von Angie Dudley
Zutaten
Kuchen
500 g Mehl
110 g Kakao
1 TL Natron
2 TL Backpulver
Salz
225 g Butter
350 g Zucker
3 Eier, Raumtemperatur (!)
350 ml Milch
Frosting
170 g Butter
100 g Puderzucker
Verzierung
1300 g rotes Candy Coating
weiße Zuckerperlen
etwas grün gefärbtes Marzipan oder Fondant


für etwa 50 Stück

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und eine 20×30 cm Form mit Backpapier auskleiden oder gut einfetten.

Mehl, Kakao, Natron, Backpulver und Salz vermischen.

In einer zweiten Schüssel die Butter mit dem Zucker cremig rühren und dann einzeln die Eier unterrühren. Anschließend abwechselnd die Mehlmischung sowie die Milch einrühren und zu einer homogenen Masse verarbeiten.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und für etwa 35 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen gar ist.

Aus dem Ofen nehmen und den Kuchen klein schneiden, sodass dieser schneller abkühlt.

Währenddessen das Frosting zubereiten. Dazu die Butter cremig rühren und den Puderzucker darübersieben. Solange rühren, bis sich alles verbunden hat.

Den kleingeschnittenen Kuchen in eine große Schüssel fein zerbröseln. Das Frosting zugeben und mit den Händen zu einem weichen Teig verkneten.

Esslöffelgroße Portionen zu Erdbeeren formen und für 10-15 Minuten ins Gefrierfach stellen. Nicht durchfrieren lassen!

Derweil das grüne Marzipan/den grünen Fondant zu Blättern formen und ggf. mit einem nebelfeuchten Geschirrtuch darüber zur Seite stellen. Die Blätter dürfen nicht austrocknen, sonst zerbrechen sie beim Zusammensetzen der Cakepops.

Etwa ein Drittel des Candy Coatings in einem möglichst schmalen, hohen Gefäß schmelzen. Jeweils ein Stäbchen 1 cm ins Candy Coating tauchen und damit dann eine Teigerdbeere aufspießen. Diese dann vollständig ins Candy Coating eintauchen, leicht abtropfen lassen und dann die Blätter und die Zuckerperlen anbringen. Zum Trocknen in eine Styroporplatte stecken.

Mit den restlichen Erdbeeren ebenso verfahren.

Post aus meiner Küche #2 – Himbeer-Crostata

Endlich: Eine neue Runde von Post aus meiner Küche!
Das Thema diesmal war „Very Berry“ und ich muss sagen, schon wieder fiel es mir nicht gerade leicht, ein passendes Rezept zu finden. Diesmal lag es aber mehr an der „Verschickbarkeit“ der Leckereien, denn wie sollte ich es bloß bewerkstelligen, dass die Beeren bei der Sommerhitze auf dem Weg zu meiner Tauschpartnerin nicht verderben?

Getrocknete Früchte wollte ich nicht verwenden, weil sie mir viel zu winterlich erscheinen, so entschied ich mich für kleine Himbeer-Crostatas, bei denen die Beeren zumindest etwas eingekocht werden.

Von meiner Tauschpartnerin Marion aka Froschmama bekam ich einen Beerenkuchen im Glas und Cookies mit Cranberries und weißer Schokolade. Diese waren wirklich vortrefflich als Schullangeweile-Aufheller am Donnerstag. Doch was mich an Marions Päckchen am meisten gefreut hat, waren die zuckersüßen selbstgenähten Erdbeeren und Heidelbeeren.

Ich kann die 3. Runde kaum erwarten!

Zutaten
Teig
150 g Mehl
60 g Butter, in kleinen Stückchen
25 g Zucker
Salz
Schale von 1/2 Zitrone
2 Eier
Füllung
125 g (TK-)Himbeeren
60 ml Traubensaft
Saft von 1/2 Zitrone
30 g Zucker
1 EL Stärke
+ Puderzucker zum Bestäuben

für 5 Minicrostatas mit ca. 10 cm Durchmesser

Für den Teig Mehl, Butter, Zucker, Salz, Zitronenschale und Eier verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und kurz kühlstellen.
Dann in sechs gleich große Portionen teilen und mit fünf davon die vorbereiteten Förmchen auskleiden. Den Boden mit einer Gabel einstechen und die Förmchen ins Gefrierfach stellen.

Den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen.

Anschließend Himbeeren, Trauben- und Zitronensaft sowie den Zucker in einem kleinen Topf aufkochen. Die Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen und zugeben. Diese Mischung nochmals aufkochen und abkühlen lassen.

Die Förmchen aus dem Gefrierfach holen und die Himbeermasse gleichmäßig auf die fünf Stück verteilen.

Den übrigen Teig dünn ausrollen und in Streifen schneiden oder Herzen etc. ausstechen. Damit die befüllten Crostatas verzieren.

Für etwa 25 Minuten goldbraun backen. Komplett abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Himbeer-Schoko-Tartelettes

Diese unglaublich leckeren Himber-Schoko-Tartelettes habe ich zum 16. Geburtstag meiner besten Freundin gebacken. Wir wollten sie eigentlich zum Frühstück essen, aber Schoko-Frischkäse-Frosting ist morgens vor der Schule einfach zu viel. Zu jeder anderen Tageszeit sind sie aber absolut empfehlenswert und stehen auf jeden Fall in großer Konkurrenz zum Erdbeer-Käsekuchen vom letzten Jahr.

Zutaten
Teig
110 g Mehl
Salz
40 g Kokos
2 EL Zucker
50 g Butter, in kleinen Stückchen
1 Ei
Frischkäse-Frosting
400 g Frischkäse
100 g weiche Butter
140 g Puderzucker
120 g Kakao
+ 3 EL Himbeergelee
7 Himbeeren

für 7 Tartelettes mit etwa 8 cm Durchmesser

Alle Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel geben und verkneten.

Etwa golfballgroße Portionen auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und die Tarteletteförmchen damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel einstechen, damit dieser nicht zu sehr aufgeht.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen. Währenddessen die Tartelettes ins Gefrierfach stellen.

Die Tartelettes für 12-16 Minuten goldbraun backen.

Für das Fischkäse-Frosting Butter und Frischkäse verrühren. Puderzucker und Kakao darübersieben und unterrühren. Das Frosting in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.

Die noch warmen Tarteletteböden mit jeweils einem Teelöffel Himbeergelee ausstreichen und abkühlen lassen. Dann aus den Formen lösen.

Das Frischkäse-Frosting von innen nach außen kreisförmig auf die Tartelettes aufspritzen. Darauf noch eine zweite Lage aufspritzen und mit einer Himbeere krönen.

Rhabarbertarte mit Vanillecreme

Und schon wieder Rhabarber… Und zwar in der Form, die ich eigentlich am Muttertag vorgehabt hätte (jedoch verschlafen habe): Eine Tarte, gefüllt mit Rhabarberkompott und Vanillecreme, die mindestens einen halben Tag zum Gelieren braucht. Im Grunde handelt es sich hier um eine Panna Cotta im Teigmantel, was gibts Besseres?

nach einem Rezept aus essen&Trinken, April 2011 Zutaten
Teig
140 g Mehl
80 g Speisestärke
1 Ei
1 Eigelb
1/2 TL Backpulver
80 g Puderzucker
Salz
100 g Butter
+ Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Rhabarberkompott
400 g Rhabarber
50 g Zucker
Saft von 1/2 Orange
3 TL Speisestärke
Vanillecreme
500 ml Schlagsahne
80 g Zucker
1/2 Vanilleschote
4 Blatt Gelatine
100 g Mascarpone
+Kakao zum Bestäuben

für 8 Tarteformen 5×10 cm oder eine Tarteform mit 26 cm Durchmesser

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühlstellen.
Währenddessen Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Zucker mit etwas Wasser in einem Topf karamellisieren. Mit Orangensaft ablöschen und die Rhabarberstücke zugeben. Solange kochen, bis der Rhabarber weich ist und sich der entstandenene Zuckerklumpen wieder aufgelöst hat. Die Stärke in etwas kaltem Wasser lösen und das Rhabarberkompott damit binden. Abkühlen lassen.
Das Mark aus der Vanilleschote kratzen. Die Sahne mit Zucker, Vanillemark und der ausgekratzten Schote auf etwa 2/3 einkochen lassen. Danach vom Herd nehmen und die Schote herausnehmen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und ausdrücken. Anschließend die Gelatine in der Sahne auflösen und den Mascarpone einrühren.
Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die Form(en) damit auskleiden. Mit einer Gabel ein paar Löcher in den Boden stechen und für etwa 5 Minuten ins Gefrierfach stellen. Die Form(en) mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten beschweren, damit der Boden nicht zu sehr aufgeht. Die kleinen Tarteformen für 10 (die große Tarteform für 15) Minuten backen, dann das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen. Noch so lange weiterbacken, bis der Tarteboden goldbraun ist, etwa 10 Minuten. Danach abkühlen lassen.
Zuerst das Rhabarberkompott gleichmäßig auf die Tartes (in der einzelnen Tarte) verteilen. Dann die Vanillecreme daraufgießen und über Nacht im Kühlschrank gelieren lassen.
Vor dem Servieren mit Kakao bestäuben.

Rhabarber-Galettes

Unvorhergesehene Kaffeegäste? Spontane Nachmittagseinladung? Es gibt tausend Gelegenheiten, bei denen man unbedingt und vor allem sofort irgendetwas Süßes aus dem Ärmel schüttlen müsste. Und dieses ist das perfekte Rezept dazu. Einfach schnell Mehl, Butter, Zucker und Ei zusammenwerfen, ausrollen und eine handvoll frische Früchte darauf verteilen. Nur noch einschlagen, mit Zucker bestreuen und für eine viertel Stunde in den Ofen damit. Eventuell etwas Sahne aufschlagen und daraufklecksen und in allerhöchstens 40 Minuten stehen Galettes auf dem Tisch. Sehr praktisch wenn man, sagen wir mal, den Muttertagsvormittag verschläft. Aber sowas passiert mir doch nicht… :P


Zutaten
Teig
250 g Mehl
125 g Butter
60 g Zucker
1 Ei
Füllung
6 Stangen Rhabarber
etwas brauner Zucker
Topping
200 g Sahne
2 EL Zucker
2 EL gehackte Pistazien


für 6 Galettes

Für den Teig alle Zutaten verkneten und kühlstellen.

Währenddessen den Rhabarber schälen und in 1 cm große Stückchen schneiden.

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Teig in sechs gleich große Stücke teilen und jedes auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,7cm dick ausrollen. Auf jedem Teigkreis die Stückchen von etwa einer Rhabarberstange verteilen und mit 2 TL braunem Zucker bestreuen. Den Rand umklappen und leicht andrücken.

Die Galettes mit etwas Abstand auf dem Backblech verteilen und für etwa 15 Minuten goldbraun backen.

Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen und auf jedes Galette etwa 2 EL davon geben. Mit ein paar Pistazien bestreuen und lauwarm oder kalt genießen.

Mohn-Shortcakes mit Erdbeeren und Heidelbeeren

Hier in der Zuckerbäckerei bemühe ich mich immer um die allerschönsten Fotos. Ich habe dafür nun schon zwei englische Fachbücher und unzählige Internetseiten gelesen, mir allerlei Eqipment zugelegt und sogar meine liebe Familie als Assistenten gewonnen/gezwungen ;). Doch was das Styling meiner Zuckerbäckereien angeht, bin ich leider aufgrund mangelnder Dekomaterialien auf Improvisation angewiesen.
Als ich heute also verzweifelt nach einer bunten Stoffserviette suchte, die sowohl zum Rot der Erdbeeren als auch zum Lila der Blaubeeren passt und auch noch einen frühlingshaften Eindruck hinterlässt, kam mir DIE Idee: Mein Lieblingsseidenkleid! Dieses ist mir im letzten Sommer unreparierbar zerissen und fristete seitdem ein trauriges Dasein im hintersten Winkel meines Kleiderschranks. Bis heute. Ich schnappte mir nämlich eine Schere und trennte vorsichtig den noch heilen Unterrock heraus, bügelte ihn glatt und fertig war meine gefakte Stoffserviette!
Aber keine Angst, abgesehen von Tischtextilien fälsche ich auf meinen Fotos nichts – alles komplett essbar. Um diese leckeren Mohn-Shortcakes mit frischen Erdbeeren und Heidelbeeren wäre es auch zu schade…

nach einem Rezept von Take A Megabite
Zutaten
Shortcakes
450 g Mehl
4 TL Backpulver
Salz
100 g Zucker
Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
185 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
100 ml Milch
2 Eier
2 EL Mohn
Füllung
450 g kalte Sahne
1/2 TL Stärke
3 EL (Vanille-)Zucker
250 g Erdbeeren
125 g Heidelbeeren

für 10 Stück

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Schüssel und den Schneebesen des Handrührgeräts kühlstellen, damit die Sahne später wirklich eiskalt geschlagen wird.

Mehl, Backpulver, Salz, Zucker, Zitronenschale und Butter in eine Schüssel geben und so lange durchkneten, bis die Butter in kleinen Stückchen in der Mehlmischung verteilt ist.

Milch und Eier verquirlen und dann zum Teig geben. Mohn zufügen und evtl. mit etwas zusätzlichem Mehl zu einer Kugel kneten.

Die Teigkugel auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Scheibe mit etwa 3 cm Höhe plattdrücken. Wie eine Torte in 10 etwa gleich große Dreiecke teilen. Diese an den Kanten mit etwas Mehl bestäuben und mit großzügigem Abstand auf dem Blech verteilen.

Die Shortcakes etwa 15 Minuten backen, dabei das Blech am besten zur Hälfte der Backzeit umdrehen, dass alle gleich schnell fertig sind. Komplett auskühlen lassen und
dann horizontal halbieren.

Erdbeeren und Heidelbeeren waschen und trocken tupfen. Die Erdbeeren sehr fein würfeln und mit 1 EL (Vanille-)Zucker vermischen.

Die Sahne mit den restlichen 2 EL Zucker und der Stärke steif schlagen. Auf jeden Shortcakeboden 2-3 EL Sahne, 2 TL Erdbeeren und ein paar Heidelbeeren geben und den Deckel daraufsetzen.

Nur kurz im Kühlschrank aufbewahren, am besten sofort genießen.

Erdbeer-Kokos-Cupcakes

Dienstag ist Valentinstag!
Das rechtfertigt sogar, mitten im Winter aus weit entfernten Ländern importierte, mehr oder weniger frische Erdbeeren zu wunderbaren Erdbeer-Kokos-Cupcakes zu verarbeiten. Und Geld für irgendwelche Backzutaten auszugeben ist ohnehin besser als einen Blumenstrauß, der nach spätestens drei Tagen welkt, zu erstehen. Also stürzt euch ins Backvergnügen, denn mit diesen Cupcakes erobert ihr, meine lieben Leser, bestimmt jedes Herz!

Zutaten
Cupcakes
165 g weiche Butter
130 g Zucker
3 Eier, Raumtemperatur (!)
250 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
Salz
150 ml Milch
100 g Kokosflocken
Saft und Zeste 1/2 unbehandelten Limette
Frosting
150 g weiche Butter
80 g Puderzucker
200 g Frischkäse
Saft 1/2 unbehandelten Limette
100 g Erdbeeren
Verzierung
75 g Zartbitterschokolade
etwa 15 Marzipanherzen

für etwa 15 Stück

Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen und 15 Papierförmchen auf einem Blech platzieren.

Butter und Zucker cremig rühren. Anschließend die Eier einzeln einrühren. Die Limettenzeste einrühren.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermischen.

Die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch zur Buttermasse rühren. Zuletzt Limettensaft und Kokosflocken einrühren.

Die Papierförmchen gleichmäßig mit Teig befüllen und für 25 Minuten goldbraun backen, dann vollständig auskühlen lassen.

Die Schokolade fein hacken und zwei Drittel davon in einer Metallschüssel über dem heißen Wasserbad schmelzen. Währenddessen ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und das restliche Drittel Schokolade darin schmelzen (so wird die Schokolade anschließend schneller fest). Die Schokolade in eine Spritzflasche oder einen Spritzbeutel füllen und Amor-Pfeile auf das Backpapier spritzen. Fest werden lassen.

Die Erdbeeren waschen, trocken tupfen und in kleine Würfel schneiden.
Butter und Puderzucker lange aufschlagen, dann den Frischkäse und den Limettensaft unterrühren. Die Erdbeerwürfel vorsichtig unterheben.

Jeden Cupcake mit etwa 2 EL Frosting bestreichen und dann einen Schokopfeil sowie ein Marzipanherz, das von diesem „durchschossen“ wird, daraufsetzen.

Kühl aufbewahren.