Archiv der Kategorie: Dessert

Brandteigkrapferl mit Süßholzcreme

Brandteig habe ich schon lange auf meiner imaginären mal-wieder-backen-Liste. Und weil den ganzen Tag für Prüfungen lernen keine Freude macht, hab ich mir vor ein paar Tagen das wunderschöne éclairs-Backbuch von Marianne Magnier-Moreno aus dem Regal geholt und neben dem Grundrezept auch noch die Idee für eine lakritzlastige Füllung daraus genommen. Die Creme habe ich allerdings nicht mit Lakritzschlangen aromatisiert, sondern mit Süßholzwurzelextrakt, der seit dem letzten Winter bei mir herumsteht.

brandteigkrapferl-süßholzcreme

brandteigkrapferl-süßholzcreme

Das Fotoshooting zum Rezept habe ich in meinen Instagram-Stories festgehalten und einen reht begeisterten Kommentar mit dem Inhalt „Brandteigkrapferl?“ darauf bekommen. Bis dahin hatte ich mir noch keinen Rezepttitel ausgedacht (deutsch? französisch? Windbeutel? Eclairs?) – Credits an Ines für die österreichische Variante! Und das Gebäck kam dann tatsächlich nicht nur als Zuckerl in meiner Sprachenpolitik-Prüfung unter, nein – es schrie gerade danach, dass ich es bei den Merkmalen des österreichischen Deutsch als Beispiel für Küchenvokabular aufzählte…

brandteigkrapferl-süßholzcreme

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Lebkuchenhaus-Tiramisu

Meine Mitbewohnerin machte in letzter Zeit sehr oft Tiramisu (Konkurrenz für die Zuckerbäckerin der WG!). Das ist zwar richtig lecker, aber wer mich kennt, weiß, dass ich gar nicht gerne das gleiche mehrmals esse. Beim Nachdenken über mögliche Abwandlungen kam mir – natürlich wegen Weihnachten – die Idee für ein Lebkuchentiramisu. Und weil ich ja noch ein wunderschönes Lebkuchenhaus rumstehen hatte, hab ich das einfach mal ausprobiert.

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Statt Löffelbiskuit habe ich also Teile des Lebkuchenhauses in Kaffee und Amaretto getränkt. Zusätzlich zum klassischen Kakao habe ich die Mascarpone-Crème dann noch mit Zimt und Lebkuchengewürz bestäubt.

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Lebkuchenhaus-Tiramisu

Und: es hat bestens funktioniert! Die kleinen Tiramisugläser sehen nicht nur supersüß aus (allein die kleinen Sternchen-Streusel vom Lebkuchenhausdach, die hin und wieder durchblitzen!!!) sondern schmecken auch noch so gut, dass ich sie sicher nochmal mache.

Nachdem für dieses Dessert gerade einmal eine Dachschräge und der Hauseingang draufgingen, bleibt noch genug übrig, im Weihnachtsmenü an Heiligabend Lebkuchenhaus-Tiramisu einzubauen!

Lebkuchenhaus-Tiramisu

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Marillenknödel

Jetzt habe ich mit der Veröffentlichung dieses Posts fast die Marillensaison verpasst. Falls ihr noch welche auftreiben könnt – das ist eure Chance auf ein wahnsinnig leckeres Dessert.

Das Rezept habe ich aus Frau Ziiis Buch Wiener Küche, die es wiederum von Ewald Plachutta zitiert. Es macht ziemlich viel Arbeit und enthält ein paar sehr österreichische Zutaten – z.B. griffiges Wiener Griessler Mehl, trockener Topfen und natürlich die Marillen. Letztere kann man bestimmt einfach so durch deutsche Aprikosen ersetzen, wie es mit normalem Mehl und Quark aussieht, weiß ich leider nicht. Falls es jemand von euch ausprobiert, kommentiert doch, ob es geklappt hat!

Kleinere Fehler könnte man noch ein bisschen mit Puderzucker kaschieren, den ich für das Foto leider vergessen habe. Dafür ist aber großzügig gebräunte Butter drauf, die ist selten verkehrt ;)

Marillenknödel mit gebräunter Butter

Falls ihr es nicht kennt, solltet ihr übrigens unbedingt in Frau Ziiis Blog vorbeischauen, es ist sehr witzig zu lesen, dank schöner Fotos nett anzuschauen und natürlich voller toller (österreichischer) Rezepte.

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Pochierte Vanillebirnen mit Sahne

Als ich heute nach Hause kam, fand ich eine ganze Tüte Birnen in unserer Küche. Einen Kuchen oder eine Tarte wollte ich nicht backen, denn das alleine aufzuessen hätte ich nicht geschafft. Mein letzter Post mit Birnen (diese unglaublich leckere Birnentarte) brachte mich dann auf die Idee für dieses grandiose Dessert. Wirklich lecker!


Zutaten
3 mittelgroße Birnen
Wasser + etwas Zitronensäure/saft
300 ml Wasser
100 g Zucker
1/2 Vanilleschote
Topping
100 g Sahne
1 EL Zucker
+ Mandelsplitter zum Garnieren

für 2 Portionen

Die Birnen schälen, das Kernhaus entfernen und in etwa gleich große Würfel schneiden. Diese in einer Schüssel gefüllt mit genug Wasser und Zitronensäure bis zur Weiterverarbeitung aufbewahren, damit sie nicht braun werden. Allerdings nicht zu lange „schwimmen“ lassen, denn sonst verflüchtigt sich der Birnengeschmack.

Die 300 ml Wasser, Zucker, Mark und Vanilleschote selbst mit den Birnenwürfeln in einen kleinen Topf geben. Aufkochen lassen, dann so lange weiterköcheln lassen, bis die Birnen weich sind.

Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen. Die Birnenwürfel lauwarm auf zwei Portionen aufteilen, mit Sahne und Mandelsplittern garnieren. Sofort genießen.

Vanillemarshmallows mit Zuckerstreuseln

Endlich nochmal Marshmallows! Diesmal mit normaler weißer Gelatine, dafür aber mit Zuckerstreuseln darin. Und noch ein Unterschied zu den rosa Blümchenmarshmallows: Eine ganze Vanilleschote steckt neben dem üblichen knappen Kilo Zucker in den Marshmallows.

nach einem Rezept aus Marshmallows – Homemade Gourmet Treats
Zutaten
Sirup
200 ml Wasser
450 g Zucker
Zitronensäure
Salz
Marshmallowbase
180 ml Wasser
300 g Zucker
12 Blatt Gelatine
1 Vanilleschote
1 EL Zuckerstreusel
Zum Bestäuben
1 EL Puderzucker
1 EL Speisestärke
+ Öl für die Form

für eine rechteckige Form 30×40 cm

Für den Sirup Wasser, Zucker und je eine Prise Zitronensäure und Salz in einen großen, schweren Topf geben. Bei großer Hitze zum Kochen bringen und für 2 Minuten den Deckel auf den Topf setzen, sodass sich gebildete Zuckerkristalle vom Topfrand lösen können. Den Deckel wieder abnehmen und den Zuckersirup auf 116°C erhitzen, OHNE auch nur ein einziges Mal umzurühren. Den Topf vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Währenddessen eine 30×40 cm Form dünn mit Öl auspinseln.

Die Gelatine für etwa 5 Minuten in etwas kaltem Wasser einweichen, anschließend ausdrücken. Die Vanilleschote auskratzen.

Als nächstes Wasser, den entstandenen Sirup und Zucker in einen zweiten großen, schweren Topf geben (oder den von vorher auswaschen). Ohne Umzurühren bei mittlerer Hitze wiederum zum Kochen bringen und nochmals den Deckel für 2 Minuten aufsetzen, damit sich Zuckerkristalle vom Topfrand lösen können. Den Deckel abnehmen und weiterkochen lassen, bis die Zuckermasse eine Temperatur von 121°C erreicht hat.

Sofort die eingeweichte Gelatine und die Vanille einrühren und die Masse dann mit einem Handmixer aufschlagen, bis sich das Volumen verdoppelt hat und sie sehr dick geworden ist. Zuletzt die Zuckerstreusel einrühren.

In die geölte Form geben und verstreichen. Um die Oberfläche zu glätten, mit leicht angefeuchteten Händen darüberstreichen.

Mindestens 3 Stunden, wenn nicht sogar über Nacht, fest werden lassen.

Dann mit einem gefetteten Messer in 2-3 cm große Quadrate schneiden und diese mit dem Puderzucker und der Speisestärke in eine verschließbare Schüssel geben. Gut durchschütteln und die überflüssige Puderzuckermischung abklopfen.

Luftdicht aufbewahren.

Erdbeer-Joghurt-Törtchen im Glas

Zutaten
Boden
3 Eier
80 g Zucker
50 g Mehl
30 g Speisestärke
Füllung
4 Blatt Gelatine
Saft von 2 kleinen Limetten
75 g Puderzucker
450 g Joghurt
3 Eiweiß
1 Prise Salz
300 g frische Erdbeeren

180° C vorgeheizter Backofen – 15 Minuten Backzeit + mind. 5 Stunden Kühlzeit – für etwa 15 Glasschälchen

Eier mit Zucker zu Schaum schlagen und Mehl mit Speisestärke mischen.
Diese Mischung zum Schaum sieben und vorsichtig unterheben.
Biskuit auf ein Blech (Backpapier!) streichen und goldbraun backen.
Danach stürzen, das Backpapier abziehen und den Boden abkühlen lassen.
Erdbeeren waschen, trocken tupfen und in feine Scheiben schneiden.
Runde Scheiben (in der Größe Glasbodens) aus dem Biskuit austechen/ausschneiden und in die Gläser geben.
Die Erdbeerscheiben rund um die Gläser drapieren.
Für die Füllung die Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen.
Limettensaft und einen Teil des Puderzuckers bei ständigem Rühren erhitzen, die Gelatine ausdrücken und zugeben.
Den Joghurt ebenfalls unterrühren.
Eiweiße mit Salz und dem restlichen Puderzucker steifschlagen und dann vorsichtig zur Joghurtmasse heben.
Diese Mousse mit einem Esslöffel in die Gläser füllen und diese kaltstellen.